Russland stellt im Syrien-Krieg seine neuen Waffensysteme vor. Der Westen staunt und versucht im Informationskrieg Russlands militärische Erfolge durch seine gelenkten Medien zu bestreiten. Neben dem Einsatz von Flugzeugen starten vom Kaspischen Meer aus Marschflugkörper vom Typ Kalibr.

Von Christian Saarländer

In den frühen 1990er-Jahren setzten die USA ihre Tomahawk-Marschflugkörper im Irak und im ehemaligen Jugoslawien ein und haben seitdem die militärische Überlegenheit weltweit für sich beansprucht. Sowohl von Schiffen als auch von U-Booten aus setzte man diesen Marschflugkörper zum Vernichtungsschlag ein. Die russischen Lenkwaffen von Kalibr beeindrucken hingegen aktuell im Syrien-Krieg mit Präzision und Effizienz.

Aus dem südwestlichen Kaspischen Meer wurden mit den Kalibr-NK LACMs massive Schläge auf IS-Stellungen durchgeführt. Im oberen Video wird der Einsatz dieser Langstrecken-Marschflugkörper dokumentiert. Die Raketen überfliegen den Iran, den Irak bis an die westliche Grenze von Syrien, wo sie dann Infrastrukturen von Terroristen vernichten – mit ziemlich großer Genauigkeit. Der Vorteil solcher Waffensysteme besteht darin, dass man im Falle des Abschusses keine menschlichen Verluste riskiert. Zudem kann man sie nur schwer aufklären, da sie mit Überschall-Geschwindigkeit ihr Ziel anfliegen.

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Kalibr-NK-Raketen sind extrem schwer zu entdecken: wenn sie manövriert, fliegt eine LACM mit hoher Geschwindigkeit im Stealth-Modus, was bedeutet, dass sie keine Signale aussendet, die es ermöglichen würden, sie mit dem Radar zu erfassen. Es war das erste Mal, dass die russischen Streitkräfte diesen Waffentyp im Ernstfall eingesetzt haben, meldet die russische Denkfabrik RISS (http://en.riss.ru/media/19019/). Weiter meldet das Institut, welches dem russischen Präsidenten Wladimir Putin untersteht, dass das kaspische Binnenmeer für Russland strategisch immer bedeutsamer wird. Von hier aus könne man „chirurgische Schläge“ im kompletten Nahen Osten ausüben.

Der Westen hingegen versucht die Erfolge der Langstrecken-Flugkörper zu bestreiten. Laut einem Artikel der Washington Post sollen die meisten Marschflugkörper ihr Ziel nicht erreicht zu haben und im Iran gelandet sein. Dies wurde vom Iran, der über den Einsatz im iranischen Luftraum informiert war, nicht bestätigt. Kann der Westen hingegen ein von Russland vernichtetes Ziel wie ein Terroristen-Camp von ISIS (Daesh) nicht mehr leugnen, so sollen dann lediglich „moderate Rebellen“  Opfer des Vernichtungsschlages gewesen sein.

Der Kriegsschauplatz in Syrien dokumentiert die Schlagkraft der russischen Armee, die unter Präsident Putin modernisiert wurde. Die NATO-Staaten hingegen können hierbei nur die Effizient der Streitkräfte wahrnehmen. Vor allem wird darüber gerätselt wie das russische Militär Ziele von Terroreinheiten aufklärt. Für die Treffsicherheit dürfte das Prinzip des Suchzünders verantwortlich sein. Die Deutsche Bundeswehr setzt im Artilleriegefecht ebenfalls Suchzünder-Munition ein. Die Bundeswehr hat dieses Prinzip auf den Taurus-Marschflugkörper übertragen, der allerdings lediglich eine maximale Reichweite von 650 km bis hin zum Ziel fliegen kann.

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12 thoughts on “Wie Russland mit seinen Marschflugkörpern den Westen schockt”

  1. Ich bin nicht der einzige der Merkel für eine tickende Zeitbombe eine Psychopathin unberecghenbarer als Adolf Hitler hält. Ihre Sprunghaftigkeit in ihren Ansichten und Alleinentscheidungen könnte auch auf multiple Persönlichkeieen deuten. Es war gut von Putin vor allem völlig weltfremden Spinnern wie den Grünen im Westen vorzuführen, das sie im Falle von Aggressionen in  die Gasphase wechseln.

     

    1. Merkel ist nur eines: Vasallin der USA. Alleine dieser Umstand erklärt ihr Verhalten, sie führt Befehle aus. Auch wenn diese widersprüchlicher nicht sein könnten.

      1. … und manch einer fragt sich unterdessen, womit die US-Regierung Mörkel erpresst, damit sie derart wider besseres Wissen und gegen jede Vernunft funktioniert. 😉

    1. Die Anschaffung dieser Waffe, sowie der Stückpreis ist dem Dilettantismus der Regierenden, ebenso Lobbyhörigen Beschaffungsbeamten zuzuschreiben. Wir müssen z.B. in dem Milliardenhaushalt unserer BW "Subventions"-Kosten für an Israel gelieferte U-Boote einplanen. Ein weiterer Skandal der Vergangenheit ist ein Hubschrauber, der, bevor er sich im Einsatz in die Lüfte erheben konnte, bereits 6 Milliarden an Kosten verursacht hatte. Einfach nur peinlich der Verein und einer der Verantwortlichen versucht sich jetzt als Innenminister.

  2. Mit der Schaffung der Marschflugkörper "Kalibr" hat Rußland eine Lücke im Vertrag über die Begrenzung der Mittelstreckenraketen ausgenutzt, den die USA seinerzeit für sich reklamiert hatten. Wenn man die Komentare von russischer Seite genau verfolgt hat, so lassen sich noch einige Besonderheiten hervorheben. Wärend des Fluges hat jeder Marschflugkörper im Schnitt 147 mal die Richtung gewechselt, also ca. alle 45 Sekunden. Die effektive Radarquerschinttsfläche beträgt nur 10 cm². Diese Eigenschaften lassen erkennen, dass es nahezu unmöglich ist, diese Flügelraketen aufzuspüren und ggf. zu bekämpfen. Die Reichweite des Einsatzes war hier ca. 1500 km bei einem Gewicht des Gefechtskopfes von 450 km. Ein taktischer Nukleargefechtskopf wiegt aber wesentlich weniger. Folglich ist auch die Reichweite der Rakete größer. Und nicht zuletzt wurde erfolgreich demonstriert, dass kleine Schiffe oder U-Boote diese Waffen mit großer Präzision und Zuverlässigkeit einsetzen können. Damit liegen alle Natostützpunkte in Europa in Reichweite dieser Waffen. Was den Kriegstreibern im brüsseler Hauptquartier der Nato einige Schweißperlen auf die Stirn treiben dürfte. 

  3. Gut so!

    Mit einem modernisierten und schlagkräftigen Militär in Russland

    und vermutlich auch China kommen die USA schon auf keine dummen Gedanken.

    Sie versuchen es derzeit dennoch in einer unerträglich penetranten Weise

    ihre Weltherrschftspläne über permanente Ausdehnung ihrer Stützpunkte und

    meist mehrere gleichzeitig laufende Stellvertreterkriege zu erreichen.

    Ein aussichtsloses, blutiges und auch unendlich teueres Unterfangen.

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