Bild: Flickr / B Rosen CC BY-ND 2.0

Die USA haben abgewirtschaftet. In so vielen Belangen bieten sich Negativrekorde, so dass man schon einen sehr verklärten Blick auf das Land haben muss, um es noch in irgendeiner Weise als Vorbild zu bezeichnen.

Von Marco Maier

Der US-Publizist Michael Snyder hat eine Sammlung von Fakten erstellt, in denen die "Außergewöhnlichkeit" der USA ersichtlich wird. Allerdings nicht im positiven Sinne, wie es sich viele US-Freunde vorstellen. Denn faktisch ist das Land hinter seiner goldenen Fassade völlig vermodert – finanziell, wirtschaftlich, gesellschaftlich und gesundheitlich.

Nachfolgend jene 36 erdrückende Fakten über die USA, die man unbedingt kennen sollte:

#1 In Bezug auf einen neuen Bericht der OECD, haben die USA die fetteste Bevölkerung in der ganzen industrialisierten Welt – und das mit einem großen Vorsprung. Fast Food ist eben billiger als gesundes Essen.

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#2 Im selben Bericht wird deutlich, dass die USA auch bei der Fettleibigkeit der Kinder ganz klar die Nummer 1 sind. Mit einer Fettleibigkeitsrate von 38 Prozent übersteigt diese sogar jene der Gesamtbevölkerung. Für die Zukunft des Landes sieht es also nicht wirklich gut aus.

#3 Nach einem Bericht von USA Today hat sich die Fettleibigkeitsrate in den letzten 25 Jahren sogar verdoppelt. Da stellt sich die Frage, ob im Jahr 2040 dann vielleicht sogar schon mehr als die Hälfte der Kinder an krankhaftem Übergewicht leiden werden.

#4 Ganze 239 Minuten täglich wenden die Amerikaner im Schnitt jeden Tag für den TV-Konsum auf, wie die Washington Post berichtet. Auch hier liegen die USA wieder einmal weltweit – mit großem Abstand – auf dem ersten Platz. Wenn man bedenkt, dass 90 Prozent des Programms von nur 6 Medienkonzernen bestimmt werden, muss man schon nachdenklich werden.

#5 Laut einer Studie verbringen die US-Amerikaner täglich über 10 Stunden mit der Benutzung elektronischer Geräte (TV, Radio, Computer, Smartphones…).

#6 In der Zeit bis ein US-amerikanisches Kind 18 Jahre alt wurde, hat es im Schnitt ganze 40.000 Morde im TV gesehen. Das sind so in etwa 6 Morde pro Tag.

#7 Der durchschnittliche junge Amerikaner verbringt insgesamt in etwa 10.000 Stunden mit Videospielen, bis er 21 Jahre alt wurde.

#8 In einer Studie des "Educational Testing Service", welche 22 Länder umfasste, waren die US-Amerikaner die Letzten in Sachen technischer Fähigkeiten und rechnerischer Fähigkeiten. Und lediglich 2 Länder waren bei den Lesefähigkeiten noch schlechter als die US-Schüler.

#9 In mehr als der Hälfte aller US-Bundesstaaten ist der höchstbezahlte öffentlich Beschäftigte ein Football-Trainer.

#10 Der prozentuale Anteil am Vermögen welches die Mittelschicht besitzt ist in Nordamerika niedriger als sonst überall in der Welt. Dabei gilt Kanadas Mittelschicht noch als deutlich reicher als jene der USA.

#11 Ganze 47 Prozent der Amerikaner sparen keinen einzigen Cent von ihrem Gehaltsscheck. Angesichts der Verarmung breiter Schichten muss man sich darüber auch schon gar nicht mehr wundern.

#12 Mit 716 Gefängnisinsaßen pro 100.000 Einwohnern sind die USA ebenfalls weltweit ganz vorne mit dabei. Nicht nur, dass man angesichts der privaten Gefängnisindustrie damit ordentlich Geld verdienen kann – auch die wachsende Armut treibt immer mehr Menschen in die Kriminalität.

#13 Das führt uns zum nächsten Fakt: In etwa ein Viertel aller Gefängnisinsaßen weltweit sitzen derzeit in den USA ein. Und das bei einem Anteil von gerade einmal knapp 4,5 Prozent der Weltbevölkerung.

#14 Im Jahr 2014 töteten US-Polizisten ganze 1.100 Menschen. Zum Vergleich: Die kanadischen Kollegen "schafften" es gerade einmal 14 Personen zu töten, jene in China (zumindest offiziell) nur 12 – und jene in Deutschland haben "nur" 7 Menschen getötet.

#15 Eine jüngst veröffentlichte Studie zeigt auf, dass jeder siebte junge Amerikaner im vergangenen Jahr schon mal etwas gestohlen hat.

#16 In den USA werden mehr Autos gestohlen als sonst irgendwo auf der Welt.

#17 Einer Meldung von Fox News zufolge betrügen rund 70 Prozent der verheirateten Männer ihre Frau.

