Gabriel: Ich habe meiner Partei eine Menge zugemutet

Gabriel gesteht ein, seiner Partei im letzten Jahr viel zugemutet zu haben. Vorwürfe der Juso-Vorsitzenden Uekermann, dass führende SPD-Politiker ihre Versprechen nicht umsetzen würden, weist Gabriel zurück. Fraktionschef Opperman stellt sich hinter den "Kanzlerkandidaten" Gabriel. 

Von Redaktion/dts

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat seinen politischen Kurs und seine Rede auf dem SPD-Parteitag verteidigt. Gabriel sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (F.A.S.): "Ich habe meiner Partei im vergangenen Jahr eine Menge zugemutet, das stimmt. Das gilt für die Vorratsdatenspeicherung, die Vermögenssteuer-Frage, aber auch für Bewertungen der Flüchtlingslage. Aber wann, wenn nicht jetzt sollten wir das klären?" Der SPD-Vorsitzende hatte auf dem Parteitag für einen Kurs der politischen Mitte geworben, während die Parteilinke radikalere steuerpolitische und gesellschaftspolitische Forderungen vertritt.

Heftig reagiert hatte Gabriel auf Kritik der Juso-Vorsitzenden Johanna Uekermann, die aus seiner Sicht führenden SPD-Politikern vorgeworfen hatte, nicht zu tun, was sie sagen oder versprechen. Im Gespräch mit der F.A.S. erläuterte Gabriel das rückblickend so: "Ich mache mir Sorgen, dass die SPD vor lauter Akademisierung den Kontakt zu den einfacheren Leuten verliert und sich dann aber an Stimmungen hängt, die sich von der Politik generell hintergangen und betrogen fühlen. Solche Stimmungen sollten wir als Sozialdemokraten nicht bedienen, sondern ihnen entgegentreten." Nach dem Wahlergebnis von 74,3 Prozent wachsen Zweifel, ob Gabriel 2017 als Kanzlerkandidat seiner Partei antreten wird. Gabriel sagte der F.A.S. zu dieser Frage: "Über die Kanzlerkandidatur entscheiden wir Anfang 2017."

Oppermann: Gabriel ist der "natürliche Kanzlerkandidat der SPD"

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hat sich für Parteichef Sigmar Gabriel als Kanzlerkandidaten der Sozialdemokraten ausgesprochen: "Er ist als Parteivorsitzender der natürliche Kanzlerkandidat der SPD", sagte Oppermann im Gespräch mit "Spiegel Online". "Seine erfolgreiche Politik in dieser Bundesregierung prädestiniert ihn dafür, unser Kanzlerkandidat zu sein. Gabriel kann Wahlkampf wie kaum ein anderer."

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Seiner Partei, die in den Umfragen derzeit auf 23 bis 26 Prozent kommt, empfahl Oppermann Ruhe zu bewahren. "Wir dürfen uns nicht nervös machen lassen. In dieser Koalition haben wir eine Menge Dinge durchgesetzt, die das Leben vieler Menschen verbessert haben", meinte der Fraktionschef der SPD. "Und gerade in solchen Krisenzeiten hilft Dauerwahlkampf in der Koalition niemandem."

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11 Kommentare

  1. Ich habe meiner Partei im vergangenen Jahr eine Menge zugemutet, das stimmt. Das gilt für die Vorratsdatenspeicherung, die Vermögenssteuer-Frage, aber auch für Bewertungen der Flüchtlingslage. Aber wann, wenn nicht jetzt sollten wir das klären?"

    Genau du Vollidiot.

    Verpiss dich endlich!!!

    Versager und U IS RAEL Vasalle!!  Geh nach ISRAEL oder AMERIKA!! Nimm deine FÜHRERIN Merkt nichts mehr mit!!

     

  2. Wie waere es wenn man das ganze auch mal in Richtung der Bevoelkerung sagen wuerde,Herr Gabriel.

    Oder existiert diese fuer sie vielleicht gar nicht?So hoch auf dem Thron?

    Anscheinend haben sie und ihre Kollegen sich anderweitig abgesichert.

    Wozu braucht man da noch ein Volk…ab in die Mottenkiste damit..stimmt's?

  3. Ist doch egal, wer "regiert", das deutsche Volk wählt Parteien – von der CDU bis zu den Grünen-die vom Lobbyismus verseucht sind und alle die gleiche Politik betreiben. Das heißt Pateien-Politik-keine Volkspolitik. Wer mit den Lobbyisten nicht konform geht, der kann seine Karriere vergessen. Den Anti- Korruptionsvetrag hat man im Gegensatz zu anderen europäischen Länder jedenfalls nicht unterschrieben. Allein schon das zeigt, dass man nicht "sauber" sein will. Parteispenden sind stärker als das Ehrgefühl dieser Kapitalisten-Knechte. Wer hier noch glaubt, dass wir in einer Demokratie und einem Rechtsstaat lebten, der liest zu viel Spiegel und Bildzeitung.

  4. Ja, genau, "viel zugemutet". Von TTIP ist nicht mal die Rede, einfach mal eine Zwei-Klassen-Justiz aufbauen und sich nicht einmal dafür entschuldigen!

  5. Der hat vor allem Deutschland zu viel zugemutet – dieser Taugenichts. Eine fette Wampe allein qualifiziert noch lange nicht zum Politiker! Vor allem wird es mit diesem und anderen Versagern an der Spitze unserer Politik munter so weitergehen. Der und andere "Kabinettsmitglieder" incl. dieser Merkel sollen doch mal Bilanz ziehen, was sie für Deutschland getan haben (Haben-Seite) und auf der Soll-Seite die Zumutungen auflisten. Nach den Grundlagen der Buchführung zeigt sich dann, welche Pleite-Typen wir hier vor uns haben.

  6. Die leben nur noch in ihrer Parteiwelt, diese Spinner, am Volk, ihre eigentlichen Brötchengeber vorbei.

    Mir tut jeder einzelne Cent weh, die man in Form von Abgaben , sprich Steuern , Beiträge , an dieses Pack zahlen muss, lieber zahle ich jeden Cent um Widerstandsbewegungen gegen dieses Rattensystem zu unterstützen. Die Schmarotzer in den Amtsstuben, Banken und in der Politkaste sollen selbst für Ihren Unterhalt, Rente, Pflege, Parteigelder , Sold für Hirnlose,

    und sonstwas Projekte zahlen.Aber das einzigste was dieses Pack kann, ist das Geld von anderen , die mit ehrlicher Arbeit, tag ein, tag aus ihren Beitrag für die verlogene despotische Merkel -US -Diktatur zahlen., aus zugeben.

  7. """""Gabriel: Ich habe meiner Partei eine Menge zugemutet""""""

    Falsch Herr Gabriel, Sie sind in der Gesamtheit eine große Zumutung!

    Hoffentlich ist der Spuk bald vorbei, und Sie und Ihre Genossen (incl. grüne und Linke Merkel CDU) verschwinden auf den Müllplatz der Geschichte.

     

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