Das US-Kriegsschiff USS Fort Worth Nahe der Spratly Islands im Südchinesischen Meer. Im Hintergrund die chinesische Fregatte Yancheng. Bild: U.S. Navy / Mass Communication Specialist 2nd Class Conor Minto CC BY-SA 2.0

Die USA provozieren mit ihrem Vorhaben, Kriegsschiffe zu den Spratly Islands zu schicken, einen Krieg mit China. Peking richtete Washington aus, dies nicht tolerieren zu wollen. Allerdings hoffe man auf eine Kooperation der US-Führung.

Von Marco Maier

Die multinational umstrittenen Spratly Islands im südchinesischen Meer könnten zum Auslöser eines Krieges zwischen den USA und der Volksrepublik China werden. Peking beansprucht die unbewohnte Inselgruppe und hatte in der letzten Zeit durch die Aufschüttung künstlicher Inseln und der Stationierung von Militär seinen Anspruch deutlich geltend gemacht. Allerdings melden auch Vietnam, die Republik China (Taiwan) die Philippinen, Malaysia und Brunei Ansprüche auf die ganze Inselgruppe oder Teile davon an.

Die Vereinigten Staaten, die in der Region geopolitische Interessen anmelden, obwohl sie fernab des US-Territoriums liegt, meldete erst kürzlich, dass sie einen Teil der Pazifikflotte in die 12-Meilen-Zone der chinesischen Basen schicken wolle. Offiziell deshalb, weil sie sich um den "internationalen Schiffsverkehr" sorgen machen. In Wirklichkeit geht es jedoch nur darum, die Verbündeten in der Region weiter auf die eigene Seite zu ziehen. Damit riskieren sie jedoch eine kriegerische Auseinandersetzung mit der chinesischen Marine, die noch zu einem gewaltigen Krieg eskalieren könnte.

"Wir werden es niemals zulassen, dass jedes Land in Chinas Hoheitsgewässer und den Luftraum um die Spratly-Inseln eindringt, im Namen der Freiheit der Schiffahrt und der Überflugrechte werden wir uns schützen." Das sagte Hua Chunying, Sprecherin des chinesischen Aussenministeriums auf einer regulären Pressekonferenz. Weiters ergänzte sie: "Wir fordern die nahestehenden Personen auf, keine provokativen Aktionen zu unternehmen und  eine wirklich verantwortliche Haltung zum regionalen Frieden und der Stabilität zu zeigen."

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Allerdings hofft man in Peking auf die von Präsident Xi Jinping gewünschte Beibehaltung der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. "Wir hoffen, dass die USA die jetzige Situation im Südchinesischen Meer aus einer objektiven und fairen Perspektive betrachten und in Kooperation mit China eine konstruktive Rolle bei der Beibehaltung von Frieden und Stabilität im Südchinesischen Meer spielen können.", so Hua dazu.

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19 KOMMENTARE

  1. Die USA provozieren mit ihrem Vorhaben, Kriegsschiffe zu den Spratly Islands zu schicken, einen Krieg mit China
    ——

    Na, ja, die Spratley-Inseln liegen rd. 650 nautische Seemeilen südlich des chinesischen Festlandes und nahe zu Küste Brunei’s.

    http://www.google.es/imgres?imgurl=https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/spratly-inseln-101~_v-videowebl.jpg&imgrefurl=https://www.tagesschau.de/ausland/spratly-china-101.html&h=544&w=960&tbnid=ZvfYH44IUg5j7M:&tbnh=113&tbnw=200&usg=__oAqrJTZotffwyofj6gcAHVfBgxM=&docid=vY1VOKN38z-5_M&itg=1

    Mit welcher Berechtigung des Chinesen diese Inseln zum Flugzeugträger ausbauen wollen, kapiere ich nicht ganz.

