Mehr als 100.000 Flüchtlinge könne Österreich nicht aufnehmen, so Vizekanzler Reinhold Mitterlehner im Ö1-Morgenjournal. Bundeskanzler Faymann will hingegen keine Zahlen nennen. Für die Versorgung muss man dann mindestens 10 Milliarden Euro jährlich einkalkulieren.

Von Marco Maier

Im Ö1-Morgenjournal erklärte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, dass Österreich "eine Art kapazitätsorientierte Obergrenze" habe, was die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen betrifft. "Wir finden bestimmte Möglichkeiten, was Räumlichkeiten, Säle und Hallen anbelangt, vor. Wenn wir jetzt schon Zelte aufstellen müssen, ist dort auch irgendwo die faktische Grenze, und das wird uns dann auch nächstes Jahr prägen", so der Vizekanzler. "Ein Teil der Flüchtlinge wird vielleicht zurückgehen, andere werden kommen – und in diesem Bereich müssen wir das gesamte Thema zahlenmäßig managen." Und wenn man eine Zahl hören wolle: "Um die 90.000 bis 100.000, viel mehr wird vernünftigerweise nicht gehen."

Die EU müsse zudem den Schutz der Außengrenzen schneller vorantreiben, da dies viel zu langsam voran gehe. Der ÖVP-Politiker kritisiert, dass man sich nicht bis Februar eine "Denkpause" gönnen könne, wenn schon im März voraussichtlich die nächsten großen Gruppen an Flüchtlingen kämen. Auch müsse der Druck auf die anderen EU-Länder erhöht werden, damit diese ebenfalls Flüchtlinge aufnehmen. Auch auf finanzieller Ebene.

Eine Dauerhafte Versorgung von 100.000 Flüchtlingen kostet Österreich wohl im Schnitt um die 10-15 Milliarden Euro pro Jahr, zumal der Staat Unterkunft, Verpflegung und die medizinische Versorgung dieser Menschen übernehmen muss. Angesichts der nach wie vor steigenden Arbeitslosigkeit in der Alpenrepublik sieht es auch in Sachen Jobs für die anerkannten Flüchtlinge recht schlecht aus, so dass der Übergang in die Selbstversorgung kaum machbar sein wird.

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3 thoughts on “Österreich: Vizekanzler sieht Flüchtlingsobergrenze bei 100.000”

  1. 100000 insgesamt oder pro Jahr?? Ich schlage vor, das Geld für weitere Migranten sollten vom Konto der SPÖ bezahlt werden!! Und aus der Brieftasche eines Feymann!

  2. 100.000 pro Tag? In der BRD geht man von 40.000 Migranten ab 2016 pro Tag aus, wie man mir kürzlich sagte. Dafür wird gerade überall reichlich gezündelt.

    100.000 pro Woche, Monat, Jahr? Netto also nur Einreise abzüglich der Ausreise oder brutto. Wenn 100.000 jedes Jahr 0,5 Kinder bekommen und diese auch mit 18 wieder loslegen und anstelle von 1,3 Kindern 8 Kinder machen, dann wird Oegers feuchter Traum von der Eroberung durch die Hüften der Männer auch wahr.

    100.000 sind übrigens für ein Land mit 8 Mio. Einwohnern auch eine ganze Menge, denn 8 Mio Menschen sind gerade mal vielleicht 3 Mio. im zeugungsfähigen Alter und darauf kommt es bei der Bevölkerungsentwicklung schließlich an.

    Alles muss ganz genau und präzise sein, ob nun Steuererklärungen, statistische Meldungen, aber bei solch wichtigen Dingen, werden einfach mal abstrakte Zahlen in den Raum geworfen. Ganz unabhängig davon was das für das Sozialsystem, die Wohnungssituation, die innere Sicherheit, die Ernährungsversorgung oder die Gesundheitssysteme bedeutet.

    Also wenn man der Ansicht ist, daß jeder nun 5 Trillionen Euro Grundgehalt bekommen soll, nur weil es schick klingt, dann darf man das auch einfach mal so fordern.

     

     

  3. Es sind Wahnsinnige, die die Regierungen bilden. Fernab jeglicher Vernunft, bar jeden Verstandes. Primitive Erfüllungsgehilfen, denen ihr gut dotierter Posten wichtig ist, während sie die Wähler, die auch bezahlen, zynisch verraten! Ich nenne sie schon lange seelische Proleten. Und das meine ich auch so. Es sind Personen, die aus ihrem Reptokomplex agieren. Und da wundert man sich noch, daß die Welt so ausschaut??!

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