Streit mit Moskau: Erler macht Kiew für Eskalation verantwortlich

Erler macht Kiew für den Gaslieferstopp selbst verantwortlich, sogar Auswirkungen auf das Minsker Abkommen sind nicht auszuschließen. 

Von Redaktion/dts

Der Russland-Beauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD), hat sich angesichts des russischen Gas-Lieferstopps und des ukrainischen Überflugverbots beunruhigt über die wachsenden Spannungen zwischen der Ukraine und Russland gezeigt: "Diese Eskalation, die offensichtlich bewusst von Kiew herbeigeführt wird, macht uns große Sorgen. Das könnte sich negativ auf die Umsetzung des Minsker Abkommens auswirken und damit auf den einzigen Weg, der zu einer politischen Lösung des Ukraine-Konflikts führen kann", sagte Erler in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). In Minsk hatten Vertreter der ukrainischen Regierung, der pro-russischen Separatisten, der OSZE und Russlands im September 2014 eine Waffenruhe für die Ostukraine vereinbart, die in einen dauerhaften Friedensprozess münden soll.

Erler erläuterte, der Stopp der russischen Gaslieferungen an die Ukraine sei eigentlich ein geschäftlicher Vorgang: Die Ukraine bestelle im Moment kein Gas von Russland mehr, weil die Speicher voll seien und die Vorräte für einige Monate reichten. "Aber der Kontext mit einem politischen Eskalationsprozess ist unübersehbar", sagte der SPD-Politiker und verwies auf die Zerstörung der Stromleitungen von der Ukraine auf die Krim, die Einstellung des Warenverkehrs auf die Halbinsel und die Sperrung des ukrainischen Luftraums für russische Überflüge.

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Ein Kommentar

  1. Gut gebrüllt Herr Erler, doch die Ukraine ist der falsche Adressat.

    Genau wie die Türkei der falsche i.S. Abschuss der Su24 ist.

    Diese Aktionen sind offensichtlich klare Handlungsanweisungen, die sowohl die Ukraine wie die Türkei von niemandem sonst als den Neofaschisten der Angloamerikaner erhalten. 

    Berücksichtigt man, dass dem angloamerikanischen Imperium nicht nur finanziell die Felle davonschwimmen, sondern dass ihnen derweil auch der letzte 'Freund' von der Fahne geht (ok Cameron, Merkel und Hollande halten noch zu ihnen) muss man diese Aktionen als panische Rundumschläge gegen den Rest der Welt deuten. Als finale Angst vor dem eigenen Zusammenbruch und dem restlosen Verlust globalen Einflusses.

    Ihre richtige und warnende Anklage müssen Sie und ihresgleichen im Bundestag also konkret nicht an die Ukraine richten, sondern an die USA. Am besten mit Kopie an die Briten, denn dort sitzen die geistigen Väter dieser imperialen Politik.

    Gerade die Deutschen sollten das angesichts zweier in die Schuhe geschobener Weltkriege langsam begriffen haben.

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