Werbung: Die Gehirnbratmaschine

Fernsehen, so wie es die älteren Semester von uns kennen, wird es nicht mehr lange geben, wird schon seit geraumer Zeit orakelt. Streaming-Dienste würden dem in die Jahre gekommenen Medium den Rang ablaufen, vor allem deshalb, weil sie viel schneller auf individuelle Wünsche des Publikums eingehen können. Doch gibt es da nicht noch andere Gründe?

Von Marcello Dallapiccola

Aufgrund der „Qualität“ des Angebots verzichtet man ohnedies schon weitgehend darauf, die Kiste überhaupt einzuschalten. Fade Kochsendungen, dümmliche Ami-Sitcoms, Castingshows für jeden erdenklichen Unsinn, noch dümmlichere Ami-Serien und dazwischen immer wieder Desinformationskampagnen, die sich auch noch erfrechen, sich selbst als „Nachrichten“ zu bezeichnen – von Qualität kann im Fernsehen wirklich nur dann die Rede sein, wenn man man die Wurzel dieses Wortes von „Qual“ herleitet.

GLEICH GEHTS WEITER!

Manchmal wird man dennoch schwach, schaltet das Hauptabendprogramm ein – und wird nach spätestens einer Viertelstunde eines Besseren belehrt.
Das Programm wird ausgeblendet, ein Countdown erscheint, fröhlich tanzende und mit jeder Menge grafischen Effekten ausgestattete Buchstaben tanzen über den Bildschirm und verkünden: „WERBUNG“. Schnitt. GLEICH GEHTS WEITER! – heißt es dann, während eine blonde Schönheit mit elfenbeinweißen Zähnen in einen Schokoriegel beißt. Schnitt. Ausschnitte aus einer Spielshow des Senders werden gezeigt, lachende Menschen, die irgendwelche Spielchen miteinander treiben, die wir alle noch von unseren Kindergeburtstagspartys kennen. Ein Sprecher schwadroniert mit salbungsvoller Stimme dazu und verwendet dabei praktisch nur Superlative. Schnitt. Noch einmal: WERBUNG wird angezeigt, dazu eine Kennmelodie gespielt, die beim erfahrenen TV-Konsumenten einen Pavlov'schen Reflex auslöst, meist ein frustriertes Seufzen. Denn er weiß: Aha, jetzt wird mein armes Gehirn die nächsten zehn Minuten mit Gülle wie aus einem Hochdruckschlauch beschossen.

Die wahre Bedeutung von Shitstorm

Dann geht’s erst richtig los: Weihnachten steht vor der Tür! Mit den üblichen Klischees, Schnee, leuchtende Kinderaugen, undsoweiter. Schnitt. Ein Smartphone für Null Euro – man muss es nur beim XY kaufen. Schnitt. Ein Schuh wird eingeblendet, eine Frauenstimme flüstert einen Firmennamen. Schnitt. Teetrinken ist eine tolle Sache, suggeriert der nächste Spot. Denn schöne Menschen in urwüchsigen Landschaften trinken den Tee von der Firma YZ. Schnitt. Wieder ein Schuh, wieder das Geflüster. Nennt sich wohl Kampagne. Schnitt. Eine Versicherung verspricht Sicherheit – da staut der Laie! Ein Leben lang, treu zur Seite, tralala. Schnitt. Schon wieder dieser verdammte Schuh! Zum dritten Mal, und immer ein Frauenschuh. Haben sich wohl in der Zielgruppe vertan. Schnitt. Das mit der Zielgruppe bestätigt sich im nächsten Filmchen: Weiberkram, der einen auch „an gewissen Tagen“ fröhlich umherhüpfen lässt, wie es das Mannequin auch gleich vormacht. Schnitt. Süßzeug für Kinder – weil wir eh noch viel zu wenig übergewichtige und vom vielen Zucker verstörte und kranke Kinder haben. Schnitt. Doch der nächste Spot ist wirklich lustig, lädt zu einem zynischen Grinser ein: Eine Bank wirbt um Vertrauen! Ist das nicht niedlich? – Zu spät ihr Bastarde, ihr habt längst jeden Kredit verpielt! Schnitt.

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Fertig sind wir erst, wenn ihr Gehirn gebraten ist!

