Cannabispflanzen. Bild: Flickr / Manuel M. V. CC BY 2.0

Die Cannabispflanze bietet viele wirtschaftlich verwertbare Möglichkeiten. Aber auch im Bereich der chemischen und radioaktiven Belastung von Böden kann sie hilfreich sein und diese reinigen. Diese Möglichkeit sollte in Betracht gezogen werden.

Von Marco Maier

Es gibt einige Pflanzen, die dazu beitragen können giftige Schwermetalle oder gar Radioaktivität aus dem Erdreich zu ziehen. Dazu zählt auch die Hanfpflanze. Der Vorgang, der wissenschaftlich "Phytoremediation" genannt wird, zählt zu den Eigenschaften von Cannabis, welches vor allem durch die berauschende Wirkung einer Unterart in vielen Teilen der Welt in Verruf geraten ist.

In der Ukraine wurde schon in den späten 90er-Jahren von PHYTOTECH und dem ukrainischen Institut für Hanfsamen damit experimentiert, in der Umgebung des havarierten Atomkraftwerks von Tschernobyl die Böden zu entgiften. Denn vor allem die hohe Wachstumsrate der Pflanze führt dazu, dass die Entgiftungsprozesse beschleunigt werden können. Dies führte dazu, dass im Jahr 2009 auch Weißrussland mit der Entgiftung von Böden durch Hanfanbau experimentierte, zumal auch dort einige Gebiete von der hohen Radioaktivität nach dem Tschernobyl-Desaster stark in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Nun beginnen auch die Japaner darüber nachzudenken, ob ein großflächiger Anbau von Industriehanf dabei helfen kann, die radioaktive Belastung des Bodens rund um das havarierte Atomkraftwerk bei Fukushima deutlich zu senken. Immerhin gelten weite Gebiete nach wie vor als radioaktiv verseucht, so dass eine Rückkehr der Menschen kaum möglich ist.

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Die Abtragung von Böden und Auftragung neuer Erde ist angesichts des gewaltigen Bedarfs finanziell kaum stemmbar. Doch mit der Entgiftung durch den Hanf wäre eine drastische Senkung der Belastung machbar und eine Rückkehr der Menschen in die jetzt unbewohnbaren Regionen in einigen Jahren durchaus vorstellbar.

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14 KOMMENTARE

  1. Danke Marco für die Info !

    Hanf ist ja nicht umsonst die älteste Kulturpflanze der Welt und WAS man damit alles
    machen kann (außer kiffen^^), dass sollten sich auch Politiker einmal durchlesen.
    Da reden wir von Erdölersatz, von Baumaterial, von einem der besten Dämmmaterialien,
    von vielfacher Anwendung in der Medizin, von Kleidung, von Plastikersatz usw usw usw (die Liste ist sehr sehr lang !).
    UND eine der schnellst nachwachsenden Rohstoffe !

    lol; ich lach mich schief, wenn der „ach so verteufelte Hanf“ dann der Menschheit mit
    ihrer Dummheit, auch noch ihren Ar… rettet :-))

    p.s.: so ich mach jetzt Feierabend und bau mir einen^^^^

    • Hehehe. Nun, ich bin durch Zufall auf diese „Story“ gestoßen und dachte mir, dass man dies auch dem deutschsprachigen Publikum näherbringen sollte. Übrigens: Selbst George Washington war Hanfbauer. 😉

      • hihihi…ich lese deine Zeilen nun gaaaanz entspannt 🙂 🙂 🙂

        p.s.: mich wundert eigentlich seit langem, dass sich noch kein Großkonzern auf dieses Thema/Produkt gestürzt hat !? Das sind ja keine Märchen oder so, denn an dem Thema Hanf arbeitet die Wissenschaft doch bereits Jahrzehnte und testet aus bzw erforscht was Hanf alles kann. (lol…vielleicht weil sie den Hanf nicht patetieren lassen können und ihn jeder kleine Bauer ohne Probs Hektarweise anpflanzen könnte^^)

        • Ich fürchte ich muss dich enttäuschen, randy andy. Monsatan ist latürnich schon dran am lieben Hanf – sobald die das Patent haben (und beim Korruptionsgrad unserer Polit-Lakeien werden sie es auch kriegen) musst du für jede Entspannungstüte Tribut zahlen, ansonsten fällt eine Armee von Anwälten über dich her …

  2. Na logisch! Das Contra-Magazin schlägt sich auf die Seite der Kiffer, das war ja eh klar…

    Nein, im Ernst: LOGISCH sollte man das andenken, genauso wie das total bescheuerte Drogenverbot endlich fallen sollte. Cannabis, Koka und Opium sind (die Dosierung machts!) MEDIZIN, und zwar im Gegensatz zu dem Dreck der Pharma-Multis welche mit kaum Nebenwirkungen. Auch LSD und Psylocibin versprechen in der Psychiatrie eingesetzt wahre HEILUNG im Gegensatz zu Tranquilizern, die die Leute zu Zombies machen.
    Wegen der Böden: Bis ins 20 Jhdt. hinein wurde Cannabis als ZWISCHENFRUCHT verwendet, eben weil der im Artikel erwähnte Effekt auf Böden bekannt war – das ist eigentlich eine jahrtausendealte Kulturtechnik, aber dieses Wissen um diese Traditionen wollen die Konzerne ja unbedingt alles zerstören, um besser abkassieren zu können…
    Aus Hanf kann man sowieso so gut wie alles machen, es gab sogar mal einen VW-Käfer komplettt auf Hanfbasis: Karrosserie fast unkaputtbar, Motor komplett mit Hanföl betrieben…
    Wir müssen uns nur auf die Natur besinnen, sie bietet uns alles im Überfluss.

  3. Habe den Artikel nicht gelesen aber weiß eh genug zum Thema. Und möchte sagen: JA! Grundsätzlich ist Hanfanbau die Lösung.
    Sogar für Probleme, die noch gar nicht passiert sind, weswegen es präventiv betrieben werden sollte.

  4. Nicht ohne Grund wird die Hanfplanze vertäufelt. Als würden die Machthabenden Milliarden von Euro einfach so aufgeben. Ich gebe dir Randy andy Hanf ist die Lösung zu so vielen von unseren Problemen, jedoch ist genau das das problem durch den Hanfanbau würde die Wirtschaft Geld verlieren und das gefällt denen natürlich nicht.
    Sprich solange diese Ar…löcher nicht auf ihr Geld verzichten können oder sie keinen Weg gefunden haben auch den ärmsten Bürger bis auf das letzte auszubeuten wird der Hanfanbau definitiv nicht zum Thema.

    Wenn wir Menschen endlich mal anfangen würden mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen…

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