Droht in der Türkei ein Bürgerkrieg?

Strafkommandos der türkischen Sicherheitskräfte im Südosten der Türkei heizen die ohnehin schon angespannte Atmosphäre noch weiter an. Warnungen vor einem Bürgerkrieg werden laut.

Von Marco Maier

Im türkischen Fernsehen verkündete Premierminister Ahmet Davutoglu, dass Stadtviertel um Stadtviertel, Straße um Straße von den Terroristen gesäubert werde. Gemeint sind damit die kurdisch besiedelten Städte im Südosten der Türkei, welche auch als Rückzugsort der als Terrororganisation eingestuften PKK gelten. Seine früher ausgesprochenen Worte von einem Friedensprozess haben heute keine Bedeutung mehr. Das Vorgehen Ankaras gegen PKK-Stützpunkte in der Türkei, in Syrien und im Nordirak ließ den vor Jahren begonnenen Friedensprozess wieder enden.

Seit nunmehr vier Monaten schon führen Militär und Polizei Strafexpeditionen in den vorwiegend von Kurden bewohnten Provinzen und Städten durch. Inzwischen melden die (sowohl regierungskritischen als auch regierungsfreundlichen) türkischen Zeitungen, dass 200.000-300.000 Menschen aus den Kurdengebieten geflüchtet sind. Aus Angst davor, dass bald schon ein Bürgerkrieg daraus entstehen könnte. Das überaus harte Vorgehen der türkischen Sicherheitskräfte führt dazu, dass die kurdische PKK wieder Zulauf bekommt.

Der erneute Wahlsieg der islamisch-konservativen AKP, welche immerhin rund 42 Prozent der Wahlberechtigten (49,5 Prozent der Wähler) für sich gewinnen konnte, lässt die Regierung offenbar in einen Machtrausch verfallen, der sich eben nicht nur auf der außenpolitischen Bühne (Syrien, Russland…) widerspiegelt, sondern zunehmend auch innenpolitisch. Regierungskritiker und kritische Journalisten stehen hierbei ebenso auf der Abschussliste wie die PKK und deren Sympathisanten.

Je härter die türkischen Sicherheitskräfte jedoch vorgehen, umso entschlossener scheinen die PKK und deren Sympathisanten zu werden, den Kampf gegen die "türkische Besatzung" der Kurdengebiete fortzuführen. Angesichts der zunehmenden Militarisierung und Radikalisierung in der Region erscheint ein Bürgerkrieg durchaus als realistisches Szenario. Doch ob die Türkei für solch einen Zweifrontenkrieg gewappnet ist, steht auf einem anderen Blatt Papier.

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8 Kommentare

  1. Strafkommandos der türkischen Sicherheitskräfte im Südosten der Türkei heizen die ohnehin schon angespannte Atmosphäre noch weiter an. Warnungen vor einem Bürgerkrieg werden laut.

    ———

    Tja, Wer hätte das gedacht?

    Ich sag's immer wieder laut und gern:

    Auch die Türkei steht auf der Abschussliste, auch wenn das US-realische Imperium, den Führer aller Turkvölker im Moment (vielleicht) noch braucht.

    Die Zerschlagung der Türkei in kleine Einzelteile ist gehört zum großen Plan, der Zerschlagung des Nahen Ostens, durch die selbsternannten Weltlenlenker und Welt-Reparierer, zwecks Errichtung des Großreichs – Erez Israels – der von den Zionisten von Anfang an, mit der illegalen Staatsgründung Israels, verfolgt wurde.

    Rabbi Fischmann, member of the Jewish Agency for Palestine, declared in his testimony to the U.N. Special Committee of Enquiry on 9 July 1947:

    "The Promised Land extends from the River of Egypt up to the Euphrates, it includes parts of Syria and Lebanon." 

    Die Blaupause hierfür ist der Oded Yinon Plan,

    The Zionist Oded Yinon Plan for the Middle East

    http://www.informationclearinghouse.info/pdf/The%20Zionist%20Plan%20for%20the%20Middle%20East.pdf

    der z.Zt. vom US-rael Imperium im Nahen und Mittleren Osten umgesetzt wird.

