Die Peinlichkeit auf diesem Titelfoto ist leider nur eine von Ungezählten, denen man sich Tag für Tag in der Öffentlichkeit ausgesetzt sieht. Wie es scheint, sind heutzutage nicht einmal mehr die „gehobenen“ Berufsgruppen fähig, auch nur kurze Sätze in einwandfreiem Deutsch zu formulieren. Schlimmer noch: Es scheint auch niemanden zu interessieren. Dabei ist Sprache doch so viel mehr als nur das Gebrabbel, mit dem wir uns unseren Mitmenschen gegenüber verständlich machen.
Von Marcello Dallapiccola
Vielfallt. Und das auf der öffentlich aushängenden Speisekarte eines gutbürgerlichen Restaurants der eher gehobenen Preisklasse. Soll heißen, da hat nicht der Hilfskoch in der Mittagspause schnell im illegal heruntergeladenen InDesign etwas zusammengewurschtelt, nein, da kann man schon davon ausgehen, dass ein Grafiker damit beauftragt wurde, die Kürbisvielfalt zu bewerben. Und dann wird so ein kapitaler Bock geschossen – WTF, möchte man da auf gut neudeutsch sagen (Traditionalisten werden wohl eher das gute, alte „Was, zum Geier“ bevorzugen). Liest denn da keiner mehr gegen? Schaut sich das niemand an, fällt so etwas wirklich niemandem mehr auf? Oder juckt das heutzutage schlicht keine Sau mehr?
Jedenfalls habe ich dieses Foto vorgestern einer lieben, sehr sprachaffinen Freundin geschickt mit dem Ziel, sie kurzfristig zu erheitern. Ihre Reaktion kam prompt: „Hoffentlich fallt dem Verfasser bald ein möglichst großer Kürbis auf den Kopf“, war ihr trockener Kommentar.
Doch das ist noch längst nicht alles. Im Moment kursieren ja zwei tolle Meme: Ein Bild von der Anti-TTIP-Demo, auf dem eine Guillotine zu sehen ist mit dem Spruch: „Sigmar, pass blos auf!“
Ja, da soll er mal „blos“ aufpassen, der Sigmar. Wenn die Demonstranten mit dem Fallbeil ähnlich versiert umgehen wie mit ihrer Muttersprache, dann rasieren sie sich höchstens selber die Fingerkuppen damit ab.
Bevor ich mich zwischen Scharf-ß und Doppel-s nicht entscheiden kann, schau ich halt in einen Duden, verdammt nochmal! Zugegeben, die Regeln sind ein wenig verflixt und ich kenne keinen einzigen Sprachschaffenden, der sich immer in Allem sicher ist, aber – und das wird jetzt sicher viele überraschen – sowas kann man auch im Internet nachschauen! Da gibt’s nicht nur Pornos und Facebook, da gibt’s auch ganz tolle Nachschlagewerke.
Das zweite, angesprochene Bild stammt von der anderen Seite des politischen Spektrums. Es ist der mittlerweile berühmt gewordene PEGIDA-Galgen, an dem neben Mutti auch ein Platz für: „Siegmar 'Das Pack' Gabriel“ reserviert war. SIEGmar! Man könnte jetzt natürlich viele blöde Witzchen machen von wegen Freud'scher Verschreiber und so, aber lustig ist das nicht mehr.
Die selbsternannten „Patriotischen Europäer“ schaffen es doch glatt, selbst bei einem ur-deutschen, in der germanischen Vorgeschichte verwurzelten Namen wie „Sigmar“ einen Fehler unterzubringen. Zum Kuckuck, wenn jemand für seine deutsche Kultur eintritt ist es ja wohl nicht zuviel verlangt, dass er auch imstande ist, sich seiner deutschen Muttersprache fehlerfrei zu bedienen!
