Die Erfolge der russischen Luftwaffe gegen dschihadistische Milizen in Syrien und die militärische Hilfe des Irans sorgen nun dafür, dass die sunnitischen Kräfte zum Religionskrieg aufrufen und Hilfe aus anderen sunnitischen Staaten gegen die "russisch-iranische Besatzung Syriens" anfordern. Die Türkei, Saudi-Arabien und Katar liefern bereits Waffen an Islamisten.

Von Marco Maier

Die Assad-treue Allianz umfasst neben der syrischen Armee und Russland auch die schiitische Hisbollah, den Iran und die schiitisch dominierte irakische Regierung. Alle zusammen arbeiten daran, die Regierung von Präsident Baschar al-Assad zu stärken und vor allem die sunnitisch-islamistischen Gruppierungen und Milizen zu bekämpfen, die aus Syrien einen extremistischen Gottesstaat machen wollen.

Dieser Umstand führt nun dazu, dass sich mehrere sunnitische Milizen gegen die "russisch-iranische Besatzung Syriens" zusammengeschlossen haben und die weitere Unterstützung der sunnitisch geprägten Nachbarstaaten einfordern. Währenddessen erhalten die sunnitischen Anti-Assad-Milizen ihre Unterstützung vor allem aus den arabischen Golfstaaten, aus der Türkei und von den Vereinigten Staaten von Amerika. Erst kürzlich haben die Golfstaaten und die Türkei Berichten des Guardian zufolge damit begonnen, die islamistischen Gruppen in Syrien mit noch mehr Waffen zu versorgen. Die Türkei kämpft so beispielsweise schon zusammen mit der al-Nusra Front – einem al-Quaida-Ableger – gegen die Kurden. Zudem unterstützen Saudi-Arabien, Katar und die Türkei die islamistische Gruppe Ahrar al-Sham (die vom Guardian als "islamisch-konservativ" verniedlicht wird).

Angesichts der zunehmend religionsideologisch geführten Allianzen, könnte das Pulverfass Naher Osten bald schon an mehreren Fronten hochgehen. Denn beispielsweise auch im Irak kochen religiöse Differenzen immer wieder hoch, weil die sunnitischen regierungstreuen Teile der Bevölkerung und der Armee immer wieder als Agenten des "Islamischen Staates" verdächtigt werden, obwohl sie mit den Terroristen nichts zu tun haben. Der ganze Konflikt könnte nun infolge der zunehmenden Verhärtung der Fronten – und des Krieges im Jemen, der ebenfalls zwischen Sunniten (v.A. den Saudis) und Schiiten (v.A. den Iranern) geführt wird – die islamische Welt noch stärker auseinanderreißen als es bisher schon der Fall war. Vor allem jedoch könnte er dazu führen, dass die Radikalen und die Hardliner zunehmend an Gewicht gewinnen und die Marschrichtung angeben.

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10 thoughts on “Syrien: Sunnitische Milizen propagieren Religionskrieg”

  1. Am Schluß kämpft jeder gegen jeden wie im Asterix bei den Römern, nachdem der fiese Destruktivus alles durcheinander gebracht hat. Wer ist hier der Destruktivus?? Sicher nicht die Russen. Barakus? Oder der Britannix?

  2. Mann mann mann, Planet der Affen fällt mir bei diesen Gesichtern nur ein.

    Apropos Gesichter:
    Gesichtsmaske = Terrorist. Egal ob Ost oder West!
    Punkt.

    ~~~

    Kann es übrigens sein, dass die Amis schon wieder eine neue Sauerei ausgeheckt haben?

