Printauflagen sinken weiter – „BILD“ verliert gar 10 Prozent der Leser

Für das Revolverblatt "BILD" geht es immer weiter bergab. Im dritten Quartal 2015 verlor das Springer-Blatt wieder sehr viele Leser. Auch "Der Spiegel" musste – wie viele andere Zeitungen und Magazine – Federn lassen.

Von Marco Maier

Im Printbereich gehen für die meisten Publikationen die harten Zeiten weiter. Bei den 15 auflagenstärksten Zeitschriften und Zeitungen gab es im dritten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum durchwegs Auflagenverluste, lediglich "TV Direkt" konnte ein leichtes Plus von 0,7 Prozent verzeichnen. Die neuen Zahlen der IVW verwundern jedoch kaum noch jemanden.

Am schlimmsten erwischte es das Springer-Boulevardblatt "BILD". Mit durchschnittlich 2,086 Millionen verkauften Zeitungen in Juli, August und September 2015 liegt das Minus gegenüber diesen Monaten im Vorjahr bei 227.000 Stück oder 9,8 Prozent. So stark war der Verlust bei der verkauften Auflage sonst nirgends. Die "Bild am Sonntag" stürzte dafür um "nur" 6,5 Prozent ab und kommt demnach auf eine verkaufte Auflage von 1,118 Millionen Stück.

Aber auch "Der Spiegel" (-5,5 Prozent), "Stern" (-5,2 Prozent) und "Focus" (-2,6 Prozent) mussten erneut Einbußen hinnehmen. Geht der Verfall bei diesen Magazinen so weiter, fällt der Spiegel im nächsten Jahr unter die Marke von 800.000 verkauften Magazinen, der Stern kommt dann auf weniger als 700.000 Stück an verkaufter Auflage und der Focus selbst hielt jetzt gerade noch die Marke von 500.000 Stück.

Ebenfalls rückläufig sind die Auflagen bei der "Die Welt" (-14,5 Prozent bei der harten Auflage) und beid er "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), die – vor allem wegen der Bordexemplare – 13,4 Prozent einbüßte. Im "harten Bereich" liegt das Minus bei 6,7 Prozent. Mit 2 Prozent Minus hält sich dafür die "Süddeutsche Zeitung" halbwegs passabel, wenn man die Verluste der anderen Printtitel betrachtet. Aufwärts geht es sonst nur noch beim "Handelsblatt" bei der "taz" und beim "Freitag".

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Über kurz oder lang wird sich bei den Printtiteln jedoch noch so einiges tun. Denn mit den Auflagenverlusten gehen auch Umsatzverluste einher, die den Kostendruck weiter erhöhen. Damit dürfte sich auch das Zeitungssterben fortsetzen. Alleine über die Onlinekanäle können die Verlage die gewaltigen Apparate nicht querfinanzieren.

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18 Kommentare

  1. Gut so, die Lügenpresse bekommt endlich was auf die Fresse!

    Wir erinnern uns: Die stramm zionistische Bildzeitung wurde mit 7 Millionen US-Dollar von der CIA (einem von Rockefeller/Rothschild & AIPAC kontrollierten Unternehmen) aus der Taufe gehoben!

    Andreas von Bülow: BILD Zeitung wurde von CIA gegründet!

    https://www.youtube.com/watch?v=K4JLvwFSGak

  2. Weiß man denn warum das so ist? Die Schwachköpfe, die das Wurschtblatt bisher gekauft haben, können doch nicht auf Schlag gestorben sein? Und das bei uns der Kommunismus auf dem Vormarsch ist glaube ich auch nicht.

    1. Habs gerade geschrieben.

      Die Kündiger waren vermutlich „Putin-Trolle“. Die haben die Blätter erst aboniert, und dann ALLES auf einen Schlag gekündigt…so wird unsere Presse aus Russland kaputt gemacht. Es ist wirklich traurig.

      ~~~

      (würde mich nicht wundern, wenn dieses Argument irgendwann tatsächlich kommt)

    2. @ Th. Roth

       

      …"Und das bei uns der Kommunismus auf dem Vormarsch ist glaube ich auch nicht."

      ———–

      Nein, nicht der Kommunismus ist auf dem Vormarsch, der hat ausgedient. Auf dem Vormarsch ist der Neo-Feudalismus im Schulterschluss mit dem Kulturmarxismus a la Frankfurter Schule.