Ein neuer Klamotten-Versand im Internetz keilt nach Kundschaft. Natürlich sind sie die hippsten und coolsten, schon allein deshalb sollte man bei ihnen bestellen. Ob das die Näherinnen in Bangladesch genauso sehen? Schnitt. Eine Frau schampooniert sich ihre langen blonden Locken und faselt was von mild und gegen Schuppen. Igitt. Schnitt. Lose! Lose soll man sich kaufen, dann wird man ganz schnell ganz reich! Schnitt. Dann geht’s um Immobilien – auch so ein Segment, wo krawattisierte Dummschwätzer sich verbiegen wie chinesische Schlangenmenschen, um sowas wie Seriösität zu heucheln. Schnitt. Als nächstes wirbt ein Dating-Portal damit, dass sich bei ihnen garantiert auch für mich der passende Partner findet. Ich schlucke durch; die Frau würde mir wahrscheinlich die Haut in Fetzen vom Leib reißen, wenn ich mich auf solchen Plattformen herumtriebe. Schnitt. Ein Möbelhaus beteuert, wie super und praktisch ihr Montageservice doch sei. Schnitt. Im nächsten Spot geht’s um Tabletten für kranke Geschirrspüler, soweit ich das verstehe … Schnitt. Frühstücksflocken heißen auf Neusprech „Cerealien“; ein Konzern, der uns allen das Wasser abspenstig machen will, wirbt mit fröhlich lachenden Kindern am Frühstückstisch. Das erzeugt eine gewisse Übelkeit beim mündigen Bürger. Schnitt. Jetzt wirbt ein Versandhändler, der weltweit immer wieder wegen seiner hundsmiserablen Arbeitsbedingungen Negativ-Schlagzeilen macht, mit seinem Premium-Angebot. Einmal zahlen für lebenslange Abhängigkeit – ist das nicht ein tolles Angebot? Schnitt. Noch eine Versicherung. Seufz. Schnitt. Schmink-Kram, obwohl der Karneval noch so weit hin ist? – Achso, Kriegsbemalung für Frauen. Schnitt. Lotto soll man spielen, aha. Megajackpot, wirste reich. Musst dabeisein. Schnitt.

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Licht am Ende des Tunnels

Dann flimmern Ausschnitte aus einer Kindersendung über den Bildschirm. Jemand, den ich nicht kenne, der aber trotzdem berühmt zu sein scheint, präsentiert dieses „TV-Event“, was der Sprecher mit einer Mischung aus Euphorie und Dramatik herausnudelt.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt weiß der Zuschauer, dass er es jetzt fast geschafft hat. Jetzt wirbt der Sender noch für den ganzen Mist, den er in nächster Zeit auszustrahlen und permanent mit Werbung zu unterbrechen gedenkt, und dann geht’s endlich weiter. Aber zuerst noch …
Schnitt. Es folgt ein Teaser für einen Film, dessen Titel allein schon verrät, dass es sich um nichts anderes als ausgemachten Schwachsinn handeln kann. Der Sprecher mit der Brummelbärstimme labert ewig herum, um die Dramatik der gezeigten Actionszenen hervorzuheben. Schnitt. Noch ein Teaser, diesmal für eine Serie. Aus den USA natürlich, und wie alle Produktionen von dort scheint sie sich vor allem durch jede Menge Explosionen und eine im besten Fall vernachlässigbare Geschichte auszuzeichnen. Nach dem diesem Volk eigenen Motto: Wurscht warum, Hauptsache es knallt ordentlich! Schnitt. Noch eine Filmankündigung. Schnitt. Noch ein Serien-Teaser. Schnitt. Die hübsche Frau mit den schönen Zähnen wird wieder eingeblendet, steckt sich erneut einen Schokoriegel in den Mund. Wie die wohl so schlank bleiben kann bei dieser Diät? „JETZT GEHTS WEITER!“ wird eingeblendet, in der Ecke läuft ein Countdown, während die Frau genussvoll ihren Riegel mampft.

SCHNITT!

Nachdem man all das überstanden hat, läuft dann wieder für eine knappe Viertelstunde das Programm, das man eigentlich sehen wollte – bevor die nächste Welle des Gülle-Ozeans über einen hereinschwappt. Wenn man jetzt bedenkt, dass man in Deutschland und Österreich auch noch Gebühren zahlen muss, um sich täglich mit diesem Mist zu bombardieren zu lassen, verwundert es einen nicht dass die Zuschauer in Scharen zu Alternativangeboten abwandern. Auf lange Sicht jedoch führt dieser Weg in eine Mehr-Klassen-Gesellschaft: Mit der Zeit wird sich die Werbung auch in den Streaming-Diensten ausbreiten, genauso geschwürartig, wie sie das schon bei Videos im Internet gemacht hat. Diese Dienste werden dann für einen gewissen Obolus auch werbefreie Angebote anbieten – und wer sich die nicht leisten kann, muss halt weiterhin damit leben, ein Drittel seiner Zeit vor dem Fernseher mit ungewollten, nervenzerfetzend bekloppten Reklamefilmchen zwangsbeglückt zu werden.
Dass die verschwindend geringe Gegenbewegung, nämlich Menschen, die bewusst auf einen Fernseher verzichten, in absehbarer Zeit regen Zulauf erhält, muss wohl leider ausgeschlossen werden.