An dieser Stelle sei auch die österreichische FPÖ erwähnt, die sich zwar als Heimatpartei positioniert und die Verteidigung abendländisch-christlicher Werte auf ihre Fahnen geschrieben hat, jedoch immer wieder durch katastrophale Fehler auf ihren Plakaten negativ auffällt. „Zuviel EU tut niemand gut!“ Hopplahü? Wie wär's mit „niemandem“? Und das ist leider auch nur ein Beispiel von vielen.
Ein weiteres, sehr großes Übel ist der Deppenapostroph, der sich mit inflationärer, geradezu exponentieller Geschwindigkeit, einem Geschwür gleich in unsere schöne deutsche Sprache hineingefressen hat. Klicken Sie eine x-beliebige Website an – und sei es die vom örtlichen Kleintierzüchterverband – und Ihre Augen werden geradezu gruppenvergewaltigt von Deppenapostrophen.
90 Prozent aller Apostrophe, die wir täglich im deutschen Sprachbild sehen, SIND FALSCH! Die gehören da nicht hin! Gewiss gibt es auch hier einige Härtefälle: „Andrea's Laden“ zum Beispiel gehört einer Frau, während „Andreas' Laden“ auf einen männlichen Inhaber hinweist, aber bei Regina und Peter oder Karoline und Gerhard hat ein Apostroph nix verloren. Auch wenn man Kartons stapelt oder ein Teil des Bestecks fehlt – all das geht ohne Apostroph vor sich.
Was zu dieser Verrohung des Sprachbildes geführt hat, ist schwer zu sagen. Gewiss spielt der Einfluss des Englischen eine große Rolle, auch die sträflich vernachlässigte Schulpolitik der letzten drei Jahrzehnte mag nicht unwesentlich Schuld daran tragen – dennoch tut es weh, die Sprache der Dichter und Denker, der Erfinder und Ingenieure tagtäglich derart in den Dreck gezogen zu sehen.
Schiller und Goethe, die Brüder Grimm und Wilhelm Busch, Hegel und Nietzsche – um nur einige wenige zu nennen – haben uns ein großartiges und reichhaltiges kulturelles Erbe hinterlassen; doch mit diesem Erbe haben wir auch die Verantwortung übernommen, diesen Schatz zu hegen und zu pflegen, ihn für uns zu bewahren. Deutsch ist der kleinste gemeinsame Nenner, der uns alle verbindet, zugleich aber auch das, was tief in uns drin schon seit frühester Kindheit unsere kulturelle Identität ausmacht. Wir sollten sorgsam damit umgehen.
Contra Magazin Unabhängig, unbestechlich, unzensiert!
Bei einigen Beispielen würde ich nicht zu arg auf die Strenge schlagen, da versuchen sich meist unqualifizierte Wortspieler an eben solchen Spielen, die meist nach hinten losgehen. Andererseits würde ich, nein, ich bekomme definitiv Schreikrämpfe, wenn ich in einem Blog eines Selbständigen in nur dem ersten Satz gleich fünf offensichtliche Fehler lesen muss. Keine banalen Flüchtigkeitsfehler, die jeder gern mitbringt. Nein, gravierende Fehler. Es tut so weh. Und wenn man dann einen entsprechenden Kommentar abgibt noch zurecht gewiesen zu werden …
Apropos Flüchtigkeitsfehler, in diesem Text sind auch 2 versteckt, die mir sofort und auf Anhieb in das eine oder andere Auge gesprungen sind, welches, kann ich nicht mehr genau sagen - bin auf dem Zweiten blind. Viel Spaß beim suchen 😉
Ansonsten bin ich in der ganzen Sache definitiv bei dir. Unsere Vorfahren würden im Grabe rotieren.
Ihnen ist auch ein Muphry unterlaufen. Man schlägt nicht auf die Strenge, sondern über die Stränge.
