Sinai-Flugzeugabsturz: Der Flugschreiber zeichnete die Exposion auf

Französischen Medienberichten zufolge deutet Vieles beim Absturz der russischen Passagiermaschine auf der Halbinsel Sinai auf einen Terroranschlag hin. Russland setzt die Flüge nach Ägypten zeitweise aus.

Von Marco Maier

Auch wenn die These von einem Abschuss des russischen Passagierflugzeugs in Ägypten nicht haltbar ist, zeigt die Auswertung des Flugschreibers laut dem französischen TV-Sender France 2 die große Wahrscheinlichkeit eines Terroranschlags auf. Demnach sei während des Fluges klar ein Explosionsgeräusch zu hören, welches laut einem Ermittler nicht die Folge einer Triebwerkspanne sein könne. Ein ägyptischer Regierungsvertreter sprach zuvor noch davon gesprochen, dass eine Bombe das "plausibelste Szenario" wäre.

Moskau, welches nach dem Chaos und den wilden Spekulationen rund um den Absturz von Flug MH17 über der Ukraine großen Wert auf eine saubere Untersuchung legt, wollte sich bislang zu keinen Theorien hinreißen lassen. Man müsse erst die Untersuchungen abwarten und dann anhand der Ergebnisse entsprechende Schlüsse ziehen. Dennoch ordnete Präsident Putin angesichts der neuen Erkenntnisse auf Vorschlag des Inlandsgeheimdienstes FSB an, Flüge nach Ägypten vorerst auszusetzen.

Der ägyptische Badeort Sharm el-Sheik gilt als beliebte russische Feriendestination. 45.000 Russen verbringen dort jährlich ihren Urlaub. Dies könnte sich nun zumindest vorerst ändern, zumal ein Ableger des "Islamischen Staates" mit dem Namen "Ansar Bait al-Maqdis" dort sein Unwesen treibt. Auch wenn diese bislang von den beliebten Tourismusgebieten die Finger ließen, dürfte die ägyptische Tourismusindustrie nun nach den Problemen der letzten Jahre einen weiteren Rückschlag verkraften müssen.

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6 Kommentare

  1. Jetzt geht es wieder richtig los. Keiner weiß was, keiner will auf das Ergebnis der Untersuchung warten.
    Spekulationen von TV-France 2 bis Obama. Die wissen nach meinem dafürhalten gar nichts. Dieser beliebteste aller Tricks – nach Informationen eines Ermittlers, der unerkannt bleiben will – ist doch ein uralter Schuh. Genauso wie Obamas oder Camerons Geheimdiensterkenntnisse. Auch die wissen gar nichts. Kurz vor 06:00 Uhr war kein Satellit über der Absturzstelle. Und selbst wenn… Er sieht eine Explosion, weiß aber nicht was da explodiert ist.
    Fakt ist: Die Auswertung der Flugschreiber im russischen Katastrophenschutzministerium ergab bisher, dass „alle Flugzeugsysteme während des gesamten Fluges, der etwas mehr als 20 Minuten gedauert hat, intakt waren. Danach geschah etwas, wonach es zu einem abrupten Stopp des Fixierens aller Parameter der Flugzeugsysteme kam“, was, nach Ansicht von Experten, zu einem explosionsartigen Drucksturz in der Kabine führte, bei dem sich das Heckteil der Maschine, in dem sich der Flugschreiber befand, vom restlichen Rumpf abtrennte.“
    Der russische Präsident hat nach Berichten seiner Geheimdienste, die die Aufgabe hatten die Abläufe auf dem Flughafen zu überprüfen, den Flugverkehr bis zur Wiederherstellung der Ordnung gestoppt. Wie würde D. von Bern sagen? so isses.
    Alle anderen Aussagen und Handlungen haben einen politischen Hintergrund. Bis auf die Karrikaturen von Charlie H., die sollen Aufmerksamkeit heischen und damit Geld einspielen. Arschlöcher!

    1. Da waren Sie noch etwas schneller, wir haben gleichzeitig geschrieben, Thomas. Stimme Ihnen zu. Wenn es tatsächlich ein Anschlag gewesen sein sollte, werden wir es erfahren.

  2. Wir müssen warten, bis die zur Zeit genau prüfenden russischen Spurensicherer veröffentlichen. Ich hoffe natürlich darauf, daß sie die Auswirkung öffentlich bekanntgeben werden, sicher ist das nicht.

