Kolumbianische Marineinfanteristen.

Bis zu 800 kolumbianische Ex-Soldaten sollen als Söldner im Jemen-Krieg gegen die Houthi-Miliz kämpfen. Es sollen ja möglichst wenige Saudis für die Ziele Riads sterben. Dafür nehmen die Saudis und die Vereinigten Arabischen Emirate viel Geld in die Hand.

Von Marco Maier

Nachdem schon die ersten Meldungen über eine Verlagerung von IS-Kämpfern aus Syrien in den Jemen bekannt wurden, folgt nun der nächste Paukenschlag. Die Saudis und deren Kriegskoalition lassen nichts unversucht, um den jemenitischen Machtkampf zugunsten ihres sunnitischen Marionettenpräsidenten zu entscheiden. Ein vom Erzfeind Iran unterstütztes Regime an der eigenen Grenze will Riad um jeden Preis verhindern.

Wie die kolumbianische Tageszeitung "El Tiempo" berichtet, sind bereits 100 kolumbianische Söldner in der südjemenitischen Stadt Aden eingetroffen. Insgesamt sollen es 800 werden. Hierbei handelt es sich um aus dem aktiven Dienst ausgeschiedene Angehörige der kolumbianischen Streitkräfte, die über eine Arbeitsvermittlung in der Hauptstadt Bogotá, welche mit dem kolumbianischen Arbeitsministerium kooperiert, in den Jemen gelangen.

Dass es gerade kolumbianische Söldner sind, die auch noch mit Duldung der Regierung in diesem verheerenden Krieg mitmischen klingt zwar seltsam, ist allerdings nachvollziehbar. Immerhin gilt die rechtsgerichtete kolumbianische Staatsführung als US-Vasallenregierung, so dass dies wohl auch mit Wohlwollen Washingtons möglich gemacht wird.

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Wie amerika21 berichtet erhalten die kolumbianischen Söldner, die unter anderem auch in Afghanistan und im Irak über private Sicherheitsfirmen kämpfen, einen üppigen Sold und zusätzliche Prämien in Höhe von 1.000 Dollar je Woche an der Front, neueste militärische Ausrüstung, das Recht auf Staatsbürgerschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in Saudi-Arabien für die Angeworbenen und ihre Familien und eine umfangreiche Absicherung im Todesfall für die Hinterbliebenen.

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13 KOMMENTARE

  1. Das Spiel kennen wir aus US-rael. Die ‚Homeland-Security‘ setzt schon seit geraumer Zeit auf ‚Mex“ (Latino) Söldner (South of the Border).

    Die schießen bedenkenlos auf Weiße …und auf schwarze US-Amerikaner!

    Die sind total schockfrei – wobei auch das ‚Köpfen‘ (besonderer Gag: mit der Kettensäge) auf ihrem vielseitigen Programm steht.