Dem Artikel kann ich nicht viel abgewinnen, das ist im wesentlichen das übliche Gebarme über den angeblichen Untergang der Kultur und Sprache Goethens und Schillerns. Sprache ändert sich, entwickelt sich ständig weiter. Man kann nicht den Sprachgebrauch der Altvorderen zum Maßstab nehmen - sollen wir tatsächlich noch wie Luther schreiben oder wie Goethe?
Wir fahren ja auch nicht mehr Kutsche und haben keine Plumpsklos mehr. Die Welt ändert sich, das Leben geht weiter. Und wenn Walther von der Vogelweide und die Gebrüder Grimm wegen des aktuellen Entwicklungsstandes der deutschen Sprache im Grab rotieren wollen, kann ich sie nicht davon abhalten. Jedenfalls werde ich meinen Sprachgebrauch nicht danach ausrichten, und ein paar Deppenapostrophe haben noch niemanden umgebracht.
Wer allerdings mit Text für sich Werbung macht oder Texte als Aushängeschild benutzt (wie z.B. Selbständige mit eigenen Blogs oder Webseiten), sollte sich wenigstens die Mühe machen, korrekt zu schreiben (oder, bei fehlender eigener Fähigkeit, schreiben zu lassen).
Ich denke auch, dass der Artikel am eigentlichen Problem vorbei geht. Wichtiger scheint mir die Feststellung, dass Sprache immer Historie hat und damit auch das Denken( auch durch die sich ständig entwickelnde Sprache) bestimmt wird. So kommt es nicht von ungefähr, dass die deutsche Sprache besonders viele Dichter und Philosophen hervorbrachte, während die englische durch die eher direktere Methodik besonders gut für Rock und Popmusik geeignet ist. Das ist ausdrücklich nicht wertend gemeint.
In diesem Kontext scheinen mir die westlichen Sprachen, vor allem auch die deutsche Sprache, schleichend entgegen der eigentlichen Bestimmung durch die Amerikanisierung vor die Hunde zu gehen.
Das ist eindeutig schade!
Na ja, die deutsche Rechtschreibung ist schon ein Schweinehund.
Erstens schlagen wir "über die Stränge…" und zweitens…"beim Suchen..", abgesehen davon, dass wir mittlerweile "Selbstständige" sind, wobei sich selbst der Duden da nicht so recht sicher ist, und sich mit einer Empfehlung rettet…
Nix für Ungut! 😉
Das mit dem Schweinehund stimmt, und die Rechtschreibreform hat das nur marginal verbessert. Man muss halt viel lesen, um die Rechtschreibung in den Kopf zu kriegen.
Wird man denn nun zurechtgewiesen oder zurecht gewiesen?
Es ist alles nicht sooooooo einfach!
Garnicht wird gar nicht zusammengeschrieben, zurechtgewiesen dagegen schon.
In diesem Zusammenhang sei nochmal darauf hingewiesen, daß nichts wirklich Wissenswertes gelehrt werden kann (Oscar Wilde). Wer schon ein paar Bücher gelesen hat, kommt mit der deutschen Rechtschreibung in der Regel halbwegs klar - - - was mit dieser Rächdschreip-Rävorm keineswegs befördert worden ist. H.M.Enzensberger war es - glaube ich -, der sie durchgeknallten Sesselfurzern zuordnete…
Und wird man zurecht, zu recht oder zu Recht zurechtgewiesen?
Ich hoffe, dass die Suppe wenigstens geschmeckt hat. Mahlzeit. Genauso regt sich ein Autofachmann auf, wenn eine Frau Schaltgeräusche macht. Den Spezialisten in der Beherrschung der deutschen Schriftsprache sei Stehvermögen gewünscht. Leichter wird es nicht…. (wie es gern heißt "in den letzten Jahren…" wurde die Sprache sehr verhunzt). Wieso denn "die letzten Jahre.."? Die vergangenen oder waren es wirklich die letzten?