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19 Kommentare

  1. Der Artikel spricht mir wahrlich aus der Seele, danke
    Schaue selber seit knapp über fünf Jahren kein TV mehr…einer der besten Entscheidungen in meinem Leben

    Ein bis zweimal mal im Monat bin ich bei der Cousine meines Vaters zu Besuch, dort läuft die Glotze non-stop. Das einzige was da ‚unterhaltsam‘ ist sind diese lächerlichen gescripteten Shows auf RTL…hauptsächlich weil diese ungewollt lustig sind beim Versuch authentisch rüberzukommen

  2. Werbespots sind grundsätzlich so gestaltet, daß sie auch in Schwarzafrika mit seinem durchschnittlichen IQ von 65/75 faszinierend wirken. Kurz: eine einzige Beleidigung.
    Interessanter sind da schon die Botschaften der großen internationalen Nachrichtensender wie BBC oder CNN.
    Die wenden sich eher an die globale Mittel- und Oberschicht, also an potentielle Multiplikatoren.
    Oder sowas wie Disney Channel, mit dem immer wiederkehrenden „I am a princess“ und ähnlichen Slogans.
    Mein, gewöhnlich ohne Ton im Hintergrund laufendes, Lieblingsprogramm ist das von NHK International aus Japan. Keine Moslems, keine Schwarzen, viele Dokus über das Land.
    Allein dafür lohnt sich das Internet.

    1.  … Schwarzafrika mit seinem durchschnittlichen IQ von 65/75…

      kompt leicht überheblich rüber. Der IQ ist, wenn er fair gemacht wäre, wissensunabhängig. Und dass in Afrika die Landesbeglücker nicht viel Geld für die Bildung ihrer Schafe übrig haben ist auch klar. Immerhin muss man sich die zusammengeraubten Blüten mit der IF-Mafia noch teilen. Die gebräunten Massen sind schlicht Opfer von Dumhaltungsterroristen. Ein Schicksal was man auch langsam in Kerneuropa erkennen kann.

  3. Also, geschätzter Autor. Wenn das Ihr aktueller Stand in der Beschäftigung mit dem Fernsehen ist… ich erlaube mir folgende Verbesserungsvorschläge zu machen. Kaufen Sie sich bei ebay einen Festplattenreceiver für einen ganz schmalen Schilling und lösen Sie sich von unvorbereitetem Konsum. Sie investieren täglich 5-10 Minuten (so lang brauche ich für meine knapp 70 Sender, gehen Sie über den EPG und speichern Sie was Sie interessiert. Dann sind Sie zeitlich unabhängig und können Werbung überspringen. Das Fernsehprogramm ist immer noch – wenn man selektiv vorgeht – informativ und interessant. 3 bis 5 Sendungen findet man jeden Tag. Aber ich gebe es zu: Nicht bei ARD und ZDF. Und meinen Lieblingssender RT möchte ich auch nicht missen.

    1. Danke für die Tipps, Herr Roth.
      Aber ich beabsichtige eher, mich in absehbarer Zeit gänzlich von der Flimmerkiste zu trennen. Habe schon mal 3 Jahre ohne gelebt und fand das eigentlich sehr angenehm 🙂

      1. @M.D.  …    eigentlich?  Ich erinnere mich an Zeiten als es kein Fernsehen gab. Das hat man erst später als bedauerlich empfunden. Dann gab es den Deutschen fernsehfunk. Mit 25 min werbung wöchentlich. Sonnabend 19:00 Uhr. Und mit netten Zeichentrickfilmen wie Artur der Engel. Das Programm fand ich zu blöd, um dafür meine Jugend zu verschwenden. Dann kamen die Mainzelmännchen dazu, die dritten Programme und dann das Ende. SAT1 und RTL begannen solche Sendungen wie Tutti Frutti auszustrahlen. Und trotzdem verlor das Fernsehen erst nach dem Fall der Mauer und dem Ende des Sozialismus vollkommen jede Hemmung. Die Politikmagazine wurden runtergefahren, es begann die Zeit der Talkshows und das Kaufanreize setzen. Übrigens ich hatte auch jahrelang das Vergnügen, dass erste Programm der Sowjetunion genießen zu dürfen. Mit der Nationalhymne um Mitterrnacht war Feierabend und zu bewerben gab`s auch nichts richtiges. Aber ganz ohne…  Wenn Sie damit gute Erfahrungen haben. Für mich gehört das selektive Fernsehen immer noch dazu. Es gibt immer noch tolle Kultur von den Salzburger Festspielen bis zu Konzerten der Berliner Philharmoniker,  es gibt sehr informative Sendungen z.B. bei arte usw. Darauf möchte ich nicht verzichten. Den lästigen Rest blende ich mit Technik aus.

