Ist das Wirtschaftssystem unser Feind, oder sind es doch vielmehr wir Konsumenten? Immerhin haben wir es mit unserem Konsumverhalten ja auch in der Hand, eine Änderung herbeizuführen.

Von Marcel Grasnick

Der Feind ist das Wirtschaftssystem! Das sagte Ken Jebsen auf einer Veranstaltung in Plauen. (Contra Magazin berichtete) Das kann so nicht ganz allein stehen gelassen werden. Sicherlich, das kapitalistische Wirtschaftssystem, das Finanzsystem, in dem die Banken mit mehr Geld spielen als es eigentlich gibt, ist wohl der Feind. Ein Feind. Einer von vielen. Der Feind ist aber auch jeder, der mithilft, bewusst oder unbewusst. Ein Beispiel muss her:

Gern meckert man über das sinkende Niveau im deutschen Fernsehen. Ich möchte jetzt mal behaupten, dass das Niveau nicht mehr tiefer sinken kann, es ist schon ganz unten angekommen. Im Übrigen verwechseln viele der Fernsehzuschauer Niveau gern mit der ähnlich geschriebenen Handcreme. Ganz davon einmal abgesehen, dass diese Leute die Chemiekonzerne in unserem Wirtschaftssystem unterstützen, in dem sie diese Handcreme kaufen und benutzen und sich über den Standard im Fernsehen aufregen, diesen Standard aber gleichzeitig stützen, in dem sie ihn konsumieren – als Zuschauer. Es wäre vermessen zu behaupten, dass die Statistiken von Dschungelcamp und Co getürkt sind. Nein, es wäre eher angemessen zu behaupten, dass die Konsumenten dieser ungeistigen Ergüsse eines Medienkonzerns nicht wissen, was sie tun. Einerseits wird über die Werbepausen in der Glotze gemeckert und über das blöde Programm, aber es wird dennoch konsumiert. Davon leben die doch, getreu der Devise: Auch schlechte Werbung ist gute Werbung. Wovon wird denn die Werbung bezahlt? Mit dem Konsum. Wer sich also über die Werbung im Programm aufregt, der sollte aufhören, diese Produkte zu konsumieren. Denn damit wird auch gleichzeitig das Programm finanziert. Je besser die Quoten, um so besser für das Programm, um so niedriger das Niveau, umso dreister die Lügen, umso mehr Gewinn für die Sender. Ein Teufelskreis.

Wer wirklich dieser Spirale entkommen möchte und tatsächlich mit Sinn und ganzem Herzen dabei ist, der sollte einen radikalen Schnitt in seinem Leben machen. Der sollte einmal überlegen, was kaufe ich wann und warum – wem nützt es und ganz wichtig dabei: was nützt es mir. Man kann nicht einerseits das Wirtschaftssystem anprangern, es aber andererseits mit seinen Taten unterstützen. Wer mit dem System lebt, der hält es am Leben. So einfach ist das System zu verstehen.

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Ein Umdenken hat bereits eingesetzt und dabei hat es die Wirtschaft ganz prächtig verstanden, dieses Umdenken in die Bahnen zu lenken, die dem Wirtschaftssystem wieder nützen. Gibt es mehr Vegetarier, werden eben mehr vegetarische Produkte angeboten. Da kann auch ständig und immer wieder das Rad nebenbei neu erfunden und verkauft werden, doch das ist eine eigene Geschichte. Die Masse der Menschen, die mit dem Konsum gebunden werden, die kann locker gehalten werden. Für den Rest werden eben neue Märkte geschaffen, die man dann als Alternative vermarktet. Die Hände reibt sich sich im Endeffekt doch wieder der Produzent, der dem Konsumenten wieder das Geld aus der Tasche gezogen hat. Nur eben mit alternativen Produkten.

Ist der Feind nun wirklich das Wirtschaftssystem oder eher doch der Konsument, der dabei hilft, es am laufen zu halten?

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11 KOMMENTARE

  1. „Ist das herrschende Wirtschaftssystem unser Feind?“
    Einfache Antwort: Ja.

    Der Rest des Artikels geht ein bisschen am Kern der Sache vorbei. Wie will man sich denn dem Wirtschaftssystem entziehen? Nicht jeder hat ein Stück Land wo er einen auf Selbstversorger machen kann – und spätestens wenn der Selbstversorger dort Zahnweh kriegt, braucht er wieder Kohle um sich den ZA zu bezahlen.
    Hat sich jeder von uns freiwillig dafür entschieden, ein Konsumschaf zu sein? Natürlich nicht, und aufgeklärte Leser wie wir hier (behaupt ich jetzt mal) sind auch eher in der Minderheit – denn die meisten sind von Klein auf so indoktriniert, dass sie sich gar nix anderes vorstellen können!
    Woher soll ein Vieh, das im Käfig geboren wurde wissen, wie die Freiheit schmeckt? – und das ist der Punkt: Das System erlaubt keine Abweichungen, es ist allumfassend. Wenn du raus willst, kannst du vllt. deine Kohle schnappen und dich in ein billiges Inselparadies davon machen, oder dir eine bequeme Nische hier irgendwo suchen – Ball flach halten und durchwurschteln.
    Der Feind heißt Mammon und er hält uns in Knechtschaft.

