Medienberichten zufolge erhielten die Justizbehörden in Gera zwei Briefe einer Gruppierung namens "RAF 4.0", in denen die Ermordung von 40 Staatsbediensteten angekündigt wurden. Auch die AfD soll so ein Schreiben erhalten haben. Nun herrscht höchste Alarmstufe.

Von Marco Maier

Laut einem Bericht der "Ostthüringer Zeitung" erhielten das Landgericht und die Staatsanwaltschaft in Gera jeweils einen Drohbrief einer Gruppierung die sich "RAF 4.0" nennt. Darin wird die Ermordung von zehn Richtern, zehn Staatsanwälten, zehn Polizisten, zehn Politikern und des Präsidenten des Landgerichts Gera angekündigt. Das Justizzentrum Gera erklärte daraufhin die höchste Alarmstufe. Das LKA soll wegen der anonymen Schreiben eine Gefährdungsanalyse erstellt haben.

Indessen berichtete der MDR unter Berufung auf den stellvertretenden Chef der Staatsanwaltschaft Gera, Steffen Flieger, von insgesamt drei Briefen. Der erste dieser Briefe sei bereits Ende vergangener Woche eingegangen. Ein weiterer Brief habe inzwischen auch die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag erreicht. Als Grund für die angekündigten Taten wird laut OTZ das Versagen der Behörden bei den Ermittlungen im Zusammenhang mit der rechtextremistischen Terrorzelle NSU genannt.

Erst am Mittwoch jährte sich das Auffliegen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) zum vierten Male. Dabei stellte sich im Laufe der Ermittlungen und des Prozesses heraus, dass auch die Behörden – darunter der Verfassungsschutz – in die ganze Angelegenheit involviert waren. Angesichts dieser Entwicklungen könnten nun einige Personen aus dem linksextremen Spektrum mit diesen Briefen versuchen, diese Affäre wieder stärker in den medialen Vordergrund zu rücken.

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7 thoughts on “Thüringen: „RAF 4.0“ droht mit 41 Morden”

  1. tja, während die begnadigungsgesuche bzw. die anträge auf vorzeitige entlassung der RAF-leute abgewiesen werden, stellt sich heraus, dass in die rechte szene niemand geringeres als der verfassungssch(m)utz verwickelt ist – irgendwie kann man den unmut derjenigen, die da drohen ja doch schon nachvollziehen, oder?

  2. Bei der RAF 4.0 dürfte es sich mal wieder um eine sog. 'false flag action' des VS handeln, um von Pannen und Pleiten im 'false flag' NSU-Prozess abzulenken.

    Schönen Gruß an die Geheimen-Eichkater, die Lakaien des Finanz-Imperialismus!

  3. Im Endstadium multitoxikoman durchgekokste, humanoide Mutationen der ANTIdeutschen FAschisten(TM) oder die letzten „Aufrechten“ des Verfassungsschutzes, die den eigenen Saustall auszumisten versuchen. Fällt wem etwas Plausibeleres ein?

  4. Diese ganze Affäre um die Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ hat sich ja zu einer wahren Staatsaffäre entwickelt. Ohne in die Einzelheiten zu gehen. Das Tätertrio hatte Kontakte zu Agenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Die Frage die im Raume steht ist lediglich ob diese Staatlichen Organe, nur Mitwisser waren, und nichts unternommen haben um die Mordreihe zu stoppen, oder ob die Täter lediglich Ausführende der Anweisungen ihrer Führungsoffiziere waren. Die Frage lässt sich nur schwer klären, da es in der Behörde zu Aktenvernichtungen gekommen ist, die Haupttäter Selbstmord verübt haben oder „geselbstmordet“ wurden und die Überlebende des Trios Beate Tschäpe beharrlich schweigt. Man könnte ungefähr folgendes Szenario annehmen; gewissen Übereifrigen, kriminell ehrgeizigen „Verfassungsschützern“ war es sehr gelegen den Nachweis einer rechtsterroristischen Gefahr zu erbringen, um das Staatsziel des „Kampf gegen Rechts“ (und die finanziellen Fördermittel an die „Zivilgesellschaft“) zu rechtfertigen. Aber damit hat man selbstverständlich den Tod völlig unschuldiger Menschen in Kauf genommen, noch dazu bis auf einen Fall, Ausländer, denen doch eigentlich die besondere Fürsorge der Bundespolitik gelten sollte, Menschen denen niemals Gerechtigkeit zugute kommen wird auf Grund der Vertuschung der staatlichen Organe. Lediglich eine Nebenfigur wie Tschäpe wurde angeklagt. Diese Ausgangslage könnte nun gewisse Linksextremisten auf den Plan rufen, die kollektiv Vergeltung, gegen die Verfolgungsbehörden üben wollen, nach den überlieferten Grundsätzen der Vergeltungspolitik wie man sie im zweiten Weltkrieg kannte. Da die Behördentäter durch Vertuschung geschützt werden, werden andere Behördenmitarbeiter wahllos als Geiseln genommen und müssen für die Morde und die Behördenvertuschung als Sündenböcke herhalten. Eine üble Entwicklung, aber so etwas kann passieren wenn ein Staat einen verdeckten Krieg gegen die eigenen Bürger führt.

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