Einer Prognose zufolge soll der Schuldenberg der US-Regierung innerhalb eines Jahrzehnts auf 30 Billionen Dollar anwachsen. Auch auf Ebene der Bundesstaaten und Kommunen wird es finanziell immer enger. Die Fed kann mit Dollars drucken jedoch nicht alle Probleme lösen.

Von Marco Maier

Dem Congressional Budget Office zufolge werden sich die US-Staatsschulden von derzeit rund 19 Billionen Dollar binnen der nächsten 10 Jahre auf mindestens 30 Billionen Dollar erhöhen. In einer Zahl ausgedrückt: 30.000.000.000.000. In dem am Montag veröffentlichten Bericht werden die demographische Verschiebung, neue Ausgaben, Steuererleichterungen und die wachsende Last von Obamacare als Ursachen für diesen Prozess angegeben.

Die extrem hohen Militärausgaben (im Jahr 2014 offiziell rund 610 Milliarden Dollar, rund 10 Prozent der gesamten Bundesausgaben) finden in dem Bericht allerdings keine Erwähnung. Diese werden angesichts der ständigen Einmischung Washingtons in Konflikte rund um den Erdball wohl auch nicht weniger werden.

Weiters gehen die Finanzexperten des Kongresses davon aus, dass die wirtschaftliche Entwicklung auch in den folgenden Jahren vergleichsweise schwach bleiben wird. Zwar gibt es einen Zweckoptimismus, der für 2017/2018 ein Wirtschaftswachstum von jeweils rund 2,5 Prozent erwartet, doch die stark hedonische Preisberechnung macht dieses Wachstum zu einer Farce und nur auf dem Papier bestehend.

Zusätzlich zu den Problemen auf Bundesebene gesellen sich noch jene der Kommunen und der Bundesstaaten, die vielerorts mit massiven finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Schon jetzt kommen viele von ihnen finanziell kaum über die Runden, doch ihnen droht noch weiteres Ungemach. So werden langsam immer mehr Gelder aus den Pensionsfonds der öffentlichen Angestellten fällig. Doch deren Entwicklung war in den letzten Jahren äußerst schwach. Eine Einlösung der Verpflichtungen wird immer unwahrscheinlicher, wie schon die kollabierenden Städte Detroit und San Bernardino zeigten.

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Das finanzielle Ungemach der USA erreicht ständig neue Höhen. Zwar funktioniert die Querfinanzierung durch die Federal Reserve derzeit noch zumindest halbwegs, doch die Gelddruckerei kann nicht alle Probleme lösen. Vor allem dann nicht, wenn sich ohnehin immer mehr Länder dieser Welt vom Dollarsystem verabschieden und auch große Gläubiger wie China immer mehr US-Bonds abstoßen, so dass die Amerikaner ihre Dollarinflation nicht mehr in dem Ausmaß externalisieren können wie früher. Die Supermacht USA zerfällt.

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19 thoughts on “Bald 30 Billionen Dollar: US-Schuldenberg explodiert weiter”

    1. Hauptsache es geht schnell, denn für die bis dato angerichteten weltweiten Zerstörungen durch dieses US-Regime, werden wir sowieso Jahrzehnte für den Wiederaufbau brauchen.

    2. Ach, man sieht es ja jetzt schon, an den Börsen findet der Finanz-Crash statt, einfach in Raten, damit der Schock und die Panik nicht zu früh einkehrt. Ein Rätsel bleibt dabei, warum der Dollar völlig überbewertet ist. Da werden uns bei allem Zerfall auch ungeheure Manipulationen vorgeführt. Und die Gierigen fallen darauf rein, kaufen wie Verrückte Dollar ein, damit die US-Finanzhaie nochmals abkassieren können, bevor der US$ in den Abgrund saust.

  1. Erstens mal – es sind nicht 30 Billionen. Wenn dann sind es 30 Trillionen !

    Zweitens könnte das FED Privatbanksterkartell so viel Fiat-Money generieren wie "gebraucht" werden.

    Drittens ist es absolut NICHT geplant diese "Schulden" jemals zu bezahlen !

    Viertens – die U.S. Corporation sind KEIN Staat.

    Da gäbe es noch mehr – belassen wir es bei den paar Punkten

     

    1. 30 Billionen sind es ! Der Text ist doch auf deutsch geschrieben und es wird auf die best. 19 Billionen referenziert!! Trillions im Englischen!

      Generiert werden kann soviel wie will, richtig, aber deswegen der Hinweise auf das Externalisieren der Schulden. Simbambwe hat das auch versucht, das DR in den 20ern auch.

      Darf halt kein Geld "unten" ankommen, sonst wird es sofort Nachfragewirksam.

      Ob die U.S. kein Staat oder nicht sind ist dummes Gewäsch. Die haben über 10 Flugzeugträger und die stärkste Militärmacht der Welt, die sagen schon was sie sind und was nicht – leider.

