Alexis Tsipras. Bild: Youtube / France24

Fast unbemerkt von der internationalen Öffentlichkeit ist es in den vergangenen Wochen in Griechenland zu einem der größten Vermögenstransfers in der jüngeren Geschichte des Landes gekommen. Gegenstand der Aktion waren die vier griechischen Großbanken. Einvernehmlich handelnde Akteure waren die Syriza-Regierung und die Quadriga aus IWF, EZB, EU-Kommission und Europäischem Stabilisierungsmechanismus (ESM). Verlierer war einmal mehr die arbeitende Bevölkerung Griechenlands, die um über 40 Milliarden Euro erleichtert wurde.

Von Ernst Wolff

Erste Meldungen im Oktober 2015 ließen bereits aufhorchen. Die europäischen Partnerländer, so hieß es, müssten weit weniger Geld für die Rettung der vier griechischen Großbanken aufwenden als bis dahin angenommen. War im sogenannten „Hilfspaket“ für Griechenland vom Juli 2015 noch eine Summe von bis zu 25 Mrd. Euro für die Bankenrettung vorgesehen, so gab die Europäische Zentralbank (EZB) den Kapitalbedarf der vier Institute nach einem Stresstest Ende Oktober plötzlich nur noch mit 14,4 Mrd. Euro an. Mitte November hieß es dann, ganze 5,7 Mrd. Euro würden für die Bankenrettung ausreichen. Angesichts der sich kontinuierlich verschlechternden Situation der griechischen Wirtschaft musste man sich fragen: Was geht hier vor?

Syriza und Quadriga als Handlanger internationaler Vermögensverwalter

Nach der Ankündigung des Kredites über 25 Mrd. Euro für die Rekapitalisierung hatten die Quadriga und die Syriza-Regierung die Banken aufgefordert, private Kapitalgeber aufzutreiben, die sich an der Bankenrettung beteiligen sollten. Größtes Hindernis bei der Suche nach Kapitalgebern waren die faulen Kredite, die in den griechischen Banken lagern, darunter einige hunderttausend Hypotheken, die nicht bedient werden.

Um die Fehlbeträge im Immobilienbereich abzubauen und keine neuen Rückstände entstehen zu lassen, wurde die Syriza-Regierung von der Troika unter anderem angewiesen, die gesetzlichen Grundlagen für die Erleichterung der Zwangsenteignung von Haus- und Wohnungsbesitzern zu schaffen.

Das hat Syriza mittlerweile getan. Die Zwangsenteignung wurde zwar vorerst auf solche Objekte begrenzt, die vor der Krise 230.000 Euro und mehr gekostet haben und deren Besitzer nicht mehr als 35.00 Euro pro Jahr verdienen. Die preislich darüber liegenden Objekte kosten derzeit allerdings nur einen Bruchteil ihres ursprünglichen Wertes, so dass die Zwangsenteignung ihre bisherigen Besitzer finanziell ruiniert. Außerdem sind Vermieter ab sofort angewiesen, säumige Mieter nach ausbleibender Mietzahlung umgehend aus der Wohnung zu klagen. Geschieht das nicht, muss der Vermieter für sämtliche nicht erhaltene Mieten die Steuern entrichten.

Während auf diese Weise zehntausende durch Arbeitslosigkeit zahlungsunfähig gewordene Griechen in die Obdachlosigkeit geschickt werden, wurde internationalen Investoren mit Hilfe eines sogenannten „Bookbuilding“-Verfahrens der rote Teppich ausgelegt. Sie konnten selbst entscheiden, wie viele Anteilsscheine sie an den vier griechischen Banken haben wollten und welchen Preis sie zu zahlen bereit waren. Die rechtliche Regelung sah auch für den Fall, dass die Angebote den derzeitigen Marktwert nicht annähernd widerspiegeln würden, kein Einspruchsrecht der Verkaufsseite vor – fast schon eine Aufforderung zu Preisabsprachen zwischen den Bietern.

Verstaatlichung zu hohen, Privatisierung zu Niedrigstpreisen

Zu denen, die inzwischen zugegriffen haben, zählen u.a. die international führenden Vermögensverwalter Brookfield Capital Partners, Capital Group, Fairfax, Highfields Capital Management, Pimco, WLR Recovery Fund und Wellington. Die Bedingungen, zu denen sie vor dem Hintergrund eines wundersamen Verfalls des griechischen Banken-Indexes um 70 Prozent zwischen dem 4. und dem 20. November Anteilsscheine an den vier griechischen Großbanken erworben haben, sind nach Angaben von spiegel-online atemberaubend:

Hatte der griechische Bankenrettungsfonds HFSF (also der griechische Steuerzahler) 2013 pro Anteilsschein an der National Bank of Greece noch 4,29 Euro bezahlt, so zahlen die neuen Investoren ganze 2 Cent. Die Anteilsscheine der Piräus Bank, die 2013 noch 1,70 Euro gekostet hatten, wurden für 0,3 Cent verramscht. Für die Alpha Bank wurden 2013 44 Cent bezahlt, nun sind es 4 Cent. Bei der Eurobank ist der Preis von 1,54 Euro auf einen Cent pro Anteilsschein gefallen.