In dem Maße, in dem sich unsere Gesellschaft zu einer multiethnischen Entität wandelt und zunehmend viele unserer Mitbürger nicht mehr als Pass-Deutsche sind, wird sich auch das Idiom, in dem wir uns verständigen, vereinheitlichen, und zwar nach unten hin, d.h. es wird sich vereinfachen bis hin zum „Pidgin-Deutsch“. Dass das Sprechen das Denken prägt, dürfte unseren Eliten nur recht sein, denn den Herrschenden reicht es vollkommen aus, wenn wir dereinst nur noch Grundbedürfnisse verbal zu übermitteln verstehen. Längerfristig halte ich es für wahrscheinlich, dass die Nationalsprachen in der EU durch das Englische abgelöst werden sollen, offiziell natürlich, um damit „zeitgemäß den Erfordernissen der Globalisierung“ gerecht zu werden und letztendlich sollen wir alle ja noch weit amerikanischer werden, was die Sprache nicht ausschließen darf.
So ist das Leben…aber manchmal sollte man einfach nicht so genau hinsehen..
Es ist die Oberflaechlichkeit unserer Zeit.Wie in einem Schnellzug rast man von Bahnhof zu Bahnhof..ohne sich daran erinnern zu koennen,was dazwischen war.
Man sieht die Menschen stundenlang am Handy sprechen..wenn sie dann jemandem gegenueberstehen…oft Sprachlosigkeit.
Man erstickt den Verstand der Kinder unter einem Ballast unnuetzer Kenntnisse./Voltaire
Das macht Sinn! Sollte ich lieber schreiben: Das ist sinnvoll?
Es fällt mir schon seit Jahren auf, dass selbst gut gemachte Beiträge nicht mehr korrekturgelesen werden und vor copy and paste Fehlern nur so strotzen.
Ich will ja nicht kleinlich sein, aber irgendwie ist das hier auch falsch: …Ihre Reaktion kam prompt: „Hoffentlich fallt dem…
Sollte doch wohl „fällt“ heißen, oder? Ansonsten stimme ich dem Artikel zu!
Ach was.
Ist doch auch lustig.
Vor einigen Jahren eine Bildunterschrift:
„Ein Urwald in dem Insekten fressende Eulen jagen.“
Viel schlimmer ist doch, wenn wegen neuer Rechtschreibung Bibliotheken dezimiert werden.
Vielleicht war das ja der eigentliche Grund zur Umstellung.
In englischsprachigen Ländern macht man sich übrigens wohl mehr Gedanken zum Dumbing Down, wie es dort heißt.
„An dieser Stelle sei auch die österreichische FPÖ erwähnt, die sich zwar als Heimatpartei positioniert und die Verteidigung abendländisch-christlicher Werte auf ihre Fahnen geschrieben hat, jedoch immer wieder durch katastrophale Fehler auf ihren Plakaten negativ auffällt. „Zuviel EU tut niemand gut!“ Hopplahü? Wie wär’s mit „niemandem“? Und das ist leider auch nur ein Beispiel von vielen.“
Eigentlich schade, dass Sie sich mit Ihrer Kritik so aus dem Fenster lehnen. Haben wohl noch nie etwas von dichterischer Freiheit und dem Versmaß gehört geschweigen denn gelesen oder verstanden. 😉
Nun mach mal halblang ! Nicht PEGIDA hat sich da vertan, sondern ein Demonstrant, dessen Schulbildung wir nicht kennen. Also immer schön auf dem Teppich bleiben.
Zuerst verludert die Sprache, dann verludert das Denken, zum Schluss verludert das Volk. Mit einer unpräzisen Sprache kann man keine Sachverhalte präzise beschreiben und das, wofür man keinen Ausdruck hat, kann man nicht als Denkkategorie verwenden.
Auf diese Zusammenhänge hat als prominentester Autor schon Basil Bernstein hingewiesen, und er bezieht seit über vierzig Jahren Prügel dafür, insbesondere von Links, als Sprachfaschist.
