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Foto: Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur

Korruptionsskandal im Bundesinnenministerium

Schmiergelder gegen gepanzerte Fahrzeuge soll ein Beamter des Bundesinnenministeriums erhalten haben, vermeldet das Magazin Focus. Die Höhe der Summe ist noch nicht bekannt. 

Von Redaktion/dts

Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins "Focus" gegen einen Beamten des Bundesinnenministeriums, der im Gegenzug für hohe Schmiergelder gepanzerte Fahrzeuge einer Spezialfirma bestellt haben soll. Wie Oberstaatsanwältin Monika Volkhausen dem Magazin bestätigte, stehen der Geschäftsführer und zwei Teilhaber des international tätigen Unternehmens unter dem Tatverdacht der Bestechung. Der Beamte aus dem Beschaffungsamt des Ministeriums, dem Bestechlichkeit vorgeworfen wird, leitet laut "Focus" den Einkauf sogenannter "sondergeschützter Fahrzeuge" für Regierungsmitglieder, ausländische Staatsgäste, deutsche Diplomaten in gefährlichen Auslandseinsätzen sowie für Spezialeinheiten wie etwa die GSG 9. Die mutmaßliche Schmiergeld-Affäre dreht sich laut des Berichts um Fahrzeuge mit Verkaufspreisen zwischen 300.000 und 500.000 Euro pro Fabrikat.

Die Oberstaatsanwältin wollte keine Angaben über die Schmiergeldsumme machen. Die verdächtige Firma, die offenbar nur durch Bestechung zum Zug kam, sollte auf Veranlassung des verdächtigen Beamten 120 Fahrzeuge mit einem Gesamtpreis von 46 Millionen Euro ausrüsten und liefern. Staatsanwälte und Polizisten durchsuchten am 2. Dezember Büros des Beschaffungsamtes in Bonn. Dort seien umfangreiche Dateien beschlagnahmt worden, so Volkhausen. Zeitgleich hätten sich Fahnder Zutritt zu den Privatwohnungen und den Büros der Firmen-Manager verschafft. Ein erfahrener Beamter des Bundeskriminalamts aus der Sicherungsgruppe Berlin, die hohe Politiker und Staatsgäste schützt, sagte zu "Focus": "Es wäre ungeheuerlich, wenn wir aufgrund eingesetzter Schmiergelder Autos bekämen, die schlechter sind als die Fabrikate der Konkurrenz."

7 comments

  1. Oh je! Mal wieder eine berüchtigte Spitze des ach so bekannten Eisbergs. Im Waffengeschäft wird schon seit je her geschmiert und werden Gegengeschäfte gemacht, was das Zeug hält. Es geht dabei immer um erkleckliche Summen. So kann man rasch zu viel Geld kommen. Die Regierungsmitglieder sind mit von der Partie, und zwar in allen waffenproduzierenden Ländern. Geschmiert wird mit Steuergeldern, das Ganze ist gestützt durch oft ganz legale Wirtschaftsinstrumente wie die Export-Risiko-Garantie oder gar den legalen Abzug der Schmiergelder in der Steuererklärung. Warum also ausgerechnet jetzt so empöft tun??? Das ist doch alles schon bekannt. Namen nennen!!! So wird's zumindest ein bisschen illustrer und unterhaltsamer. Dass die Mafia in den Regierungsrängen zuhause ist, das wissen die Völker schon lange.

  2. Wer glaubt, dieses wäre der der einzige Vorfall,  bei unseren Schauspielern, glaubt auch Zitronenfalter würden Zitronen falten; -)

  3. Die Strafe-wenn es überhaupt eine sein soll - wird wieder mal gering ausfallen. Bestechung gehört im Neoliberalismus zum  Alltag. (Das weiß auch die Justiz.) Mit  Ethik kann der Neoliberalismus nicht überleben.(Das weiß auch die Justiz.) Der Neoliberalismus ist das beste System für Menschen mit krimineller Energie. Je ausgeprägter, die kriminelle Energie, desto reicher werden diese Pseydo-Demokraten. Und das ist mit ein Grund, warum man dabei ist, die Demokratie ganz abzuschaffen-,aber das halten sich die Etablierten vor. "Dazu brauchen sie keine Rechten".

  4. Und so setzt sich der Betrug in den Ministerien durch. Diese Leute ,die Entscheidungsgewalt haben, versuchen in sämtlichen Ministerien ,sich zu bereichern. Diese sogenannten Entscheider und Schmarotzer müssen in ihren Arbeitsbereich auch ohne Tatverdacht observiert werden. Wir würden dann erfahren, welche Schweinereien dort passieren. Entschuldigung Schweine sind intelligenter und zuverlässiger.. 

  5. Die Qualität der Autos orientiert sich an definierten technischen Parametern. Die sind alle gleich gut, unterscheiden sich bestenfalls im Preis.

    Die Komödie dient eher dem Hassaufbau, der keinen zertifizierten Kriterien folgt, weil zufällig im gleichen Ministerium die Einwanderer verwaltet werden. Irgendwann wird dann wieder irgendein Regierungssprecher den Mund aufsperren, ohne dass Worte  zu hören sein werden - so wie hier:

    http://www.dzig.de/Der-Staat-BRD-fuehrt-einen-Angriffskrieg-gegen-den-Staat-Syrien

    Die vertrauen auf ihre Fluchtautos und hoffen, mit heiler Haut davonzukommen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Hans Kolpak

    Goldige Zeiten

  6. Nun, will hier jemand echt sagen, dass er etwas anderes erwartet hat ?

    Dort wo Lobbyisten unregistrierte Eintrittskarten haben, Namen verheimlicht werden und Konzernpolitik betrieben wird, … dort ist das doch normal

  7. Getreu dem Motto:

    Politiker verstoßen nicht gegen Gesetze

    Sondern Gesetze verstoßen gegen Politker!

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