Amnesty International erhebt gerne den Anspruch für sich, weltweit für Menschenrechte und Demokratie zu kämpfen. Allerdings irritiert diese NGO oftmals wegen Einseitigkeit und dient aktuell mehr denn je als ein Flaggschiff westlicher Propaganda. Kein Wunder also, dass dieser Verein Lügen über Russland verbreitet und somit den westlichen Lügenmedien in die Hand spielt.

Von Christian Saarländer

Wenn Amnesty International (AI) in großen Städten um Mitglieder wirbt, dann hat man oft den Eindruck, dass diese Organisation mit freiwilligen Idealisten arbeitet. An markanten Punkten in Großstädten sieht man oft plakativ aufgemachte Stände, die auf das Unrecht auf dieser Welt hinweisen. Aber hinter dieser Öffentlichkeitsarbeit stecken keine Idealisten, sondern gut bezahlte Promotoren, die ein sattes Fixum und Provision für ihre Tätigkeit erhalten.

Diese Agentur in Deutschland sucht derzeit „Dialoger“ und lockt mit einem Monatsverdienst von über 2.000 Euro. Man erwartet von den künftigen Mitarbeitern Flexibilität und Reisebereitschaft, denn man soll neue Spender im ganzen Bundesgebiet anwerben. Dabei wird moralischer Druck auf die Passanten ausgeübt, denen man das Schicksal von verschiedenen Personen und Personengruppen erzählt und auf die Wichtigkeit der Nichtregierungsorganisation hinweist.

Wichtig ist Amnesty International vor allem für die westliche Propaganda, denn es ist nicht das erste Mal, dass die Länder der Organisation Einseitigkeit vorwerfen. Der Jura-Professor Francis Boyle warf der Organisation vor, dass sie in erster Linie Propaganda betreiben. Propaganda in eigener Sache, dann würden Spendengelder und Mitglieder angeworben. Er spricht aus Erfahrung, da er jahrelang in den USA an der Spitze der Organisation stand.

Menschenrechte als Ziel sind bei AI erst ganz am Schluss angesiedelt sind. Interne Machtkämpfe dominieren den Alltag der angeblichen Menschenrechtsorganisation. Vor allem geht es darum an so viel Geld wie möglich zu kommen. Kein Wunder also, dass man für die Anwerbung von Mitgliedern auf erfahrene Promoter zurückgreift, die Erfahrung darin haben Leute auf der Straße anzusprechen und durch ein Verkaufsgespräch dem arglosen Passanten eine Mitgliedschaft aufschwatzen.

Dass Länder wie Russland oder China nicht erst seit gestern der Organisation Einseitigkeit vorwerfen, wird dabei wohl nicht erwähnt. Einseitigkeit wird der Organisation beispielsweise auch vorgeworfen, weil sie kaum etwas über die Bombenopfer in der Ostukraine brachte. Aber in Syrien will man solche dann gesehen haben. Über die aktuellen Anschuldigungen gegenüber Russland berichtete Contra-Magazin bereits.

Das renommierte kanadische Institut Global Research wirft der Organisation vor, dass sie „amerikanische Staatspropaganda“ ausübe. Dieser Artikel ist über drei Jahre alt und greift unter anderem das Thema Pussy Riot auf, für die man sich damals besonders ins Zeug legte. Wenngleich man auch die Haftbedingungen der Band als kritikwürdig erachten kann, so wurde aber bei der Kampagne um die Russische Punk-Band nur die halbe Geschichte erzählt.

Die Punkband ist inzwischen von Präsident Wladimir Putin begnadigt worden. Mehr konnte Putin nicht für die Band tun. Er hatte keinen Einfluss auf den Prozess und wenn zwei Frauen ständig wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses auffallen, so muss ein Gericht auch irgendwann mit einer Haftstrafe reagieren. Bevor Pussy Riot in der Christ-Erlöser Kathedrale ihr berühmtes „Punkgebet“ abhielten, fielen sie durch Gruppensex-Veranstaltungen in öffentlichen Gebäuden auf und führten in einem Supermarkt vor den Augen kleiner Kinder ein tiefgefrorenes Huhn vaginal ein.

In Deutschland oder Österreich müsste man wegen solchen Handlungen auch mit einer Gefängnisstrafe rechnen, wenn man wiederholt wegen solchen „politischen Aktionen“ vor Gericht stehen würde. Aber wenn man in den Medien nur die halbe Geschichte erfährt, so ist das noch nicht gelogen. Und Anschuldigungen gegenüber der russischen Politik und Justiz sind in den westlichen Leitmedien fast schon so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche.

Aber die selektive Auswahl der Menschenrechtsopfer wäre ja noch vertretbar. Manchmal erfindet dieser Organisation auch solche Opfer – wie derzeit die „tausend zivilen Opfer“ beim russischen Militäreinsatz in Syrien. Ein gefundenes Fressen für die westliche Journaille, die gerne AI als Quelle für ihre verlogene Berichterstattung heranzieht.