      Und das ist viel schlimmer als der gute alte Kommunismus/Sozialismus. Selbst ein Erich Honecker ist ja nicht auf die Idee gekommen, sein DDR-Staatsvolk durch gezielte Massenabtreibung, Gender-Mainstreaming u. Masseneinwanderung aus der 3. Welt auszulöschen!

       

       

      1. @D.von Bern

        Beifälliges ungehemmtes Nicken. Bei uns lief keiner in Strumpfhosen, Händchen haltend und Küsschen gebend durch die Lande. Abgetrieben wurde reichlich, gevögelt und geschwängert aber noch mehr. Die 96% der Frauen, die einen Beruf ausübtenn, waren auch automatisch für Alice Schwartzer und die Grünen verloren, weil sie Bodenhaftung hatten. Ausländer gab es auch, meistens zum arbeiten oder studieren, danach gingen sie als Multiplikatoren zurück in ihre Heimat.  

         

  3. Ich wundere mich schon lange, dass sich dieses bedruckte Klopapier immer noch hält. Ich habe schon 2010 begonnen, die Systempropaganda zu meiden wo es nur geht und spätestens seit „Stoppt Putin jetzt“ weiß ich auch warum.
    Dass die SAUBLÖD überhaupt von Menschen mit Gehirn „gelesen“ wird, konnte ich noch nie verstehen; dieses Drecksblatt hat außer Hetze und Propaganda genau gar nichts zu bieten (wenn man von den Titten der Seite-3-Maus absieht).
    Im Online-Bereich doktern sie ja auch alle rum, der Lügel, die Frankfurter Arschgemeine und wie die transatlantischen Schmierblätter alle heißen; haben eh alle nur noch ein Thema: Der heilige Sankt Flüchtikus, der seine islamistischen Segnungen über uns bringt und die vielen bösen Einheimsichen, die sich immer noch weigern zum Islam überzutreten – wer sollte den Ssheiß lesen? Wer zahlt schon gern dafür zu lesen, dass er eh nur ein ewiggestriges Arschloch ist?
    Gelobt seien Contra-Magazin, Neopresse & Co.!

  4. Das interessiert diese Art Gewerbesumpf überhaupt nicht. Die machen glatt noch im negativen Bereich weiter, ohne es zu merken. Sie schimpfen allenfalls auf die „durchtriebene Pegida“, die jetzt auch schon die deutschen Zeitungen kaputt macht. Oder vermuten hinter denen, die das Abo gekündigt haben (oder die Zeitung nicht mehr kaufen) „Putins Trolle“.

    Leute, die bei der Zeitung (oder allgemein: Mainstream Medien) arbeiten, haben die Orientierung verloren. Sie wissen weder, was auf der Welt vor sich geht noch ist ihnnen der Umgang mit anderen Menschen geläufig. Benehmen schon mal gar nicht. Als würden Aliens in den Redaktionen sitzen, oder Pflegefälle der Stufe 3.

    Ob die Straße noch da ist, oder der Wagen schon längst durchs steinige Geläde donnert, die fahren gerade so weiter. Und wenn die Kunden alle sind, verdonnern sie die Mitarbeiter zu Zwangsabos. So einfach ist das.

    Den Fall hats übrigens vor ein Paar Monaten tatsächlich gegeben. Um die Statistiken aufzupäppeln, erhielten die Mitarbeiter einer (lokalen?) Zeitung einen Brief der Personalabteilung, „doch bitte Produkte des Hauses zu abonieren“; ein paar % Rabatt gabs auch noch. Weiß aber nicht mehr, welche Zeitung das war.

    Obwohl er schon bekannt ist, muss ich wieder diesen tollen Film verlinken. Wie kein anderer offenbart sich da der Grund. WARUM es bei der Presse bergab geht. Inside-out von taz und Spiegel: Willkommenen in der Trinker(ohne Heil)anstalt.
    Die Rotwein Presse
    https://www.youtube.com/watch?v=ql7dDp_6oRc

    PS: Kann den Film vielleicht mal jemand bei FB teilen? Ich bin kein Fan dieser exhibitioistischen Welt, weil mit meine paar Freunde reichen, die ich auch ohne FB hab.