  2. Man kann nicht einerseits das Wirtschaftssystem anprangern, es aber andererseits mit seinen Taten unterstützen. Wer mit dem System lebt, der hält es am Leben. So einfach ist das System zu verstehen

    … wenn man Marcel Grasnick heißt.

    Sorry, aber das ist einer miserabelsten Beiträge, die ich hier je gelesen haben. Der Autor hat nix, nada, notting verstanden!

    Noch nicht einmal die Geldenstehung und die Rolle der privaten US-Zentralbank FED werden angesprochen oder die Tatsache, dass fast alle Zentralbanken weltweit vom Rothschild-Clan kontrolliert werden.

    Ein Zentralbank-Vertrag mit Russland läuft 2016 nach 99 aus. Ein Grund für Krieg?! Neiinnn…

    Bei so viel Unwissen ist es verschmerzbar, dass der Autor die Ur-Ursache aller unserer Probleme nicht kennt: Es ist nicht der Zins und nicht der Profit sondern …

    http://goo.gl/bi0wZP

    … das Eigentum. Gott sei Dank soll das ja mit der 2030 Agenda bis 2030 weltweit privat untersagt werden und nur noch „gemeinnützigen“ Unternehmen von Rothschild und Co. erlaubt sein.

    Na, merkt einer was?

    „Agenda 21: Wohlstand/Vermögen heimlich umverteilen“ -> http://goo.gl/XBgUpO

    • 1.Eine Netzwerkseite, die Alles Schall und Rauch verlinkt, ist nicht seriös und Teil der Verschwörungstheoretischen Agenda.

      2. Wenn man G.Ast heisst, ist das Leben wohl besonders leicht, man muss nichts selbst tun.

      Alles wird einem abgenommen, selbst das Denken und das Gewissen, lässt sich bequem ,von luziferischen Agenten vorgekaut, verdauen. Mahlzeit Herr Oberschlau.

    • Das Wirtschaftssystem ist nicht das Problem, die das Wirtschaftssystem kontrollieren, Vatikan und seine Armee!

      Der Spiegel Nr. 33 aus dem Jahre 1958 – sehr interessant!

      Zu den Milliardenwerten des vatikanischen Aktienbesitzes muß man noch jene Vermögenswerte hinzurechnen, die, sich in den Händen religiöser Orden befinden und mithin vom Vatikan ganz oder teilweise kontrolliert werden. An erster Stelle als Aktienbesitzer steht hier der Jesuitenorden, dessen Beteiligungen auf fünf Milliarden Dollar geschätzt werden. (1958)

      Der Einfluß der Gesellschaft Jesu in der amerikanischen  inanzwelt wurde zum erstenmal vor etwa fünfzig Jahren sichtbar (1908), als der italienische Finanzmann A. P. Giannini die Bank of California gründete, die heute unter dem geänderten Namen "Bank of America" eine der größten Banken der Erde ist. Giannini war ein äußerst geschickter Finanzmann, der sein Startkapital den Jesuiten verdankte und als ihr Vertrauens- oder Strohmann figurierte. Heute befindet sich die Bank of America zu 51 Prozent im Besitz des Ordens.

      In San Francisco finanzierte die Gesellschaft Jesu noch einen anderen italienischen Finanzmann, den Sizilianer Antonio Di Giorgio, der den politisch einflußreichen Frucht-Konzern "Di- Giorgio Fruit Company" (später United Fruit Company) gründete. Der Konzern besitzt ausgedehnte Obst- undvBananenplantagen in Mittelamerika und eine Transportflotte von über 100 Schiffen.

      Die Jesuiten sind auch an den großen amerikanischen Stahlfirmen Republic Steel und National Steel beteiligt, außerdem an den vier wichtigsten Flugzeugwerken der USA: Boeing, Lockheed, Douglas und Curtiss-Wright. Sie kontrollieren ferner die unabhängige Petroleumgesellschaft "Phillips Oil Co." in Galveston (Texas) und die "Creole Petroleum Co.", die über ausgedehnte Konzessionen im südamerikanischen Venezuela verfügt.

      Bis amerikanische Firmen vor einigen Jahren in Südamerika Konkurrenz-Betriebe ins Leben riefen, besaß die Gesellschaft Jesu auch das Monopol für Quecksilber. Den Finanzexperten des Ordens war es nämlich 1923 gelungen, sich der gesamten Aktien der berühmten spanischen Quecksilberminen von Almaden zu bemächtigen, die sich im Besitz des Madrider Banco Hispano-Americano befanden.

      Börsengeschichtlich handelte es sich um einen meisterhaften Coup, denn die Jesuiten schlugen Amerikas größten Chemie – Konzern du Pont de Nemours aus dem Felde; der ebenfalls die Almaden-Aktien erwerben wollte. Der Gründer dieses Trusts, Alfred II. du Pont de Nemours; sagte damals: "Ich habe eine große Erfahrung gemacht, man soll nie mit Priestern streiten, vor allem nicht mit Jesuiten."

