David Bowie im Jahr 2008. Bild: Flickr / Rosana Prada CC BY 2.0

Superstar David Bowie ist im Alter von 69 Jahren verstorben und die Welt trauert um den Briten, der als einer der einflussreichsten Musiker der jüngeren Musikkultur bereits zu Lebzeiten in die Geschichte einging. Der exzentrische Superstar fiel auch immer durch seine „political incorrectness“ auf. Von der Reise in die Sowjetunion, über Falco und Berlin, bis zum Donbass hat Contra Magazin eine Impressionen aus dem Leben des Superstars zusammengestellt.

Von Christian Saarländer

Am Montagmorgen ging die traurige Nachricht um die Welt. Pop-Idol David Bowie ist im Alter von 69 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Mit mehr als 140 Millionen Tonträger weltweit verkaufte der Brite, der im Bayrischen Viertel in Berlin einen kalten Entzug von harten Drogen machte, bevor er in eine Altbauwohnung nach Schöneberg zog. Insgesamt soll Bowie mit seiner Musik insgesamt 900 Millionen Euro verdient haben. Der untere Tweet von Sputnik zeigt uns wie die Deutschen um den ehemaligen Berliner Bowie trauern.

Der viel zu früh gestorbene Wiener Superstar Falco soll wegen Bowie sogar nach Berlin gezogen sein, obwohl sie sich dort nie begegnet sein sollen. Falco coverte ein Jahr vor seinem Tod Bowies Hit Heroes, zu Deutsch Helden. Falcos erstes Album Einzelhaft mit dem Hit Helden von heute soll stark von Bowie inspiriert worden sein. Schenkt man der Boulevard-Zeitung „Bild“ glauben, dann soll Bowie einige seiner Hits in Berlin auf dem Schreibtisch von Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels geschrieben haben.

Aber Bowie bereiste in seiner legendären Berliner Zeit die damalige Sowjetunion. Das Onlinemagazin Weird Russia blickt (siehe oben) in seinem Nachruf auf Bowies Reise durch die Sowjetunion zurück und zeigt einige Impressionen aus Moskau aus der Zeit des Kalten Krieges. Bevor Bowie nach Berlin zurückgereist ist, besuchte er noch Belarus und das westliche Russland. Seine Reise sollte das zukünftige Denken von David Bowie nachhaltig beeinflusst haben, wie man aus einem im Jahre 2013 erschienenen Artikel von „The Moscow News“ nachlesen kann.

Gut 40 Jahre später im Jahr 2014 ergriff der britische Sänger Bowie Partei für die Rebellen im Donbass. „Ich knie vor Tapferkeit und dem Freiheitswillen der Bürger Ostukraine. In der Tat, sie kämpfen für die Unabhängigkeit und gegen die sogenannte westliche Demokratie…“, so Bowie über den abtrünnigen Donbass und die Krim. Nicht selten twitterte der emeritierte Havard-Professor Ferrade de Noli das Zitat von David Bowie, was die westlichen Leitmedien mehr als widerwillig aufgegriffen haben.

https://twitter.com/ProfessorsBlogg/status/686496956391239680

Mit David Bowie hat die Welt einen Rebellen verloren. Rebel Rebel schrieb er einst im Jahre 1974. David Bowie war aber nicht nur Sänger, sondern auch Schauspieler. Beispielsweise spielte der im Jahre 2006 eine Nebenrolle als Nikola Tesla im Film „Prestige – Die Meister der Magie“ und hatte ebenso einen Kurzauftritt im Berliner Film „Christiane F – Wir Kinder vom Bahnhofzoo“ im Jahre 1981.

David Bowie hinterlässt seine Ehefrau, das Model Iman Abdulmajid, und zwei Kinder. Sein Sohn aus erster Ehe ist der britische Regisseur Duncan Jones wurde 1971 geboren. Seine Tochter aus zweiter Ehe, Alexandria Zarah, kam im Jahr 2000 zur Welt. Auch wenn sich Bowie und Falco nicht in Berlin getroffen haben, so werden sie bestimmt im Himmel das eine oder andere Glaserl leeren.

2 KOMMENTARE

  1. Thank you for the music. Er war schon klasse.

    So langsam lichten sich die Reihen der echten Könner. Zurück bleibt nur DSDS, Mario Barth und Cindy aus Marzahn   🙁

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