    Prof. Israel Shahak schreibt in diesem Zusammenhang:

    Der Talmud und die talmudische Literatur sind unterschiedlicher Ansicht über die genaue geographische Definition des Begriffs "Land Israel", und diese Debatte wird auch in der heutigen Zeit zwischen den verschiedenen zionistischen Meinungsströmungen fortgeführt.

    Aus Sicht der Maximalisten  gehören zum Land Israel (neben Palästina selbst) nicht nur der ganze Sinai, Jordanien, Syrien und der Libanon, sondern auch beträchtliche Teile der Türkei.

    In der Auslegung der vorherrschenden "Minimalisten" liegt die nördliche Grenze "nur" etwa in der Mitte von Syrien und dem Libanon auf dem Breitengrad von Homs. Diese Ansicht unterstützte der Oberzionist  Ben Gurion.

     Aber auch diejenigen, die Teile von Syrien-Libanon ausschließen, stimmen darin überein, daß bestimmte diskriminierende Gesetze (wenn auch weniger unterdrückend als in Israel selbst) für die Nichtjuden dieser Teile gelten, da dieses Territorium zum Königreich Davids gehörte. ( Anm: Nach Auffassung von seriösen Archäologen und Geschichtswissenschaftlern ist das angebliche ‚Großreich Davids‘ eine reine Erfindung der jüd. Geschichtsfälscher. Bei dem ‚Großreich Davids‘ handelt es sich allenfalls um einen unbedeutenden  Zwergstaat mit einer erbärmlichen ‚Hauptstadt‘ Jerusalem.)

    Nach allen talmudischen Auslegungen gehört  Zypern zum Land Israel (ha,ha,ha!).

    Quelle: Prof. Israel Shahak – Jüdische Geschichte u. Jüdische Religion – Die Last von 3000 Jahren

    In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass die beiden blauen Streifen unter und oberhab dies Hexagrams (Davidstern) die beiden Flüsse Nil und Euphrat symbolisieren.

    Auch die Bibel definiert die Grenzen von Erez Israel für die hardcore Religionsfanatiker klar und deutlich:

    1.Moses, Kap. 15 – Vers 17-21

    Als nun die Sonne untergegangen und es finster geworden war, siehe, da rauchte ein Ofen, und ein Feuerflamme fuhr zwischen den Stücken hin. 18  An dem Tage machte der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben, von dem Wasser Ägyptens (Nil) an bis an das große Wasser Euphrat ,- im Land der Hethiter, also  der zentralen Türkei (Inneres Taurisgebirge) – : (1. Mose 12.7) 19  die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter, (1. Mose 10.15-18) 20  die Hethiter, die Pheresiter, die Riesen, (4. Mose 13.33) 21  die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter, die Jebusiter.2

    5. Mose, Kap. 11,  Vers 23-24:

    "So wird Jahwe alle diese Völker vor euch treiben , und ihr werdet dann Völker beerben, die größer und  stärker sind als ihr. Jede Stätte, welche eure Fußsohle betritt, soll euch zufallen; von der Steppe (bis zum)  Libanon, von (dem großen) Strome, dem Euphratstrom, an bis an das westliche Meer soll sich euer Gebiet erstrecken (Groß Israel vom Nil bis zum Euphrat in der Türkei).  Niemand wird gegen euch standhalten; Schrecken und Furcht von euch wird Jahwe, euer Gott, über das  ganze Land kommen lassen, das ihr betretet, wie er euch verheißen hat."

    obschon diejenigen, welche sich heute Juden nennen, käum etwas mit den Hebräern der Bibel gemein haben,da es sich zu mehr als 90 Prozent um osteuropäische Juden (Khasaren Juden) handelt, einem turko-tatarischen Mischvolk aus den Steppen Zentral-Asiens.

    Die Türken, werden sich -wie auch die Europäer- warm anziehen müssen!

    Der Traum des Obertürken, Erdowahn, vom türkischen Großreich (bis nach Mittelasien) wird wohl nix! 

