Naher und Mittlerer Osten. Bild: Wikimedia / W123 CC BY-SA 3.0

Geopolitisch spielt die Türkei eine enorm wichtige Rolle. Die eigenwillige Außenpolitik Erdogans folgt bestimmten Mustern – auch beim "Kurdenproblem". Weil in der Region jede Macht ihr Spielchen spielt, klopft ihm jedoch niemand auf die Finger.

Von Thomas Roth

Die Türkei befindet sich (wie übrigens auch die Ukraine) an einer Schnittstelle von großen geopolitischen Kräften. Das hat zur Folge, dass sie von allen Seiten und von den wichtigsten Ländern der Welt umworben wird. Man kann diesen Zusammenhang leicht falsch als Vorteil interpretieren und dann die Partnerschaften überstrapazieren.

Die Türkei ist für Russland, China, die USA und die EU ein bedeutender Partner. Die Türkei hat in den letzten Jahrzehnten im Versuch zwischen den Interessen der großen Partner zu lavieren, ihre Eigenständigkeit weitgehend bewahrt. Vielleicht ist ihr (gemeint ist die Türkei unter Erdogan) der Erfolg zu Kopf gestiegen.

Erdogans Außenpolitik sieht eine Ausweitung des außenpolitischen Einflusses vor. Im Visier ist da nicht zuletzt Syrien. Den Einfluss auf die Nachbarländer kann man dadurch vergrößern, dass man deren Staatlichkeit reduziert oder gar zerstört. Nun waren die USA schon seit vielen Jahren (spätestens seit 2006 ganz konsequent) dabei, die Staatlichkeit im Nahen Osten systematisch zu zerstören. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob das Vorgehen der USA der Türkei in die Hände spielt. Deshalb hat sich die Türkei der Arbeit der USA angeschlossen und sich als Logistikzentrum, Ausbildungsstandort, Erholungsort und Waffenlieferant von Terroristen und anderen "moderaten Oppositionellen" zur Verfügung gestellt.

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Strategisch war das keine gute Entscheidung. Das Schlimmste daran ist nicht einmal, dass ein Pakt mit Terroristen per se nach hinten losgehen muss – das Schlimmste für die Türkei ist hierbei, dass die USA seit 2006 öffentlich einen Kurdenstaat propagieren, was bei Erdogan von Anfang an gewisse Alarmglocken hätte zum Läuten bringen müssen.

Die Mehrzahl der Kurden bevölkert ein Gebiet an der Schnittstelle der Türkei, Syriens, des Iraks und des Irans. Kurdische Autonomiebestrebungen sind in der Türkei ein riesiges Pulverfass. Erdogan musste schon immer sehr viel Energie in das "Kurdenproblem" investieren, um diese Bevölkerungsgruppe unter Kontrolle zu halten. Wenn in direkter türkischer Nachbarschaft ein unabhängiger Kurdenstaat entstehen sollte (und im politisch geschwächten Irak ist die Bildung eines Kurdenstaates wohl kurzfristig nicht mehr zu verhindern), verschärft dies auch zwangsläufig das türkische Kurdenproblem – und zwar nicht zu knapp. Es bedroht die türkische Staatlichkeit, um genau zu sein.

An der Stelle habe ich bei Analytikern nachgefragt, warum sie die Gründung eines selbständigen Kurdenstaates falsch finden würden. Dazu zusammengefasst die Antworten:

"Wir bewerten nicht, ob die Gründung eines Kurdenstaates falsch wäre. Wir stellen nur fest, dass seine Gründung den Nahen Osten destabilisieren würde. Warum ist das so?

1. Egal, wie groß und wo genau ein Kurdenstaat entsteht, er stärkt die benachbarten Kurdenregionen dramatisch. Sagen wir, im Norden des Iraks wird ein Kurdenstaat ausgerufen, der Westen akzeptiert ihn und legalisiert ihn damit. Die syrischen, türkischen und vielleicht auch die iranischen Kurden sagen dann sofort: Wir wollen den Anschluss! In zwei bis drei zentralen Nahost-Staaten rumort es dann viel mehr als vorher.

