Die politische Landschaft innerhalb der EU unterliegt einem Wandel. Die rechten und linken Parteien gewinnen an Fahrt, jene der Mitte verlieren. Die Ursachen sind genauso vielfältig wie die Entwicklungen.

Von Marco Maier

Auch wenn der Trend in Deutschland – wohl aus historischen Gründen – nicht so sehr ausgeprägt ist wie in anderen Ländern, so kann man ihn nicht verleugnen: Die Menschen in der Europäischen Union werden radikaler. Vor allem auch deshalb, weil die Parteien der politischen Mitte (Konservative, Sozialdemokraten und Liberale) ein Establishment aufbauten, welches von Lobbyismus, Korruption, Seilschaften und der Ignoranz gegenüber den Menschen geprägt ist.

Ein Blick in die Politik von Lissabon bis Bukarest, von Athen bis Helsinki zeigt eindrucksvoll, dass die sogenannten "Volksparteien" in Wirklichkeit Parteien der Großkonzerne sind. Die jüngste LuxLeaks-Abstimmung im Europäischen Parlament, bei der die Konservativen, die Sozialdemokraten und die Liberalen gegen die Menschen und für die Konzerne stimmten, verdeutlichte dies noch einmal.

Die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte und die Umsetzung der Elitenpolitik zugunsten der Megakonzerne und der Finanzindustrie führten erst vor wenigen Jahren zur Schulden-, Finanz-, Wirtschafts- und Eurokrise – die missratene Außen- und Geopolitik zu Katastrophen in Afrika und im Nahen und Mittleren Osten und daraus resultierend der gewaltige Flüchtlingsstrom, dem wir seit Monaten ausgesetzt sind.

Führt die Verarmungspolitik in Südeuropa hauptsächlich dazu, dass die Linksparteien deutlich zulegen, gewinnen die Rechtsparteien in Nord- und Osteuropa deutlich dazu. Die überwältigende Mehrheit von Konservativen, Sozialdemokraten und Liberalen im EU-Parlament spiegelt schon längst nicht mehr die politische Stimmung innerhalb der Europäischen Union wieder. Würden die Unzufriedenen anstatt zu Hause zu bleiben auch wählen gehen, gäbe es wahrscheinlich sogar kaum mehr eine Mehrheit für die "Parteien der Mitte". Wären die Menschen auch wirklich darüber informiert, was auf den politischen Ebenen los ist, dann erst recht nicht.

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Europa steht vor einem politischen Umbruch, der früher oder später auch zu einem Zerfall der Europäischen Union führen wird. Das Elitenprojekt, welches die Macht der Seilschaften sichern und die Menschen in Europa dem Diktat einer kleinen Clique unterwerfen soll, hat sich Dank der Unfähigkeit der politischen Klasse selbst überlebt. Politische Farblosigkeit und die Unterwürfigkeit gegenüber den mächtigen Konzernen sind eben kein Erfolgsrezept. Zumindest nicht auf Dauer. Das werden auch CDU/CSU und SPD bald erfahren. Ob der "politische Zug" dann mehr in Richtung AfD oder Linkspartei gehen wird, muss sich jedoch noch herausstellen.

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11 thoughts on “Aktuelle Entwicklung: Ein Europa der Extreme”

    1. Ich hatte heute doch einen Artikel, hier bei Contra, lesen dürfen mit der Schlagzeile: „Rekrutieren & ausrüsten: IS-Untergrundarmee für einen europäischen Bürgerkrieg“.

      Dann war da noch ein Artikel, und ich verweise mehr als ungern auf dieses Medium, aber der Artikel ist ebenso lesenswert, bei Focus mit dem Titel: „Ihr werdet geschlachtet“. Mein Kommentar zu dem Artikel: Merkel, Deutschland, Politik der letzten 20-30 Jahren, eine Bankrotterklärung des Deutschen Staates.

      Der Artikel hier ist treffend, jedoch umschreibt er in keiner Weise wie sehr es in naher Zukunft bei uns krachen wird. Ich dachte eigentlich, dass ich als ein Mitte der 70ger Jahren geborener, keinen Krieg im eigenen Land erleben sollte. Von einem WWIII ganz zu schweigen, aber der ist schon längst am laufen.

  1. Exakt, da gibt es zunächst nix hinzuzufügen! Das Führungspersonal in den Parteien der Mitte ist Anhängsel resp. Verwalter rein privatwirtschaftlicher Interessen. Das meint aber nicht den Kleinkrauter gleich hier um die Ecke. 

  2. Das heutige Ehrenamt zeigt, wie Menschen auch mit großen Aufgaben umgehen, ohne finanziell honoriert zu werden. Dass politische Parteien ein Auslaufmodell sind, predige ich seit fünf Jahren. Immerhin habe ich die "Partei der Vernunft" im Hambacher Schloß mitbegründet.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Partei_der_Vernunft

    Leopold Kohr ist Österreicher. Er sollte Lesern des Contra-Magazins bestens bekannt sein. Falls nicht, dann lese man zur Einführung hier:
    http://www.dzig.de/Leopold_Kohr_-_Small_is_Beautiful

    Besser ist ein Staat mit Selbstverwaltung und mit bürgerlichen Freiheiten. Die allgegenwärtige Einmischung in alle Lebensbereiche durch Juristen, Parteien und Bürokraten hat nichts mit dem kumulierten Willen einer Nation zu tun, sondern kennzeichnet eine Massengesellschaft, der sich der Einzelne unterzuordnen hat. Das ist totalitär.

