Vor zwei Tagen habe ich mich mit den Veränderungen im Verhältnis USA – Ukraine beschäftigt. Um das Thema abschließen zu können, muss man begreifen, warum es dazu kam, denn Putin und seine Mitstreiter haben es geschafft, das Kräfteverhältnis in der Konfrontation mit den USA zu ändern.

Von Thomas Roth

Eigentlich hatte die Ukraine die Aufgabe, den Krieg gegen Russland auszulösen. Sie sollte die Russische Förderation auf ihrem Territorium so in den Kampf verwickeln, dass für den Westen das Bild zu sehen gewesen wäre, wie ein riesiges Land die kleine und stolze Ukraine angegriffen hätte. Danach wären noch ganz andere, schwerere Druckmittel gegen Russland in Stellung gebracht worden. Die Sanktionen wären bis zur Grenze überreizt worden, die Schädigung der Autorität Russlands in der Welt wäre kaum rückgängig zu machen. Die Folgen wären einfach nur katastrophal gewesen. Aber es gelang nicht, dieses Drehbuch zu realisieren, der Donbass wurde zu einer unpassierbaren Wand für die Ukrofaschisten.

Jetzt ist die nächste Aufgabe für Russland, den militanten Eifer der Junta allmählich abzukühlen. Und danach können die Banderisten die Macht einfach nicht mehr festhalten. Man muss ganz allmählich zudrücken, die ukrainische Junta in den Schraubstock spannen, um sie damit außerstande zu setzen, noch auf geopolitischem Feld zu manövrieren.

Damit ist das Ende dieser komplett geopolitischen Auseinandersetzung, die für alle strategischen Entscheidungen der multipolaren Welt so wichtig ist, in absehbarer Zeit zu erwarten. Damit abschließend noch einige Gedanken zur Vorgeschichte:
 
In der Geschichte des 20. Jahrhunderts gab es drei Weltwirtschaftskrisen:

1. Die Krise um 1900, die mit dem Ersten Weltkrieg zu Ende gegangen ist. Dabei verteilten die führenden Mächte der Welt untereinander den Kolonialbesitz um. Infolge dessen wurde schließlich die ganze Karte Europas umgestaltet.
Wer hat die größte Dividende in Folge des Ersten Weltkrieges bekommen?  Richtig, die Vereinigten Staaten von Amerika!

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2. Die zweite globale Wirtschaftskrise war gegen 1929 zu erleben. Ihr abschließender Höhepunkt wurde der Zweite Weltkrieg. Seine Hauptaufgabe war die Vernichtung der Sowjetunion und das Abgreifen der Bodenschätze, die sie besaß. Wenn man vom heutigen Standpunkt aus zurückblickt, dann kann man sehen, wer tatsächlich als Sieger aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen ist? Richtig, wieder die USA! Sie haben die größten Finanzdividenden und ein abhängiges Europa (über den Marshall-Plan) bekommen. Allerdings wurde die Zergliederung und Vernichtung der Sowjetunion wegen diverser subjektiver Umstände nicht erreicht, auch dank der genialen Voraussicht Stalins.

3. Da das Hauptziel nicht erreicht wurde, hat der Westen den kalten Krieg ausgelöst, den Einige als den Dritten Weltkrieg bezeichnen. Der wiederum ist Ende der achtziger Jahre zu Ende gegangen. Stellen wir zum dritten Mal die Frage nach dem Hauptgewinner. Und richtig, den Hauptgewinn haben erneut die USA abgeräumt. Wieder wurde die europäische Landkarte umgestaltet und im Ergebnis wurde dieses Mal die UdSSR zerstört. Im Anschluss begann man ungeniert Russland auszurauben, wie auch das ganze Territorium Osteuropas, den ehemaligen Ostblock.
Diese Ressourcen mussten für 10 Jahre reichen, ziemlich genau bis zum Jahr 2000, denn dann kam in Russland der Pragmatiker und Staatsmann Putin an die Macht.

