BND-Hack: Spiegel Online verdächtigt BND der Verbündetenspionage

WikiLeaks veröffentlichte im vergangenen Sommer Infos über die Spionagetätigkeit des US-Dienstes NSA. Nun soll nach Informationen des Hamburger Nachrichtenmagazins der BND seine Partner ausspioniert haben. Kann er das? Warum tut er das?

Von Christian Saarländer

Letzten Sommer landeten immer mehr Details über NSA-Affäre auf den Servern der Transparenz-Aktivisten. Spiegel-Informationen zufolge soll der BND nun selbst unter anderem amerikanische und französische Ziele ausspioniert haben. Der Spiegel moniert dass dieses Verhalten ausdrücklich nicht dem Auftragsprofil der Bundesregierung an den BND entsprechen. Der BND soll „hochproblematische Suchbegriffe (Selektoren)“ bis 2013 gesammelt haben. Virtuelle Beweise, welche sich auf den WikiLeaks-Servern befinden, liegen leider nicht vor.

Nun soll eine Task-Force des Bundestag nach Pullach entsendet werden, die dem deutschen Nachrichtendienst bei der Arbeit auf die Finger schauen wird. Eine Teilnehmerliste der Task-Force liegt ebenfalls nicht vor. Bisher gibt es keine Pressemeldung des Bundesnachrichtendienstes auf die Anschuldigungen des Wochenblattes.

Bisher existieren jedoch viele Berichte, die belegen sollen, dass der BND Daten für seine amerikanischen Partner lieferte. Hierbei werden immer hohe Zahlen genannt – jedoch wurden keine Dokumente vorgelegt, wie man sie von den angelsächsischen Diensten kennt. Man kann hoffen, dass es sich um einen Irrtum handelt, zumal die Anschuldigungen aus Übersee ohne stichhaltige Beweise vorgeworfen werden.

Loading...
Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

2 Kommentare

  1. “Die Deutschen stecken mit den Amerikanern unter einer Decke” – so lautete einmal eine Schlagzeile des SPIEGEL. Bereits damals – wie heute im selben Medium – eine typische Ente der angelsächsischen bzw. US-amerikanischen Geheimdienste. So werden Ursachen vermischt und relativiert, die Quelle verschleiert. Erwähnt wird von denen natürlich auch nicht, dass ein großer Teil des BND letztlich wie eine Europa-Außenstelle der NSA wirkt.

  2. Die Besatzungsmächte USA und Frankreich mögen Verbündete und Geldgeber des „Spiegel“ sein, aber doch niemals Verbündete Deutschlands! Verbündete können doch nur solche sein, die uns im Falle eines Angriffs auf Deutschland auch beistehen und nicht noch über uns herfallen – wie die genannten Länder es in den beiden (von den Feindmächten provozierten) Weltkriegen zuvor getan haben! Wegen der von einer marxistischen Boulevardpostille erhobenen „Vorwürfe“ nunmehr eine eine „Task-Force“ ausgerechnet der BRD-Kloake „Bundestag“ nach Pullach zu entsenden, ist Landesverrat, aber dieser ist ja auch das eigentliche „Auftragsprofil der Bundesregierung“.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.