Billigst-Hähnchen: Der Wahnsinn mit unserem Essen

Bei Rewe gibt es frische Hähnchenschenkel zum Preis von 1,50 Euro je Kilogramm. Da stellt sich die Frage: Wie viel Qualität darf man da überhaupt noch erwarten? Als Konsumenten haben wir es in der Hand, welche Produkte wir kaufen.

Von Marco Maier

Im Rewe-Prospekt finden sich "Frische Hähnchenschenkel mit Rückenstück, HKL A, aus kontrollierten Betrieben" zu schier unfassbaren 15 Eurocent je 100 Gramm. Also 1,50 Euro je Kilogramm. Ein Preis, der logisch kaum nachzuvollziehen ist, zumal die Hähnchen ja gefüttert, geschlachtet, zerlegt und auf die Standorte des Einzelhändlers verteilt werden müssen. Wie sollen da noch faire Löhne bezahlt und die Betriebe kontrolliert werden? Was bleibt da den Hähnchenzüchtern überhaupt noch?

Angesichts solcher Preise darf man sich über diverse Lebensmittelskandale schon gar nicht mehr wundern. Qualitätsstandards einzuhalten und eine zumindest bestmögliche artgerechte Tierhaltung einzufordern ist bei solchen Preisen gewiss nicht mehr möglich.

Qualität hat ihren Preis – vor allem beim Fleisch. Solche Aktionen beim Einzelhandel setzen nicht nur die ganze Branche unter Druck, sondern vielmehr noch die Produzenten. Und die Konsumenten? Diese werden mit Nahrungsmitteln versorgt, die unter Umständen sogar eine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Wollen wir das wirklich?

Wir Konsumenten haben es in der Hand, ob wir solche Aktionen unterstützen oder nicht. Jeder Kauf solcher Billigstprodukte führt dazu, dass diese Praktiken auf Kosten von Tieren, Produzenten und Konsumenten fortgeführt werden. Daran sollten wir beim Einkauf stets denken.

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18 Kommentare

  1. Nicht eines Blickes würdigen und alles unternehmen, dass das Zeug unverkauft im Laden bleibt! Beispielsweise kann man sich neben die Gefriertruhe stellen uns sich mit seiner Begleitperson in den "schillerndsten Farben" über die Auswirkungen einer Magen-Darm-Infektion – hervorgerufen durch solche "Lebensmittel" – unterhalten.

  2. vllt. ist es ein experiment, das belegen soll, dass die menschheit ALLES, ohne es zu hinterfragen, bereit ist, zu sich zu nehmen, wenn der preis "stimmt". evtl. will man herausfinden / berechnen, wie lange man braucht, um der erdbevölkerung das letzte stückchen mentalen lebens aus ihren existenzen zu nehmen – die dazu geeigneten, auch essbaren, mittel dafür gibt es ja schon lange.

  3. Für viele Leergut sammelnde Kleinrentner mag das eine der einzig verbliebenen  Gelegenheiten sein, sich einmal Geflügel leisten zu können, wie auch für unzählige und täglich mehr werdende Konsumenten, die unser System zwingt, in prekären Verhältnissen zu leben. Daher scheint mir ein elitärer Blick wie der im Artikel etwas vorschnell. Selbstverständlich ist Bio-Fleisch vorzuziehen, doch künftig wohl vor allem nur noch den Eliten zugänglich. Der im Beispiel genannte Niedrigstpreis muss ja auch nicht unbedingt die Eigenkosten des Konzerns widerspiegeln; wahrscheinlich ist es eine subventionierte Marketing-Aktion, um neue Kunden zu gewinnen. Das ist durchaus gängige Praxis im Lebensmittel-Discount. 

    1. Das hat nichts mit elitär zu tun, sondern mit Umsicht auf Umwelt, Gesundheit und Tierwohl. Wenn es schon unbedingt Fleisch sein muss, dann wenigstens aus Biohaltung. Wer sich Fleisch nicht leisten kann, der verzichtet eben. Am besten würden sowieso alle auf Fleisch verzichten!

