Chinesische U-Boote mit YJ-18 Überschall-Raketen an Bord im Südchinesischen Meer sorgen im Pentagon für Unruhe. Das Risiko einer Konfrontation zwischen den USA und China wachse, so ein Bericht an den US-Kongress.

Von Marco Maier

Ein Bericht der US-China Economic and Security Review Commission hebt die Gefahr hervor, die von den YJ-18-Raketen ausgeht, welche sich auf den U-Booten der chinesischen Marine im Südchinesischen Meer befinden. Demnach würde das Risiko einer Konfrontation der Marinestreitkräfte der USA und Chinas wachsen, wie es in dem Bericht an den US-Kongress weiter heißt. Dies berichtet der US-Nachrichtendienst Bloomberg.

Der Einsatz der chinesischen YJ-18-Raketen könnten "ernsthafte Auswirkungen auf die Schiffe der US-Marine haben" sich im Falle eines Konflikts "frei im Westpazifik zu bewegen", so die Kommission in ihrem Bericht. Larry Wortzel, der Vorsitzende der Kommission sagte: "Die Überschallgeschwindigkeit macht es schwieriger, sie mit den Bordkanonen zu treffen." Auch sie mit dem Radar zu erfassen sei deutlich schwerer. Denn die YJ-18-Raketen fliegen mit rund 965km/h nur ein paar Meter über dem Meeresspiegel und schlagen in das Ziel ein, bevor man sie überhaupt hört.

Die Verteidigungsminister diverse südostasiatischen Länder warnten vor der Gefahr einer wachsenden Unordnung unter Wasser und davor, dass die US-Manöver China in den umstrittenen Gewässern herausfordern könnten. Indessen bekräftigte US-Verteidigungsminister Ashton Carter letzte Woche, dass die Vereinigten Staaten weiterhin Operationen im Südchinesischen Meer durchführen würden. "Wir werden wann immer wir wollen und es unsere Operationen erfordern, überall dort wo es das internationale Recht erlaubt, fliegen, segeln und operieren", so Carter am vergangenen Dienstag vor einem Senatsausschuss.

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16 thoughts on “Washingtons Angst vor chinesischen U-Boot-Raketen”

  1. Die Yingji-18 (YJ-18 auch Adler/Hawk-18) ist eine moderne (seit 2013) Anti-Schiffs-Rakete, die speziell dafür entwickelt wurde, gegen Zerstörer/oder Äquivalente der US-Marine eingesetzt zu werden, die mit Aegis ausgerüstet sind. Start ist über oder unter Wasser möglich. Über die Details des Steuerungskopfes ist zu wenig bekannt. Besonderheiten:
    – Vorlage war die russische 3M54E (Kalibr-Familie)
    – hohe Manövrierfähigkeit bis Belastungsfaktor 10 g
    – 300 kg hochexplosiver Gefechtskopf
    – Reichweite bis zu 500 Km
    – Reisegeschwindigkeit Mach 0,8 bei Reserve für 40 km von Mach 3,0 zum manövrieren
    – Kaum wahrnehmbar durch das Radar, weil der Querschnitt von vorn unter einem halben Quadratmeter ist und die Rakete wenige Meter über der Wasseroberfläche fliegt
    Vor diesen Raketen sollten die Amis Respekt haben. Die sind fast unsichtbar in der Annäherung und durch Schnellfeuer nicht erreichbar. Ein Treffer schaltet den Gegner auf schwer beschädigt. Danach ist Versenken nur noch eine Fleißaufgabe. Sollten die Amis jetzt noch mal dort kreuzen wird es aber auch nicht spannender. Drohungen werden wieder folgen, schließlich könnten Handlungen die guten chinesisch-amerikanischen Geschäfte stören.