2. Wenn man einen Kurdenstaat gründet, wo zieht man seine Grenzen? Klar, irgendwo gibt es Kurdengebiete, wo Kurden die große Bevölkerungsmehrheit darstellen. Aber am Rand gibt es fließende Übergänge. Wo setzen Sie bei einem fließenden Übergang das Skalpell an? Wenn sie es eng am kurdischen 'Zentrum' ansetzen, bleiben viele Kurden außerhalb und unzufrieden – Instabilität an den neuen Grenzen ist vorprogrammiert. Wenn Sie die Grenzen großzügiger ziehen, geraten immer mehr nicht-kurdische Volksgruppen in den neuen Staat. Die wollen das aber gar nicht. Instabilität ist auch bei dieser Variante vorprogrammiert.

3. Syrien und der Irak sind als Staaten so aufgeweicht, dass sie sich nicht effektiv wehren könnten. Aber die Türkei gerät auch zwangsläufig in den Sog der kurdischen Instabilität, wenn ein Kurdenstaat gegründet wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Türkei bei so einem Ereignisverlauf explodiert oder implodiert, ist nicht klein. Dann hat die EU eine zweite Ukraine an ihrer Grenze, aber eine in noch größerem Maßstab.

4. Wenn die Kurden einen eigenen Staat wollen, stehen sofort eine Reihe weiterer Volksgruppen Schlange, die sagen: Wenn die Kurden einen eigenen Staat bekommen, wäre es nur gerecht, wenn wir auch einen eigenen Staat bekommen. Die Gründung eines Kurdenstaates wäre ein Präzedenzfall, der allen separatistischen Bewegungen den Rücken stärken würde. Gruppen, die heute zufrieden scheinen, würden nach dem Präzedenzfall halblaut rumoren. Gruppen, die heute nur halblaut rumoren, wären nach dem Präzedenzfall bereit, mit Waffengewalt für die ihnen zustehende Unabhängigkeit zu kämpfen.

Ob richtig oder falsch – ein neu gegründeter Kurdenstaat würde enorm viel Wirbel im Nahen Osten entfachen. Blutigen Wirbel, versteht sich."

Erdogan und seine Strategen müssen diese Gefahren gesehen haben – sie sind zu offensichtlich. Irgendetwas hat sie aber glauben lassen, dass sie diese Gefahren meistern können. Oder irgendwelche Vorteile erschienen ihnen noch größer als die Gefahren. Jedenfalls hat sich die Türkei von den USA zum Tanz bitten lassen.

Die Probleme der Türkei begannen nicht erst mit Russlands Militäreinsatz in Syrien. Die Unterstützung der Kurden im Irak und in Syrien durch die USA und andere Partner (unter anderem lieferte auch Deutschland kistenweise Waffen mit Instrukteuren) war der Türkei durchgehend ein Knöchelchen im Hals und sorgte andauernd für diplomatische Spannungen, Einbestellung des US-Botschafters inklusive. Die türkischen Militäroperationen in Syrien, offiziell gegen den IS gerichtet, trafen in Wirklichkeit fast nur die Kurden. Jeder weiß das, aber die westlichen Partner pflegten das Tuch des Schweigens darüber auszubreiten. Dabei sind die Kurden in Syrien praktisch die einzige große Gruppierung, die neben der regulären syrischen Armee gegen den IS kämpft.

Man könnte meinen, dass es eine paradoxe Situation ist. Während die einen Koalitionspartner die Kurden bewaffnen und ausbilden, werden die Kurden von einem anderen Koalitionspartner zerstört. Und dabei scheint es die Koalition noch nicht mal sonderlich zu stören. Wenn man aber von der Situation ausgeht, dass jeder Koalitionspartner seine eigenen Terroristen in Syrien heranzüchtet und pflegt, dann ist das Ganze nicht mehr paradox. Dann macht es Sinn. Denn nach der Zerstörung der syrischen Staatlichkeit will jeder Koalitionspartner sich ein möglichst großes Stück davon von seinen Terroristen herausschneiden lassen. Da in der US-Koalition ausnahmslos alle an diesem Drecksspiel beteiligt sind, kann auch niemand mit dem Finger auf einen anderen zeigen und sich öffentlich beschweren, weil postwendend analoge Anschuldigungen zurückkämen.