      Im Jahre 1932 erwarben die Jesuiten die toskanischen Quecksilberminen in Italien dazu, die zusammen mit Almaden den Weltmarkt bis vor wenigen Jahren fast ausschließlich versorgten. Im Zweiten Weltkrieg verdiente der Orden mit diesem rüstungswichtigen Rohstoff auf beiden Seiten. Während die spanische Firma vorwiegend an die Allierten und Rußland lieferte, versorgten die italienischen Bergwerke die deutsche Rüstung.

      In Frankreich erstrecken sich die Interessen der Gesellschaft Jesu auf die Auto-Firmen Peugeot und Citroen und die "Banque de Paris et des Pays-Bas", die zahlreiche Unternehmungen in Frankreich, Belgien und Holland, wie etwa Schneider-Creusot, aber auch das Spielkasino von Ostende kontrolliert. Die Jesuiten haben ferner maßgebenden Einfluß auf die Pariser Bancque Francaise et Italienne pour l'Amérique du Sud, in deren Aufsichtsrat wieder der vatikanische Finanzexperte Nogara erscheint; dieses Finanzinstitut beherrscht praktisch den südamerikanischen Kaffeemarkt und die New-Yorker Kaffeebörse.

      Das Vermögen des Ordens befindet sich allerdings zu einem großen Teil in den Händen der amerikanischen Jesuiten, die wirtschaftlich von Rom unabhängig sind und dem Heiligen Stuhl keine direkte Kontrolle über ihren Besitz zubilligen wollen. Beim letzten Außerordentlichen Ordenskonsistorium im vergangenen Herbst kam es deshalb auch zu erheblichen Spannungen, als die römische Kurie die Kontrolle über das gesamte amerikanische Vermögen des Ordens forderte. Die achttausend amerikanischen Ordenspatres konnten sich dem Zugriff Roms allerdings bis auf weiteres entziehen, weil sie die amerikanischen Bischöfe auf ihrer Seite hatten. Deren Position ist nämlich auch der römischen Kurie gegenüber stark genug: Allein von der Erzdiözese New York erhält der Vatikan Jahr für Jahr mehr Gelder als von allen europäischen Katholiken zusammen.

      Geld regiert die Welt und die Jesuiten kontrollieren Geld und Welt.

  3. Das habe ich schon an der Überschrift gesehen. Bevor ich die Seite aufgemacht habe.

    Je mehr man in Geschichte, Anthropologie oder Religion kruscht, desto mehr offenbart sich einem eine Erkenntnis: Nicht der Große Diktator ist schuld, sondern der kleine Idiot von der Straße, der alles noch billiger und noch einfacher haben will, ohne sich Gedanken zu machen, welche Folgen das haben MUSS.

    „Der großen Hochmut wird sich legen, wenn unsere Kriecherei sich legt“
    (Gottfried August Bürger)

  4. In Deutschland gibt es verfassungsrechtliche Beschränkungen des Kapitalismus. Deshalb sprich man auf dem Boden der Verfassung auch von sozialer Martkwirtschaft und nicht vom Kapitalismus.
    In Artikel 20 heißt es: Eigentum verpflichtet.
    Da aber nun von Kohls Regierung das Grundgesetz sabottiert worden ist, um eine europäische Wirtschaftsmaschine zu schaffen, ist der Kapitalismus natürlich unser Feind. Ein nicht regulierter Kapitalismus ist immer unbeherrschbar und wird zum Staat im Staate.

    Die verfassungsmäßige Verpflichtung der Politik liegt darin, der Privatwirtschaft einen Rahmen zu setzen und die Einhaltung der Menschenrechte zu überwachen. Ggf. darf sie die Unternehmer zwingen, die Menschenrechte einzuhalten. Dafür stehen ihr alle rechtlichen Mittel offen. Auch das Mittel der Enteignung.

  5. Geld ist die Brechangel zur Macht. So heißt es doch. Die Bürger trifft sicher eine Teilschuld am gekauften Staat, aber es findet auch vieles im Verborgenen statt, und viele kennen sich halt in den Machenschaften der Bestechlichkeit nicht aus.

  6. Man mag vom Kommunismus halten und sagen was man will, oder nicht, aber seine eigentliche Funktion hat er stets gut formuliert. Die Kapitalismus Kritik. Das der Kapitalismus keine Gefangenen macht, bildlich gesprochen, in Wahrheit nimmt er alles und jeden gefangen, ist bekannt. Und wird spätestens jetzt offenbar. US Amerika ist, vom American Way of Lies, abefuckelt bis zum geht nicht mehr. Doch geht nicht mehr, gibts nicht mehr. Es muss immer mehr gehen. Wir enden genau so. Falls wir nicht uns davor bewahren wollen. Aber was wollen wir? Gier! Ich bin auch dagegen, grundsätzlich, gegen alles, aber sobald ich meine erste Millionen habe, könnt ihr mich alle mal.

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