Durch den Verkauf der Anteilsscheine sank der staatliche Anteil an den Banken im Durchschnitt von 56% auf 17%. Nachdem die vier Banken also im Zuge der Eurokrise mit einem Einsatz von Steuergeldern in Höhe von inzwischen über 50 Mrd. Euro mehrheitlich verstaatlicht worden sind, hat die Syriza-Regierung sie jetzt zu Spottpreisen mehrheitlich reprivatisiert. Anders ausgedrückt: Milliarden an Steuergeldern haben sich in Luft aufgelöst und das Eigentum des Steuerzahlers ist ohne sein Zutun zum großen Teil in private Hände übergegangen.

Ab Januar 2016 kommt es für die Griechen noch schlimmer

Doch das ist noch nicht alles. Ab Januar 2016 ersetzt auf Druck der EU auch in Griechenland das Bail-in das Bail-out. Das heißt zur Rettung von Banken werden dann – wie vor drei Jahren auf Zypern – zunächst Einlagen von über 100.000 Euro herangezogen, bevor der Staat mit der Rettung von Finanzinstituten belastet wird. Da die griechischen Banken sich nun mehrheitlich in privater Hand befinden, kann die Politik im Bedarfsfall ihre Hände in Unschuld waschen und auf die von Brüssel erzwungene Rechtslage verweisen. Die Spekulanten der Finanzindustrie dagegen können ab sofort so gut wie jedes Risiko eingehen, da im Fall eines Falles ja nach dem Prinzip des „too big to fail“ zuerst die Einleger und anschließend der Staat für ihre Verluste einspringen werden.

Dieser schier grenzenlose Betrug der Syriza-Regierung an den Bürgern des Landes ist nur deshalb möglich, weil die große Mehrheit der Bevölkerung nicht in der Lage ist, die mit Hilfe der Massenmedien geschickt kaschierten Manöver ihrer Regierung zu durchschauen. Wie sicher sich Tsipras und Co. ihrer Sache sind, zeigte sich, als sie nach dem Abschluss der Maßnahmen gegenseitig auf die Schultern klopften und der Öffentlichkeit verkündeten, man habe die Banken stabilisiert, die Einlagen der Sparer geschützt und dabei weniger Staatsgeld gebraucht als ursprünglich gedacht.

In Wahrheit hat Syriza zusammen mit der Quadriga die griechische Bevölkerung hintergangen, die mit Steuergeldern finanzierten Kosten der Bankenrettung pulverisiert und die den arbeitenden Menschen gehörenden Anteile an den Banken zu Spottpreisen an die schlimmsten Aasgeier auf dem Parkett des internationalen Finanzcasinos verramscht.

15 KOMMENTARE

  1. "Anders ausgedrückt: Milliarden an Steuergeldern haben sich in Luft aufgelöst und das Eigentum des Steuerzahlers ist ohne sein Zutun zum großen Teil in private Hände übergegangen".

    —————

    Wer hat denn das babylonische Zinsknecht System zur Ausraubung und Ausplünderung der Völker erfunden?

    Im 'Exil' zu Babylon  lernte ein gewisses, kleines Völkchen bzw. dessen 'Elite', dass es viel sinnvoller ist, Geld gegen Zins und Zinseszins zu verleihen, z.T.auch mit  Falscheld, als mit harter Arbeit auf dem Feld oder Schufterei im Handwerk sein täglich Brot zu verdienen.

    Und nein, es waren weder die Buddhisten, weder die Christen, noch die Taoisten, noch die Schotten, oder die Iren usw. 

    Es war ein kleines Völkchen, das von seinem Stammesgott dazu auserkoren war, alle Völker, in die es sich einschleicht, von innen heraus zu zerstören und auszuplündern und sie in die sog, Zinsknechtschaft zu führen.

    Die Anweisung, wie das zu berwerkstelligen ist,  hat ihm sein Stammesgott dann gleich in den mosaischen Gesetzen (den 5 Buchern Moses) mit geliefer und später noch durch den babylonischen Talmud verfeinert.

