Kein Sender dürfe sich vorschreiben lassen, wen er zu einer Diskussionsrunde einlade, so der ehemalige ZDF-Chefredakteur Brender. Spätestens nach Klöckners Absage, müsse der Intendant das Format absagen.

Von Redaktion/dts

Der ehemalige Chefredakteur des ZDF, Nikolaus Brender, hat die Ausladung der AfD aus den TV-Debatten zu den Landtagswahlen durch den Südwestrundfunk (SWR) heftig kritisiert: Spätestens nach der Absage der CDU-Spitzenkandidatin für Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, müsse der Sender das Format absagen, sagte Brender der "Berliner Zeitung". Klöckners Schritt "zeigt die Absurdität der Entscheidung des Intendanten", erklärte er. "Nun kommt er aus dem Schlamassel nicht mehr heraus, es sei denn er tut, was er nach der Drohung der Ministerpräsidenten gleich hätte machen sollen: Die Runden kippen."

Kein Sender dürfe sich vorschreiben lassen, wen er zu einer Diskussionsrunde einlade, betonte Brender. "Die Sender bestimmen, wer in eine Sendung kommt. Diese Programmhoheit ist auch durch mehrere Gerichtsurteile bestätigt." Zwar hätten die Ministerpräsidenten Malu Dreyer (SPD) und Winfried Kretschmann (Grüne) das Recht, sich eine Debatte ohne AfD–Vertreter zu wünschen, sagte der ehemalige ZDF-Journalist. "Aber die Sender haben dann nicht nur das Recht, sondern die Pflicht ihre Diskussionsrunden so zusammenzustellen, wie sie es wollen –nicht wie die Politiker es wollen." Treffe ein Sender die Entscheidung, die Spitzenkandidaten einzuladen und erhalte dann Absagen von den Ministerpräsidenten, müsse er die Sendungen eben absetzen, so Brender. "Sonst verstößt er gegen die Verfassung."

Die Entscheidung des SWR, die AfD als Teil der außerparlamentarischen Parteien getrennt zu behandeln, "entspricht nicht seiner Praxis der letzten Jahre", sagte Brender der Zeitung. "Zudem hat nicht zu interessieren, ob man eine Partei appetitlich findet oder nicht." Die Ministerpräsidenten und der SWR hätten "der Demokratie einen Bärendienst erwiesen", so Brender. Man dürfe eine Partei, die bei rund zehn Prozent der Wähler Anklang finde, nicht ausgrenzen, sondern müsse sich mit ihren Argumenten auseinandersetzen. Andernfalls bestätige man den Vorwurf, beim öffentlich rechtlichen System handele es sich um einen "Staatsrundfunk", so Brender. "Die Entscheidung des Südwestrundfunks und die Weigerung der beiden Ministerpräsidenten sind im Grunde nichts anderes als ein kostenloser Dauerwerbespot für die AfD." Sie bestätige die AfD-Propaganda, es gebe ein Meinungskartell von Politik und Öffentlich-Rechtlichem System.

5 COMMENTS

  1. Tja, der gute alte Herr Brender – einer der Letzen vom alten Schlage.

    Darum wurde er auch von seinem Intendantenstuhl gemobbt.

    Er weiß natürlich auch, dass jetzt überall das große Zittern beginnt – das Zittern um die Plätze am Trog

    Neue Mitspieler bringen nicht nur Unruhe, sondern stören empfindlich die Ausgewogenheit der Bonzeria, welche die Futterplätze unter sich aufgeteilt hat.

    Viele von den nun Bedrohten können nichts Anderes als Politik, was heißt : Sie können gar nichts. Bei denen herrscht jetzt die nackte Panik.

    Da wird es noch erhebliche Anstrengungen in der Wirtchaft geben müssen, neue Sessel für Frühstücksdirektoren und Grüßauguste bereitzustellen.

    • So sieht es aus, den Zivilversagern in Politik, Medien, Gewerkschaften etc. geht nun gehörig die Muffe! Die Bevölkerung hat gemerkt, dass sie es mit Vollidioten zu tun hat! Und jetzt muss man noch darum bangen, dass an der Futterkrippe noch eine weitere Partei steht, welche auch noch verlangt, dass die Meinung der Bevölkerung zu berücksichtigen sei! Eine schwere Zeit ist nun für diese Nichtsnutze angebrochen!

  2. Ich habe gestern Abend mir einmal meine Zeit vergeudet und den Fernseher angestellt. Dort habe ich dann diejenigen angestellt, die mit einer Zwangsmitgliedschaft ca. 8,4 Mrd. Euro pro Jahr erhalten für dei Informationsversorgung der Bevölkerung.

