Damit die Menschen in der Konfliktregion in Frieden Weihnachten feiern können, soll seit heute um Mitternacht eine bedingungslose Waffenruhe herrschen. Ob diese auch wirklich eingehalten wird, muss sich allerdings noch zeigen.

Von Marco Maier

Bei einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Minsk wurde ein "Weihnachtsfrieden" vereinbart. Für die nächsten Tage sollen die Waffen schweigen, damit vor allem die Menschen im Donbass, die seit Wochen wieder von ukrainischen Verbänden mit Mörsern und Granaten unter Beschuss genommen werden, in Frieden Weihnachten und Neujahr feiern können.

Zwar gilt eigentlich seit September eine Waffenruhe, in der vor allem der Abzug schwerer Waffen vereinbart wurde, doch insbesondere die Kiew-treuen Truppen halten sich nicht daran. Nun muss sich noch zeigen, ob sich die ukrainische Seite tatsächlich an die "verschärfte Waffenruhe", wie OSZE-Vertreter diese nennen, tatsächlich auch eingehalten wird.

Vor allem der massive Druck der ukrainischen Nationalisten aus dem Westen des Landes könnte dazu führen, dass sich insbesondere Teile der vor allem von diversen Oligarchen finanzierten "Freiwilligenbataillone" nicht an das Abkommen gebunden fühlen. Immerhin lehnen die Extremisten sowohl Minsk II als auch jegliche Zugeständnisse an die Rebellen im Osten ab.

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4 thoughts on “Ukraine: Bedinungslose Waffenruhe zur Weihnachtszeit”

  1. der orthodoxe kalender geht um zwei wochen nach!

    dementsprechend feiern russen, serben und die "restjugoslawen" sylvester gleich zwei mal. einmal das neue jahr und einmal das "alte neue jahr". das orthodoxe weihnachten allerdings wird nur einmal gefeiert – und das eben nicht am 25.12.  

    die einzige mir bekannte ausnahme sind bulgaren, möglicherweise ist die kiev-junta eine zweite, auf den donbass trifft dies allerdings definitiv nicht zu! dementsprechend dürfte diese "bedingungslosigkeit" eine einseitige sein. und überhaupt – geht es in "minsk 1 & 2" um bedingte waffenruhen? also datt iss jetzt ausdrücklich nix gegen sie, Herr Maier aber inhalte wie diesen kann man sich ruhigen gewissens sparen! 

      1. … die selbst eine waffenberuhigte weihnachtszeit für sich einfordern, den regulären, nichtweihnachtlichen, feuerbefreiten alltag der gegenseite einzuräumen jedoch nicht bereit sind. 

        ich denke, darin, dass auch innerhalb der letzen gültigkeitswoche von minsk2 weitergeschossen wird, wir uns einig sind. 

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