Neue Daten der US-Sozialversicherungsbehörde zeigen deutlich auf, wie sich die amerikanische Mittelschicht auflöst. 51 Prozent der Beschäftigten verdienen weniger als 30.000 Dollar im Jahr – abzüglich Steuern und Versicherungen. Knapp darunter liegt die Armutsgrenze für eine fünfköpfige Familie.

Von Marco Maier

Die US-Sozialversicherungsbehörde (Social Security Administration) veröffentlichte aktuelle Daten zum Einkommen der US-Amerikaner. Demnach verdienen 51 Prozent der Beschäftigten in den USA weniger als 30.000 Dollar im Jahr – also 2.500 Dollar pro Monat. Brutto selbstverständlich. Netto sind das noch 2.100 Dollar (rund 1.850 Euro), ohne dass man sich selbst krankenversichert hätte. Dazu muss man noch bedenken, dass vor allem die Grund- und Immobiliensteuern in den USA deutlich höher sind als hierzulande (zwischen 0,18 und 1,89 Prozent des Immobilienwertes, je nach Bundesstaat), so dass der Traum vom eigenen Häuschen durchaus noch eine teure Angelegenheit sein kann. Zum Vergleich: Die Armutsgrenze für eine fünfköpfige Familie in den USA liegt derzeit bei 28.410 Dollar jährlich.

Nun zurück zu den statistischen Daten. Demnach verdienen 38 prozent der amerikanischen Arbeiter weniger als 20.000 Dollar im Jahr, 51 Prozent weniger als 30.000 Dollar im Jahr, 62 Prozent weniger als 40.000 Dollar im Jahr und 71 Prozent weniger als 50.000 Dollar im Jahr. Sicher, wenn 29 Prozent der Beschäftigten über 50.000 Dollar jährlich verdienen, scheint das viel zu sein – doch wenn man auf die Beschäftigungsquote blickt, relativiert sich das Ganze schon wieder.

Denn: 7,9 Millionen Amerikaner im arbeitsfähigen Alter sind offiziell als arbeitslos gemeldet und weitere 94,7 Millionen Amerikaner im arbeitsfähigen Alter sind in der "not in the labor force" – also weder beschäftigt noch arbeitslos gemeldet. Insgesamt also haben ganze 102,6 Millionen Amerikaner noch nicht einmal einen Job und demnach (sofern sie nicht äußerst kriminell sind oder zu den ganz wenigen Superreichen gehören) auch kein wirklich lebenswertes Einkommen.

Ergo kommen zu den knapp 60,3 Millionen Menschen die weniger als 20.000 Dollar pro Jahr verdienen noch einmal 102,6 Millionen Personen hinzu, die gar kein reguläres Einkommen haben. Also insgesamt 162,9 Millionen Menschen. Das sind schon einmal 50 Prozent der Gesamtbevölkerung (inklusive der Kinder und der 49 Millionen Rentner!) Geht man davon aus, dass wohl drei Viertel der US-Rentner auch nicht mehr Geld zur Verfügung haben, kommen wohl noch einmal knapp 37 Millionen Menschen mit niedrigem Einkommen hinzu, womit wir bei 200 Millionen Erwachsenen wären, deren Einkommen unter diesen 20.000 Dollar liegt. Wie dramatisch die Lage der Amerikaner tatsächlich ist, zeigt dieses Beispiel: Wenn ein US-Bürger keine Schulden hat und noch 10 Dollar in der Brieftasche, dann ist er reicher als 25 Prozent seiner Landsleute.

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Um in den USA ein Mittelklasse-Leben führen zu können, muss man derzeit über ein durschnittliches Haushaltseinkommen von etwa 50.000 Dollar verfügen. Für 71 Prozent der Arbeiter in den USA ist dies als alleiniger "Brötchen-Verdiener" schon einmal nicht möglich (vom Rest der Nicht-Beschäftigten reden wir erst gar nicht). Inzwischen ist es so, dass in immer mehr Haushalten beide Partner Vollzeit arbeiten um über die Runden zu kommen, doch um überhaupt noch in der "Mittelklasse" mitspielen zu können, reicht das immer seltener aus.

Der "american way of life", der "american dream" ist ausgeträumt. Gut bezahlte Arbeitsplätze in der Produktion weichen schlecht bezahlten Dienstleistungsjobs, die zunehmende Überschuldung der öffentlichen Haushalte sorgt für eine wachsende Steuerlast und immer mehr Amerikaner leben von staatlichen Zuwendungen. Auf der anderen Seite stehen 130.536 Amerikaner, die mehr als eine Million Dollar im Jahr verdienen, 134 von ihnen sogar mehr als 50 Millionen Dollar (im Schnitt 86,3 Millionen).