    • @von Braun

      Bodenschätze / Lage der Inseln etc sind die Gründe weshalb China sich da statonieren will. Auf diesen 100 Inseln oder so, welche alle grad mal groß wie ein Fussballfeld sind, gibt es ca.40 Militärposten jeweils bestehend aus einer Wellblechhütte. Bis auf den im Artikel erwähnten Stützpunkt der Chinesen, die diesen massiv aufschütten und dort jetzt 4 Fussballfelder draufpassen^^

    • Die Entfernung einer Insel zum "Mutterland" spielt bei der völkerrechtliche Betrachtung nicht immer die maßgebliche Rolle.

      Nur mal einige Beispiele: die Falklandinsel werden von England beansprucht.  Grönland von Dänemark.  Hawaii von den USA. Korsika von Frankreich, obgleich es nun wirklich näher an Sardinien, also Italien liegt.

      Die Chinesen leiten ihren Anspruch daraus ab, dass diese Inselgruppe schon immer von Chinesen besiedelt war – überwiegend von chinesischen Fischern. Und dass das Unterwassershelf der Inselgruppe zum chinesischen Festland gerechnet werden kann.

      Auf alle Fälle haben die Amis da schon überhaupt nichts verloren. Die wollen sich einfach nicht damit abfinden, dass sie nicht mehr der allmächtige Schulhof-Hooligan sind.

       
       

  2. Chinas Ansprüche könnte ich ja noch halbwegs verstehen aber die der USA sind nett umschrieben „irre“ ! Die Aktion da unten von den Amis ist schon mehr als grenzwertig und ich bekomme ein deja vu a la Tonkin, nur das der Zerstörer dann anstatt „Madoxx“ „FortWorth“ oder so heißt.
    Leider kann man den an Hegemonie-Anfällen leidenden Cowboys alles zutrauen und selbst wenn das einen Konflikt mit den Chinesen bedeutet.

  3. Auf der einen Seite können sich von mir aus alle Beteiligten diese Inseln vor`s Knie nageln, oder darauf Fußball spielen. Auf der anderen Seite ist es natürlich besser, sie nehmen Spratly zu Grundlage ihres Interessenkonfliktes als z.B. Taiwan. Das sind Ausläufer der Spätwashingtoner Hegemonialpolitik. Auf dieser Welt geschieht nichts, ohne sich mit den Amerikanern abzusprechen. Denkste! Schon im Nahen Osten mußten sie lernen ungefragt zu leben. Dann haben sie nochmal überlagerte Munition abgeworfen, haben bei Theodore auf den Starter gedrückt und alle Verbündeten allein gelassen, ohne jede Garantie und ohne jeden Schutz. Und schon kommt der zukünftige Oberwahhabist in Sotschi angesegelt und erklärt, er ist zukünftig WWP-Fan. Das haben die Blinden vom Potomac wieder mal nicht geahnt. Und jetzt wollen sie Inselbesitzer werden. Klappt aber auch nicht. Xi ist vorbereitet. Die Pläne wurden garantiert in der kürzlich durchgeführten Kommando-Stabsübung aktualisiert. So, dann man tau. All in

    • @ Roth – XI ist vorbereitet?

      XI ist genau so eine Marionette wie Putin, Merkel, Obama oder wie sie alle heissen. Er spielt nur seine Rolle. Der 3. WK wurde schon vor 145 Jahren von den Freimaurern beschrieben. Es läuft alles ab wie in einem Drehbuch, zwei Weltkriege sind schon so abgelaufen, wie es 1870 in einem Brief beschrieben wurde. Die Menschheit auf ein Minimum reduzieren, das ist das Ziel, nichts anderes. Warum kommen heute bei Kriegen 90 % der Zivilbevölkerung um, weil es gewollt ist! Es geht nicht mehr darum, wie in früheren Kriegen, Land zu erobern, oder um Bodenschätze. Es geht auch nicht um Öl, das kann man den Schlafschafen erzählen, die glauben auch an die Erderwärmung. Es gibt freie Energie, man braucht kein Öl, alles was man mit Öl machen kann, kann man auch mit Hanf machen. Nur mit Hanf kann man den Menschen gesund machen, mit Öl krank.