  2. Das sagen Fachleute, die lange vor Ort gearbeitet haben: „Unserer Meinung nach wird eine militärische Intervention für die Saudis nicht erfolgreich verlaufen. Wir haben kein Vertrauen in die Fähigkeit der Saudis, dass sie im Jemen etwas erreichen. Die Armee von Saudi-Arabien stellt überhaupt nichts dar: nur Leere hinter einer geschönten Fassade. Diese Armee ist, was ihre Kampfbereitschaft betrifft, viel schlechter als die der Jemeniten. Die saudische Armee noch nie in ihrer Geschichte gegen jemanden gekämpft. Sie hat auch nicht die Befähigung dafür“, erklärten die Experten gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax.
    Die Experten bestätigten hingegen den hohen Stand der militärischen Ausbildung in der jemenitischen Armee:
    „Es ist sicher kein Zufall, dass die Armee des Propheten Mohammed zum großen Teil aus Jemeniten bestand. Die Jemeniten sind die kämpferischsten Araber, die ein natürliches Geschick für den Krieg haben. Dazu kommt, dass sie über einen Heimvorteil verfügen, denn das Terrain des Jemen stellt für jeden Feind eine Herausforderung dar.“
    Weiter ist bekannt, dass die jemenitische Bevölkerung die Houthis unterstützt und jede Einmischung Riyadhs in die inneren Angelegenheiten des Landes ablehnt.:
    „In Sana‘a waren bereits Proteste gegen die saudische Intervention im Gange. Die Menschen forderten einen Gegenschlag der jemenitischen Armee, also eine Invasion in Saudi-Arabien. Wenn es dazu kommt, hätte das für Saudi-Arabien verheerende Folgen. Im Falle des Gegenschlages ist die Ansar Allah nicht die einzige Bewegung, die sich daran beteiligt, es wird vielmehr die gesamte Bevölkerung des Jemen dahinterstehen. Das unvorsichtige Verhalten der Saudis, die um jeden Preis ihren Einfluss auf den Jemen erhalten wollen, wird sehr ernste Folgen haben. Wenn die Saudis nicht zur Vernunft kommen, könnte ihr Vorgehen zu einem groß angelegten Konflikt führen und ich bin sicher, dass ein Krieg im Jemen nicht von den angreifenden Ländern gewonnen werden kann.“
    800 kolumbianische Ex-Soldaten. 800, doch so viele. Und Ex…. Ex bedeutet, den echten Dienst haben sie hinter sich und jetzt wollen sie Kohle verdienen und nicht erschossen werden. Kolumbianer. Jetzt verstehe ich das mit den 2 Tonnen Pillen….

  3. Diese Welt ist einzigartig und nicht unendlich.
    Wer sie nicht verstanden hat,will sie besitzen.
    Man bedient sich ihrer wie beim Schachspiel.
    Aus dem Schachspiel entwickelt sich ein Schlachtfeld.
    Aus dem Schlachtfeld wird ein Friedhof.

    Wenn es sich um Geld handelt,gehoert jeder der gleichen Religion an./Voltaire

  4. Ist ein untrügliches Zeichen, dass das reiche große Saudi, gegen das kleine arme Jemen, nicht zurande kommen kann.
    Wenn diese Söldner dahinter kommen, dass sie als Eroberer von Saudi viel mehr Gewinn machen können, dann hat die Geschichte bald ein Ende! Erobert doch diese Saudis und holt euch das viele Gold! Aug in Aug und Zahn um Zahn.

  5. Die Armee Roms bestand zu allen Zeiten aus Römern. Dieser Fakt zwang zu ganz speziellen taktischen Entscheidungen. Deshalb mußte z.B. im 2.Punischen Krieg 20 Jahre lang die direkte Konfrontation vermieden werden – der Gegner kämpfte mit Söldnern, für die er bis zu 200.000 Kampfausstattungen vorhielt. Die 20.000 Gefallenen auf römischer Seite in der Schlacht von Cannae waren genau deshalb richtig bitter, weil es Söhne Roms waren.

  6. Vielleicht schauen die Amis zu wie die Saudis aufgerieben werden.
    Möglicherweise haben sie die Nase voll von den ständig und mit allen Mitteln
    an der islamischen Weltrevolution arbeitenden Saudis.
    Von wem sie das Öl beziehen ist ja egal so lange geliefert wird und der Preis stimmt.

  7. Ich
    frage
    mich
    immer
    wieder

    warum andere Länder das nicht auch können ???

    Warum schickt der Iran nicht GANZ OFFEN Truppen in den Jemen?
    Oder Russland?

    Warum dieses Versteckspiel immer nur von einer Seite
    (!!! Russland in Syrien hätte schon Jahre vorher stattfinden können !!!)

  8. @Thoams Wunderlich

    Ich mach Ihnen einen Vorschlag zur Güte: Nennen Sie HIER einfach Ihre Kontonummer, dann überweise ich Ihnen was, und Sie lassen Ihre „piep piep piep…hallo-hier-bin-ich-wieder-Kommentare“ bleiben! Immer wieder dasselbe bla bla bla nervt! Vor allem dann, wenn der Kommentator außer hohlen Sprüchen anscheinend nichts zu bieten hat…und man bei dem Link zuerst auf eine „Bitte zahlen Sie jetzt“ Meldung stößt.

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    http://ddrzweipunktnull.de/spendenkonto/spendenkonto.html

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