Dass die Organisation von einem Mitarbeiter des englischen Geheimdienstes erfunden wurde, dürfte einen nun nicht weiter wundern. Der Gründer der vorgeblichen Menschenrechtsorganisation Peter Benenson war von 1941-1945 im Bletchley Park in der Abteilung Testery eingesetzt, wo er unter anderem die deutsche Lorenz-Schlüsselmaschine dechiffrierte. Der 2005 verstorbene Rechtsanwalt gründete 1961 Amnesty International, die inzwischen weltweit 3.2 Millionen Mitglieder umfasst. Es ist einfach Mitglieder für sich zu gewinnen, wenn man sich vermeintlich für das Gute auf dieser Welt einsetzt. Menschenrechte und Demokratie sind für den Westen inzwischen Kampfbegriffe geworden.

Man zeigt gerne dabei mit dem Zeigefinger auf Russland, China oder den Iran. Ausgeklammert wird dabei oftmals, dass die USA und deren Verbündeten die Menschenrechte mit Füßen treten. CIA-Foltergefängnisse oder die willkürliche Tötung von Zivilisten durch Drohnen stehen nicht unbedingt auf der Agenda von Amnesty International.

Die Journalistin Alexa O'Brien konnte vor einem Jahr über den Fall Chelsea Manning auf Veranstaltungen sprechen. Allerdings auch erst vier Jahre nachdem der Ex-Soldat im Irak auf grausamste Art und Weise gefoltert wurde und schließlich von einem US-Gericht zu 35 Jahren Haft verurteilt wurde.

Einen ähnlichen Prozess gibt es derweil in Russland oder in China allerdings nicht. Das hält die Organisation aber sicher in Zukunft nicht ab, weiter Lügen und Halbwahrheiten über diese Länder zu verbreiten. Auch wenn die Organisation teilweise auch sinnvolle Veranstaltungen und Kampagnen betreibt, so ist diese Organisation allem Anschein nach nicht das, was uns die Promotoren auf der Straße verkaufen wollen.

16 KOMMENTARE

  1. Eine Bestätigung für mich, denn ich spende Amnesty seit über 20 jahren keinen Cent mehr. Da das oben beschriebene Verhalten mir schon damals aufgefallen ist! Dahinter stecken ganz andere Leute!

  2. "Menschenrechte und Demokratie" Darunter versteht eben jeder etwas anderes. Der Wortsinn ist bei manchen offensichtlich in Vergessenheit geraten!

    Bevor ich heute für "Organisationen" spende, informiere ich mich zunächst gründlich und muss hinterher feststellen, dass Nicht-Spenden sinnvoller ist.

    • Danke für Ihre Aufklärung. Ich habe immer gedacht, Amnesty setze sich für gewaltlose Gefangene ein. Jetzt weiß ich dank Ihrer Hilfe, was das für Leute sind. Nun erfahre ich, dass es denen nur ums Geld geht. Dass sie sich auch noch für Leute einsetzen, die der einzige lupenreine Demokrat der Welt, Wladimir Putin, ihrer gerechte Strafe zuführt, ist ja wohl der Gipfel. Dabei macht der das gar nicht, sondern die unabhängige russische Justiz. Das habe ich bis jetzt auch nicht gewusst. Vermutlich, weil ich auch der westlichen Propaganda aufgesessen bin. Ich wollte eigentlich für Amnesty spenden. Aber jetzt überlege ich mir ernsthaft, ob ich mein Geld nicht besser Ihrer Organisation spende. Denn jetzt weiß ich endlich, was die Wahrheit ist. Kämpfen Sie weiter für die Wahrheit, außer der Ihren gibt es ja keine. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir antworten und mir sagen, was ich machen soll.

    • Ja, das mach ich auch so. Bevor mein Geld der falsche kriegt, kriegt keiner was. Bei mir ist es auch besser aufgehoben.

      Herzliche Grüße

      Günter Schlierbach

  3. Amnesty hat rund um die „Flüchtlingskrise“ vehement gegen den nun an der Grenze zu Slowenien errichteten Zaun protestiert, u.a. mit dem Slogan, dass es kein „Niemandsland der Menschenrechte“ geben darf. Geht es aber um Menschenrechtsverletzungen an Einheimischen (die recht zahlreich sind, Stichwort Sachraubwalterschaft und Zwangspsychiatrie), ist man nicht zuständig oder kann nichts machen. Die einzigen Einheimischen, die Amnesty überhaupt wahrnimmt, sind Polizisten (Prügelvorwürfe) und LGBTI-Personen, das passt auch gut zur transatlantischen Agenda.

    Ein Bekannter hat Amnesty übrigens mal gefragt, wieso sie nicht auch gegen Kriege sind – ist schliesslich DIE Menschenrechtsverletzung schlechthin. Fällt aber nicht in deren Bereich – ausser, wenn es darum geht, Russland wegen Syrien anzufeinden….

  4. Da gäbe es noch Einen, der unter Vorgabe etwas Gutes zu tun, mitunter die schlimmsten Dinge vollzieht. Den Sozialstaat. Dieser erhebt seine Beiträge nicht nur, sondern macht sie unter Strafandrohung sogar zur Pflicht. Ungeheuerlich!