    Hier ein kleines Beispiel aus dem Mosaischen Gesetz (solche Passagen findet man zuhauf im jüdischen Gesetz):

    Luther Bibel 1912
    "Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir verheißen hat; so wirst du vielen Völkern leihen, und du wirst von niemanden borgen; du wirst über viele Völker herrschen, und über dich wird niemand herrschen."

    Und wenn immer sich ein Volk oder eine Nation auf der Welt sich gegen diese Ausplünderung gewehrt oder opponiert hat, wurde es des Rassismus und -noch schlimmer- des Antisemitismus beschuldigt.

    Dann hatte auch noch einer der ihren, der 'Primus inter pares', die phantastische Idee, dass es doch zweckmäßiger wäre, nicht etwa Könige oder Fürsten oder Einzelpersonen zu beleihen, sondern ganze Völker oder Nationen, deren Bürger dann mit ihrem erarbeiteten Wohlstand in Form von Steuern oder wenn das nicht langt, mit ihrem privaten Besitz für die Schulden ihrer Regierungen zu haften. Ein bombensicheres Geschäft!

    Deshalb mussten die Herrscher weg, welche das Wohl der ihnen anvertrauten Völker über das Wohl der Geldverleiher stellten. Erreicht wurde dies dann  durch Revolutionen oder durch Kriege, welche diese Herrscher zur Abdankung zwangen oder sie wurden einfach eliminiert, wie der russische Zar und seine Familie.

    Dadurch wurde dann der Weg frei für die Demokratie und die …ähäm…'Herrschaft des Volkes' gem. den Idealen der 'westlichen Wertegemeinschaft

    Dann macht es natürlich noch mehr Sinn, wenn die Demokratien die Kontrolle über die Geldherstellung der 'Elite' dieses kleinen Völkchens übertragen. Diese stellen dann über ihre 'Zentralbanken' dann wertlose Papierscheine aus, die erst durch die Schaffenskraft der Völker zu Geld werden. Diese Zentralbanken geben dann das an und für sich wertlose Geld (Fiat Money) an ihre eigenen Zocker- und Kasino-Banken zu einem niedrigen Zinssatz oder zum Nulltarif und die Zocker- und Kasinobanken verzocken dann das Geld im großen Kasino oder sie leihen es den Demokratischen Regierungen mit einem erheblichen Zinaufschlag (Das sind dan die 'privaten Financiers' oder die 'Investoren'), für das dann die Völker mit ihren Steuern und dem hart erarbeiteten Volkeigentum (d dem Tafelgold oder -Silber) haften.  Und wenn das nicht reicht, wird 'Privatisiert', wo dann das Tafelgold und -Silber für einen Appel und ein Ei über die Theke gehen. Und wenn das immer noch nicht reicht, dann werden die privaten Konten 'rasiert', oder die Völker werden quasi enteignet.

    "Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht.”
    Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder.”

    – Mayer Amschel Rothschild (1744 – 1812), Begründer der Rothschild-Bankendynastie

    Und weil das so ist, macht es natürlich Sinn sog. 'Völkergemeinschaften' zu gründen, wo der Eine für die Schulden des Anderen aufzukommen hat. Das ist dann eine Schuldenunion, die natürlich viel, viel leichter auszuplündern ist, wie den mühsamen Weg über die einzelnen Nationen.

    Und noch mehr Sinn macht es natürlich, eine 'Weltgemeinschaft' zu gründen, wo alle Nationen der Erde zusammengefasst sind, wo das Bargeld dann ganz abgeschafft ist, und eine Welteinheitswährung eingeführt wurde.

    Das ist dann die jew New World Order, welche die Verheißung des Stammesgottes Jahwe dann in vollem Umfang erfüllt.

  2.  .."Wahrheit hat Syriza zusammen mit der Quadriga die griechische Bevölkerung hintergangen, die mit Steuergeldern finanzierten Kosten der Bankenrettung pulverisiert"

    ———–

    Nein, nicht pulverisiert, dass erweckt ja den Eindruck, dass die Syriza -angeblich eine sozialistische Partei- das Geld mit dem 'Füllhorn über dem griechischen Volk' ausgeschüttet hätte.

    Das ist aber nicht der Fall, das Geld ging drauf für Banker Zockerwetten (u.a. Credit Default Swaps o.a)  die ein Vielfaches der realen Kreditaufnahme ausmachen.

    Das Geld landete einfach nur in den Taschen der üblichen Verdächtigen!