Was haben wir heute für eine Situation?

Drei geopolitische Spieler mit drei Zentren, die einander entgegenstehen. China, das den ersten Platz in der Welt einnimmt, wenn man das Wirtschafts- und Industriepotential zugrunde legt, wurde in den letzten zehn Jahren zur Supermacht. Russland, das etwa ein Drittel der weltweiten bisher erkundeten natürlichen Reichtümer besitzt, ist Spieler Nr. 2. Und Amerika, das die führenden Wirtschaftspositionen offenbar verloren hat, aber immer noch die weltgrößten Streitkräfte hat, ist der dritte Spieler.
Drei Mal inszenierten die USA in einem Jahrhundert einen Weltkrieg. Sie gingen aus jedem Krieg, dank ihrer geographischen Lage und ihrer Meisterschaft, militärische Konflikte zu entzünden, als Sieger hervor.

Nach der berühmten Fulton – Rede Churchills („Wir können uns vor der Tatsache nicht verschließen, daß die Freiheiten, deren sich …“) wurde der Nordatlantische Block gegründet. Er wurde mit einem einzigen Ziel geschaffen: der Vernichtung der Sowjetunion. Dieses Ziel blieb darüber hinaus bis heute erhalten. Es ist nicht wichtig, wie dieses Land heute heißt. Und dieser Block hatte noch nie ein anderes Ziel. Die NATO führte in ihrer ganzen Geschichte keine defensiven Kriege. Dieser Block wurde immer für die Besitzergreifung verwendet und immer im strategischen Interesse der Vereinigten Staaten von Amerika. Bis heute hat sich daran nichts geändert. Was denken Sie, sind die USA bereit, sich bändigen zu lassen, wenn sie in den nächsten zehn Jahren ihre führenden Positionen in der Welt verlieren? Natürlich, nicht!“

Die globale Konfrontation zwischen Russland und den USA hat Ende der 90-er Anfang 2000 angefangen. Das begann zuerst unmerklich, ist dann aber später heftig angewachsen. Dann ist sie ins Regime des heißen Krieges – geführt mit fremden Händen – übergegangen, man nennt es jetzt Hybridkrieg.

Die ersten staatliche Umstürze, oder wenigstens versuchte, fanden im Rahmen der farbigen Revolutionen im postsowjetischen Raum in der Ukraine und in Georgien statt. Warum gerade da? Waren doch  Schewardnadse und Kutschma vollkommen westlich orientierte Präsidenten, die im Begriff waren, sich mit dem Westen anzufreunden, in die NATO, in die EU, ja wo auch immer einzutreten, wenn man sie nur  übernehmen wollte. Und trotzdem entfernte man sie. Bei ihnen überwog die Konzeption, sich überall hin aufgeschlossen zu zeigen. Damit fanden sie sich zwischen Russland und dem Westen hin und her schwingend wieder.
 
Und tatsächlich haben schon im Jahr 2000 die USA klar angedeutet, dass das Pendeln zwischen den Mächten nicht sein kann, sie brauchen Menschen, die die Befehle widerspruchslos erfüllen werden. Es hatte schon die Etappe der Konfrontation mit Russland begonnen, d.h., trotz aller Vereinbarungen, die sowohl mündlich als auch schriftlich existierten, hatte man begonnen, Russland aus dem postsowjetischen Raum herauszupressen. Zur Erinnerung: noch am Anfang 1990 hatte Präsident Clinton erklärt, dass der postsowjetische Raum eine unumstrittene Interessensphäre Russlands ist und niemand die Absicht hat, dort einzudringen.

Wie es immer zwischen den Atommächten ist, wenn die Probleme nicht gleich gelöst werden – dann wachsen sie unaufhaltsam an. Allerdings steigt auch der Preis, der dann dafür zu zahlen ist.