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4 thoughts on “Working Poor: Die US-Mittelschicht verschwindet”

  1. Der amerikanische Traum war schon vor knapp 10 Jahren ausgeträumt, sonst wäre es nicht zum Verlust von 3 Mio Häusern und im Folgenden zur Faststaatspleite gekommen. Das wiederum führte zur Mitternachtsrettung, als zwei Irre von staatstragenden Funktionen von Geldverleihern sprachen. Jesus warf sie aus dem Tempel – und das Leben ging besser. Die zwei Personen sahen das anders. Nach kurzer Erholungsphase tönten irische Banker wieder: „Scheiß auf Verluste, die Deutschen werden das wieder ausgleichen.“
    Der besondere Stolz der Irren beruht auf den Ergebnissen auf dem Arbeitsmarkt. Man hätte schließlich Millionen neue Jobs geschaffen.
    1. Ersetzten die ordentliche Arbeit.
    2. Kann man mit der neuen Arbeit nur mit Unterstützung des Staates überleben. Musterarbeit sieht heute so aus: 30 Wochenstunden für ca.950,-€ im Monat bei 300 € Zuzahlung vom Amt. Großartige Neue Arbeitswelt nach Ami-Muster.
    Ist das eigentlich nur mir aufgefallen, dass von jenseits des Atlantik nur Scheiße rüberkommt, die hier kniefällig als Sondergabe begrüßt wird?
    Aber ernsthaft: das System ist am Arsch. Die Zucken zwar noch, aber leben kann man das nicht nennen. Die erinnern mich an einen pleitegegangenen Unternehmer. Den Daimler, den Smoking und die teure Uhr hat er noch. Aber einladen kann er selber keinen mehr. Zur militärischen und strategischen Impotenz kommt natürlich das Scheitern der Sozial- und Innenpolitik dazu. !2.000 von den eigenen Bullen getötete… 55 Mio Essensmarkenempfänger, 55000 verschwundene Kinder jährlich! Reicht`s?

  2. Rabbi Abraham Finkelstein, aus New York, gab folgendes in einem Interview zum Besten :

    „We’re gonna build up China and India, and we’ll just let America sink into the desert”
    (“Wir sind dabei China und Indian aufzubauen und lassen einfach Amerika in eine Wüste versinken“)

    .“Nun ist es an der Zeit (für uns Juden) etwas zu unternehmen, deshalb sind wir dabei China und Indien aufzubauen, und gut…lassen wir Amerika in eine Wüste verwandeln, denn (inzwischen) kümmert es niemanden (wirklich) mehr, was mit Amerika geschieht. Und wie sie wissen, sind da nicht mehr sehr viele Shekel zu machen, wie sie ja selbst wissen. Wie man so schön sagt: ‚Du kannst kein Blut aus einem Stein herauspressen, sosehr Du Dich auch bemühst, um etwas heraus zu pressen‘‚ (Da dies offensichtlich ein gängiger jüdischer (jiddischer) Spruch ist, dem meine Denke nicht ganz folgen kann, bringe ich in vorsorglich auch noch im Original:

    „It’s a, you know, there’s not much shekels to be made any more, you know, as they say: you can’t get blood out of the stone to work up as much blood out of this stone as we’re gonna get [fast and unintelligible].“

    An anderer Stelle:

    A: “Hey, we ARE god’s chosen people. Its just most Jews do not like to admit it, but our god is Lucifer.” Übers.:(Hey, wir sind Gottes (Jahwes) auserwähltes Volk. Die meisten Juden wollen es nicht wahrhaben, aber UNSER Gott ist Luzifer!)

    http://antimatrix.org/Convert/Books/Rabbi_Abe_Finkelstein_Interview/Rabbi_Abe_Finkelstein_Interview.html#six_million_jews

  3. Aus dem Munde des Oberzionisten Netanjahu in seiner “Schmährede in Finks Bar” (Jerusalem) aus dem Jahre 1990, das von der DIA des Pentagons abgehört wurde:

    Wenn man uns erwischt, werden wir nur von Personen derselben Sorte ersetzt. Es interessiert also nicht, was Du machst. Amerika ist ein goldenes Kalb und wir werden es aussaugen, kleinhacken und es Stück für Stück verkaufen, bis nichts mehr übrig ist, als der größte Wohlfahrtsstaat der Welt, den wir erschaffen und kontrollieren. Warum? Weil das der Wille Gottes ist und Amerika ist groß genug, um den Schlag zu verkraften und wir können es immer wieder tun.Das ist es, was wir den Ländern antun, die wir hassen. Wir zerstören sie sehr langsam und lassen sie dafür leiden, dass sie sich weigern, unsere Sklaven zu sein.”  (Credit to the Defense Intelligence Agency of the United States Department of Defense)

    http://www.veteranstoday.com/2015/03/26/this-crash-is-in-no-way-manner-nor-form-a-credible-accident-or-suicide/

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