    Ich weiß nicht, warum man sich soetwas ansehen soll, bzw. so etwas ertragen kann bzw. für soetwas Geld ausgeben kann.

    Weder das was man dort als Tages Schau oder eher Tages Show oder auch nach richten nichten bezeichnet waren auch nur ansatzweise das was man für eine Mitgleidschaft oder auch Tauschmittelleistung erwarten könne.

    Einen Bildungsauftrag konnte ich auch nicht darin sehen, daß ein vor 30 Jahren als lustig empfundener Sänger mit einer Socke im Haifischaussehen sich dümmliche Witze erzählt.

    Es gab zwar Bilder, aber eben nur für 100% Beschränkte. Da kann man sich genauso gut einen IKEA Katalog ansehen, denn den gibt es zumindest kostenlos oder da finden auch Beschränkte noch das letzte Stück oder Tassen kann man dort erwerben, falls im Schrank welche fehlen sollten.

    Und für alle Maik Krüger Fans bietet sich der Hagebaukatalog an, um vielleicht noch die Latten zu kaufen, die ihnen am Zaun fehlen. Als dieser Vogel des der niveaulosen unter Haltung für den Baumarkt Werbung machte endete damals dort meine Einkaufsaktivität.

    Ich war in den letzten Tagen in vielen Städten unterwegs und traf mich mit vielen Geschäftsleuten. In fast jedem Gespräch wurde deutlich, daß sich kaum noch jemand nachts auf die Strasse traut in zahlreichen Gegenden. Kaum jemand mag sich noch an Bahnhöfen oder in Zügen aufhalten, kaum jemand hat noch den Glauben, daß diese Regierung jemals sich für ihre Rechte stark machte bzw. das das Militär oder auch die Polizei sich für sie einsetzt bzw. einsetzen wird, wenn es so weiter geht.

    Die meisten überlegen auszuwandern und wir werden mit solch einem niveaulosen  Zwangsgeldfinanziertem Müll versorgt, daß dem Anspruch eines stattlichen Informationsauftrages nachkommen soll.

    Übrigens interessant. Egal ob man die Menschen näher kennt oder auch nicht für viele hat die BRD aufgehört zu existieren, weil sie das Staatsvolk nicht vertreten bzw. dieses nicht mehr hinter ihnen steht und die Grenzen nicht sicher. Selbst Juristen sprechen darüber nun ganz offen in Cafes, Restaurant selbst auf öffentlichen Plätzen finden dieses Diskussionen mittlerweile statt unter Fremden.

    Daher mittlerweile wurscht was Linke, Grüne, Merkel, Kiesewetter oder sonst eine kranke Seele sich so wünscht.

    "Mit dem Zweiten sieht man besser" genauer hin ob sich nicht was informativeres findet als Fernseh unter Haltung sich anzutun.

    Durch diese tendenziöse manipulierte Fehlberichtserstattung ist das Vertrauen offensichtlich irreparabel verspielt, da konnten die ganzen selbsternannten Experten der Nato Institute, die in den nach richten immer herangezogen werden auch keine Kehrtwende mehr bringen.

  3. Spaß beiseite!

    Wir sollten uns angewöhnen, die Helden der Nation nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und zwar im Positiven wie im Negativen. So könnte ich mir durchaus vorstellen, dass wir Menschen wie Nikolaus Brender nicht nur wieder per Massenprotest an seinen angestammten Platz zurück streiken, sondern auch Wortkreationen dazu nutzen, um solchen Menschen Ehre angedeihen zu lassen. Ich stelle mir vor, nicht nur Zitate aus seinem Munde für die eigene Argumentation zu nutzen, sondern auch etwas zu "brendern". Wenn man die typisierte Verlogenheit bestimmter Politiker oder Journalisten zur Schau stellen möchte, kann man natürlich eine ungeahnte Wortschöpfung kreieren. Dabei stelle ich mir vor, dass wenn jemand unverschämt und wissentlich lügt, ihn mit den Worten zu rügen, doch bitte das Merkeln, das Gabrielen oder Klebern zu unterlassen. Wenn solche Ideen es dann in die Hitliste der Unwörter des Jahres aufzusteigen, würde auf diese Weise mächtig Staub aufgewirbelt.

     

    Bitte um weitere kreative Beispiele…

  4. Ich hätte noch einen Vorschlag für die neue Form der "Zensurfreien Meinungsfreiheit" in Zeiten der Wertegemeinschaft auf dem Gesichtsbuch

    ge-bertels-bannte Meinungsfreiheit.

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