    „Terrorgefahr in Zentralasien: Turkmenistan braucht militärische Hilfe“
    Turkmenistan grenzt an Iran

    Quelle: Sputnik News

  3. Zu spät, liebe Freunde, zu spät. Ich sage auch warum ich das denke:
    1. Saudiarabien ist zur Zeit nicht bei Kräften. Innenpolitisch gespalten, wirtschaftlich unter Druck (Ölpreis, sonst haben sie ja nichts), militärisch bis zum Zerreissen gefordert (125.000 Mann nach 6 Monaten Kämpfen, lange Grenze, sie ürfen ihre Eigensicherung nicht vergessen.
    2. Türkei ist zur Zeit wieder mal im Chaos (Wahlen im November, Krieg mit den Kurden, den RF richtig über Waffenlieferungen und Anleitung entfachen könnte, militärisch zwar personell groß – mit gut 600000 Mann – aber technisch auf dem Niveau M48 mit einzelnen Leo 1 + 2 und ein paar F 16, und vor allem ohne klare Perspektive. Der Emir auf einem wackeligen Thron. Größenwahnsinnige, schwüle imperiale Träume und ohne Freunde. Jetzt denkt er, die Russen wären von ihm abhängig, wenn er kein Gas von ihnen nimmt und wer anders das AKW baut. Zum totlachen. Die 27 Mio Gas kauft dann eben wer anders. Und wo bekommt er seins her? Aus Aserbaidshan? Da müßte er aber richtig investieren. wollen wir mal auf die türkische Wirtschaft mit ihrer Immobilienblase schauen? Lächerlich, dieser Spinner. und es wird immer einsamer um ihn.
    3. Wo haben wir denn noch ernstzunehmende sunnitische Menschengruppen am Start? Ach ich weiß. In Washington. Waffenlieferungen. Welche denn? wer soll die bedienen? Und wann geschieht das?
    4. RF-Koalition sind nämlich schlaue Kerlchen. Die haben erst alle Vorbereitungsarbeiten (Operationsplanung, Aufklärung, Sicherstellung, Org. des Zusammenwirkens) abgeschlossen ehe sie was verlauten ließen. Bei den „Freunden und Partnern“ ist das anders. Da wird oft erst öffentlich überlegt, dann Geld gesucht und dann erst gehandelt. Obama will Raqqa haben, um nicht ganz Syrien zu verlieren. Hat er aber schon. ehe der in die Pötte kommt, sind schon Platzhalter von Assad da. Und jetzt?
    5. Im Grunde ist das alles nur Gedöns weil ihnen nichts anderes bleibt. Was wollen sie denn noch machen? Von den Golanhöhen über ganz West-Syrien hat die S-300 von der „Moskwa“ eine Flugverbotszone gelegt. Peinlich für denn Hegemon und schlecht für Israel aber wahr. Damit können RF und Syrer schalten und walten. Und natürlich wird da Opposition weggemacht, ISIL ist ja schon abgehauen. Und keine Chance, es zu verhindern. Religionskrieg? Ja, seit dem Königreich der Himmel.
    Na Und?

    1. Schön geschrieben.

      Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind Türken immer nur peinlich. Und zwar peinlich-bös. Die gestählten Männer können zwar im zarten Alter von 4 Jahren bereits Auto ..äh Benz fahren, haben allerdings mit 17 3/4 dann auch schon den ersten Benz (meist einen ganz dicken) gefetzt, und spätestens mit 19 einen Autounfall mit Todesfolgen zu verantworten. Das spornt den Gasfuß aber eher noch an. Vor allem, wenn das getötete Unfallopfer ein Ungläubiger war. Ungläubige haben immer Schuld, der Hergang ist egal.

      O ja, ich kenn das.

      Da war die Geschichte von Gerd und Kretin. Auf türkisch hieß er Methin, aber ich erklärte ihm: „Auf deutsch heißt das Kretin“. Von da ab hatte mich der alte Bock fest in sein Herz geschlossen.

      Eines Tages. Wir standen in Kretins Garage. Zum Biertrinken mussten wir immer rein gehen, damit Allah nur nichts merkt. Das Bier musste mein Vermieter spendieren, weil der Prophet es Kretin streng verboten hatte, alkoholisches Gedankentum jeder Art zu pflegen. Dazu muss man wissen, dass Kretin ein Moscheeprediger war. Also so eine Art von Allah persönlich auserkorener, der ganz laut redet, wenn er andere zum Morden und anderen islamischen Hobbys aufstachelt.

      Es war ein Freitagnachmittag. Gerd und Kretin unterhielten sich über das kommende Wochenende. Wir anderen standen daneben. Ich fand die Gespräche immer sehr amüsant, auch wenn Kretin mich so gut wie nie eines Blickes würdigte. Ich war noch unwürdiger als ein Ungläubiger, seit ich seinem Sohn bei Androhung von Schlägen verboten hatte, über meinen Hund zu fahren.