#18 Amerikaner geben mehr Geld für Gesundheitsprodukte aus als sonst irgendwer auf der Welt (ob das wohl auch am vielen ungesunden Essen liegt?). Trotzdem liegen die USA in Sachen Lebenserwartung nur auf dem 26. Rang. Dafür hat sich das Gesundheitssystem zu einer enormen Geldmach-Maschinerie entwickelt.

#19 Die Mayo Clinic hat in einer Studie festgestellt, dass fast 70 Prozent der Amerikaner verschreibungspflichtige Medikamente zu sich nehmen, 20 Prozent der Amerikaner schlucken sogar mindestens 5 verschreibungspflichtige Medikamente.

#20 Eines Berichts des US-Landwirtschaftsministeriums zufolge landen 31 Prozent aller Lebensmittel in den USA im Müll. Das entspricht so im Durchschnitt einer Menge von 66 Milliarden Kilogram pro Jahr.

#21 Frauen erhielten im Jahr 2013 60 Prozent aller Baccalaureate (Bachelor degrees). Männer geraten gerade in der schulischen Bildung immer mehr ins Hintertreffen. Dabei haben die männlichen Schüler und Studenten auch noch im Schnitt die schlechteren Noten als ihre weiblichen Pendants. Aber wer braucht schon einen Hochschulabschluss, um sich als Soldat in den Kriegen verheizen zu lassen?

#22 Einer Studie der Barna Group zufolge sehen sich 77 Prozent der christlichen US-amerikanischen Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren mindestens ein Mal im Monat Pornos an.

#23 Es gibt mehr als 4 Millionen "Erwachsenen-Websites" im Internet – und sie haben mehr Traffic als Netflix, Amazon und Twitter zusammen.

#24 70 Prozent der Amerikaner fühlen sich ihrem Job nicht verpflichtet und sind nicht inspiriert. Das heißt schlichtwegs, dass sie mit ihrer derzeitigen Arbeit nicht zufrieden sind.

#25 Als der "Krieg gegen die Armut" von Präsident Lyndon B. Johnson begann, lebten gerade einmal 10 Prozent aller Kinder in Alleinerzieherhaushalten. Heute liegt die Zahl schon bei 33 Prozent. Doch gerade die Haushalte von Alleinerziehern sind am stärksten von der Armut betroffen.

#26 Noch im Jahr 1950 hatten 5 Prozent aller Neugeborenen ledige Eltern. Heute sind es bereits mehr als 40 Prozent.

#27 Nach Angaben des Center for Disease Control and Prevention gibt es in den USA jährlich 20 Millionen Fälle von sexuell übertragbaren Krankheiten. Außereheliche Eskapaden und die fehlende Bereitschaft zur langen Bindung an einen Partner tragen dazu bei.

#28 Das führt uns zum nächsten Fakt, dass die USA heute innerhalb der gesamten industrialisierten Welt die höchste Rate an sexuell übertragbaren Krankheiten aufweist.

#29 Nur 29 Prozent der Amerikaner befürworten eine Kürzung der Bundesmittel für die "geplante Elternschaft" (also die massenhafte Abtreibung von Babies). Und das, obwohl in unzähligen Undercover-Videos gezeigt wurde, wie die Mafia hinter diesem Apparat die abgetriebenen Föten abschlachten und die Organe verkaufen.

#30 Die USA haben die höchste Rate an Gebrauch von illegalen Drogen auf der ganzen Welt.

#31 Die US-Ärzte verschreiben jährlich mehr als 250 Millionen Rezepte für Antidepressiva. Man könnte sagen: Ohne diese Mittel können die Amerikaner das Desaster im eigenen Land nicht mehr ertragen.

#32 Eine Studie unter 50-jährigen US-Amerikanern zeigt auf, dass gerade einmal 12 Prozent von ihnen "sehr glücklich" sind.

#33 Jedes Jahr weisen die USA das weltweit größte Handelsbilanzdefizit auf. Und das auch noch mit einem gewaltigen Vorsprung. Dennoch sind die meisten Amerikaner nicht darüber besorgt, dass tausende Unternehmen und Millionen guter Jobs das Land verlassen.

#34 Ganze 102,6 Millionen Menschen in den USA im arbeitsfähigen Alter haben keinen Job.

#35 Mit der politischen Bildung der Amerikaner ist es auch nicht weit her. Denn gerade einmal 25 Prozent der US-Bürger wissen überhaupt, dass ein Senator für 6 Jahre gewählt wird und gerade einmal 20 Prozent der Amerikaner können sagen, wie viele Senatoren im US-Senat überhaupt sitzen.

#36 Seit Barack Obama (Nicht dass die früheren Administrationen diesbezüglich wirklich besser waren) im Weißen Haus sitzt stiehlt die jetzige Generation stündlich über 100 Millionen Dollar von den zukünftigen Generationen. Die Schulden und somit die zukünftigen Verpflichtungen explodieren derzeit geradezu.