In den letzten Tagen kamen Informationen hinzu, dass Russland in Erwägung zieht, den Moskauer Vertrag von 1921 nicht zu verlängern. Damit würde dann wohl der türkischen Staatlichkeit der Gnadenstoß verpasst werden.

Die USA hofften, dass Russland auf den Abschuss der Su-24 und den Tod der beiden Soldaten emotional reagiert. Wie naheliegend wäre es doch, wenn Russland die Kurden mit netten Spielzeugen versorgen würde, damit die Kurden den Türken richtig einheizen könnten. Das wäre eine tolle Möglichkeit, die gefallenen russischen Soldaten zigfach zu rächen, ohne einen offenen Krieg gegen die Türkei beginnen zu müssen, nicht wahr?

Aber das kann man nach gründlichem Nachdenken nicht bestätigen, es wäre eher keine gute Idee. Mit solchen Vergeltungsaktionen würde Russland nur US-Ziele befördern: die Instabilität im Nahen Osten vermehren und zur Entstehung eines Kurdenstaats beitragen.

Die russische Führung hat zum großen Bedauern der USA sehr überlegt und eigentlich sogar zurückhaltend reagiert. Die Antwort soll der Türkei zeigen, dass man nicht einfach russische Flugzeuge abschießen darf. Sie soll den Schaden für sich selbst klein halten und geopolitisch den USA nicht in die Hände spielen.

Der russische Premierminister, Dimitri Medwedew, unterzeichnete ein Dekret, welches die wirtschaftlichen Maßnahmen gegen die Türkei konkretisiert. Dieses Dokument beinhaltet eine Sanktionsliste und wurde auf der Internetseite der Regierung veröffentlicht. Demnach verbietet Moskau vom 1. Januar 2016 an unter anderem die Einfuhr von Hühner- und Putenfleisch, Tomaten, Apfelsinen, Weintrauben und Salz aus der Türkei. Ebenfalls am Neujahrstag tritt eine Visapflicht für Türken in Kraft. (Wenige Stunden nach der Bekanntgabe dessen, dass die Russische Föderation gegen die Türkei Sanktionen verhängen wird – was mich übrigens deshalb sehr erstaunt hat, weil es sonst aus Russland immer heißt, Sanktionen kann nur der Weltsicherheitsrat verhängen – fragte Ägypten bereits nach der Liste, sie wollen die Lücken schließen.)

Die Sanktionsliste verbietet zudem russischen Unternehmen, darunter Sportvereinen, einen Anstellungsvertrag mit Türken abzuschließen. Türkische Baufirmen brauchen künftig für Arbeiten in Russland eine Sondergenehmigung. Moskau stellt zudem die Tätigkeit einer bilateralen Regierungskommission ein und stoppt vorerst ein geplantes Regierungsabkommen über den gemeinsamen Handel. Das Projekt eines russisch-türkischen Investitionsfonds wird ebenfalls eingefroren.

Russland war im zweiten Viertel des Jahres der drittgrößte Handelspartner der Türkei. Zehn Prozent aller Touristen im Land kommen aus Russland, 3,3 Millionen waren allein in den ersten neun Monaten des Jahres in dem Land. Angaben des Verbandes türkischer Hotelbesitzer zufolge könnten die Verluste durch das Ausbleiben der russischen Touristen bis zu 4,5 Milliarden Dollar allein in diesem Jahr betragen. Zuletzt reisten jährlich etwa vier Millionen Russen in die Türkei, die größte Gruppe nach den Deutschen. Nun stellt Russland – bis auf die Heimreisen russischer Touristen – neben dem Verkauf von Pauschalreisen auch alle Charterflüge in die Türkei ein.