      Punkt

       

    1. Ja nur wen der Dollar brummt ist Deutschland Exportweltmeister. Der ist für mich noch 50 Cent Wert !
      Viele Länder werden v. der Angst getrieben u. kaufen Petrodollar um von der Abwertung zu fliehen.
      Begeben sich v. Regen in die Traufe.

  2. 30 Billionen sind 30.000 Milliarden
    Oder 30 Millionen Millionen, um das absurde deutlich zu machen.

    Der Betrag von $ 30.000.000.000.000 in 100 Dollar Noten hat ein Gewicht von 300.000 Tonnen. Ein einzelner Stapel Geld mit 300.000.000.000 neuen Banknoten würden 30.000 km hoch und würde ein Volumen von mindestens 310.467.006 Liter haben.

  3. BILLIONEN SCULDEN
    Deutschland macht den USA bekanntlich alles nach, wenn es nur idiotisch genug ist.

    Thilo Sarrazin: Flüchtlinge werden den Steuerzahler 1,5 Billionen Euro kosten

    Der ehemalige Berliner Finanzsenator und Bestseller-Autor Thilo Sarrazin hat seinen spitzen Bleistift rausgeholt und die zukünftigen Kosten der unkontrollierten Masseneinwanderung errechnet. Er prognostiziert die Folgekosten der Flüchtlinge für Staat und Steuerzahler auf unfassbare 1,5 Billionen Euro.

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/stefan-schubert/thilo-sarrazin-fluechtlinge-werden-den-steuerzahler-1-5-billionen-euro-kosten.html

    1. Eigentlich sollte es einem egal sein. Schließlich kann man im Gegensatz zur ehemaligen DDR immer noch jederzeit abhauen. Das überall die Grenzen dicht gemacht werden, hat nur was mit den Flüchtlingen zu tun. Ein Schelm wer Böses dabei denkt..

    1. Herr Jeh,

      das versteh ich nicht ganz: Das sind 54.000 Euro pro Jahr für jeden Flüchtling, richtig? Soviel verdiene ich mit einer 40-Std.-Woche nicht mal im Jahr brutto – d.h. davon muss ich noch Steuern und Krankenversicherung bezahlen. Eine Frage: Woher kriege ich einen syrischen Pass – und wie werde ich Flüchtling? 

  4. Eine Deflation ist viel schwerer zu bekämpfen als eine Inflation. Die Nullzinspolitik und die Gelddruckerei führen wie in der EU eben nicht zur Inflation. Draghi hat nun mehrmals selber gesagt, daß er Inflation wolle. Inflation ist nötig, um die Wirtschaft anzukurbeln und die siecht hier wie da. Die Dollarschwemme pumpt nur den Finanzmarkt auf, während gleichzeitig die Kaufkraft rückläufig ist.

    Was den Dollar stützt, ist nur das Militär und das wird unfinanzierbar.

    Wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst, und sie wächst seit vielen Jahren nur scheinbar, denn Übernahmen sind kein Wachstum, dann können die Zinsen nicht mehr gezahlt werden. Es kommt zum Bankencrash. Das große Blasenplatzen steht bevor, danach erst die Hyperinflation.

    Das Inflationgerede soll nur die Fonds im Markt halten. Geschichte wiederholt sich.

    1. Null-Zinsen, absackende Rohstoffpreise und Schuldenberge sind maßgebende Inflations-Indikatoren. D.h. Deflation.

      Die EU ist ein Subventionsparadies. Die bombastische Bürokratie saugt nur Geld auf ohne Mehrwert. 50.000 Beamte gammeln in Brüssel rum.
      Die Partei-Stiftungen kriegen jedes Jahr ein halbe Milliarde Euro fürs Kontakte knüpfen und politische Einflußnahme. Das Feld ist ausgereizt.
      Die Hartzer sind mehr oder weniger bezahlte Konsumente. Wenn da nur 10% eingespart würde, gingen im Monat 400 Mill. Euro aus dem Markt.
      Das läßt sich forführen.
      In jeder Einkaufstüte steckt die Subvention mit drinnen. Der Return on Invest wird bei einem ausgereizten Markt negativ.

  5. EIn Anstieg von 19 Bio. auf 30 Bio. in 10 Jahren entspricht nicht ganz 4,7% Zuwachs pro Jahr, was recht genau dem durchschnittlichen nominalen BIP-Wachstum seit Beginn der 1990er Jahre entspricht. Damit bliebe die Staatsschuldenquote in etwa konstant. Klingt für mich nicht sehr dramatisch.

  6. Ich ahne nichts Gutes, da sich Präsident Rohani jetzt mit den europäischen Regierungen trifft, um wirtschaftlich gute Verträge mit diesen Ländern zu vereinbaren. Die USA bleiben aussen vor, obwohl Drohnen-Obama die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben hat. Was haben die USA jetzt vor? Unsere Vasallen-Regierung wird auf USA_Seite stehen. Das Rest-Europa wird die Sanktionspolitik gegenüber Russland bald nicht mehr mittragen, was ich hoffe. Vielleicht kommt dann endlich ein Umdenken in unserem schönen Deutschland.

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