Syrische "Rebellen" mit einem Panzer. Bild: Flickr / Freedom House CC-BY 2.0

Mitte Dezember soll in Saudi-Arabien eine Konferenz der syrischen Oppositionsgruppen stattfinden. Die Saudis wollen so ihren Einfluss in Syrien stärken und den Russen Steine in den Weg legen.

Von Marco Maier

Offiziell dient die geplante Konferenz der Oppositionsgruppen in Saudi-Arabien dazu, dass diese "mit einer Stimme" sprechen, wie der UNO-Botschafter Saudi-Arabiens, Abdallah Al-Mualimi mitteilte. Doch diese "eine Stimme" soll – wenn möglich – auch jene der Saudis sein, die in den vergangenen Jahren schon Unsummen in den syrischen Konflikt steckten um so den verhassten Präsidenten Baschar al-Assad loszuwerden. Es kann ja nicht sein, dass ein Alawit (und somit Schiit) über ein Land herrscht, in dem die knappe Mehrheit sunnitische Muslime sind.

Hinzu kommen noch weitere Interessen der Saudis und der mit Riad verbündeten Golfstaaten: Pipelines ans Mittelmeer. Die Lieferung von katarischem Erdgas nach Europa würde eine direkte Konkurrenz zum russischen Gas darstellen. Für die Saudis sind die Russen ein unliebsamer Gegner: In Tschetschenien haben sie erfolgreich die von den Saudis finanzierten Dschihadisten bekämpft, in Syrien unterstützen sie Assad und mit dem Erzfeind Saudi-Arabiens – dem Iran – machen die Russen auch gute Geschäfte.

Man braucht kein "Verschwörungstheoretiker" zu sein um sich ein umfassendes Bild von der Lage im Nahen Osten machen zu können. Dazu reicht es, einfach die logischen Schlüsse zu ziehen. Diese sind – wie man sieht – glasklar. Auch was diese Oppositions-Konferenz betrifft. Die Saudis wollen den Sturz Assads um jeden Preis haben und werden alles Nötige unternehmen, damit dies auch klappt. Und wenn man dafür auch die kompromissbereiten oppositionellen Kräfte auf irgendeine Art "überzeugen" muss.

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3 KOMMENTARE

  1. Dazu reicht es, einfach die logischen Schlüsse zu ziehen.

    Genau.
    Nur so kommt man heute weiter. Wer immer nur darauf hört, was geschrieben steht – von welcher Seite auch immer – ist hin und her gerissen. Genau so, wie der „Sinneswandlung“ von Hollande nicht zu trauen ist, obwohl (oder gerade weil) die Massenmedien den Kurs gewechselt (zu) haben (scheinen).

    Nur der eigene Verstand – die Logik hinter den Vorgängen – bewahrt einem davor, immer wieder Opfer des Wetters zu sein. Denn so launisch wie das Wetter, so ist heutzutage auch die sogenannte Wahrheit. Wir sehen die Wahrheit nicht mit eigenen Augen, sondern sind auf Berichte von Anderen angewiesen. Deren Motive aber die Hure des Geldes sind.

    Erstaunlich, dass manche Filme solche Einlagen enthalten.
    Dem ist nichts hinzuzufügen.
    https://youtu.be/WPKLEhIrm8w

  2. Nur die Saudis können sich noch Religionskriege leisten – meinen sie jedenfalls. Die einen meinen Allah, und die anderen sagen Gott steht über Allem, doch in Wahrheit dominiert die Gier nach Macht/Stärke und Geld das Geschehen. Jede Menge Dummheit ist auch dabei.

    Das Argument hinsichtlich von Gasleitungen sticht nicht, weil man heute bequem Rohrleitungen über jeden Meeresgrund verlegen kann – außerdem ist der Transport und der Vertrieb in Form von verflüssigtem Gas (LNG) intelligenter als über starre Leitungen.

    Im Syrienkonflikt geht es nur noch um die Zurschaustellung wer die größten Muskeln hat.

    Wie doof die Saudis sind kann man daran ermessen, dass sie ausgerechnet jetzt versuchen den Jemen platt zu machen und die Türken versuchen gerade die Kurden platt zu machen. Und was machen die Russen? Sie zeigen den Amis ihre imposanten Fähigkeiten. Ohne einen einzigen Schuss haben sie sich die Krim geschnappt, und nun sind sie dabei sich ohne eigene Verluste Syrien und somit den ganzen nahen Osten zu sichern. Das ist eben Schach und nicht Amipoker.  
     

  3. Diese Machthaber der SAudis würde ich flüssiges Gold zum trinken geben und danach noch 1Liter Öl. Die Ziegen und Kamelficker müßten selbst ausradiert werden. 

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