Keine Erwähnung in der Sanktionsliste finden zwei ehrgeizige Energieprojekte der russischen Regierung: der Bau eines Atomkraftwerks in der Türkei und die geplante Gaspipeline Turkish Stream. Dazu wurde eine gesonderte Entscheidung getroffen.

Aus der russischen Reaktion kann man ablesen, dass bei aller Ernsthaftigkeit der Blick nach vorn gerichtet ist. Die Türkei hat mit ihrer Außenpolitik der letzten Jahre viel kaputt gemacht. Russland ist empört, China verletzt (die Türkei hegt Sympathie für das muslimische Turkvolk der Uiguren, das sich in China unterdrückt fühlt), die Schaltstelle im Projekt der Seidenstrasse ist gefährdet. Die ständigen Versuche, die NATO und die EU zu erpressen, werden auch nicht zum Erfolg führen. Zum guten Schluss wird sich eine uralte Weisheit bewahrheiten: Der beste Freund des Türken ist der Türke – und alle Vorstellungen von gemeinsamer zukünftiger Arbeit werden wohl noch lange im Reich der Fantasie bleiben. Und keiner bedauert das so wie ich.

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11 KOMMENTARE

  1. Was unterscheidet die Politiker von den Schlafschafen?

    Die meisten Politiker treten erst einmal mit guten Absichten in die Politik ein. Dann machen sie Erkenntnisse, dass wenn sie für das Allgemeinwohl denken, dass dieses nicht so ankommt. Dann werden sie opportunistisch, kommen langsam nach oben. Wenn sie dann in Landtagen oder im Bundestag sitzen und ihr Gewissen entdecken, dann zieht man ihnen den Hals so lang, bis sie nach Rom schauen können. Dann kriegen sie beigebracht, du hast nur eine Chance, entweder du dienst den Jesuiten, dem Antichrist und hast ein Leben in Saus und Braus, oder wir machen dich platt. Die Politiker entscheiden sich für ein Leben in Saus und Braus und sagen sich, gegen den Antichristen kommen wir sowieso nicht an, also machen wir uns auf Kosten der Schafe ein gutes Leben.

    Die Schafe haben keinen Durchblick, weil sie nur ihre Politiker sehen und nicht verstehen, warum diese so handeln. Die Politiker sind keine Selbstmörder, genauso wenig, wie die Artikelschreiber in den Foren oder in der Lügenpresse. Darum wird sich auch nichts ändern, weil alle die Schnauze halten und die Wahrheit bleibt tabu.

    Ehemaliger Jesuiten-General (Schwarzer Papst) Pedro Arrupe macht das satanische 666-Zeichen des Weltfürsten (Offenb. 13:18).
    http://new.euro-med.dk/wp-content/uploads/pedro-arrupe.jpg

    Der Schwarze Papst ist der wirkliche Herrscher der Welt. Henry Kissinger ist Malteser-Ritter – wie sein Freund David Rockefeller und die EU-Spitze – alle dem Schwarzen Papst untergeordnet. Die Jesuiten waren die Urheber der Freimaurerei der NWO – über die Rosenkreuzer. Mayer Amschel Rothschild (Malteser) und seine 5 Söhne waren Freimaurer – Nathan (London) und Karl (Frankfurt) tragen sogar das Malteser/Jesuiten-Kreuz.

    Die Zeit für die Wahrheit ist schon lange verpasst, wahrscheinlich hat es sie nie gegeben.

    Fazit: ob Mittelalter oder heute, es ist die gleiche Kaste, damals konnte sich das Volk nicht wehren, da gab es Landsknechte. Heute haben wir Politiker, mit Eurogendfor und Bundeswehr und sind in der gleichen Situation.

  2. Wer hat das Gold der Welt?

    Laut Karen Hudes, die 21 jahrelang als Rechtsanwalt bei der Weltbank arbeitete, seien 170.500 Tonnen physischen US-Goldes unter der Bank of Hawaii hinterlegt!