  4. Wegen Russland Sanktionen ist ein Lebensmittelüberhang, welchen es abzubauen gilt, ist besser als dessen Vernichtung.  Wurst um 4€/kg und Huhn um ebenso , sind daher eine Notlösung, etwa wie beim Erdöl, künstlich generiert. Sobald die Russen Sanktionen vorbei sind (USAm.Erfindung), darf sich jeder wieder das Hendl um 11€ einkaufen!

  5. Ich nehme an, bei Maiers sollte es heute Hähnchen geben, stimmts? 🙂
    Beim Einkaufen ist Marco dann nachdenklich geworden,
    und es gab wahrscheinlich etwas anderes zu essen.

    In meiner Funktion als Herr Jeh will ich mal wieder Metadaten veröffentlichen.
    Schon mal was von Morgellons gehört?
    Ich habe mich vor einiger Zeit damit befasst.

    Ich gehe davon aus, dass jeder weiß, was die Morgellons-Krankheit ist.
    Jeder wird auch wissen, was eine kugelsichere Weste ist.
    Kaum einer dürfte jedoch wissen, was ein eine kugelsichere Weste
    mit Morgellons zu tun hat, und beides mit Hähnchen.
    HÄHÄ, es ist zu schön, was auf der Welt alles passiert 🙂

    Ich habe die Namen der Firmen irgendwo aufgeschrieben,
    … weiß aber nicht mehr wo. Ist ja auch egal.

    Kugelsichere Westen können noch viel sicherer (und dabei auch leichter) gemacht werden, wenn man statt dem üblichen Material (z.B., Kevlar) ein natürliches Material einsetzt, was Spinnen aus den Drüsen erzeugen. Das Zeugs ist stabiler als Stahl, und leicht wie Watte. Problem: Das Melken der Spinnen ist extrem zeitaufwendig.

    Und wie die Wissenschaft halt so ist, dauerte es nicht lange, da kam einer auf die Idee, die Drüsen der Spinnen auf einen anderen Wirtskörper zu transplantieren.
    Man entschied sich für …… HÜHNER !
    (ich sehe den Schock in eurem Blick 🙂 )

    Mehr muss ich nicht erzählen, oder?
    Ich tu’s trotzdem mal.
    Also: Die Hühner wurden gerupft, sozusagen Nackthühner
    klar. Denn sonst findet man ja die aufgenähten Drüsen nicht.
    Sehr schmerzhaft für die Hühner übrigens, die ja am Leben sind.

    Wenn so ein Huhn (oder Hahn ==> Hähnchen) für die Gewinnung von Spinnensekret „verbraucht“ war, hat man es nicht weggeworfen, sondern die Fastfood-Industrie (also McDo & Co) hat die „Entsorgung“ dann übernommen: Für Chicken Mc Nuggets verarbeitet man das Fleisch ja erst zu so einer Art Sägespäne, die dann wieder zu den beliebten Mc Nuggets zusammengeklebt werden: Fertig ist die Speise.

    Nun zu den Morgellons
    Habe lange nicht mehr recherchiert, aber die Herkunft der Krankheit dürfte immer noch „unbekannt“ sein. Wenn man aber 1+1+1 zusammenzählt (was in den USA offenbar niemand hinkriegt), dann kommt man darauf, dass die Fasern, die den Morgellons-Kranken aus der Haut wachsen, denen genau so aus der Haut kommen, wie den Hühnern, die das Spinnensekret produziert haben. Und wenn man dann noch beachtet, dass die manipulierten (also DNS-optimierte) Kevlar-Hühnchen bei McDo landen, dann müsste man unterstellen (sehe ich als Herr Jeh jedenfalls so), dass Morgellons-Kranke Kunden von Fastfoodketten sind.

