Die Wahllokale in Portugal schlossen um 19 Uhr Ortszeit. Damit dürfen auch die ersten Hochrechnungen veröffentlicht werden. Hier die Ergebnisse.

Von Marco Maier

Eben schlossen die letzten Wahllokale. Mit Spannung wurde erwartet, ob die regierende konservative Regierung unter Pedro Passos Coelho und Paulo Portas ihre Führung halten kann, oder ob die oppositionellen Sozialisten eine Wende schaffen.

Den ersten Hochrechnungen zufolge konnte die die konservative Koalition von PSD und CDS-PP (Portugal à Frente – PàF) mit 38-43 Prozent der abgegebenen Stimmen ihre Führung halten. Allerdings dürfte sie die absolute Mehrheit verloren haben. Die oppositionellen Sozialisten (PS) kommen demnach auf einen Stimmenanteil von 30-35 Prozent.

Der linkspopulistische "Bloco Esquerda" (BE) kann – entgegen der Umfragen, in denen sie stets recht schwach sind – mit immerhin 8-11 Prozent der Stimmen rechnen. Auch das Bündnis aus Kommunisten und Grünen (CDU) kann mit 7-9 Prozent rechnen. Von den Kleinparteien dürfte die BE-Abspaltung "Livre" mit zwar nur 1 Prozent der Stimmen rechnen, doch zumindest ein Direktmandat erhalten.

Bei den Abgeorgneten ergäbe sich folgende Verteilung: PàF: 108-116, PS: 80-88, BE: 16-20, CDU: 13-17, Livre: 1. Damit zeigt sich zwar eine deutliche linke Mandatsmehrheit, allerdings gelten sowohl der BE und die CDU als ziemlich ablehnend der PS gegenüber. Wahrscheinlich wird der Präsident die Konservativen mit der Regierungsbildung beauftragen, welche dann wohl eine Minderheitsregierung bilden dürfte.

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Die Wahlbeteiligung selbst liegt den ersten Schätzungen zufolge bei 60-65 Prozent, also recht niedrig. Auch sind die ersten Hochrechnungen mit Vorsicht zu genießen, da sich im Laufe der Auszählung noch deutliche Verschiebungen ergeben können.

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One thought on “Wahl in Portugal: Erste Hochrechnung mit linker Mehrheit – Rechtskoalition stärkste Kraft”

  1. In Bezug auf das Wahlergebnis schreiben Sie: „deutliche linke Mandatsmehrheit“. Das bedarf allerdings einer näheren Betrachtung, denn Ihre Analyse scheint leider nicht meht zeitgemäss zu sein, denn anders als in vergangenen Zeiten heisst es heute, üben wie drüben, PàF plus PS = Einheitspartei Portugals.

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