    Der Chef-Direktor dieser Bank, Peter Ho, ist im FED-Vorstand – und somit eine Rothschild-Marionette. Hudes erzählt, das US-Gold sei mehr als 210 Billionen US-Dollar wert, und die USA schuldenfrei machen könnten. Diese vom Gold gedeckten Dollar seien längst gedruckt worden, werden jedoch von Bankstern, die den Dollar zerstören und die USA in eine Bananen-Republik umwandeln wollen, aus dem Kreislauf zurückgehalten. Sie erzählt, dass die Gelder der US-Steuerzahler über die City of London den Jesuiten im Vatikan zugespielt werden, dass Rothschild nur ein mittelgroßer Fisch sei. Stattdessen schiebt sie den Jesuiten sowie Mitgliedern des Schwarzen Adels die Schuld für unsere Schwierigkeiten zu. Sie behauptet auch, dass die Jesuiten Lincoln und Kennedy erschossen. Sie denkt, die Illuminaten werden von der Menschheit besiegt werden.

    Hudes erwähnt auch, wie (147) Finanzinstitute (vor allem die Notenbanken und insbesondere die FED) mit den Konzernen weltweit verbunden sind und die meisten weltweiten Unternehmenswirtschaften steuern.

    Die Frau, die 21 Jahre für die Weltbank gearbeitet hat, weiss wovon sie spricht. Die Illuminaten werden von den Jesuiten dem Volk zum Fraß vorgeworfen, als Schuldige präsentiert und sie bleiben im Hintergrund.

    Natürlich stehen die Antichristen in Rom hinter allen unseren Schwierigkeiten, sie haben sich das Gold und durch die Einführung der Börsen alle Konzerne unter den Nagel gerissen.

    Der Vatikan wird durch den schwarzen Jesuiten-Papst regiert, und hörte mit dem 2 . Vatikan Konzil 1962-1965 endgültig auf, christlich zu sein (Inthronisierung des Satan als Oberhaupt der Kirche, der Neue Katholische Kathechismus. Dessen Artikel 841 macht Christus überflüssig, indem die Muslime angeblich auch von Gott gerettet werden (was unlogisch den Vater Christi mit dem sohn-losen Allah, der alle töten will, die sagen, er habe einen Sohn, identisch macht.

  3. Entwendung sämtlicher Ausrüstungsgegenstände des 7. Fallschirmbataillons

    Die Kaserne an der polnischen Grenze (Region Frankfurt/Oder) wurde seinerzeit vom 7. Fallschirm Regiment genutzt, sie diente in den letzten Jahren als Lager für nicht genutzte Ausrüstungsgegenstände.

     

    Hauptfeldwebel Danyluk führt durch die Mustersammlung. (Quelle: LKdo HE/Walenta)

     

    Aus "anonym bleibenden"  obersten Quellen der Bundeswehr, wurde uns mitgeteilt, dass der Munitionsbunker (ca. vor 3 Wochen) im nicht genutzten Zustand aller Ausrüstungsgegenstände…

     

    (23 Leopard 2A5 Panzer, Schützen- und Radpanzer, das komplette Waffenlager, Sturmgewehre G36K, Pistolen P8, Maschinengewehre MG3, Leichte- sowie Schwere Panzerfaust, sowie Uniformen und sämtliche Ausrüstung der Soldaten )

    …komplett entleert wurde.

    ….2 Transallmaschinen die dort stationiert waren

    …sind weg !

     

    Diese Transallmaschinen waren mit Transpondern ausgerüstet, diese wiederum geben nur Rückmeldung bei Aktivität des Flugzeuges-

    …und die kam aus Polen!!!

     

    Es wird uns mitgeteilt, daß Russland über diesen Vorfall in Kenntnis gesetzt wurde- 

    die obere Ebene der Bundeswehr hat über diesen exorbitanten Vorfall erst Russland informiert –

     

    inwieweit im Anschluß „Flintenuschi“ informiert wurde sagte uns unser Informant nicht!!

     

    Gruß an die, die wachsam sind!!

     

  4. Guter Bericht, teilt uns nicht nur mit was abläuft, sondern auch was noch kommen könnte.

    Aber bei dem was noch kommen könnte, verschweigt es einiges.