Da die deutsche Bildungskatastrophe inzwischen nicht nur das Lehrpersonal, sondern auch Redaktionen, Politik und Eliten erreicht hat, macht diesen Verfall nicht besser, nur unsichtbarer
Ich muss dem letzen Satz meines vorigen Beitrags noch zwei „s“ spendieren - leider frisst meine Tastatur Buchstaben.
Entschuldigung.
Die beiden Beispiele aus den zwei Demos sind dafür nicht geeignet. Wer sagt denn das dies keine Provokateure waren? Die Medien haben sich drauf gestürzt und konnten gleich ein, „seht her die können nichteinmal schreiben, die sind ja doof anfügen“.
Wirkt diskreditierend und das reicht.
Zudem ist die Rechtschreibung auf jeden Fall auf der Trollanleitungsliste. Auf das Argument wird nicht geantwortet aber Zeilen wie „du solltest an deiner Rechtsschreibung arbeiten“ oder „behebe erst deine Defizite“ werden gerne in Kommentaren eingeworfen.
Zu den Fehlern auf Plakaten, in Überschriften und Bildunterschriften, also dort, wo sie am meisten auffallen und stören, vermute ich auch, daß es sich hierbei größtenteils um feindliche Agentätigkeit handelt. So etwas darf man auch innerhalb der Deutschen Freiheitsbewegung nicht aus falsch verstandener Solidarität tolerieren, sondern muß es in jedem Fall unterbinden. Eine der vordringlichsten Aufgaben des kommenden Deutschen Volksstaates wird es sein, zur Bereinigung unseres geistigen und kulturellen Lebens von allen für das Volk schädlichen Einflüssen die auf dem Gebiete der Sprache eingetretene Verwilderung und Anarchie durch schärfste Gegenmaßnahmen zu beseitigen. Es ist immer besonders ärgerlich, für die Propaganda besonders schädlich und gerade deshalb feindlicher Agententätigkeit gleichzustellen, wenn man eine vielleicht treffende Losung oder Bildunterschrift jemandem, den man von der Sache überzeugen will, gerade deshalb nicht zeigen kann, weil irgend ein dummer Fehler darin vorkommt. Ob Absicht oder nicht, so etwas darf einfach nicht passieren!
Die meisten Fehler machen diejenigen, die sich unverständlicherweise freiwillig der illegal dem Deutschen Volk aufgezwungenen Kultusministerrechtschreibung bedienen, unter diesen wiederum fallen diejenigen besonders auf, die dann nicht einmal „dass“ und „das“ oder „muss“ und „mus“ richtig schreiben können, was immer auch etwas debil wirkt, weil der Betreffende damit zum Ausdruck bringt, daß er nicht das geringste Gefühl für unsere Sprache hat. So jemandem die Propaganda für eine Bewegung zu überlassen ist etwa genau so „sinnvoll“ wie die Öffnung aller Grenzen zum Zwecke der „Kulturbereicherung“. Fehler dieser Art nahmen auch in den Zeitungen nach der Übernahme dieser Un-Rechtschreibung – damals so gar sogar durch die „National-Zeitung“ - erheblich zu. Schlimm sind auch die Auseinanderschreibungen, mit denen ja nicht ein bestimmtes Wort, etwa „alleinstehend“ oder „sitzenbleiben“ nunmehr lediglich „auseinandergeschrieben“, sondern ABGESCHAFFT wird!
P.S.: Für alle die Word benutzen: Die Taste F7 wirkt Wunder. Das ist die Rechtschreibprüfung. Einfach mal probieren. Für Deutschland!
Das einzige Wort im ersten Satz bei Ihnen lautet „Vielfallt“ Keine Glanzleistung bei einem Artikel in dieser Richtung. Vielleicht mal Word benutzen, da wäre es aufgefallen. Selbst mein Browser meckert!
Das ist doch nur der Anfang. Das ist doch so geplant. Die Sprache soll ausgerottet werden.