        1. arte, das österreichische 3sat, hin und wieder mal. 

          vor rund 10 jahren vllt. sogar noch vox. 

          aber die anzahl qualitativer sendungen nimmt m.E. rapide ab. 

          und die zukunft birgt  – alles andere als einen richtungswechsel. 

          insofern scheint mir die idee, die flimmerkiste "in (durchaus!) absehbarer zeit" ganz abzuschaffen eine gar nicht mal so unvernünftige zu sein – auch wenn journalisten m.E. irgendwie doch im bilde darüber sein sollten, wie die "restmedien" auf potenzielle leser einwirken. 

  4. @Marcello Dallapiccola
    (und die 99,9% anderen, die das jetzt lesen).

    Wer hat denn das Fernsehen angeschafft, über dass Sie sich jetzt so atemberaubend theatralisch beschweren?

    Wer zwingt jemanden, etwas zu essen, über das er/sie sich hinterher (regelmäßig) beschwert? Tut mir leid, aber da kann ich nur mit dem Kopf schütteltn..oder besser: den Kopf vor die Wand schlagen.

    Trotzdem danke für die Vorführung. Jetzt weiß ich auch, um welche Floh- und Läusewüste ich seit Jahrzehnten eine Bogen mache, anstatt immer wieder neu durchzufahren

    1. das mit dem essen kann ich ihnen beantworten: zu einem geringfügigen teil die gemeinschaftsnormen der eu, grösstenteils aber niemand geringeres als die brd. es gibt dort schlicht und ergreifend keine (vor allen dingen für die graue masse zwischen den ohren) gesunden lebensmittel – weder im supermarkt, noch im reformhaus, noch beim biobauern. selbst wenn wir uns auf auf in mitteleuropa unter natürlichen bedingungen wachsenden äpfel und kartoffeln beschränken, machen die aus der brd mehr hirn und geist kaputt als die aus fr oder pl. 

      und nein – ich habe keine belege und keine analysen. ich weiss noch nicht mal, womit, mit welchem nichtfeststellbaren mitteln das brd-food angereichert wird. aber ich weiss, dass es so ist. 

  5. Und das Netz macht intelligent? Warum sitzen wir dann Oberlippe Unterkante in der Sch****? Jeder Bundesbürger ist mindestens 1 mal Opfer eines Inernetbetrugs geworden.

    Über das Fernsehen ist alles gesagt worden von Marschall McLuhan. Über die Multimediamaschine bisher zu wenig. Gibt es eine Website, die für die Abschaffung des Internets wirbt? Wo ist sie?

    Wie glaubwürdig sind die Infos aus dem Netz? Sind die User überhaupt in der Lage, einen Glaubwürdigkeitstest anzufertigen?

    Wir glauben das, was uns schöner macht und hassen das, was unsere Meinung kritisiert. Wer diesen Satz kritisiert, sollte nach Adam Riese in der Entwicklung stehen geblieben sein?

    Der einzige Spaß am Netz ist, das Netz zu kritisieren, und sonst gar nichts.

  6. Also, ich habe schon ein Fernseher, aber keine Antenne; nur ein Leerrohr vom Wohnzimmer bis zum Dach. Die Schüssel liegt noch originalverpackt auf dem Dachboden, die LNB in der Schublade und der Empfänger im Laden.

    Darum geht es aber nicht, das Dumm-Denglisch haben Sie vergessen zu erwähnen, neulich bei der Schwiegermutter lief eine ziemlich schrille Sendung im Fernseher (die macht eh nichts anderes) und zur meiner Verwunderung müsste ich feststellen, dass ich das meiste nicht verstanden habe.

    Ich habe Ihren Aufsatz gern gelesen. Übrigens, teaser bedeutet wahrscheinlich so viel wie Vorschau, oder?

