Erfolg für China: Yuan wird bald Teil des IWF-Währungskorbs

Die Volksrepublik China erzielte einen weiteren wichtigen Schritt zur Etablierung des Yuan als Teil des Welt-Währungssystems. Der Yuan wird nun bald schon Teil des IWF-Währungskorbs. Washington verweigert jedoch nach wie vor eine IWF-Reform.

Von Marco Maier

Angesichts der wachsenden Bedeutung der chinesischen Volkswirtschaft im globalen Wirtschaftssystem spielt auch der chinesische Yuan eine immer größere Rolle. Experten gehen davon aus, dass der Yuan schon in naher Zukunft Teil des Währungskorbs des Internationalen Währungsfonds (IWF) für Sonderziehungsrechte sein wird.

Demnach gehen Währungsreserven-Manager weltweit davon aus, dass bis zum Jahr 2025 bereits mehr als ein Zehntel aller globalen Währungsreserven in Yuan gehalten werden könnten. Derzeit sind es gerade einmal 0,3 Prozent. Dies teilte der Finanzriese HSBC in einem Forschungsbericht mit.

Ende November will das IWF-Exekutivdirektorium darüber entscheiden, ob der Yuan als fünfte Währung nach dem US-Dollar, dem Euro, dem japanischen Yen und dem britischen Pfund die fünfte Währung in dem Korb sein soll. In einer Erklärung des IWF hieß es, dass der Yuan bereits die Unterstützung der Mitarbeiter habe. Auch habe China die operationellen Probleme gelöst, die der IWF-Vorstand in einer Analyse nannte.

"Die Aufnahme, die sehr wahrscheinlich ist, verleiht dem Yuan internationale Glaubwürdigkeit", erklärte Louis Kuijs, Ökonom des Beratungsunternehmens Oxford Economics laut CIIC. "Zentralbanken, staatliche Vermögensfonds und andere Finanzmarktteilnehmer werden sich wahrscheinlich wohler damit fühlen, auf Renminbi (RMB) lautende Vermögenswerte zu halten, obwohl dies wohl eher schrittweise erfolgen wird", sagte Kuijs.

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"Die SZR-Aufnahme zeigt China und anderen Schwellenländern, dass das bestehende internationale Finanzsystem zumindest in gewisser Weise offen für Veränderungen und Neuankömmlinge ist, auch wenn die Reform der Stimmrechte im IWF-Direktorium durch den US-Kongress aufgehalten wird", so Kuijs weiter, der die blockierende Haltung der Washingtons damit kritisierte.

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Ein Kommentar

  1. Nur politisch Uninformierte wundern sich! Ist doch die Bank of China, Teil des rothschildschen Zentralbank-Systems. Dem ollen Mao sei Dank!

    Welche Spielräume China im Verbund mit dem Rothschildschen IWF hat, wird sich schon sehr bald zeigen.

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