    Auf die „französischen Medien“ jedenfalls ist mit Sicherheit kein Verlaß – die haben sich schon bei den staatsanwaltschaftlichen Germanwings-Untersuchungen nun wirklich nicht gerade durch Seriosität und Sachlichkeit hervorgetan. Ähnliches gilt, wenn – ungewöhnlich genug – nun auch die angelsächsischen Vermutungen in Richtung Terroranschlag gehen, selbst wenn dies in der Tat vielleicht tatsächlich „die plausibelste“ Erklärung wäre. Beim Fall Germanwings beeilten sie sich noch jüngst, genau diesen Fall sofort und öffentlich auszuschließen.

    Sprengsstoffe generell und Installationen wie Sprengschnüre und Sprengmittel gleich welcher Art, und seien sie auch noch so modern und raffiniert, hinterlassen ganz spezifische Spuren, die von professionellen Analytikern, über die Russland verfügt, auch ausgelesen (und in den meisten Fällen sogar zurückverfolgt) werden können. Über supermoderne Nano-Sprengmittel verfügen zudem nur wenige Staaten, das erleichterte sogar die Aufklärung. Was wäre, wenn also die Urheber öffentlich benannt würden? Ein Bumerang. Folglich wäre eher ein indirektes im-Auftrag-Vorgehen anzunehmen, der IS besitzt ja Verbindungen zu erwähnten „wenigen Staaten“. Wir werden es so oder so erfahren.

    Im Übrigen freut sich über den Absturz kaum jemand, auch nicht die meisten momentanen Gegner der russischen Realpolitik, die sich sogar noch einnander anzunähern scheinen. Es berührt doch die Menschen in aller Welt, und dies zu Recht. Erinnern wir uns: es sind nur sehr, sehr wenige – wenn auch einflußreiche – Menschen, die diese Agenda entworfen haben und Chaos, Krieg und Zerstörung verursachen. Wenn man die Völker fragen würde: wer wünschte sich keinen Frieden?

  3. @Franka Grüsse.
    – wer sich über so was freut ist nicht dicht. Die müßten sich mal mit den Folgen für die Hinterbliebenen vertraut machen, bei RT haben sie dazu stündlich Gelegenheit. Wenn eine alleinstehende Frau das Glück ihres Lebensabends bei dem Absturz verliert, die Tochter und die Enkelin. Mein maximales Mitgefühl gehört ihr ganz sicher.
    – den Unfallermittlern vom Katastrophenschutzministerium geht es bestimmt ähnlich. Die wollen der Frau wenigstens genau sagen können, wer da was getan hat. Es ist der schlimmste Flugunfall Russlands.
    – politische Auswirkungen hat das natürlich auch. Von der Untersuchung MH 17 wurden sie ausgeschlossen. Die brennen jetzt vor Ergeiz der Welt zu zeigen, dass sie das deutlich besser können als die Holländer.
    – „ein Ermittler, der nicht genannt werden will…“ aber nicht von den Russen. Das ist keine korrupte sizilianische Gesellschaft.
    – Also… völlig korrekt. Die paar Tage muß man dann schon mal abwarten können.

  4. Nach allen politischen Geschehnissen auf der arabischen Halbinsel, wo die Russen den Syriern militärisch wirksam helfen, die Terror-Gruppierungen auszumerzen, was völlig den Plänen der USrael-Oberclique zuwider läuft, ist es nicht weit hergeholt, zu vermuten, dass dieser Flugzeugabsturz eine von den USA und Israel geheimdienstliche Mission war. Die Wahrheit wird dazu nicht verborgen bleiben. Wenn es um den Angriff gegen Russland und die russische Bevölkerung geht, dann kennt Putin und seine Regierungs-Mannschaft samt seiner Bevölkerung kein Pardon. Der neue Machtblock Russland und Eurasien wird noch enger zusammenrücken und schlagkräftige Gruppierungen aufstellen. Das stinkt mächtig nach Krieg. Und diesen Krieg werden die Westmächte nie, aber niemals gewinnen. Dafür wird es – sollte dies ernsthaft eintreffen – unzählige Tote auf beiden Seiten geben – Westen gegen Osten, letzterer wurde bisher völlig unterschätzt.

    Weitere russische Flieger sind im Fadenkreuz, und Putin weiss das.

    Flugzeug mit russischer Crew in Südsudan abgestürzt – Zeugen berichten von 40 Toten
    http://deruwa.blogspot.de/2015/11/flugzeug-mit-russischer-crew-in.html

  5. False flag operation!
    —————————-
    So deutet doch alles darauf hin, daß wieder einmal der CIA seine Finger
    im Spiel hatte und das technische ‚know how‘ für diese Bombe ge-
    liefert hat, wie wäre sonst der Informationsvorsprung der west-
    lichen Gehimdienste mit den üblichen Zurückhaltungen von Einzelheiten,
    wie auch beim Abschuß der MH 17, zu erkären?

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