    Bisher war die Krankheit auf die USA beschränkt.
    Was Marco gerade beschrieben hat, könnte der Beginn einer neuen Ära für Österreich (und Deutschland) sein: Kevlar zu Hause ernten, mit dem Rasierer. Viel Spaß 🙂

    Mich juckt’s übrigens nicht (wörtlich zu nehmen), weil ich um McDo & Co (fast) immer einen Bogen mache, und nichts kaufe, was billiger ist, als ich das nachvollziehen kann. Die Supermarktketten arbeiten mit mindestens ~ 200% Aufschlag. Was das für den EK heißt, weiß jeder, gell.

    1. @Herr Jeh, Sie scheinen das zu glauben, was sie da schreiben. Bevor Sie möglichen Konsumenten dieses Quälzuchtgeflügels den Appetit verderben oder sich den Zorn von Geflügelzüchtern zuziehen, bitte etwas umfangreicher recherchieren. (z.B. NEXUS: Die Büchse der Pandora….; Morgellons-Faserkrankheit-Links). 

      1. Ich glaube, es spielt keine Rolle, was ich glaube.

        Vor vier Wochen hätten Sie als edmundotto nich geglaubt, dass am Kälner Hauptbahnhof jemals über 1000 Ausländer über 800 Frauen herfällt, und weder Polizei greift ein, noch Presse berichtet darüber. Und Herr Jeh hätte vermutlich auch nicht daran geglaubt.

        Geflügelzüchter werden keinen Zorn auf mich entwickeln, weil für 12,5 Cent pro 100 Gramm ein Züchter gar kein Geflügel verkaufen kann, ohne dass etwas faul ist.

        Und nun, lieber edmundotto, können Sie ja erzählen, woran Sie glauben. An die Heilige Jungfrau Maria, die dem Geflügelverkäufer erschienen ist? Oder dass Hähnchen-Manna vom Himmel gefallen ist?

        Vielleicht sind’s ja auch H5N1 (Influenza-A) Produkte? Wer weiß das schon.
        Soll ja wieder ausgebrochen sein.

  6. Klar, dass Lebensmittel so günstig bleiben, während alles andere teurer wird.

    Warum?

    Ein voller Bauch geht nicht auf die Strasse um zu demonstrieren..

  7. Die Tierhaltung, und damit der Konsum tierischer Produkte, ist einer der Hauptverursacher für die größten Probleme unserer Zeit: vom Klimawandel über die Rodung der Wälder, bis hin zur Ressourcenverschwendung und Trinkwasserproblematik. Wenn Ihnen etwas an unserem Planeten liegt, leben Sie vegan.

  8. @ her jeh

    zuzutrauen ist denen alles,aber man sollte doch die vorteile betrachten:

    wir werden kevlar westen gebrauchen können beim kommenden bürgerkrieg,also schnell

    morgellons in den usa abernten und westen stricken,häkeln nähen.könnt sein das nicht

    mehr soviel zeit bleibt.

    1. Wie gesagt, vielleicht stimmt das ja gar nicht mit den Morgellons.

      Aber Stahlwolle können Sie schon kaufen (notfalls 1 Topfkratzer aufribbeln).

      Daraus können Sie prima Sicherheitssocken stricken 🙂

  9. @dauernörgler
    @all
    ich habe nur das geschrieben, was ich rausgefunden habe.
    1+1+1 = Vermutung von mir.
    Aber wenn man etwas schreibt, was noch kein Wissenschaftler vorgekaut hat, dann wird einem das immer komisch ausgelegt (nicht von Ihnen, aber siehe oben).

    Vielleicht gibts noch nicht mal Morgellons, wer weiß das schon, der es nicht selbst hat.

    Dass mit der Spinnseide stimmt mit großer Wahrscheinlichkeit.
    Und dass die Drüsen auf Hühnern angebracht wurden, scheint auch zu stimmen.
    Und es macht auch Sinn, und dürfte lange schon möglich sein.
    Und der Rest ergibt sich aus dem, was ALLE wissen:
    a) Hühner altern, und sind irgendwann verbraucht
    b) Alles, was der Mensch zu Geld machen kann, macht er zu Geld
    c) …. wie könnte denn (c) anders aussehen als es Herr Jeh beschrieben hätte
    🙁

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