    Beleg dafür ist die Staatsquote von 50 bis 80 Prozent in Deutschland. Die Überlegungen hierzu weichen voneinander ab. 5 bis 10 Prozent wären menschengerecht und reichen für einen Nationalstaat aus, der sich einigen wenigen hoheitlichen Aufgaben widmet und alles andere privaten Organisationen der ZivilGesellschaft überlässt. Er braucht kein Geld mehr für Wahlgeschenke, weil es keine Parteien, Lobbyisten und Stiftungen mehr gibt, die eine politische Richtung gestalten.

    Die heutigen Doppelbesetzungen durch fachliche und politische Führungskräfte sind ein selten dämliches Schandmal und einer freien Gesellschaft nicht würdig. Nun, lieber Leser, überlege bitte mal vor dem Einschlafen, welche sinnvollen Regierungsformen überhaupt in Frage kommen.

    Die "guten" Monarchien hatten alle Selbstverwaltung – auch in China. Ein anständiger Kaiser kümmert sich zuallererst um die Staatsgrenzen, damit es seinem Volk gut geht und er wegen Demenz zurücktreten kann. Die "schlechten" glichen eher einer Ausbeuterorganisation wie der BRD, und deren Kaiser legten sich vorzeitig zu ihren Vätern. Auch bei den Diktaturen gibt es Qualitätsunterschiede. Demokratie ist Lobbyismus in Reinkultur auf Kosten des Volkes. Man gibt seine Stimme in der Urne ab, sagt Ja und Amen zur Mutter der Nation und schweigt wie auf einem Friedhof.

    Bezogen auf den deutschen Sprachraum nehme man einen Kaiser, der Königreiche koordiniert, die entprechend Leopold Kohr nicht mehr als 12 bis 15 Millionen Einwohner haben. Auch diesen Gedankengang habe ich bezogen auf souveräne "Freistaaten" ebenfalls schon 2010 skizziert:
    http://www.dzig.de/Aufloesen-der-BRD-Bilden-von-sieben-EU-Mitgliedern
     

    Hans Kolpak

    Goldige Zeiten

  3. "Dass politische Parteien ein Auslaufmodell sind, predige ich seit fünf Jahren. Immerhin habe ich die "Partei der Vernunft" im Hambacher Schloß mitbegründet."

    *lol*

  4. Dann, wenn die Rechten oder die Linken die Mehrheit haben, wenden sich die Konzerne den Rechten oder Linken zu und das gleiche in Grün wird passieren wie zuvor mit der ehmaligen Mitte. Die Linken oder Rechten werden die neue Mitte sein.

    Wo ist das Problem für die Konzerne, denn eine nicht Unwichtige Rolle haben die Konzerne auch unter Adolf Hitler im Dritten Reich gehabt.

    Haben wir das etwa vergessen?

    Nicht die Regierung muss das Volk regieren, sondern das Volk die Regierung regieren.

    Wenn die Demokratie führt, brauchen wir keine Führer.

     

     

     

     

  5. "Ob der "politische Zug" dann mehr in Richtung AfD oder Linkspartei gehen wird, muss sich jedoch noch herausstellen."

    Was ist denn der Unterschied zwischen Merkel und Links???

  6. Coudenhove-Kalergi Plan, Hooton-Kaufman Plan, Morgenthau Plan, Marshall Plan und das Rakowski-Protokoll 1938. Seit 9.1950 ist im Bundestag Deutschland als Souveräner Staat abgeschafft worden und die Staatmacht machtlos geworden, dank der Besatzer. Deuschland ist eine grosse Firma mit vielen Einzelfirmen. Alle GmbHs. Siehe UPIK.Reg. mit D.U.N.S Nr. Wir werden von einer NGO abgewickelt. Alle Parteien sind ebenfalls GmbHs, sogar die Justiz und die Polizei. Narren, macht die Augen auf, lest Bücher und alte Verträge, lest das GG und die Verfassungen von der Paulskirchenverfassung bis heute und stellt fest, dass wir abgeschafft werden und dafür ewig zahlen müssen.. Hört auf rum zu daddeln und denkt scharf nach, was im Augenblick mit Deutschland und Europa veranstaltet wird. UNO 1991 bis 2o30, Georgia Guidestones und der Vatikan, der jüdisch-zionistische Freimauerer-Hochorden, dessen oberster Tycoon die Rothschild Dynastie steht haben seit 1776 ( Adam Weishaupt) die NWO-Neue Welt-Ordnung auf dem Zettel. Der 1. inszenierte Weltkrieg ist immer noch nicht vorbei, da die NWO immer noch nicht installiert und Deutschland, wegen Kultur und Tugenden, Schaffensjraft und hohem Geist immer noch nicht von der landkarte ausradiert wurde, siehe Reden und Dokumente von Wiston Churchill. Jede andere Pillepalle Diskussion entbehrt jeder Grundlage, wer die Pläne ignoriert und die Realität ignoriert. Der Personal-Ausweis ist der Angestellten-VERTRAG, gem.HGB mit der Firma BRiD GmbH.

    1. Hallo Frieda v. 30.11.15

      Daß Deutschland die Kanzlerakte und auch die Besatzungsrechte der Aliierten nur teilweise aufgehoben hat, und diesen dadurch bedingten Souveränitätsverlust der Öffentlichkeit vorenthält, das wissen wir.

      Aber: Wer oder was ist NWO? Und was ist UPIK?

       

       

       

  7. Der Krieg, den die Reichen weltweit den Armen erklärt haben, muss dahin zurückgetragen werden, wo dieser Krieg erklärt wurde, wo man an uns verdient und wo man über uns lacht.

    In die Villenviertel der Reichen.

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