    'Ihr Geld ist nicht weg, mein Freund. Es hat nur ein Anderer!"
     J. M. de Rothschild, Bankier (1792–1886) 

    "Wenn der Staat Pleite macht, dann geht natürlich nicht der Staat Pleite, sondern seine Bürger.”
    – Carl Fürstenberg (1850 – 1933), deutsch-jüdischer Bankier

  3. Eine niemals endende Geschichte, so ist bis Mitte des Jahres die sog. "Griechenland-Rettung" in Erinnerung geblieben. Im Nachhinein entpuppt sie sich als üble Schmierenkomödie für Bürger und Steuerzahler, sowie als eine Bereicherungsaktion der üblichen Verdächtigen aus City of London und Wallstreet. Der verbrecherische Mechanismus, der eine Schuldenaufnahme Griechenlands durch ein kriminelles Wettsystem nach oben treiben konnte, wurde uns von vielen "Fachleuten" in den Verdummungs-Shows von Plasberg, Illner und Co. als Hilfe für die Menschen Griechenlands eingetrichtert. Was uns dieselben Medien allerdings verheimlichen, könnte für den deutschen Steuerzahler ein dicker Brocken werden. Er (der deutsche Steuermichel) haftet für Summen, die er nicht einmal kennt, wenn Griechenland sich gemäß dem erstellten Parlamentsgutachten verhält und Schulden in Höhe von ca. 320 Milliarden Euro nicht zurückzahlt. In diesem Gutachten wird die Rechtmäßigkeit der zustande gekommenen Schuldensumme ebenso wie ein rechtmäßiges Handeln der sog. Troika als ein Verstoß gegen die fundamentalen Menschenrechte der griechischen Bürger bezeichnet. Das gr. Parlament ermächtigte die Regierung, diese "Schulden" nicht weiter zu bedienen. Leider sucht man in den Medien (auch in den alternativen) vergebens nach seriösen Informationen über diesen Sachverhalt , der uns Deutsche zusammen mit dem Flüchtlings-Tsunami reichlich schröpfen könnte.

  4. 100 x schon gesagt: Der Betrüger ist am Foto abgebildet!
    Er ließ sein Volk abstimmen, und fiel ihm dann in den Rücken.
    Darüber brauchen wir nicht jedesmal neu zu diskutieren.
    Betrüger sind so: Sie betrügen
    Punkt drunter, und fertig.

  5. Punkt drunter, und fertig.

    ——–

    Nein, Nein, keinen Punkt darunter.

    Der Tsipras ist natürlich ein Betrüger, aber er handelt nicht auf eigene Rechnung, sondern im Sinne seiner Auftraggeber, der Hochfinanzbankster.

    Deshalb ist es schon wichtig, herauszuarbeiten, WER von diesem Betrug am griechischen Volk , profitiert.

    Und das sind -wie immer – die üblichen Verdächtigen!

  6. "die griechen haben es nicht anders verdient" – 'tschuldigung – WEIL…? 

     

    Varoufakis, Varoufakis, Varoufakis – du hättest dich nicht gehen lassen dürfen!

    • Die Griechen waren Gottes Prototypen der Kinderschänder. In dem Fall der Päderasten.

      Sehen Sie sich doch mal an, wie viele nackte Kerle auf Plätzen wie Akropolis stehen!

      Man fliegt in Urlaub, sonnt sich am Strand, fotografiert zwischendurch die steinerenen Nackten und fährt wieder nach Hause. Kein einer von euch macht sich jemals Gedanken, warum die alle nackt sind. *kopfschüttel*

  7. Unglaublich, dieser Tspiras. Seitdem er in Kontakt mit der Merkel gekommen war, war der wie ausgewechselt? Ist die Merkel womöglich so eine HEXE, die die Leute hypnotisiert oder verhext? Man kann es nicht glauben, dass der Tsipras einfach seinen Schneid verloren hat. Er damals noch voller Feuereifer gewesen, aber jetzt ist er im Amt und tanzt nach der Pfeife der Hexe-Merkel.

    Man darf das griechische Volk auch nicht beschimpfen, wenn dessen Politiker korrupt sind, und sogar dieser Tsipras sichtbar korrupt ist gegenüber Merkel-Anreize, weshalb er das griechische Volk vor die Wand klatscht. Es wäre eigentlich längst fällig gewesen, das die Griechen sich aus dieser unsoldiarischen EU-Union verabschieden, anstatt sich die Flughäfen unterm Arsch wegkaufen zu lassen durch "deutsche Firmen" während die Griechen quasi am Hungertuch kleben, nur damit sie in der EU bleiben. Was für ein Schwachsinn! Geht endlich raus der EU, wagt den Grexit und schmeißt den Tsipras raus. Lasst keinen Politiker mehr zur Merkel Kontakt aufnehmen, nur auf Distanz mit ihr kommunizieren. Diese Oma vom Dienst ist längst überfällig für Rente und Gehhilfe. Hau ab, du Hexenmonster!

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