Und wir können diese Entwicklung nachverfolgen. Als in 2004-2005 die Umstürze in Georgien, in der Ukraine und in Kirgisien stattfanden, handelte es sich um so weiche Regimewechsel, dass der Russenhass kein vorherrschendes Argument war. Das war schon während der Umstürze 2012-2013 unabhängig davon, in welchem Land sie geschahen, völlig anders. Da handelte es sich um harten Nationalismus, am Rande des Nazismus. Wobei selbst bei dem Umsturz in Moldawien, als euroausgerichtete Kräfte an die Macht kamen, war er schon sowohl nach den Losungen, als auch nach der Umsetzung nah dran an dem, was in 2013/14 in der Ukraine geschah. Und dort ist jetzt ein sehr hartes Regime eingeführt. Wir sehen auch die sehr verhärtete Haltung der russophoben Regimes in den Baltischen Ländern. Es ist deutlich zu sehen, dass das alles die Mosaiksteinchen eines und desselben Spiels sind.

Am Ende 1990 sind die USA am point of no return angekommen, an der Wegegabelung, an der man noch einen anderen Weg als die Erhaltung des amerikanischen Dominierens auf dem Planeten wählen konnte, er wäre komplizierter, aber weniger aufwendig geworden. Statt nur auf die Schmerzpunkte Russlands zu drücken hat man in Washington entschieden, dass Russland gebrochen und schnell aufgeteilt werden müßte. Und sie haben die Methode des aktiven Eindringens in die russischen Einflusssphären gewählt, die aktive Beschäftigung mit den für Russland wichtigen strategischen Punkten und haben damit Russland vor die Wahl gestellt — entweder, sofort zu kapitulieren, oder den Konflikt anzunehmen.

Und wie gelang es Russland innerhalb von zwanzig Jahren, ohne Kriege und sonstige Erschütterungen, aus dem Zustand einer zerstörten Halbkolonie bis zum Status eines anerkannten weltweiten Führers aufzusteigen, der Erster unter Gleichen ist?

1. Als Allererstes gelang es der russischen Macht Zeit zu gewinnen für die innere Konsolidierung, für die Wiederherstellung der Wirtschafts- und Finanzsysteme, für die Sicherstellung und die Festigung ihrer Selbstversorgung und die Unabhängigkeit vom Westen sowie für die Wiederherstellung von gefechtsbereiten, modernen Streitkräften. Letztendlich brauchte Russland auch Verbündete.

2. Gelang es den Diplomaten tatsächlich, eine fast unerfüllbare Aufgabe umzusetzen. Es war notwendig, in den grundsätzlichen Fragen nicht nachzulassen, den postsowjetischen Raum zu konsolidieren, verbündete Beziehungen mit den gegen die USA opponierenden Regierungen herzustellen und sie nach Möglichkeit, gleichzeitig unauffällig zu unterstützen, um bei Washington die Illusion der Schwäche Moskaus und seiner Bereitschaft zu strategischen Zugeständnissen zu schaffen.

3. Um die Illusion von der Schwäche Russlands zu erzeugen, wurde eine ganze Reihe von Mythen in die Welt gesetzt. Zum Beispiel der Mythos davon, dass wenn Russland gegen irgendein Abenteuer des Westens auftritt, es nur "blufft, um sein Gesicht nicht zu verlieren", weil die russischen Eliten "vollständig vom Westen abhängig sind, da dort ihr Geld liegt", oder auch die Mythen über "die rostigen Raketen, die nicht fliegen", "die hungrigen Soldaten, die die Generalswochenendhäuser bauen" und über "die in Stücke gebrochene Wirtschaft".

Gerade diese Illusion der Schwäche und der Nachgiebigkeit tauchte den Westen in die langmütige Überzeugung, dass die russische Frage entschieden wäre und sie nicht gezwungen seien, sich mit dem direkten politischen und wirtschaftlichen Angriff auf Moskau zu beeilen.

