USA fordern von Verbündeten mehr militärisches Engagement gegen IS

Alle Verbündete werden von den USA aufgefordert, ihr militärisches Engagement im Kampf gegen den IS zu zu prüfen und gegebenenfalls zu erhöhen. Wie berichtet, erhielt die deutsche Bundesregierung bereits letzte Woche diesen Brief.

Von Redaktion/dts

Der Sondergesandte des US-Präsidenten für die Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat, Brett McGurk, ruft die Verbündeten auf, Möglichkeiten zur Verstärkung ihres militärischen Engagements zu prüfen. Zur Koalition gehört auch Deutschland. "Die USA verstärken ihre Anstrengungen im Kampf gegen den IS und insbesondere den Druck auf dessen Kerngebiet in Syrien und dem Irak. Nach den Terrorangriffen von Paris bitten wir alle unsere Koalitionspartner, dasselbe zu tun", sagte er der "Welt".

McGurk bestätigte auch Berichte, wonach die USA diesen Aufruf schon schriftlich an die Bundesregierung gerichtet haben: "In diesem Zusammenhang hat das US-Verteidigungsministerium tatsächlich einen Brief an alle Mitgliedsstaaten der Koalition geschickt, mit der Bitte zu prüfen, welche zusätzlichen militärischen Beiträge sie noch leisten können. Als Mitglied der Koalition hat auch Deutschland diesen Brief erhalten." Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Sonntag in einem ZDF-Interview erklärt, Deutschland leiste bereits seinen Teil für den Kampf gegen den IS, weshalb man derzeit nicht über "weitere Fragen" sprechen müsse.

Nach einem Beschluss des Bundestages von Anfang Dezember stellt Deutschland eine Fregatte, Aufklärungsflugzeuge sowie bis zu 1200 Soldaten für die Bekämpfung des IS in Syrien zur Verfügung. Zum deutschen Engagement sagte Obamas Gesandter McGurk der "Welt": "Wie gesagt schätzen wir Deutschlands Beitrag im Kampf gegen den IS sehr, darunter auch den jüngst gefällten Beschluss, seine militärischen Maßnahmen deutlich zu verstärken." Die USA hätten immer wieder deutlich erklärt, dass jeder Staat der Koalition seinen Beitrag auf Grundlage der eigenen Möglichkeiten und Interessen selbst bestimme.

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6 Kommentare

  1. Und wieder ein Grund, sofort aus der NA(H)TO(D) auszutreten. Es kann nicht sein, dass die USA überall auf der Welt Chaos stiften und unsere Politiker – saudumm wie sie nunmal sind – sich in alles mit reinziehen lassen. Das können die Amis dann ruhig selber auslöffeln. Deutschland und möglichst alle anderen auch, sollten schnellstmöglich aus diesem Terror-Bündnis aussteigen sonst ist das definitv unser Untergang. Merken denn unsere Marionetten nicht, dass da eine Absicht der USA dahinter steckt?

    1. mehr engagement "gegen den IS" soll wohl darauf hinauslaufen, es dem yankee gleich zu tun und "ganz aus versehen" bei der vernichtung der syrischen regierungstruppen mitzuwirken. sehr einfallsreich – so sehr, dass man in 100 jahren nicht dahinterkommt. 

    1. Turkish Boat Tries to Ram Russian Destroyer

       Russian destroyer had to open warning fire as a Turkish fishing vessel sailed on a collision course towards them and didn’t respond to calls from the warship, the Russian Defense Ministry reported. The incident happened in the northern part of the Aegean Sea some 12 nautical miles from the Greek island of Lemnos, the ministry said.

      The crew of the Kashin-class guided missile destroyer Smetlivy spotted the Turkish fishing trawler some 1,000 meters from the Russian warship early on Sunday morning, the ministry said. The ship was sailing towards the destroyer and ignored calls for radio contact and other attempts to communicate.

      Read more

      http://www.veteranstoday.com/2015/12/13/turkish-boat-tries-to-ram-russian-destroyer/

  2. "USA fordern", tz.
    Weil das eigene Volk kriegsmüde ist, sollen jetzt die anderen Deppen in der NATO für die Terrorkriege des mitlitärisch-industriellen Komplexes herhalten.
    Was, wenn wir mal fordern, dass die USA sich endlich normal aufführen?

  3. "Boots on the ground" heißt die Devise.

    Ohne Bodentruppen bzw. den Einsatz der selbigen ist in Syrien nichts zu reissen.

    Da die TV-Bilder von toten GI's mit U.S. Flaggen auf den Särgen drauf im Frühstücks-Fernsehen nicht so gut rüberkommt, suchen die "U.S. Freunde" jetzt ein paar Deppen – muss man fast sagen – die hier die Drecksarbeit am Boden machen sollen.

    Vorspiel war die Mini-Invasion vom Groß-Sultan Erdogan im Nord-Irak. Da muss aber noch mehr kommen – daher die "freundliche Einladung" an die "Verbündeten" bzw. an die "Koalitionäre der Willigen".

     

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