Dmitri Peskow, Putins Pressesprecher. Bild: © Sputnik/ Grigory Sysoev

Aus Sicht des Kreml-Sprechers Dmitri Peskow wird momentan weltweit ein großer Informationskrieg geführt. Hierbei prangert er Gegner und Kritiker Russlands an, die „jede Objektivität vermissen lassen“, womit auch die westlichen Leitmedien gemeint sein könnten. Russlands Mediensektor befindet sich nach seiner Ansicht hingegen auf einem hohen Niveau.

Von Christian Saarländer

Contra berichtete in den vergangenen Tagen öfters über mediale Lügen und Halbwahrheiten. Nach Angaben des russischen Informationsportals Sputnik sprach er in einem Interview mit dem staatlichen TV-Sender Rossija24 von einem Informationskrieg, indem so manche Medien das „menschliche Antlitz und auch ihre Funktionen als Massenmedien“ verlieren würden.

Das einzige Gegenmittel, so der Sprecher weiter, können dabei in einem aktiven Kurs im Informationsbereich  bestehen, der darauf gerichtet sei, die internationale Völkergemeinschaft über den eigenen Standpunkt in Kenntnis zu setzen. Die tragenden Medien in Russland sehe er dafür als gut gerüstet an. Dabei spricht er sowohl staatliche als auch private Medien in Russland an. Insgesamt befinde sich dieser Sektor auf einem hohen Niveau.

Die Probleme im deutschsprachigen Raum sind dem Leser von alternativen Portalen bekannt: Es vergeht seit Jahren kein Tag an dem sowohl staatliche als auch Lizenzmedien nicht eine unverschämte Lüge über die russische Welt verbreiten. Die westliche Medienlandschaft bezichtigt Journalisten russischer Portale oftmals einseitige Berichterstattung oder stellt ihre Unabhängigkeit in Frage.

Während deutsche Medien ihre Unabhängigkeit oftmals nur vortäuschen geben Portale wie Russia Today offen und ehrlich zu, dass sie dem Medienkonsumenten Geschehnisse und Sachverhalte auf der Welt aus russischer Sichtweise präsentieren. Die enge Verflochtenheit mit Politik, Medien und transatlantischen Denkfabriken wird dementiert.

Der Blog Propagandaschau berichtet täglich über die Fehlberichterstattung in den deutschen Leitmedien. Besonders die GEZ-finanzierten Staatsmedien ARD und ZDF stehen hierbei besonders in der Kritik der Journalisten. In Deutschland werden Medien jenseits des Mainstreams oftmals der Gebrauch von Verschwörungstheorien vorgeworfen oder man sei „vom Kreml finanziert“ – jedoch ohne einen verifizierbaren Beweis dafür vorzulegen.

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3 KOMMENTARE

  1. "…der darauf gerichtet sei, die internationale Völkergemeinschaft über den eigenen Standpunkt in Kenntnis zu setzen. Die tragenden Medien in Russland sehe er dafür als gut gerüstet an. Dabei spricht er sowohl staatliche als auch private Medien in Russland an. Insgesamt befinde sich dieser Sektor auf einem hohen Niveau…"

    LOL.

    So traurig es ist. Aber z.B. Sputniknews.

    Nix als Waffen. Kaum Pro und Con zur Lage von Gesellschaft und Wirtschaft in Riußland. Wie zu Sowjetzeiten muß zwischen den Zeilen gelesen werden.

    Im Gegensatz zum russischen Außenamt ist die Auslandspropaganda pure Steinzeit.

    Und den Praktikantenjournalismus von RT möchte ich gern vergessen. Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht.

    Bei aller Sympathie: Gott sei Dank gibt es noch Medien, bes. englischsprachige, die weder dem Duktus der deutschen MSM folgen noch Mütterchen Rußland in den leuchtendsten Farben darstellen wollen / müssen.

    Man sollte sich ein Beispiel nehmen an Putins Auftritten vor der internationalen Presse. Oder darf nur ER halbwegs offen sein?

  2. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda ist zuständig für alle Aufgaben der geistigen Einwirkung auf die Nation, die Werbung für Staat, Kultur und Wirtschaft, die Unterrichtung der in- und ausländischen Öffentlichkeit über sie und der Verwaltung aller dieser Zwecke dienenden Einrichtungen. Das Ministerium hat die Aufgabe, in Deutschland eine geistige Mobilmachung zu vollziehen. Es ist also auf dem Gebiet des Geistes dasselbe, was das Wehrministerium auf dem Gebiet der Wache ist, die geistige Mobilmachung ist ebenso nötig, vielleicht noch nötiger als die materielle Wehrhaftmachung des Volkes.

    So fühlt man sich mit der täglichen Berieselung durch die 'EU' Propaganda in die Jahre des Heils versetzt, die das Rezept von Josef Goebbels Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda übernommen zu haben scheinen.

     

  3. Das zentrale Problem in Deutschland liegt darin, dass der ganz überwiegend meinungsbildende Einfluss bei den staatlichen GEZ-Sendern und in den Printmedien liegt. Trotz des gewachsenen Einflusses von Online-Medien, spielen diese nur bei einer Minderheit eine Rolle und bei der jüngeren Generation nur in Form von Headline-Contents. Die Sender werden vom Establishment voll kontrolliert und alternative Printmedien erreichen nicht ihr Publikum, da fast alle Vertriebswege in der Hand weniger Medien- und Handelskonzernen liegen. In meinem Wohnbezirk gibt es unzählige Verkaufsstellen für Presseerzeugnisse, doch nirgendwo konnte ich bis heute ein alternatives bzw. systemkritisches Blatt oder Magazin bekommen, weder an einem kleinen Kiosk, noch in Supermärkten, Bahnhofsbuchhandlungen oder großen Zeitschriftenverkaufsstellen. Vielleicht werden sie ja nur unter der Ladentheke verkauft ((habe ich noch nicht ausprobiert)?

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