4. Die Diplomatie in der Ukraine. Das ist ein großes eigenes Thema. Hier nur soviel dazu: Man verzichtete auf die Taktik des Einbeziehens in die Konfrontation des ukrainischen Regimes, drängte Kiew und dem Westen einen erschöpfenden Verhandlungsprozess vor dem Hintergrund des Bürgerkrieges mit schleichendem Verlauf auf, schloß die USA aus dem Minsker Format aus und betonte bei jeder Gelegenheit die Widersprüche zwischen Washington und der EU. So konnte Russland die Ukraine dem Westen in die Bilanz schreiben.

Daraufhin löste sich die anfangs konsolidierte Position Washingtons und Brüssels in Wohlgefallen auf. Die europäischen Politiker, die mit einem politisch-diplomatischen Blitzkrieg rechneten, waren zu einer langwierigen Opposition nicht bereit. Das ertrug die europäische Wirtschaft einfach nicht. Andererseits waren aber auch die USA nicht bereit, Kiew ausschließlich in die eigene Bilanz zu übernehmen.

Heute, nach anderthalbjährigen Bemühungen, ist die Position der EU im "alten Europa", vertreten durch Deutschland und Frankreich, von der Ukraine endgültig wegzugehen und eine Möglichkeit zu suchen, Moskau die Hand durch die Köpfe der proamerikanischen osteuropäischen Limitrophen (Polen und die Baltischen Länder) hindurch zu reichen. Sogar Warschau, der ehemalige "Hauptanwalt" Kiews in der EU, sucht (wenn auch versteckt und halboffiziell) nach einer Möglichkeit der Teilung der Ukraine, sie haben den Glauben an die Fähigkeiten der Kiewer Behörden verloren.

Und das alles hat, ganz leise und unmerklich, ohne Nutzung von Panzerkolonnen und der strategischen Luftflotte, die russische Diplomatie erreicht. Hat in der harten Opposition mit einem ganzen Block der mächtigsten Länder des Planeten – in militärischer, wirtschaftlicher und politischer Beziehung – darauf hin gearbeitet, obwohl sie von einer wesentlich schwächeren Position kamen und sehr eigentümliche Verbündete hatten, die sich bei weitem nicht immer freuten oder noch freuen werden über das Wachsen der Größe der russischen Macht.

5. Parallel konnte Russland zum Nahen Osten zurückkehren, die Integrationsprojekte im nachsowjetischen Raum bewahren und weiter entwickeln (das Euroasiatische Wirtschaftsbündnis), und zusammen mit China, das euroasiatische Integrationsprojekt (die Shanghaier Organisation der Zusammenarbeit) weiter entfalten und im Rahmen von BRICS die Arbeit am globalen Integrationsprojekt fortsetzen. Damit schließt sich der Kreis.
 
Jeder beliebige Mensch, der ehrlich versuchen wird, auf die Frage zu antworten, wie Russland das geschafft hat, der muss neben der Arbeit der Führung auch die Verdienste der hunderte von Menschen am Smolensker Platz (Sitz des russischen Außenministeriums) anerkennen. Ihre Tätigkeit erträgt Eile und Öffentlichkeit nicht, aber sie kommen ohne Lärm und  Staub, ohne Blut und  Opfer zu den gleichen Ergebnissen, wie sie im Vergleich nach vieljährigen Bemühungen nur von Millionenarmeen erreichbar sind.

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8 thoughts on “Die Ukraine im Kampf der Supermächte”