    1. Naja, die AEGIS-Elektronik wird den Besatzungen der US-Zerstörer sowieso nicht mehr soviel Vertrauen abringen. Im Gegensatz zu dem Fall im Schwarzen Meer dürfte es nach dem Ausfall der Bordcomputer im Südchinesichen Meer jedoch nicht mit einer niedlichen Umkreisung eines chinesischen Flugzeugs getan sein, sondern erst werden ein paar laute Schläge zu hören sein, und dann haben die Yankees das Vergnügen, der Öffentlichkeit den ersten Unterwasserflugzeugträger der Welt präsentieren zu dürfen.

      Wenn Chinesen und Russen gegen die USA zusammen halten – und wieso sollten sie das nicht tun – dann könnte dieses Szenario durchaus morgen schon eingetroffen sein.

  2. „Wir werden wann immer wir wollen und es unsere Operationen erfordern, überall dort wo es das internationale Recht erlaubt …

    …furzen, saufen und onanieren“

    Die US-Eliten sind Meister.
    Meister im Bäume und Sträucher ausreißen

    2015 haben wir das Können dieser Großmäuler erlebt: Syrien, Afghanistan. Kinder, Schwächere, Unterlegene und vor allem Krankenhauspatienten vernichten sie mit links und ohne jeden Gewissenskonflikt. Doch wenn der transatlantische Köter einem gleichgroßen gegenüber steht, nässt er sich ein und verlässt fluchtartig das Feld.

      1. Vielleicht aus demselben Grund, wie die Deutschen die besten Freunde der Amerikaner sind. Jedenfalls auf politischer Ebene. Gehe mal davon aus, dass die Vietnamesen auch eine Marionettenregierung haben, und sich auch dort so eine Art Gauck von Ast zu Ast schwingt.

  3. Tja ihr Amis. Wenn man überall auf der Welt vor der Haustüre der Nationen provoziert, muß man auch mal Angst bekommen! Ihr Cowboys, geht doch Heim in die Wüste von Texas und schießt dort mit euren Colts auf Dosen.

  4. "Wir werden wann immer wir wollen…..wenn es das internationale Recht erlaubt." Und das internationale Recht verkörpern wir , hätte der Großkotz noch zufügen können. – Eine gleichzeitige militärische Auseinandersetzung mit Russland und China wäre fü den "Weltsheriff" ein nicht zu bewältigendes Abenteuer. 

  5. Die technologische Entwicklung der elektronischen Abwehr hat Russland auf eine neue Ebene gehoben.
    siehe:

    http://www.politaia.org/terror/richag-av-system-us-imperialismusnato-am-ende/

    Offenkundig hat die NATO z.Zt. keine Gegenwehr. Alle 5 Flugzeugtraeger sind aus den „Golf“ Staaten abgezogen. Warum wohl?

    Wenn diese Technologie wirklich Real ist, dann ist nachvollziehbar, dass in einem Durchmesser die gegnerische elektronische Abwehr erblindet. Installiert, zu Lande,zu Wasser in der Luft. Das gegnerische Radar kann die Objekte nicht erfassen. Das identifizieren von Interkontinental Raketen mittels Radar, und jegliche andere elektronische Information ist erblindet.
    Ich moechte jetzt kein General im Pentagon sein, mit dem Wissen, dass deren Militaer impotent ist. Nunmehr heisst es nur noch, gute Miene zum boesen Spiel machen, und nach Moeglichkeit ohne „Gesichtsverlust“ den Rueckzug antreten.

  6. „Wir werden wann immer wir wollen und es unsere Operationen erfordern, überall dort wo es das internationale Recht erlaubt, fliegen, segeln und operieren“, so Carter am vergangenen Dienstag vor einem Senatsausschuss. – Kein Ding. Das Recht haben aber ALLE ANDEREN AUCH!

  7. Wenn China doch nur den Mut hätte, eines dieser US Verbrecherschiffe, zu versenken. Diese US Verbrecher können keinen großen Krieg mehr führen

  8. Wie hieß das letzte Buch des von mir hochverehrten Autors Peter Scholl-Latour noch gleich?

    Ach ja, „Der Fluch der bösen Tat“.

    Ich bin gespannt wie sich die USA schlagen werden.

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