Deutscher Afghanistan-Kommandeur schließt Kampfeinsatz aus

Die Bundeswehr werde weiterhin nur beratende Funktion in Afghanistan haben und sich nicht an militärischen Operationen beteiligen, so General Hannemann. Ein Kampfeinsatz sei mit der aktuellen Truppenstärke auch gar nicht möglich.

Von Redaktion/dts

Unmittelbar vor der Abstimmung über das neue Afghanistan-Mandat im Bundestag hat der Kommandeur der internationalen Schutztruppen im Norden des Landes, Bundeswehr-General Andreas Hannemann, Kampfeinsätze deutscher Truppen ausgeschlossen. Zur "Bild" sagte Hannemann: "Wir beraten die afghanischen Streitkräfte lediglich und bereiten sie so auf ihre militärischen Aufgaben vor, begleiten sie aber nicht in militärische Operationen. Das wäre auch mit der aktuellen Truppenstärke in Afghanistan gar nicht zu stemmen."

Der weitere Einsatz der Bundeswehr sei notwendig, um die afghanischen Truppen auf komplexere militärische Operationen vorzubereiten, sagte der General. Dass die Taliban die Macht im Land an sich reißen, sei aber unwahrscheinlich. "Dafür sind sie zu zerstritten. Und es fehlen ihnen die militärischen Möglichkeiten", sagte Hannemann.

Dennoch ist es interessant, dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erst unlängst eine Verstärkung der Bundeswehr-Präsenz in Afghanistan ankündigte. Kommt so mit der Zeit vielleicht doch noch eine Anhebung der Truppenstärke auf Kampfniveau? Angesichts der zunehmenden Militarisierung Deutschlands und dem wachsenden militärischen Engagement im Ausland erscheint dies gar nicht einmal so abwegig.

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12 Kommentare

  1. Ein Kampfeinsatz sei mit der aktuellen Truppenstärke auch gar nicht möglich.

    —–

    Ist auch gut so. Was will er denn mit der durchgegenderten Stadtsoldaten Truppe dort anfangen?

    Sollen mal an die Koroantreuen rosa Wattebäuschchen verteilen und die Schwulen-Fahne hissen!

    Ich kann nur sagen; 'ein kafkaeskes Kasperle-Theater', was den doitschen Steuerzahler ne Stange Geld kostet und zum Dank schicken sie uns ihre überflüssigen Esser, den auf Krawall gebürsteten Youth-Bulge als 'Bereicherung' rüber.

        1. Stuben- und Revierreinigen? Was ist das denn? Bis zum Eintritt in die Buwe hat das Mutti erledigt. Dann Zivilbeschäftigte und angemietete Helfer. Die Truppe muß es doch nett haben und sich auf die Ausbildung am Besenstil konzentrieren können. Außerdem weiß ich nicht genau, ob mein Kenntnisstand aktuell ist. Zu meiner Zeit konnte ein Einsatzleiter keine auskunft für das Heer erteilen und für die Information der Medien gab es eine Pressestelle. Aber wie gesagt, das kann überholt sein. Und dann gibt es noch einen Joker im Spiel. der spricht englisch und hat immer Recht. Wenn der sagt: Kämpfe!  dann wird gekämpft. Also, netter Versuch Kamerad Hannemann. Geh Du voran und halt`s Maul.

  2. Das Irrenhaus wird erst dadurch perfekt, wenn deutsche Soldaten als Friedensbringer der Demokratie seit Jahren in Afghanistan eingesetzt werden und dann die Afgahnen als Flüchtlinge nach Deutschland kommen.

    Dier Erklärung für die Situation wird sicherlich politisch korrekt sein?

  3. Hat sich eigentlich der Generalstab der Bundeswehr schon mal die Frage vorgelegt, ob es nicht besser wäre, statt diverse dubiose Auslandseinsätze durchzuführen, den Bundestag incl. Regierung unter Berufung auf Art. 20, Abs. 4 GG zu vereinnahmen, zu inhaftieren und vor ein Volksgericht zu stellen? Auch Generale waren schließlich mal Rekruten und haben geschworen, „das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“.

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