  2. Dietrich von Bern Die Khasarentheorie, wie u.a. von Schlomo Sand vertreten, ist längst falsifiziert. Sowohl aschkenasische, als auch sephardische Juden sind beide größtenteils nahöstlicher Herkunft. Daß man auch in Jerusalem Großmachtphantasien hat, möchte ich nicht in Abrede stellen. Trotzdem ist Nahost nicht unsere Spielweise und wir sollten uns tunlichst dort raushalten.

    1. Trotzdem ist Nahost nicht unsere Spielweise und wir sollten uns tunlichst dort raushalten.

      —-

      Sollten wir, aber dummerweise kommt die Nahost-Spielwiese ohne unser dazutun (wenn man mal von Merkel absieht) und ungefragt zu uns. Ist aber nix Neues, sondern schon eine  unheimliche Erscheinung seit der Römerzeit.

    2. Die sog. "Hyperzionisten" scheinen das aber grundsaetzlich anders zu sehen und fordern nicht nur die Weltherrschaft des Zionismus ("weltweite, oekonomische, politische und (sic !) kulturelle Fuehrung"), sondern auch die "Wiederherstellung des Mongolenreiches" (!) und "der Khanate". 

      Ausgehend von der sich in diesen Forderungen widerspiegelnden, u.a. von Koestler vertretenen Khasarentheorie – die mir sehr wohl als schluessig erscheint – waeren die Tuerken ( nicht: Kurden) und die sog. aschkenasischen Juden auf dieselben, abstammungsgeschichtlichen Wurzeln zurueckzufuehren.

      1.  u.a. von Koestler vertretenen Khasarentheorie – die mir sehr wohl als schluessig erscheint

        ———–

        So ist das. Nicht umsonst sind die sephardischen Juden (orientalische Juden) im aschkenasisch-khasarisch dominierten Judenstaat nur Bürger 2. Klasse. Nur ein Khasaren-Jude kann es bis an die Spitze des Staates schaffen.

        Ntürlich ist die Theorie von Arthur Koestler mehr als schlüssig. Vermutlich hat es auch Zuwanderung ins Khasaren Reich von Juden aus Nahost (Irak/Syrien/Iran ) gegeben, denn  Juden waren ja allerspätestens seit Babylon immer ìnternational. Und ohne jüdische Missionierung wären die Khasaren wohl kaum zum Judentum übergetreten,.

        Selbstverständlich wehren sich gewisse, mächtige Kreise gegen diese in sich schlüssige Theorie, weil damit ihr (ohnehin schon absurder) Anspruch auf das 'heilige Land' also Erez Israel, völlig ad absurdum geführt würde… 

         

  3. Nun, gegen einen Bürgerkrieg hätte ich gar nichts einzuwenden. Erdowahn beschwört ihn ja geradezu und wenn er ihn haben will, dann soll er ihn bekommen. Dann wird er seinen 1000 Fußballfelder großen Sultanspalast schneller räumen müssen, als es ihm lieb ist. Wichtig an der ganzen Sache ist lediglich, dass wir es nicht zulassen dürfen, dass sich dieser Konflikt auch auf deutschen straßen entläd, obwohl ich an der Regierungsfähigkeit und am Regierungswillen des bundesdeutschen Polit''packs'' – um mal im Gabriel-Sprech zu bleiben – ernsthafte Zweifel anmelden muß.  🙂

  4. Was soll man sagen, selber schuld?!

    Das entscheiden doch nun wirklich andere und nicht unsere Politclowns.

    Die hängen doch selber an einem Faden vom Meister 🙂

    Man könnte auch bei der Türkei sagen, der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen! Thüs servus ciao bye bye einen schönen Erdowahn auch.

    Wetten das die Türkei in drei Teile zerlegt wird?

     

     

     

  5. alle in einen sack,von diesen nwo kriegstreiber bilderberger gesox bis hin zu erdolf saudis und katar wixxern, knoten machen und so lange drauf schlagen bis die suppe durch die nähte fließt, den rest den schweinen zum fraß vorwerfen.

    mehr kann und wird mir nicht dazu einfallen

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