Bericht: Auf Bayern entfällt ein Viertel der deutschen Rüstungsexporte

Laut Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion wurde jetzt ersichtlich, dass rund ein Viertel des Rüstungsexportes auf bayrische Unternehmen entfiel. Zwei Drittel dieser Exporte gingen in Länder außerhalb der EU und Nato, aber auch in kriegsführende Länder, so die Grünen-Abgeordnete Wagner.

Von Redaktion/dts

Bayern profitiert besonders deutlich von der Ausfuhr von Verteidigungsgütern: Vom gesamten Rüstungsexport der deutschen Industrie von vier Milliarden Euro entfiel 2014 rund ein Viertel, nämlich eine gute Milliarde Euro, auf Unternehmen mit Sitz in Bayern, teilte laut eines Berichts der "Süddeutschen Zeitung" das Bundeswirtschaftsministerium auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion mit. "Diese Exporte sind mehrfach skandalös", sagte dazu die Grünen-Abgeordnete Doris Wagner. Zwei Drittel der bayerischen Exporte gingen in sogenannte Drittstaaten, also Länder, die nicht Mitglied der EU oder der Nato sind oder diesen gleichgestellt sind.

Exporte dorthin seien problematisch, weil die Staaten häufig nicht stabil oder in Kriege verwickelt seien. Dazu komme, dass die Exporte weiter steigen. "Auch unter Minister Sigmar Gabriel haben wirtschaftliche Interessen Vorrang vor ernsthaften sicherheitspolitischen Bedenken", kritisierte Wagner, die auch im Verteidigungsausschuss des Bundestags sitzt.

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