    Bei dem Wirbel dass bei einem Kurden Staat ensteht, wird es zu Millionen neuen Flüchtlingen kommen. Davon redet keiner.

    Russland hat sehr zurückhaltend reagiert?

    Ist nich alles außer militärischer Vergeltung zurückhaltend?

    Davon abgesehen hört sich zurückhaltend wie ein Witz an.

    "Sie werden es noch bereuen" "Keiner darf sich an Russland vergreifen" "Geplanter heimtückischer Angriff" dann die Attacken persönlich an Erdogan und Family. Sanktionen auf  fast allen Ebenen.

    Ob jetzt berechtigt oder nicht mag dahin gestellt sein, aber zurückhaltend ist es wohl nur für Putin Fans.

    Dann wird darauf hingedeutet, dass man ja der PKK paar Spielzeuge geben könnte.

    Das ist so, als ob man im Porzellanladen zu seiner Verteidigung mit einem Maschinen Gewehr rum ballert. Russland hat selbst mit Terroristen und Aufständischen zu kämpfen, welche Spielzeuge von den Türken erhalten könnten.

    Die Antwort soll den Schaden für sich selbst klein halten. Das Handelsvolumen beider Länder beträgt 33 $ Milliarden, 21 Milliarden davon verdient Russland. Muss man jetzt ein Mathematiker sein, um zu erkennen wer den größeren Schaden hat?

    Warum redet Russland nicht von Gas Stop? Weil die Türkei nach Deutschland deren größter Abnehmer ist und man auf die Milliarden Einnahmen nicht verzichten kann?

    Shoigu spricht von 4000 Flügen seit 30. September bei denen mehr als 8000 militärische Einrichtungen des IS zerstört worden seien und das der IS durch die russischen Bombardierung schwere Schäden erlitten habe.

    Der gleiche Mann sagt gleichzeitig, dass der IS die von ihr kontrollierten Gebiete erweitert hätte und nun 70% Syriens kontrolliert.

    Das nächst ist aber echt zum schießen, Die Reaktionen Russlands wären nach vorne gerichtet während die Türkei außenpolitisch viel kaputt gemacht hätte.

    Nach vorne gerichtet? Wie man es halt sieht würde ich sagen, Georgien, Ukraine, Krim und die EU Sanktionen sind außenpolitischer TOTALSCHADEN.

    Hinzu kommt, dass die Golfstaaten von russsichen Ambitionen gar nicht begeistert sind, weshalb sie den Öl Preis im Keller halten und Russland Milliarden Verluste bescheren.

    Und die Türkei? Die geht unter,. seit weis der Geier wie lange schon, ständig gibt es Prophezeiungen für deren wirtschaftlichen Kollaps und ach ja keiner soll die mehr mögen.Vor einem Jahr war ständig zu lesen, dass die Investoren reihenweise abhauen. Wie kommt es dann dass die Direktinvestitionen aus dem Ausland zum Vorjahr um 36% gestiegen sind?

    Jede Woche lese ich, dass irgend eine Firma ihre Produktion in die Türkei verlagert.Doch das dicke Ende kommt noch, mit dem Wegfallen des Embargos gegen den Iran, wird es einen Run auf die Türkei geben. Die Türkei ist mit der EU in einer Zoll Union, auch mit dem Iran hat die Türkei ein ähnliches Abkommen, deutsche und EU Firmen reiben sich jetzt schon die Hände, weil sie über die Türkei zollfrei in den Iran liefern werden.

