BDA-Präsident Kramer fordert eine wirksame Begrenzung des Flüchtlingszustroms. Man müsse sich um die wirklichen Flüchtlinge kümmern, nicht um Armutsmigranten. Das Beschäftigungsverbot müsse jedoch fallen und die Hürden gesenkt werden.

Von Redaktion/dts

Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, fordert eine wirksame Begrenzung des Flüchtlingszustroms. "Wir werden mit der Situation zurechtkommen – wenn dieser Andrang irgendwann abbricht oder sich zumindest abschwächt", sagte Kramer im Interview der "Welt". Eine Million Flüchtlinge – das sei "im Moment" zu viel.

"Ich bin aber überzeugt, am Ende schaffen wir das, wenn wir die notwendigen Maßnahmen umsetzen." In einem Jahr sehe die Situation schon ganz anders aus. "Im Organisieren sind wir Deutschen ja ganz gut." Kramer forderte: "Wir müssen uns jetzt auf die Menschen konzentrieren, die hierherkommen, weil sie um ihre Existenz und ihr Leben fürchten, und nicht um die, die ein besseres Leben wollen, und dafür das Asylrecht missbrauchen."

Je besser es Deutschland gelinge, die Flüchtlinge in die Gesellschaft zu integrieren, "desto stärker ist unser Signal gegen den internationalen Terrorismus". Der Arbeitgeberpräsident kritisierte, bei der Beschäftigung von Flüchtlingen gebe es noch zahlreiche Hürden, wie etwa das Beschäftigungsverbot in der Leiharbeit oder die Vorrangprüfung. Er plädierte auch dafür, Flüchtlinge wie Langzeitarbeitslose zu behandeln und – wie von den Wirtschaftsweisen vorgeschlagen -, für zwölf Monate vom Mindestlohn auszunehmen.

Eine generelle Aussetzung des Mindestlohns nur für Flüchtlinge lehnte Kramer ab. "Ich halte den gesetzlichen Mindestlohn für falsch, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir ihn für Flüchtlinge aussetzen und für Deutsche belassen", sagte Kramer. "Dann bekommen wir das, was der eine oder andere befürchtet: einen Verdrängungswettbewerb am Arbeitsmarkt. Dann haben wir Pegida nicht nur mehr in Dresden auf der Straße."

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4 thoughts on “Arbeitgeberpräsident: Zuzug von Flüchtlingen wirksam begrenzen”

  1. Also mit diesem "Dunkelsprech" wäre der Hr. Kramer vom BDA vor kurzem noch als lupenreiner "Nazi" tituliert worden.

    So ändern sich die Zeiten heutzutags….

    Auch erstaunlich: bis vor kurzem wurde auf den Portalen von BDI und BDA die im wahresten Sinne des Wortes grenzenlose Zuwanderungspolitik des Polit-Trampels Merkel noch frenetisch bejubelt.

    Die ganze Schäbigkeit des Hr. Kramer zeigt sich in seiner Aussage…"die Hürden müssen gesenkt werden…", heißt im Klartext der Mindestlohn muss für die Migranten und für den Rest auch fallen.

    Die Migranten sind dem Hr. Kramer schon recht, sofern Sie für 1 € die Stunde arbeiten gehen und der Mindestlohn für die einheimischen Beschäftigten auf kaltem Wege einkassiert wird.

    Igitt, ist das ekelhaft.

     

  2. "Die Migranten sind dem Hr. Kramer schon recht, sofern Sie für 1 € die Stunde arbeiten! 

    So ist das! Deshalb haben wir auch eine unheilige Allianz aus Wirtschaft-, Hochfinanzbankstern, Migrationsindustrie, verkommenen anti-christlichen Kirchen, kommunistischen Gewerkschaften und dem ganzen Deutschland hassenden Links-Gesindel.

    Für die Wirtschafsbosse ist die Gier grenzenlos geworden und die 'Shareholder Value' steht natürlich an aller erster Stelle.

    Wie sagte mal Lenin zu Recht: Die Kapitalisten verkaufen uns die Stricke an denen wir sie aufhängen werden.

  3. In diesem Zusammenhang muß unbedingt die unrühmliche (milde ausgedrückt) Rolle  die die Gewerkschaften im Zusammenhang mit der Zuwanderung unqualifizierter Personen spielen. Die schwächsten ihres Vertretungsklientels sind sowohl privat als auch im Bezug auf die Arbeitsplatzsituation erheblich betroffen und gefärdet. Wo bleibt deren Vertretung durch die Gewerkschaften? Ganz im Gegenteil werden die Arbeitnehmer noch mit dem Verlust ihrer Existenzgrundlagen von hohen Gewerkschaftsaparatschiks bedroht, wenn sie es wagen sollten Kritik an den Zuständen zu üben. Die politischen Entwicklungen der vergangenen Jahre bis heute und die politische Agitation deckt sich im übrigen mit den  Thesen Lenins zur Umsetzung der "Bürgerlichen Revolution" in der Praxis. Es sind im wesentlichen anarchistische Thesen.

  4. Alles Lügner.
    Egal, wer den Mund auchmacht

    „Eine Million Arbeitskräfte – das sei im Moment zu viel“, muss es wohl korrekter heißen.

    Da hat der Arbeitgeberpräsident wohl in der Aufregung ganz vergessen, dass er an der Ausarbeitung im Planverfahren für der Herleitung von billigen Arbeitskräften eine große Rolle gespielt hat.

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