Flüchtlingskrise: Ungarn würde finanziellen Beitrag leisten

Auch wenn Ungarn selbst keine Flüchtlinge aufnehmen will, so kann sich die ungarische Regierung zumindest eine finanzielle Unterstützung für jene Länder vorstellen, die dies tun. Das Land würde wie die Mehrheit der EU-Staaten verpflichtende Aufnahmequoten ablehnen.

Von Redaktion/dts

Ungarn weigert sich weiterhin, Flüchtlinge über ein europäisches Quotensystem aufzunehmen, ist aber im Gegenzug zu finanziellen Zugeständnissen an Länder bereit, die viele Migranten beherbergen. Ungarns Botschafter in Deutschland, Péter Györkös, sagte der "Rheinischen Post": "Wir würden unseren Beitrag leisten, unter der Bedingung, dass wir in Brüssel gemeinsam über finanzielle Hilfen der EU für jene Länder reden, die sich dieser Aufgabe gerne freiwillig stellen wollen." Eine gezielte Kürzung von EU-Fördergeldern für Länder, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, lehnte er dagegen ab.

Entsprechende Forderungen seien nur ein "Versuch, die osteuropäischen Länder an den Pranger zu stellen". In Wirklichkeit lehnten aber mindestens 20 von 28 EU-Staaten die Zuteilung von Flüchtlingen ab, so Györkös. Der Botschafter räumte ein, dass seine Landsleute nicht unbedingt so weltoffen seien, wie man sich das in anderen europäischen Ländern wünschen könnte. Es gebe eine "gewisse Angst" zumal vor den muslimischen Zuwanderern. "Wir haben zwar in der Geschichte viel Einwanderung erlebt, aber immer aus unserer Region, nie aus dem muslimischen Kulturkreis", erläuterte Györkös.

Ungarns Premierminister Viktor Orbán kritisierte in der Vergangenheit immer wieder die Europäische Union, die sich seiner Ansicht nach auf einem "selbstmörderischen" Kurs befände, indem sie Millionen von vorwiegend muslimischen Flüchtlingen aufnähme. Er verglich die Flüchtlinge und Armutsmigranten, die zum großen Teil aus jungen Männern bestehen, mit einem Invasionsheer.

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4 Kommentare

    1. dass Orban weichgekocht wurde oder wird, wage ich zu bezweifeln. aber ich find's auch falsch, da auch nur einen pfennig zu "investieren". drohungen? lass sie drohen  – "schlimmer" als ein hochkantiger rausschmiss aus der eu wird's schon nicht werden. 

  1. Sicher bin ich mir wegen des "Weichkochens" auch nicht – es ist ja auch eine Frage. Mir kam allerdings die "Drohung" des Steinmmeier in den Sinn, über die hier kürzlich berichtet wurde. Mit dem "schlimmen" Rausschmiss as der EU sind wir uns einig!

  2. Nicht nur Ungarn auch die Slowakische Repulik wäre bereit für die Flüchtlinge Ersatzzahlungen vorzunehmen. Aber Frau Dr. Merkel und Herrn Steinmeier kommt es doch nicht auf das Geld an. Sie verfolgen den  Autrag einer fremden Macht, diese Länder national,kulturell,christlich umzubauen. Hierzu ist ihnen jedes Mittel recht. Unsolidarisch ist j einzig und allein Frau Dr. Merkel wenn sie im Wege ihrer Willkommenskultur die Migrationssoldaten nach Deutschland peitscht uns sie dann zu verteilen sucht. Wenn Frau Merkel nicht die historischen Erfahrungen dieser Länder mit dem Islam respektiert ist dieses eine bodenlose Frechheit und es ist nur zu wünschen, wenn diese Länder aus der EU austreten und sich in richtung Rußland orientieren.Deutschland hat ihnen ohnehin finanziell etwas zu bieten.

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