Auch wenn diese Auflistung sicherlich nicht komplett ist und es noch viel mehr Punkte gibt, die man ansprechen sollte, so zeigt uns diese Auflistung durchaus einen bedenklichen Einblick in die US-amerikanische Realität. Das englischsprachige Original mit sämtlichen Quellenangaben finden Sie hier.

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8 KOMMENTARE

  1. getting pissed and stoned!
    ————————————
    zu Punkt 30 wäre noch erwähnt, daß 26 Millionen Amerikaner drogenabhängig
    sind, was kein Wunder ist, wenn man als Ideal ‚getting pissed and stoned‘ als
    Ideal auf die Fahnen schreibt und wie kürzlich ein Hochschulabsolvent der
    Finanz- und Wirtschaftswissenschaften bemerkte, daß das Hauptaugenmerk
    auf die Geldbeschaffung u.a. zur Befriedigung der Drogensucht gelenkt wird,
    wobei hauptsächlich das Umfeld der Finanzwirtschaft mit ihren Spekula-
    tionsmöglichkeiten genutzt wird.

  2. Die USA ist im kapitalistischen Endstadium – kurz vor dem „Knall“.
    Deutschland wird bei gleicher Politik den Stand in etwa 20 Jahren erreichen. Wie es 2030 den Rentnern gehen wird, testet man gerade in Griechenland. 40-60% der Rentner wird in Altersarmut fallen. Vom angepriesenen Mindestlohn kann man nicht Leben, geschweige dann Altersvorsorge betreiben. Das Sozialsystem wird beerdigt, da die Leute, welche es fördern könnten nichts Einzahlen oder sich überall ausklinken (Versicherungen, priv. Renten, KK usw).
    Die Menschen die Nichts zahlen, werden es auch in Zukunft nicht können. Dessen Anzahl wird sich jedoch verdoppeln. Es bleibt nur der Blöde Steuerzahler an dem alles hängen bleibt.

    Die schlimmsten Verfehlungen der letzten Jahre im Sozialsystem kamen von SPD/Grüne !!! Komisch das dies viele bei den Wahlen vergessen haben. CDU hat das Christliche verloren, SPD das soziale und die Grünen haben ihre Prinzipien für Macht verraten. Gut die FDP ist an Steuersenkungen gescheitert und „interne“ Gründe. GroKo bedeutet Stillstand. Freiwillig wird sich die Politik nicht ändern ! Entweder der Wähler greift ein oder wir enden wie die USA. Ein imperialistischer Waffenlobby-Staat, in dem der Lebensstandart von über 40% kleiner ist als 1989 bei den DDR-Bürgern, ohne Sozialversicherungen, Renten usw., wo man 2-3 Jobs braucht um über die Runden zu kommen, wo sich seit Jahren immer mehr Ghettos bilden und die Polizei überfordert ist, wo sich die Bonzen eigene Wohngebiete bauen, die von Security bewacht werden muss (wie Wandlitz).
    Die Liste ist endlos verlängerbar !!!!

    Lebt das Grundgesetz (§146) und kämpft für eine Verfassung !!!
    „Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“
    …Freiheit fehlt noch, als US-Besatzungszone

  3. Und diese Menschen haben Atom-Waffen. Sorry aber es kann einem Angst und Bange werden wenn man begriffen hat, wie dumm die Mehrheit der Amerikaner ist und wie leicht man sie dadurch manipulieren kann. Wir müssen alles dafür tun, um solche Zustände bei uns zu verhindern.

  4. Grad an Dummheit heißt Religion. Mangels sozieller Intelligenz, bleiben die meisten an dieser Verwirrtheit hängen und kommen nimmer los.

  5. Naja also so schlimm ist es hier nicht, im Text war das Beispiel Kanada. Dort bist Du arm dran, wenn Du einen besser bezahlten job hast, weil Steuern wie in Europa. Sicher, die niedrigen Jobs sind schlecht bezahlt, aber besser einen Scheissjob als gar keinen.

    Dann noch ein Wort zu den Waffengesetzen: Ich bin mir sicher, dass Ihr bald vor Neid erblassen werdet, weil Ihr im Gegensatz zu uns Waffen BRAUCHT, warum, muss ich ja wohl nicht erklaeren.

    Ausserdem haben wir momentan einen kleinen Boom. Und den solltet Ihr nutzen. Was wetten wir, dass demnaechst Hunderttausende lieber hier leben wuerden?? Das klicken der gepackten Koffer hoert man bis hier. Meine dt. Freunde hier warten jeden Tag auf den Beginn der Welle von Euch drueben. Allerdings seit Ihr als Deutsche mit guter Ausbildung gern gesehen. Man  behandelt Euch nicht wie Auslaender, Du bist von der ersten Minute an dabei. Ich muss es wissen, bin 2006 wegen Auslaenderkriminalitaet (ja, schon damals!) ausgewandert.

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