    Einwände wird es jetzt von denen geben, die meinen der Iran und die Türkei seien politische Gegner. Das sind sie seit Ewigkeiten, es war nie anders aber nie hat der Handel darunter gelitten, schon die Osmanen und Perser trennten Politik und Handel. Der Iran hat Gas und sie hätten gerne eine Verbindungs Pipeline zur türkischen, damit es auch Europa beliefern kann. Israel und die Türkei sind sich auch nicht grün, dennoch erreichte der Handel 2015 einen neuen Rekord. Die Wirtschaft sei vor dem Ende, bei 4% Wachstum 2015 das höher lag als erwartet,

    Schuld an der wirtschaftlichen Misere ist natürlich Ankara, weil es außenpolitisch viel kaputt gemacht hat. Oder weil der Nachbar Griechenland pleite ist, auch Bulgarien ächzt, Syrien im Eimer, der Iran unter Embargo, die EU selbst in einer wirtschafts Krise steckt, da schafft dieses Land noch 4% Wachstum?

     

  5. @Brad Shit     Guten Morgen. Ich bin in fast allem anderer Meinung und finde es großartig, dass es uns möglich ist, ohne aufeinander einzuprügeln unsere Gedanken auszutauschen. Ich habe gerade nur nicht so viel Zeit, um auf alles einzugehen. Zwei Gedanken….

    1. Gas bezieht die Türkei zu 47% aus Russland. Das ist ihnen bewußt. Nicht umsonst versuchen diverse türkische Diplomaten gerade, neue Lieferanten aufzuschließen. Erdogan war in katar, jetzt ist er in Turkmenistan. Der Premier war in Aserbaidshan. Kontakte zur EU und zu den Amerikanern wurden aktiviert. Bisher erfolglos. Wenn jetzt RF den Hahn zudrehen würde, käme der Kollaps wohl noch in diesem Jahr. Ende, Feierabend. Nicht nur Einschränkungen. Das ist aber nicht die Absicht der russischen Führung. Die wollen Gas, zumindest für die Öffentlichkeit, aus der Politik heraushalten. Einfach ein Handelsgut. Ihre Industrie ist ihnen wichtiger als Rache an der Türkei.

    2. Zu den 4%.  Wenn man eine x-beliebige Volkswirtschaft des Westens nimmt und die Wachstumszahlen über einen längeren Zeitraum addiert, entstehen Zahlen, die eine Vervielfachung der Größe erwarten lassen würden. Das ist aber nicht der Fall. Man wächst und wächst und ist doch pleite. Lösen wir uns doch einfach von dieser irreführenden Statistik und schauen mal auf die Realität. Die USA wachsen um Prozente und stehen vor einem völlig zerstörten Finanzsystem. Warum denn? Weil ganz einfach zunehend diese Zahlen und die Realität auseinanderklaffen. Wir haben früher gesagt: traue nur der Statistik, die Du selbst gefälscht hast. Vergleichsweise schauen wir nach Russland. Zahlen werden dort auch produziert, das System des Dollars macht das erforderlich. Brauchen die diese Zahlen wirklich?  Man hat reichlich Territorium. Da hat jeder Bürger Platz zum Leben und der Drang zur Expansion (Israel ist das beste Beispiel) fällt aus. Dann ist dabei auch genug gute Erde. Promt wurde Russland die größte Landwirtschaft der Welt. Die könnten sich locker selbst ernähren, handeln aber auch und verstehen das im Sanktionsregime auch jetzt erst richtig. Erde haben sie, Territorium auch… Hände und Köpfe, um das alles umzusetzen, haben sie auch. Dazu kommen Bodenschätze aller Art und in Größenordnungen und das Know How, daraus was zu machen. Was denn nun noch? Die Türkei wächst um 4%? Toll. Dann wollen wir doch mal sehen was es ihnen nützt.

    Ich wünsche einen schönen Sonntag.  Grüsse….  

    • Sie haben Recht, die Türkei bezieht sehr viel Gas aus Russland, das bedeutet aber nicht, dass Russland der einzige Lieferant wäre. Wie erst kürzlich bekannt wurde, hat sich die Türkei in die Gasfelder des Nord Irak eingekauft. Katar, Aserbaidschan und Turkmenistan bieten ihr Gas auch an, daher verstehe ich nicht was Sie mit erfolglos meinen.

      Pleite? Das hören wir jetzt seit Jahren und werden es wohl noch lange hören, kann mich dem leider nicht anschließen.