      Jeder hatte eine Flasche Licher Export in der Hand. Der (verheiratete) kleine dicke Kretin mit Halbglatze prahlte über seine Erfolge bei Frauen. Gerd nickte immer, wenn ein weibliches Geschöpf mit Namen genannt wurde. Ein von Kretin genanntes Mädel war jünger als das andere. Sein Gesicht wurde immer lüsterner, während seine Stimme immer piepsiger wurde.

      Mein Vermieter stieß mich bei solchen Gelegenheiten immer mit dem Ellebogen an, was so viel hieß: „Hör bloß auf! Lass den nur in Ruhe, verarsch ihn nicht noch! Du weißt doch, wie er ist. Fang nur keinen Streit an“.

      Gerd hatte eine 16j. Tochter.

      Kretins Tochter war 17.

      Im intimsten Männergespräch wurde Kretin plötzlich vertraulich, stieß Gerd mit dem Ellebogen in die Seite und sagte mit leiser erregter Stimme: „Gerd, dein Tochter soooo schön. Würde ich gern mal Fickificki mache. Geht?“

      Gerd, inspiriert von dem vertrauten Männergespräch, hielt das für einen Spaß. Er lachte und gab das Kompliment zurück: „Methin, du hast aber auch eine sehr schöne Tochter. Bei der würde ich auch gern mal Fickificki machen“.

      Was dann passierte, könnte der Anfang einer Kriminalgeschichte sein.

      Kretins Gesicht verfinsterte sich augenblicklich wie die Wolken vor dem schlimmsten annehmbaren Gewitter. Mit welchen Worten er den verdutzten Gerd traktierte, weiß ich nicht mehr, aber es waren keine netten Worte.

      Erst schmiss Kretin die Bierflasche in die Ecke, dann schossen seine Hände wie Schraubstöcke nach vorne. Sie erfassten Gerds Hals und drückten mit der Kraft eines Muslimen zu, der einen Ungläubigen gerade dabei erwischt hatte, sich Allahs Gesetzen zuwider zu verhalten und einen Muslime zu beleidigen.

      Dem verdutzten Gerd fiel das Bier aus der Hand. Beide fielen um, dann war Kretin mit rotem Gesicht auch schon über ihm. Die Hände drückten zu, Kretins Gesicht wurde dabei immer röter. Gerds Gesicht verließ jede Farbe: Er bekam während dem Vollzug seiner Todesstrafe keine Luft mehr.

      Zu dritt mussten wir Kretins Hände von Gerds Hals lösen, sonst hätte die Geschichte ein böses Ende genommen. Sogar ich war erschrocken, obwohl ich nie Gutes geahnt habe, wenn Kretin mit seinem Auto ..äh Benz auf den Hof fuhr.

      ~~~

      Das war die Geschichte zwischen dem Islam und dem Christentum, so wie sie wirklich ist. Eine kleine Geschichte zwar nur, dafür selbst erlebt. Und meiner Ansicht nach frei skalierbar nach oben, bis in die aktuelle Geschichte hinein, der Frau Merkel gerade Tür und Tor geöffnet hat.
      O Halleluja.

      1. Von der Sorte gibt es bei uns 300.000 Leute. Anstatt Mercedes fahren sie oft BMW 3er. Mädchen gehen nicht zum Sportunterricht, an der Rütli-Schule gab es mal 84% Anteil unter den Schülern, die bezeichnen ihre Gastgeber als Kartoffeln. In Begegnung mit dem Gesetz steht eine Streifenwagenbesatzung innerhalb von Sekunden über das Kurzwahlverzeichnis 100 Gleichen gegenüber und die Effendis ziehen die Nummer mit der Frau als halber Mensch konsequent durch. Gerade hat ein Imman den Handschlag einer abgeordneten verweigert. Lasst uns Moscheen bauen…

      1. Da haben Sie natürlich Recht, Herr Maier 😀
        Da bliebe dann schön viel Platz für uns Atheisten übrig, und es würden auch nciht mehr so viele nervige Trottel herumrennen.

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