  7. Solange die Welt nicht untergegangen ist, verhalten wir uns so, als ob sie sich dreht.

    Sprechen wir mal über den Energieverbrauch des Internets. Im Jahre 2000 hat das Fraunhofer Institut und im Jahre 2008 die TU Dresden den Energieverbrauch des Internets an den Knotenpunkten gemessen. Beide kamen zu dem Schluß, daß der Energieverbrauch exponentiell steigt. In vielleicht 5 bis 10 Jahren sollte nach diesen Studien der Energieverbrauch des Internets genauso hoch sein wie der Energieverbrauch der gesamten Menschheit 2008.

    Das Internet war jahrelang ein Wachstumsmotor. Es beschleunigte die Philosophie des Schmeis weg, kauf neu. Dabei bedarf die Herstellung eines PCs die Energie aus Öl seines 6fachen Gewichts.
    Und die Seltenen Erden, die die Herstellung des PCs erst möglich machen, sind eine schmale Ressource.
    „Der Abbau von Seltenen Erden erfolgt über Säuren, mit denen die Metalle aus den Bohrlöchern gewaschen werden. Der dabei vergiftete Schlamm bleibt zurück. Überdies fallen große Mengen an Rückständen an, die giftige Abfälle enthalten (Thorium, Uran, Schwermetalle, Säuren, Fluoride). Der Schlamm wird in künstlichen Teichen gelagert, die insbesondere in China aufgrund fehlender Umweltauflagen keinesfalls sicher sind. Neben dieser Gefahr für das Grundwasser besteht ein permanentes Risiko für das Austreten von Radioaktivität, da viele Seltene Erden radioaktive Substanzen enthalten.“ wikedia

    Schon in den 30er Jahren haben Untersuchungen gezeigt, daß die Mittelwellenstrahlung gesundheitsschädlich ist. Heute werden wir mit hochfrequenter und zumeist gepulster Strahlung regelrecht zersiebt.
    Anfang der Handy-Zeit standen die Fernsehstationen noch auf dem Standpunkt, die Nutzung des Handys mache krank und könne Krebs verursachen. Eine Reihe Studien haben auch gezeigt, daß Hirntumoren meist auf der Seite auftreten, auf der schnurlos telefoniert wird.

    Auch der PC strahlt über die hochfrequente Taktung der Prozessoren. Viele legen sich die Smartversion gerne auf die Beine.

    Was soll ich sagen? Zum Glück sind die Netznutzer objektiv und filtern die Wahrheit heraus?

    Das Internet wird angebetet. Die Technik wird angebetet, just wie von Aldoux Huxley in „Schöne neue Welt beschrieben“.

  8. Ich arbeite seit Jahrzehnten in der Werbebranche. Für kleinere Unternehmen, die im Käseblättchen annoncieren, mag es tatsächlich zutreffen, dass sie mit möglichst geringem Geldaufwand möglichst viele Kunden gewinnen möchten (echte Werbung). Und weil Werbeplatz in einer Zeitung extrem teuer ist, versucht man es mit emotionaler Werbung statt mit langatmiger Überzeugungstätigkeit (viele Worte kosten viel Geld).

    Aber jene Werbung, die ab etwa 100.000 € pro Seite in Illustrierten in 50 Wochen pro Jahr geschaltet wird oder jene, die zu 300.000 € pro Minute tausendemal im zwangsfinanzierten Staatspropagandafunk gezeigt wird spielt in einer anderen Liga. Hier kommt oft überhaupt nicht darauf an, Kunden zu gewinnen. Viele dieser abermillionenschweren Werbefeldzüge dienen ausschließlich dazu, die Zeitung auf politischem Kurs zu halten. Wenn z.B. eine Illustrierte politisch nicht so will wie der Multimilliardär im Hintergrund, werden einfach diese an sich sinnlosen Annoncen eingestellt und das Blatt geht pleite. Kurz gesagt: bei vielen hochpreisigen Werbefeldzügen handelt es sich um eine verkappte, legale Bestechungszahlung. Ob das Parfum xy usw. gekauft wird, ist dem Auftraggeber absolut egal.

    1. nö….

      die ham den markt doch schon aufgeteilt, du würdest nicht glauben wieviel zeitungen unter welchen gruppen mit welchen interessen vereingt sind.

      alles medienkonglomerate

  9. Habe schon seit jahren keine Werbung gesehen. Privat sender schaue ich seit 2008 nicht mehr.
    ORF auch nur noch wenn Österreich spielt.
    Ich schaue mir trotzdem alles was ich sehen will über den ernseher. Am Laptop will ich mir nichts anschauen.

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