Das wird auch ein Thema auf der Seite
http://www.DDRZweiPunktNull.de
Deshalb sehe ich mir im Internetz nie Schmuddelfime mit deutschen Untertiteln an – die sind einfach nur grottenschlecht. Auf die Groß- und Kleinschreibung wird nicht geachtet, die Untertitel passen überhaupt nicht zur Handlung oder die Untertitel sind zeitversetzt…
Außerdem gehen mir Untertitel generell auf den Zeiger. Zum Beispiel bei Arte-Dokumentationen: ein Teil wird synchronisiert, ein Teil mit Untertiteln versehen. An ARTE: entweder ALLES oder GAR NICHTS synchronisieren. Wenn ich lesen möchte, lese ich ein Buch.
Ach so: ich musste mehrmals lesen, um zu erkennen, daß Vielfalt auf dem Beispielfoto mit Doppel-„l“ geschrieben ist – doofe Autokorrektur im Resthirn.
„Zugegeben, die Regeln sind ein wenig verflixt und ich kenne keinen einzigen Sprachschaffenden, der sich immer in Allem sicher ist, aber – und das wird jetzt sicher viele überraschen – sowas kann man auch im Internet nachschauen!“
Nach „verflixt“ gehört ein Komma, denn das nachfolgende „und“ verbindet zwei Hauptsätze. Das ist eine einfache Regel, die sich jeder gut merken kann. „In Allem sicher“ ist falsch; denn „allem“ ist ein Pronomen (Fürwort), und Pronomina werden im Deutschen klein geschrieben. Auch das eine einfache und leicht zu merkende Regel.
Ceterum censeo TTIP/TISA delenda esse. Deshalb war ich mit 249’999 Gleichgesinnten am Samstag in Berlin, ein ganz tolles Erlebnis. Weitersagen!
Worte sind Klang sind Schwingungen und die eigene Muttersprache ist
sehr wichtig, denn sie verbindet uns untereinander UND mit dem umgebenden Raum.
http://wortkraftschwingung.net/
Eine Wissenschaft für sich und die großen Dichter und Denker waren sich dessen vollkommen bewusst.
Während die Bildzeitung mit ca. 500 Worten auskommt,
waren es bei Konsalik schon 5000
und Goethe, Schiller … orchestrierten in harmonischer Weise ca. 50.000.
Da die Menschen heutzutage mehr und mehr zwangsverdeppt werden 😉
und sich selbst auch nicht mehr in der Lage sehen die Sprache ihres Heimatlandes korrekt zu erlernen,
wird der Wort-SCHATZ mittlerweile ja noch reduzierter benutzt:
Geiz ist geil
Merkel weg
…
dumm gelaufen
DANKE für Ihren Artikel und Ihre LIEBE
zu unserer deutschen Sprache.
Schönen FEIERabend
Mariele
gut gebrüllt… Aber warum immer so laut? Wenn ein Kind einen Fehler macht, dann helf ich ihm und mach es nicht runter.
Heute wird nach undemokratischer und unlegitimierter NEUER RECHTSCHREIBUNG in jedem Schreibprogramm unsäglich zerprüft - auch hier gerade.
Word hat z.B. kein Problem mit „Vielfallt“ und auch nicht mit „Vielfalt“, zumindest auf meinem Rechner. Andererseits will es partout bekannte Begriffe nicht durchgehen lassen. Verbunden z.B. mit der Autokorrektur kommen auch oft sinnlose Sprachfetzen dabei heraus (ist das etwa politisch gewollt?).
Und noch ein wichtiger aber wohl längst vergessener Gedanke: Die Deutschen Völker haben eine ungemein reiche Kultur, die sich eben auch in der Sprache, im Sprachverständnis, der Rede, der Schrift usw. unterscheidet. Hochdeutsch ist der versuchte ordnerische Eingriff, aber doch nur bei einem allgemein anerkannten Regelwerk - und das hat man uns genommen.
Wer Fehler findet darf sie behalten. Ick bin Preusse, mir pressiert nüscht.