      Es ist nicht toll dass sie nur 4% Wachstum haben, das sagen Sie, ich sage nur was prophezeit wurde, nämlich der Kolaps, das ganze Jahr wurden die Wachstumsprognosen nach oben korrigiert.

  6. Thomas Roth baut seine Ablehnung gegen ein freies Kurdistan auf der Behauptung auf, es würden blutige Konflikte an den kurdischen Grenzen entstehen. Das ist Nonsens. Und zwar deshalb, weil diese Konflikte längst bestehen. Im Iran werden kurdische Aktivisten regelmäßig hingerichtet und eingesperrt. Die Kurdengebiete in Syrien und im Irak sind wiederkehrenden Angriffen der von Saudi-Arabien, Katar und der Türkei unterstützten und koordinierten Dschihadisten des IS, der Al Nusra Front, Ahrar asch Schams und diverser Turkmenenbrigaden ausgesetzt. In der Türkei finden regelmäßig Massaker und justizielle Willkür gegen kurdische Zivilisten Politiker der HDP statt. Jüngste Beispiele sind das Massaker von Roboski von 2011 oder die blutigen Belagerungen von Cizre und Silvan. Diese blutigen Konflikte, die Roth als Folge eines freien Kurdistan unterstellt, sind längst existent und sind eher die Folge davon, dass den 30 bis 40 Millionen Kurden ein Recht verwehrt wird, das z.B. 2 Millionen Kosovaren vergleichsweise schnell und unkompliziert zugestanden wurde. Diese blutigen Konflikte könnten durch ein freies Kurdistan vielmehr beendet werden! Erst noch entstehen, wie Roth orakelt, müssen sie in keinem Fall mehr. Auch zeigen Präzedenzfälle wie die Unabhängigkeit des Kosovo oder die Teilung des Sudan, dass es sich bei der globalen Kettenreaktion "separatistischer Kräfte" um eine weitere Voraussage Roths handelt, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht eintreffen wird.

    Wir können uns dem Eindruck nicht erwehren, dass Herr Roth hier ein Plädoyer gegen Demokratiebewegungen, wie sie das kurdische Modell Rojava darstellt, und für harte staatliche Repressionen und Willkür gegen Minderheiten, von Roth hier als "Separatisten" verunglimpft, verfasst hat.

    Dass Roth am Ende seiner Analyse noch den massiv rassistisch konnotierten Spruch vom Türken, der nur den Türken zum Freund hat bemüht, setzt dem Ganzen die Krone auf. Wer die Entstehungsgeschichte und Verwendung dieses Malmots, von einem Bonmot wollen wir nicht sprechen, kennt, weiß wie damit in der Türkei rassistische Verschwörungstheorien gegen Kurden, Armenier, Aramäer, Griechen und Juden befeuert werden!

    • @Kurmenistan News    Guten Tag. Herzlichen Dank für Ihren Kommentar, ich habe ihn aufmerksam gelesen. Erlauben Sie zwei Bemerkungen:

      1. Ich habe ziemlich ausführlich beschrieben, warum ich denke, dass die Gründung eines freien Kurdistans mir nur als suboptimal erscheint. Ich will dabei auch auf Wiederholungen verzichten. Noch nicht erwähnt hatte ich die Differenzen innerhalb der 4 Kurden-Gruppen und die Vorteile, die ein kurdisches Autonomiegebiet in einem Staatsgebiet beinhaltet. Der Zugang zum Meer bleibt erhalten, die Staatlichkeit ist immer gewährleistet und Verträge über Freundschaft und Zusammenarbeit kann man allemal abschließen. Das ganze störende Gelichter (was dort gerade Unordnung schafft) ist dann übrigens wieder weg

      2. Der Türke hat keine Freunde. Das ist weder Rassismus noch irgendein – mot. Weder bon- noch das Gegenteil. Das ist einfach eine Tatsache. Wenn man sich ansieht, mit welch böser Energie die auf die hingehaltene russische Hand gespuckt haben…. Nennen Sie mir einen Freund und ich widerrufe. Grüsse…

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