In diesem Jahr wurden laut Amnesty International bereits 151 Menschen in Saudi-Arabien hingerichtet. Das ist die höchste Zahl während der letzten 20 Jahre. Stark davon betroffen sind Ausländer, denen man einen fairen Prozess verweigert. Da passt es gut, dass das Land den Vorsitz beim UN-Menschenrechtsrat inne hat.

Von Marco Maier

Die Menschenrechtsgruppe Amnesty International berichtete, dass die Saudis dabei sind einen neuen Rekord in Sachen Exekutionen aufzustellen. Wurden im gesamten vergangenen Jahr noch 90 Menschen von den staatlichen Behörden hingerichtet, so waren es in diesem Jahr bereits 151 – und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Das letzte Jahr in dem im wahhabitischen Königreich über 150 Menschen hingerichtet wurden, war das Jahr 1995.

"Die saudi-arabischen Behörden scheinen fest entschlossen zu sein, die blutige Hinrichtungsorgie die bislang zu 151 getöteten Menschen führte, in diesem Jahr fortzuführen," sagte James Lynch, der stellvertretende Direktor von Amnesty International fpr den Nahen Osten und Nordafrika.

In der Stellungnahme wurde zudem angemerkt, dass fast die Hälfte der Hinrichtungen nicht die Schwelle der "schwersten Verbrechen" überschritt, für die die Todesstrafe nach dem Gesetz der internationalen Menschenrechte verhängt werden darf. "Unter den Normen der internationalen Menschenrechte sind die schwersten Verbrechen jene, die eine vorsätzliche Tötung beinhalten", heißt es in dem Bericht weiter. Gemäß dem saudi-arabischen Recht werden Apostasie (Abfall vom Glauben), bewaffneter Raub, Drogenhandel, Vergewaltigung und Mord mit der Todesstrafe geahndet, die zumeist mit der Enthauptung durch das Schwert durchgeführt werden.

Nach Angaben von Amnesty International befanden sich unter den Hingerichteten auch 71 Bürger anderer Länder. "Ausländische Staatsangehörige, zumeist Wanderarbeiter aus Entwicklungsländern, sind besonders gefährdet", so der Bericht. Grund dafür seien oftmals auch die fehlenden Arabisch-Kenntnisse dieser Menschen und die Verweigerung von adäquaten Übersetzungen während ihrer Verhandlungen.

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Angesichts solcher Zahlen wirkt es noch grotesker, dass der Botschafter Saudi-Arabiens in Genf, Faisal bin Hassan Trad, der neue Vorsitzende eines fünfköpfigen Gremiums im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen ist.

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4 thoughts on “Todesstrafe: Saudi-Arabien mit neuem Exekutionsrekord”

  1. Nette und moralische Vorzeigefreunde hat der Westen da! Sag mir, mit wem Du gehst, und ich sage Dir, wer Dich begleitet! Wer sich mit diesen dämonischen Moralaosteln ins Bett legt, ist nicht besser!

  2. Angesichts solcher Zahlen wirkt es noch grotesker, dass der Botschafter Saudi-Arabiens in Genf, Faisal bin Hassan Trad, der neue Vorsitzende eines fünfköpfigen Gremiums im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen ist.
    ——–

    Nein, das ist ja nicht grotesk, sondern eine Farce und konsequent. Der von US-rael dominierte ‚Menschenrechsrat‘ dient nur einem: Der gnadenlosen Unterdrückung der weißen Rasse.

    Im übrigen sollten wir uns immer vor Augen halten, dass das saudische Usurpaten-Regime jüdische Wurzeln hat und der Gründer der ultra-radikalen ‚islamischen‘ Sekte, Muhammed ibn Abd Al-Wahabauch gleichfalls.

    Guckst Du hier:

    Aufschlussreiche Abstammung von Saudis und Wahabiten

    http://abundanthope.net/pages/German_49/Aufschlussreiche-Abstammung-von-Saudis-und-Wahabiten_printer.shtml

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