  5. @Marco
    Ja gibts denn schon Zeitungen, die in (nicht ‚um‘, sondern IN) den negativen % Bereich abgerutscht sind? Da es diese absurde Realität bei „Guthabenzinsen“ bereits gibt, kann man meine Frage ja heutzutage nicht mehr einfach mit „Quatsch !“ abtun.

    Apropos Zinsen: Habe vo. Wo. einen Mahnbescheid erwirkt. Die Zinsen, die der Schuldner zu zahlen hat, laufen genau so irre darum. Es dauert nicht mehr lang, dann muss der, der Geld von jemandem zu kriegen hat, Zinsen an den zahlen, der dieses Geld nicht rausrückt. SCHÖNE! NEUE! WELT!

  6. Der Widerstand gegen die Lügenpresse muss stärker werden. Ich decke diese Lügenblätter in Supermärkten mit anderen Zeitungen zu ,so dass diese von Kunden nicht gesehen werden. Was man nicht sieht kauft man nicht. Man kann die Zeitungen auch unter Druck setzen indem man die Firmen welche in den Lügenblättern werben anschreibt und damit droht die Produkte nicht mehr zu kaufen sollten sie weiterhin ihre Werbung dort platzieren. Einfache Mittel mit
    großer Wirkung wenn viele mitmachen. Und das ganze ist nicht mal strafbar.

      1. Genau, die müssen richtig stinken beim Frühstück.

        „Schatzi, dein Bildzeitung riecht aber heute wieder so komisch“

        Mit so ner kleinen 5ml Spritze könnte man schon viel erreichen *zwinker*

  7. Das die Zeitschriften/Zeitungen Auflage in dieser Größe verlieren, sie dürfen es sich gerne selbst zuschreiben.

    Der Journalismus ist schon länger unter die Räder gekommen.

    Aber Nazi-Kampfbegriffe wie Lügenpresse zu nehmen und sonstige Wortwahl entwerten sich die Kommentare von selbst.

    Noch abstruser wird das Alles, wenn man das „Hass- und Hetz-Lügennetz“ liest, das einen nur noch anekeln kann.

    Welch eine grandiose Alternative zwischen schwarzer Pest und brauner Cholera zu wählen.

    1. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum. Der Begriff "Lügenpresse" wurde nicht von den Nazis erfunden. Den Begriff gab es schon vor dem ersten Weltkrieg.

      Und – was viele nicht mehr wissen – die '68er' Demonstranten verwendeten den Begriff extensiv auf ihren Transparenten usw. im Rahmen der Proteste gegen die Springer-Presse.

      Über diesen Umstand berichtet die L-Presse natürlich nicht so gern.

    2. Herrgott schmeiß Verstand vom Himmel…

      Aber Nazi-Kampfbegriffe wie Lügenpresse zu nehmen und sonstige Wortwahl entwerten sich die Kommentare von selbst.

      Und an diesen Schwachsinn glauben Sie auch noch selbst, nicht wahr.

      Da die Automobilindustrie an einer Subventionierung des Volkswagens kein Interesse hatte, beauftragte Hitler die Deutsche Arbeitsfront (DAF) mit dem Bau der größten Automobilfabrik Europas. Am 28. Mai 1937 wurde unter der Aufsicht des Leiters der DAF Robert Ley die Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH (GeZuVor) mit Sitz in Berlin-Grunewald, Taubertstrasse 4, gegründet.

      Resüme: Falls Sie je einen VW gefahren haben, oder das noch vorhaben, sind Sie einer von den Leuten, die Sie innerlich verdammen. Denn das Wort VOLKSWAGEN ist eine Wortschöpfung aus den NAZI-Reich.

      ~~~

      Mir können gar nicht so viele Köpfe wachsen, wie ich schütteln möchte.
      Nee, wir brauchen keine Ausländer mehr. Wir brauchen wirklich keine. Man muss nur hinten am Deutschen die Feder aufziehen, dann läuft er vorne los: In jede Richtung 🙁

  8. Ich hätte eine Idee um die Aufllagen  wieder zu erhöhen!

    Also, die Idee ist so einfach wie genial!

    Die Verlage drucken jetzt Ihre Lügen-Blättchen auf dreilagiges, besonders flauschiges und wohlriechendes Papier.

    Lesen muss man den Stuss natürlich nicht, aber die Zeitungsseiten kann man dann einer sinnvollen Zweit-Verwendung zuführen…!

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