      Fazit: sie werden sich gegenseitig wie in einem Schauspiel so lange provozieren, bis sie endlich den Krieg haben. Nur bei diesem Schauspiel bleiben wir auf der Strecke und das ist so gewollt. 

        • Ich glaube, camillotorres hat im Prinzip recht. Es gibt keine unabhängigen nationalen Entscheidungen mehr. Es gibt einen Plan für die Welt. Nur denke ich, Kriege werden nicht allein zur Bevölkerungsdezimierung geführt. Es sind Fliegenklatscher, mit dem mehrere Ziele zugleich abgearbeitet werden. Siehe Naher Osten. Vertreibung der Bevölkerung, Schaffung einer ganzen Armee von Migranten nach Europa, Auflösung eines ganzen Staates, nämlich Syrien, wenn Russland nicht intervenieren würde, die Vereinnahmung der neu gefundenen Rohstoffquellen auf dem Golan durch Israel, wenn der Syrien den Geist aufgeben würde, usw. Denn solange Syrien existiert, hat Israel moralisch ein Problem damit vor der Öffentlickeit. Und völkerrechtlich! Und was die Ukraine betrifft, ist es eine Front, die Russland schwächen sollte, denn der geplante US Angriff auf ihre Bodenschätze erfolgt haupsächlich über den Kaukasus.

          • Kriege zur Dezimierung der Weltbevoelkerung sind ineffektiv..und teuer.

            Dies ginge leichter durch Epedemien/Seuchen.

            In gewissen Laboren hat man die Qual der Wahl.

  4. Wenn ich mir die Bilder bei Google Earth ansehe, dann sind die Spratly Islands bewohnt. Der Artikel von Marco Maier behauptet aber das Gegenteil?!

    • Da hast du vollkommen recht. Da war der Autor wohl zu "großzügig" in seiner Wortwahl gewesen. – Die Inselgruppe nimmt immerhin eine riesige Fläche von 1000 km Umfang ein.

      Die Vietenamesen haben den größten Teil besetzt/bevölkert. Auf dem zweiten Platz folgen die Malayen, gefolgt von den Philippinos. aber die Chinesen haben halt auch ihren Teil des Kuchens für sich beansprucht. Nur die Leutchen aus Brunai haben sich bislang bescheiden zurück gehalten.

      Aber die Amis haben da überhaupt keine Ansprüche anzumelden. Null !!! Die wollen da nur wieder Zoff machen. Dreckspack!
       

        • Was verstehst du unter "reguläre Bevölkerung" ?

          Wenn man sich die einzelnen Inseln mithilfe von goolge earth betrachtet findet man da sehr wohl eine reichhaltige Form der Besiedelung – sogar spielende Kinder. Also wird es da auch Schulen geben, und und und …..  
           

  5. Und ich persönlich beanspruche den Salon des weißen Hauses, den Louvre, den Pisaturm und den Petersdom. Und die Landebahn des Flughafens Frankfurt/ Main. Jetzt sagt jeder mit Recht, bei mir tickt es nicht richtig. Und ich stimme ihm zu, wenn ich es ernst meinen würde. Nur bei Staaten, allen voran den USA, sieht man darüber im Westen hinweg, und geht zur hedonistischen Tagesordnung über. Vielleicht auch, weil wir kollektiv als kleine Heizer im US Kanonenboot sitzen. Würde Russland die gleichen Schritte setzen, wird der Weltsicherheitsrat angerufen. Die Usa, um bei meinem Beispiel zu bleiben, tickt absolut falsch. Weil ihre Führer geistig aus der Spur sind!

  6. Na, dann sollen die „U.S Freunde“ mal schön aufpassen, dass sie sich da unten nicht einen kräftigen Nasenstüber einfangen.

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