Guatemala: Neuer Präsident will 60 Prozent des Gehalts spenden

Am Sonntag wurde der TV-Komiker Jimmy Morales zum neuen Präsidenten von Guatemala gewählt. Er kündigte an, 60 Prozent seines Gehalts für Bildung und Kultur spenden zu wollen.

Von Marco Maier

In einer Stichwahl wurde Jimmy Morales zum neuen Präsidenten von Guatemala gewählt. Der TV-Komiker wird das Amt des Staatsoberhauptes am 14. Januar übernehmen. Als zukünftiger Staats- und Regierungschef des armen zentralamerikanischen Landes wird er jedoch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Schätzungen zufolge leben mehr als die Hälfte der rund 15,8 Millionen Menschen des Landes in Armut, die Rate der Tötungsdelikte liegt bei 39 pro 100.000 Einwohner, wie die Agentur Latina-Press mitteilt. Beim Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner liegt Guatemala mit 3.182 Dollar lediglich auf Platz 116.

Nach der Verkündung des Wahlergebnisses gab der 46-Jährige während einer Rede bekannt, dass er 60 Prozent seines Gehalts für Bildung und Kultur spenden wird. "Ich beginne meine Tour in dieser Region, um die Menschen, die auf mich angewiesen sind, zu danken. Ich werde Euch nicht im Stich lassen und das Land voranbringen", so das designierte Staatsoberhaupt im nördlichen Departemento Petén, welches auch als Ursprungsgebiet der Maya gilt.

Morales tritt damit quasi in die Fußstapfen des früheren Präsidenten von Uruguay, José Mujica, der als "bescheidenster Präsident der Welt" galt. Dieser behielt von den 12.500 Dollar Präsidentengehalt lediglich 10 Prozent, den Rest spendete er.

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3 Kommentare

  1. Vielleicht spendet ja unsere ‚Willkommens-Kanzlerette‘ und die übrigen ‚Willkommens-Sympathisanten‘ auch 60 Prozent ihres Einkommen -zur Entlastung des Steuersäckels- an die armen, armen ‚Flüchtlinge‘ – Und der Papst Franziskus auch und der Herr Soros auch und der Baron Rothschild auch usw…..

  2. Ganz toll, diese geliebten Führer der Dritten Welt.
    Und so bescheiden.
    Interessant ist nicht das offizielle Einkommen, sondern mit wem sie Golf spielen.
    Oder die Frage, wie sie das Studium ihrer Kinder an Eliteunis im Ausland finanzieren.

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