Quer-Denken.TV: Krise & Ausbeutung als Geschäftsmodell der Hochfinanz

Herdolor Lorenz im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt.

Der ehemalige Goldman-Sachs-Manager und jetzige EZB-Präsident Mario Draghi formulierte folgendes völlig offen und ehrlich: "Das europäische Sozialmodell ist Vergangenheit, die Rettung des Euro wird viel Geld kosten. Das bedeutet vom europäischen Sozialmodell Abschied zu nehmen."

Doch wer bestimmt dies überhaupt? Das Volk wurde jedenfalls nicht gefragt. Befinden wir uns auf dem Weg in eine Diktatur? Eine Diktatur der Hochfinanz? Herdolor Lorenz ist kritischer Filmemacher und sieht genau diese Entwicklung. Probleme in unserem Wirtschaft- und Gesellschaftssystem werden zumindest immer auf die Art und Weise gelöst, daß Banken und diejenigen Reichen, die hinter den Banken stehen, keine Verluste erleiden. Die Gewinne bleiben bei den Banken; die Verluste werden der Allgemeinheit aufgebürdet Stets findet eine Umverteilung statt, bei der die einfachen Menschen die Zeche für Probleme zahlen, welche durch Hochfinanz & Politik verursacht wurden.

Diese Vorgehensweise ist nicht nur zutiefst undemokratisch, sondern verstößt auch gegen die simpelsten Prinzipien einer gesunden Marktwirtschaft. Die Gründung und Führung eines Unternehmens ist stets auch mit einem unternehmerischen Risiko verbunden, im Gegenzug wird dieses Risiko im Erfolgsfall mit einer Rendite belohnt. Völlig anders verhält es sich bei den Banken, da hier in der Vergangenheit der Steuerzahler für die Risiken von Bankgeschäften haftete. So spielte eine Risikoanalyse für die Investments von Banken kaum noch eine Rolle, wenn man mit dem Wissen der Haftung des Steuerzahlers "arbeiten" kann.

Entweder ein hochriskantes Geschäft mit hohen Renditen erweist sich als Glückstreffer, tut es das nicht, verliert die Bank trotzdem kein Geld. Wen wundert es also, daß hoch verzinste griechische Staatsanleihen bei Banken sehr begehrt sind, obwohl die Aussicht auf Rückzahlung theoretisch bei null liegt. Praktisch zahlt aber der europäische Steuerzahler in Form eines "Rettungspaketes", welches uns auch noch als "Hilfe für Griechenland" verkauft wird.

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Ein geniales Geschäftsmodell über das Herdolor Lorenz in seinem Dokumentarfilm " Wer rettet wen? Krise & Ausbeutung als Geschäftsmodell der Hochfinanz" berichtet. Er weiß über zahlreiche Hintergründe aus den Dreharbeiten zu berichten, welche einen nur ins Staunen versetzen können. So berichtet der spanische Finanzminister in einem Interview dem Filmemacher stolz, daß er 400.000 Staatsbedienstete entlassen habe, um seinen Gläubigern und der angestrebten Rendite gerecht zu werden. Eine wahrlich stolze Leistung, die Interessen des eigenen Volkes gegenüber der Hochfinanz mit Füßen zu treten. Doch dies ist nur eine von vielen Beispielen über welches Herdolor Lorenz im Gespräch mit Michael Vogt berichtet.

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2 Kommentare

  1. Nun..was anderes ist denn Kapitalismus als die Ausbeutung der Masse,zugunsten einer privilegierten Minderheit?
    Wie Karl Marx schon richtig feststellte,wer sich heut noch sicher fuehlt,weil er ein,zwei oder drei Immobilien besitzt wird noch eines besseren belehrt.
    Es wird alles vom Grosskapital gefressen werden.
    Es wird keine Mittelschicht mehr geben,nur noch Arm&Reich.
    Das Geldsystem kommt nur den Superreichen entgegen.
    Alles war nur Fassade…man kann schon die Elendshuetten dahinter erkennen..

    1. Die Mittelschicht wacht auf, wenn es zu spät ist. In Frankreich ist die Mittelschicht fast ausgelöscht. Monopoly.

      Ein Ersatz für das Grundgesetz (Art. 23) ist eben kein Grundgesetz. Damit konnte nicht nur das Kartellrecht umgangen werden, sondern auch das Recht des Staates auf Enteignung.

      Schauen Sie mal nach der EU-Richtline “Grenzüberschreitende Verschmelzung von Kapitalgesellschaften”. Ich bin keine Kapitalgesellschaft und Sie sind sicher auch keine?

      Komisch, bei der Zahl “23” schrillten einmal alle Alarmglocken?

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