Im Nahen Osten ergeben sich interessante Entwicklungen. Ein Blick auf Syrien, den Irak, den Jemen, die Türkei und Saudi-Arabien, sowie die Rolle Russlands in der Region zeigen dies auf.

Von Thomas Roth

Der ganze Nahe Osten ist angezündet worden, das haben unsere transatlantischen Partner wieder gekonnt erledigt. Die Ukraine haben sie zerstört, Libyen haben sie zerstört, an Ägypten ist der Kelch geradeso vorüber gegangen, jetzt ist der ganze Nahe Osten am brennen, Afganistan ist völlig zerstört, jetzt haben sie noch Europa und Südostasien auf der Agenda. Das ist ein gutes Zeichen: sie wissen, dass es mit ihrer Herrschaft vorbei ist. Die USA sind innenpolitisch, außenpolitisch, wirtschafts- und finanzpolitisch am Ende. Damit müssen sie viele Dinge einfach abgeben. Und jetzt die schlechte Nachricht: wenn sie es nicht haben können, dann sollen es auch andere nicht bekommen. Sie hinterlassen verbrannte Erde.

Der Krieg im Nahen Osten wird von Tag zu Tag erbitterter und wird sich bald auch auf das Territorium der Türkei erstrecken.

Unter Berücksichtigung des Krieges im Jemen bleibt die nahöstliche Front die Hauptfront der globalen Auseinandersetzung. Ungeachtet einer Reihe von taktischen Erfolgen der Regierungstruppen wird der Krieg im Irak und in Syrien weiter intensiviert werden. Ende 2015 haben die Massenmedien von der Befreiung der Stadt Ramadi im Irak vom Daesh berichtet, sowie Mitteilung von weiteren militärischen Erfolgen der irakischen Truppen gemacht. In Syrien konnten die Regierungstruppen mit der Unterstützung Russlands, der iranischen und libanesischen Verbündeten eine Reihe von taktischen Erfolgen in den Provinzen Aleppo, Latakija und in den Vororten von Damaskus erzielen.

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Es ist jedoch unmöglich, die Ideologie und die soziale Grundlage des islamischen Radikalismus, des Dschihadismus, auf militärischem Weg zu bekämpfen und zu unterdrücken. Das Projekt "Kalifat" setzt fort Meidbewegungen zu machen, um sich dem militärischen Druck zu entziehen und das wird sich noch über Jahre hinziehen. Weder im Irak, noch in Syrien, ist gegenwärtig ein Ende vorauszusehen. Der Krieg wird immer erbitterter, zieht neue Teilnehmer und neue Ressourcen an und geht ins Stadium der zivilisatorischen und religiösen Opposition über. So erscheint vor dem Hintergrund des sunnitisch-schiitischen Konflikts ein Bruch entlang einer Linie von Süden nach Norden.

Der Irak

Die Wiederherstellung der Kontrolle der irakischen Armee über Ramadi hat keine besondere Bedeutung.
Erstens haben sich die Abteilungen von Daesh nicht in die Verteidigung der Objekte verbissen. Es war kein "Stalingrad". Die Mobilität blieb für sie die Hauptsache.

Zweitens war es mehr eine PR-Aktion der Iraker, als eine reale Kampfoperation. Eine Millionenstadt nimmt man nicht an einem halben Tag ein, wenn sie verteidigt wird. Insgesamt wurde der Kampf um die riesige Stadt auf die Ergreifung von einigen Gebäuden reduziert, in denen sich die staatlichen Institutionen befanden, und die von ca. 300 sich bereits in der Abreise befindlichen Daesh-Kämpfern pro forma besetzt waren. Gebäudeschäden sind jedenfalls nicht entstanden.

Drittens verliert Bagdad wohl endgültig die Kontrolle über seine Bevölkerung. Die Sunniten sind von der Regierung vollständig enttäuscht, das heißt, die soziale Ursachen der Kämpfe sind nicht nur erhalten geblieben, sondern haben sich auch noch intensiviert.

Eine besondere Folge des Krieges im Irak ist die Aufspaltung der Bevölkerung in Schiiten, Sunniten und Kurden. Wobei der Hauptteil der Bevölkerung (außer den Kurden, die einen Staat im Staate – das irakische Kurdistan – geschaffen haben) dem was im Lande geschieht, völlig passiv gegenüber steht. Die Menschen sind vom ununterbrochenen Krieg ermüdet, der sich seit 1991 mit kleinen Pausen erstreckt. Für sie nehmen die Fragen der Versorgung, des Überlebens einen größeren Raum ein als die Probleme der Politiker.

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8 KOMMENTARE

  1. Was mich stützig macht ist; Israel fühlt sich im Herzen des "Waldbrandes" pudelwohl? Fällt es niemandem auf? Man hört und ließt über die Einsatzerfolge der deutschen Bundeswehr auf "wenig"? Ein verdammt schmutziges Spiel ist im Gange…

  2. Wow – das nenn' ich eine Fleißarbeit.

    Zum Aspekt des Ausgeblutetseins der syrichen Armee gäbe es noch zu bemerken, dass sie es schwer haben wird, sich zu regenerieren, nicht zuletzt, weil die Vasallin der USA und fanatische Russlandhasserin Merkel alles daransetzt, Syrien seine potentiellen Truppen zu entziehen, indem sie ihre Flüchtlingsschalmeien bläst.

    Dafür setzt sie sie Existenz unseres Landes aufs Spiel, lässt uns alle bezahlen, und insbesondere sind es die hiesigen Frauen, die dafür bluten müssen.

    Es läuft darauf hinaus, das die Flüchtlinge in unseren Slums verkommen werden, statt stolze Sieger in ihrer Heimat zu sein.

  3. Ich denke nicht, das Russland den Weg Amerikas gehen wird, oder der Sowjetunion. Da sie ein anderes Format fahren.BRICS. Multipolar. Der Westen hat zwar so getan, als wäre er ein Bündnis gleichberechtigter Wasauchimmers, aber Washington D.C. wollte der Welt seinen Stempel aufdrücken.Deswegen sind sehr viele Nationen zurzeit in der Tat abgestempelt.Aber mit zumindest China, Indien und Rußland, hat das neue Bündnis drei echte Großkulturen und natürliche Weltmächte in gleichberechtigter Partnerschaft im Boot. Da kann die Dark City wirklich nur noch abfackeln was sie nicht mitnehmen kann. Aber was solls, Phönixe leben länger, besonders die zweiköpfigen.

    • GENAU Globalisten wollen nicht: Religionen behindert anzeigen Ihren Handel, Nationaler souveräner Staat, Unabhängige Nationalbank (China), Eine nationale Armee. Alles muss Kontrolle Durch Megakonzerne und Weltweit zu finanzieren. Menschen is also keine. Bildung, Kinder, Eltern! – Totale Kontrolle. GROSSHANDEL UND GELD Megakonzerne. Jesus trieb sterben Händler Wechselgeldmann der Tempel Gottes?

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