Dollardrache. Bild: Flickr / soofazone CC BY 2.0

Weil China den gewaltigen Berg an US-Staatsanleihen sukzessive abbaut, müssen US-Fonds zunehmend die Ausfälle ausgleichen. Denn die verschwenderische US-Regierung hat nach wie vor einen enormen Bedarf an Kapital, um den überdimensionierten Kriegsapparat finanzieren zu können.

Von Marco Maier

China ist der größte Auslandsgeldgeber der US-Regierung. 1,4 Billionen Dollar hält das Reich der Mitte derzeit in Bonds der US-Regierung, welche seit Jahrzehnten deutlich mehr Geld ausgibt als einnimmt und den Schuldenberg immer weiter anwachsen lässt. Doch alleine in diesem Jahr hat die Volksrepublik ihren Bestand an US-Staatsanleihen um rund 200 Milliarden Dollar reduziert um so die strauchelnde eigene Volkswirtschaft zu unterstützen.

Als Ausgleich dafür mussten nun diverse US-Fonds einspringen, die ihren Anteil an dem insgesamt 12,9 Billionen Dollar schweren Markt nun von 35 Prozent im vergangenen Jahr auf nunmehr 42 Prozent in diesem Jahr aufstockten. Und das, obwohl die US-Staatsanleihen kaum Rendite abwerfen und die totale Überschuldung der öffentlichen Haushalte ein enormes Risiko darstellt.

China baut schon seit dem absoluten Höhepunkt im Frühjahr 2014, als das Land rund 1,65 Billionen Dollar in US-Bonds hielt, den Bestand an diesen Papieren sukzessive ab. Inzwischen beläuft sich der Gesamtbestand auf 1,38 Billionen Dollar. Hält der Trend an, könnte Pekings Bestand an US-Staatsanleihen schon im Jahr 2017 unter die Marke von einer Billion Dollar fallen. Ein Wert, der zuletzt im Jahr 2010 erreicht wurde, als Peking in kürzester Zeit fast 250 Milliarden Dollar nach Washington pumpte.

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7 KOMMENTARE

  1. Das kein Problem. Die FED gibt anderen angeschlossenen Zentralbanken Milliarden Kredite. Für diese Kredite müssen die anderen Zentralbanken die US Staatsanleihen kaufen und geben diese Staatsanleihen wiederum der FED als Sicherheit für die Kredite. Die FED Finanziert so faktisch, genau wie die EZB in der EU, den Staatshaushalt. Der Bürger wird nur gebraucht um die Zinsen zu erwirtschaften. Schließlich wollen die Damen und Herren mit ihren Luftbuchungen reale Gewinne machen, also Infrastruktur erwerben um Macht auszubauen.

     

    • Jawoll! Das diesem Irrsinn begleitete Gelddrucken geht solange, bis die Investoren – kleine wie grosse – eines Tages notgedrungenermassen wahr nehmen müssen, dass der Dollar für einen nicht-existenten Wert steht. Der Tag wird kommen – so sicher wie das Amen in der Kirche – da grosse Investoren und Konzerne keinen Dollar mehr als Gegenwert für angebotene Leistungen entgegennehmen. Russland und China machen den Anfang. Sie handeln zunehmend in Yuan und Rubel statt Dollar. Der Vertrauensverlust in die $-Leitwährung nimmt rasant ab, auch wenn an der Börse noch tüchtig manipuliert wird. Diesen Finanzwettlauf werden die USA haushoch verlieren, und der Euro saust mit in den Abgrund, ausser Russland erbarmt sich der Westeuropäer und startet eine Rettungsaktion im Sinne einer zukünftig prosperierenden Zusammenarbeit. Dann werden die USA und ihre Hintermänner genau das haben, was sie mit Kriegen, Morden, Erpressen und Lügen um alles in der Welt vermeiden wollten.

  2. Die Deppen können es ja machen, wie die Unternehmer, die die eigenen Aktien selber kaufen.

    Das US-Militär könts beispielsweise anfangen – grob vereinfacht- das Pentagon zu bombardieren.

    Das bringt zwar finanziell nichts (äh doch: Arbeitsplätze zum Wiederaufbau), aber die derzeit größte {Bomben werfen} Leistung der USA bliebe im Land.

  3. Jawohl Herr Jeh,

    Und sollte man nicht auch dringends fordern, dass die Amis endlich ihre $$$ auf etwas dickerem Papier, bzw, Karton drucken moechten, damit zumindest die Illusion bestehen bleibt,

    dass der $$$ dennoch einen mindest -"Heizwert" hat??

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