  1. Wo gehen wir jetzt hin? Eine antike Vision sagt: "Und [der König des Nordens] wird in sein Land zurückkehren mit einer großen Menge an Haben [1945. Dieses Detail weist darauf hin, dass Hitler die Sowjetunion angreifen und bis zum bitteren Ende kämpfen wird], und sein Herz wird gegen den heiligen Bund sein [feindliche Einstellung gegenüber Christen]. Und er wird handeln [dies bedeutet eine hohe Aktivität in der internationalen Arena] und in sein Land zurückkehren [1991-1993. Zerfall der Sowjetunion und des Warschauer Paktes. Die russischen Truppen kehren zurück in ihr Land]. Zur bestimmten Zeit wird [er] wiederkehren [es bedeutet auch, den Zerfall der Europäischen Union und der NATO. Viele Länder des ehemaligen Ostblocks werden wieder in den russischen Einflussbereich zurückfallen. Die russischen Truppen werden hier wiederkommen]. Und er wird eindringen in den Süden, aber es wird nicht [so] sein wie beim ersten Mal [2008 – Georgien] oder wie letztes Mal [jetzt Ukraine], denn die Bewohner der Ufer Kittim [USA. Im Anfang ohne Großbritannien] werden gegen ihn ziehen, und er wird niedergeschlagen und sich zurückziehen" (Daniel 11:28-30a).

    Das dritte Mal wird die US-Intervention und der globale Atomkrieg sein (Offenbarung 6:4). Dies wird jedoch nicht das Ende der Welt sein, sondern wie Jesus feststellte: "der Anfang der Geburtswehen" (Matthäus 24:7, 8).

    Im Jahr 1882 besetzte Großbritannien Ägypten und übernahm die Rolle des Königs des Südens. In etwa zur gleichen Zeit weitete Russland seinen Einflussbereich auf Gebiete aus, die zuvor Seleukos I. gehörten und übernahm damit die Rolle des "Königs des Nordens" (Daniel 11:27). 

  2. was der autor völlig ausblendet ist die us-amerikanische ausbildung der kiever junta-truppen und ein erneuter bruch des waffenstillstandes, während der erste artikel geschrieben wurde – mit zivilen opfern, vermienungen des donetsker stadtrandes und der eroberung der "separierten" gebiete. hab' ja insgeheim gehofft, jemanden anders zu lesen aber allem anschein nach scheint es der transatlantiker zu sein.

    1. @ctzn5    Leider mußte ich auch noch andere Dinge ausblenden. Eine Verminung eines Stadtrandes im Donbass oder Angriffe bis Bataillonsstärke finden täglich statt (trotz aller Beteuerungen von Waffenruhe und Abzug der Technik und Bewaffnung) und damit anders zu bewerten als russische Außenpolitik. Ich, zum Beispiel, beobachte folgende drei Seiten täglich

      http://dan-news.info/

      –  http://rusvesna.su/

      http://cassad.net/          bezüglich der Lage im Donbass. Insgesamt lese ich knapp 20 Seiten und bin damit gezwungen, die Dinge einzuordnen. Schade, dass das Ihre Kritik findet.

      1. möglicherweise habe ich meine schlüsse tatsächlich ein klein wenig zu früh gezogen und hätte das "untergegangene" auf eine andere art zur sprache bringen sollen. Herr Roth, gewöhnlich bemühe ich mich um die erlangung eines objektiven bildes und hoffe sehr – allein schon aus diesem egoistischen antrieb heraus – sie nicht zum letzten mal gelesen zu haben!

  3. Was den Grund für die Gründung der Nato angeht, habe ich andere informationen. Bereits im März 1948 entstand der Beistandspakt (Brüsseler Abkommen) bestehend aus Frankreich, GB, Niederlande, Belgien und Luxemburg zur kollektiven Selbstverteidigung bei einer neuerlichen deutschen (!) Aggression. Nach Veränderung der politischen Lage in Europa (Berlin-Blockade, Umsturz in der Tschecheslowakei) bestand die Furcht vor einem Einmarsch der SU und die USA wurde um Hilfe gebeten. Erst 1949 gründeten die genannten Staaten mit USA/Kanada sowie anderen europäischen Staaten die Nato. – Der 1. Generalsekretär Lord Ismay sagte zur Bildung der Nato : "Die Nato wurde gegründet um Deutschland unten zu halten, die SU draußen zu halten und die USA drinnen zu halten." 

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