  5. oft folgen NATO Boben dort, wo AI Missstände anprangert. Die erlogenen Babymordgeschichte  in irakischen Hospitälern hat maßgeblich AI zu verantworten. Datraufhin bombten die Amerikaner

     

    • Traurig, traurig, wenn HS erst heute erfährt, wer AI gründete.

      Dabei steht das schon viele Jahre selbst in der Wikipedia, die ja selbst auch nicht unbedingt glaubwürdig ist.

  6. Politiker die sich ihrem Land verantwortlich fühlen und Sicherheitsinteressen wahrnehmen. räumen mit dem NGO Unwesen auf. Zum Großteil sind das Trojanische Pferde. Den Rotgrünen dienen sie, unterstützend ihrer innenpolitischen Subversionspolitik und der Meinungsdiktatur. Daher beziehen sie  auch nicht zu knapp staatliche Fördergelder. Derzeit sind sie Hauptprofiteure der Asylindustrie und einige von ihnen Initiatoren der Wanderbewegungen. Das bei uns weitverbreitete Humanitätsdenken wird schamlos ausgenützt.

    • Alles eine Soße nicht wahr: Amnestie International, Geheimdieste, Rote, Grüne .. Das erleichtert das lästige Denken und vereinfacht dann die Handlungsoption: einfach drauf, es wird schon den richtigen treffen. Ich muss Sie erinnern, dass derzeit die Grünen und die Linke die einzigen Parteien sind, die glaubhaft an einer Kontrolle der Geheimdienste arbeiten. Wenn man sich umschaut, sind sie damit am Kernproblem: Die westliche Geheimdienstlandschaft derzeit der Hauptdestabilisator am westlichen Rand der eurasischen Kontinentalplatte.

  7. Man tarnt das Böse als das Gute, damit man diejenigen, die sich gegen das getarnte Böse stellen dann als Dunkeldeutsche diffamieren kann. Amnesty hat dabei quasi die Funktion ein Gütesiegel zu verliehen wer die Guten und wer die Bösen sind. Man könnte Amnesty als das Pendant zu Greenpeace sehen, eine dubiose Organisation, die kein Wort über Chemtrails verliert, und kaum über die verheerenden Auswirkungen von Waffen mit angereichertem Uran spricht. Die Leute denken sich dann "wenn es Chemtrails gäbe, dann würde Greenpeace ja darüber berichten, wenn sie aber nicht darüber berichten, dann kann nichts dran sein an diesen Chemtrails." Und genau so werden die Leute dann manipuliert, genau das ist eben die Funktion von Greenpeace: Ein Torwächter für das ökologische Gewissen, ein vermeintliches Gütesiegel für ökologische Prioritäten. Mir wird übel, wenn ich daran denke wie viele andere angeblich moralische Organisationen in Wirklichkeit von niederträchtigen Geheimorganisationen gegründet worden sind. Gerade auch beim Kulturbetrieb, bei Musik- und Filmveranstaltungen mischen die Geheimdienste ganz massiv mit, das kann ich nach persönlicher Recherche bestätigen. Oder habt ihr in einem jener so genannten alternativen Kinos schon einmal einen Film zum Thema False Flag WTC 9-11 gesehen? Oder wie viele Musikgruppen kennt Ihr, die die Menschen mit solchen Themen konfrontieren? Eben. Die Eliten manipulieren den Geist der Masse vor allem über den kulturellen Bereich, über die Glorifizierung von Mord und Totschlag, und die Entfremdung von der eigenen Kultur.

  8. Amnesty International hat jahrelang zum Steinzeitislamismus der Taliban in Afghanistan geschwiegen, ebenso kein Wort über die in ihrer Brutalität einmalige organisierte Kriminalität tschetschenischer Banden. Man könnte die Liste weiter fortsetzen: Der Organhandel in Indien, Albanien und in vielen Regionen Lateinamerikas, die als rituelle Beschneidung verharmloste Genitalverstümmelung an kleinen Kindern (auch an Jungs)… …interessierte AI offenbar nicht. Man war ja für "politische" Gefangene tätig, wozu auch ein Herr Kaplan, der Khomeini von Köln gehörte. Als dann aber in der 89er Revolution das rumänische Volk ihren Tyrann Nicloleau Ceaucescu und seine Alte wegen ihrer Verbrechen an die Wand stellte (ich hätte die zwei nach transsylvanischer Sitte pfählen lassen), da schrie AI Zeter und Mordio! Fazit, dieser Organisation gehört der Status der Gemeinnützigkeit entzogen.

  9. @saratoga777: Conchita Wurst hat den Song Contest auch nicht wegen des schönen Liedes gewonnen! Die Krake "Manipulation" hat bereits sämtliche Bereiche der Öffentlichkeit erfaßt.

  10. Bin inzwischen über 40 Jahre für Ai aktiv aber einen derartigen Unsinn wie er von euch beschrieben wird ist mir noch nie begegnet obscvhon ich in verschiedenen Städten Deutschlands und im Ausland für Ai im Einsatz war . Vielmehr hat man uns früher immer vorgeworfen die Vorhut des Kommunismusses zu sein wenn wir uns gegen Zustände gewandt haben die von rechten Despoten ausgingen.

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