Wird Deutschland zum Hauptziel syrischer Flüchtlinge?

Die Ankündigung Berlins, keine Syrer abweisen zu wollen, hat nicht nur eine Magnetwirkung: einige Länder wie Ungarn oder Tschechien wollen syrische Flüchtlinge nur noch "durchwinken". Indessen sind immer mehr deutsche Kommunen mit der Unterbringung und Betreuung der Menschen völlig überfordert.

Von Marco Maier

Das Motto in Ostmitteleuropa bezüglich der vielen tausend syrischen Flüchtlinge scheint derzeit zu lauten: "Hauptsache, wir haben sie nicht". Ungarn, dessen Grenzen immer dichter werden, lässt die Menschen ohne Rücksicht auf das Dubliner Abkommen einfach weiterziehen. Die Tschechen und Slowaken wollen am liebsten ebenfalls einfach wegsehen. Flüchtlinge, vor allem Muslime, sind dort bei der Bevölkerung nicht gern gesehen, da kommt die Ankündigung Deutschlands gerade recht.

In Deutschland selbst, aber auch in Österreich und in Frankreich sorgt dieser "Korridor" jedoch für immer mehr Unmut. Vor allem Deutschland und Österreich sind derzeit Hauptzielländer der Flüchtlinge, die sich in diesen wohlhabenden Ländern eine sichere und bessere Zukunft erhoffen. Die Haltung der Durchzugsländer wird von den Politikern zunehmend als "unsolidarisch" bezeichnet. Dass unter anderem auch Deutschland und Frankreich mit ihrer Nahost-Politik, den NATO-Kriegseinsätzen, der Unterstützung US-amerikanischer Geopolitik und den Waffenlieferungen in alle Welt für die Flüchtlingsströme mitverantwortlich sind, verschweigen sie jedoch geflissentlich.

Auf dem EU-Sondergipfel zur Flüchtlingskrise Mitte September dürften erneut Forderungen an die Länder im Osten der Europäischen Union gestellt werden, sich stärker als bisher an der Aufnahme von Flüchtlingen zu beteiligen. Die vier Visegrad-Staaten Polen, Tschechien, Ungarn und die Slowakei wollen am Freitag in Prag hierzu schon einmal eine gemeinsame Linie abstecken. Vor allem könnte es auf eine gemeinsame Ablehnung westeuropäischer Forderungen hinauslaufen. "Was den Widerstand gegen Quoten angeht, verstehen wir uns sehr gut", meinte der tschechische Ministerpräsident Sobotka über die Haltungen in Prag, Warschau, Budapest und Bratislava. Auch im Baltikum wehren sich die Politiker gegen verpflichtende Aufnahmequoten.

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Während die Kritik größerer Bevölkerungsteile über den massiven Zustrom von Flüchtlingen in Deutschland und Österreich von den regierenden Parteien, der linken Opposition und den meisten Medienvertretern – bis auf einige Boulevardblätter – ablehnend beurteilt wird, ist man sich in den mittelosteuropäischen und osteuropäischen Mitgliedsstaaten mehr oder weniger quer durch die Bank einig, dass man möglichst wenige (und nur christliche) Flüchtlinge aufnehmen möchte.

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Indessen beklagen sich immer mehr deutsche Kommunen darüber, dass sie dem Flüchtlingsansturm nicht mehr gewachsen seien. Allein in Nordrhein-Westfalen sind es derzeit mehr als 6.000 Menschen pro Woche. Die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge wird immer schwieriger handzuhaben. Das Verursacht auch gesellschaftlich massive Probleme, da eine ausreichende Betreuung einfach nicht mehr möglich ist.

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8 Kommentare

  1. Das Verursacht auch gesellschaftlich massive Probleme, da eine ausreichende Betreuung einfach nicht mehr möglich ist.

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    Und genau das ist der Plan, Spaltung und Missgunst in der jeweiligen Bevölkerung und die wirklich armen Hunde die vor den Bomben und dem Tod fliehen bekommen den Hass ab. Aber keiner benennt öffentlich die, die das Leid verursacht haben.
    Allen voran USA, NATO und am Ende auch unsere Politikdarsteller mit Waffenlieferungen etc.

  2. Ist doch einleuchtend, dass viele sich syrische, falsche Papiere besorgen und nach „Germoney“ wollen. Soviel von Marktwirtschaft verstehen die auch, wo es das Meiste abzusahnen gibt, da fühlen die sich frei – daheim kämpfen sollen gefälligst andere.

  3. Die Flüchtlinge in Ungarn wollen auf jedem Fall,unter Umständen auch mit Gewalt nach D. Die lassen sich von den ung.Behörden erst gar nicht registrieren.Falls Ungarn das trotzdem versucht durchzusetzen muß er Gewalt anwenden.Um dies zu vermeiden muß man sich dem Willen der Flüchtlinge beugen. : Entweder läßt man sie fahren,oder werden die zu Fuß richtung Westen marschieren.Dies ist weder von den Westen noch von den Ungarn zu verhindern.Wer von den Ungaren,ein hartes Durchgreifen fordert,muß bedenken das dies nur Waffengewalt heißen kann,-was aber von den Ungarn höchtst wahrscheinlich,da es sich um friedliche Massen handelt, verweigert wird.Ungarn hat 1/10 des österreichischen und des deutschen Lebensstandart,und kann materiell die Flüchtlinge nicht einmal annähernd unter menschenwürdigen Umstände langfristig unterhalten.

  4. Wie ich kürzlich gehört habe, sind der überwiegende Teil echter, syrischer Flüchtlinge intakte Familien, da hat der Mann weder Frau noch Kinder zurückgelassen, die meisten haben eine vernünftige Ausbildung vor allem im Handwerk ( ehrlich: Atomphysiker brauchen wir hier eigentlich nicht viele ). Sie sind froh und dankbar, in einem Land angekommen zu sein, das ihnen wenigstens eine Perspektive bieten kann ( ? ). Viele lernen schnell unsere Sprache, die allermeisten sind friedlich und können lesen und schreiben. Ich glaube, der alleinreisende, kraftstrotzende und männliche „Flüchtling“ aus Syrien ist wohl eher die grosse Ausnahme ! Im Gegensatz dazu sieht man immer grössere Ansammlungen von starken, gutgenährten und oft hochagressiven Negern, die vor nichts anderem geflüchtet sind, als vor der Arbeit ! Diese Menschen sind durch ihre „Kultur“ geprägt : Verachtung der Frau, Frauen als Arbeitstiere, Faulheit und ein steinzeitlicher Männerkult, der sogar das, was wir von Moslemiten hören müssen, weit übertrifft ! Diesen „Menschen“ sollte man nicht helfen , sondern zum Aufbau ihrer Heimat zurückschicken ! Von mir aus mit einem kleinen Taschengeld…

  5. es ist ein jammer wie diese menschen betrogen werden und ihnen eine sichere zukunft versprochen wird…1000000 flüchtlinge 2015
    1000000 flüchtlinge oder mehr 2016 und so weiter
    wo soll der wohnraum und die arbeitsplätze herkommen sollen sie den rest ihres lebens in lagern verbringen…………

  6. Wie ich schon sagte, wir werden alle ( nicht nur Deutsche, sondern im Prinzip ganz Europa  und auch die echten Flüchtlinge ) über den Tisch gezogen . Wer nicht dafür ist, gehört zum Pack und sonstig Nettigkeiten .
    Da ich bereits hochpigmentierte Arbeitskollegen hatte – und das waren Akademiker – , weiß ich, wie Die ticken . Glaubt mir, die Zukunft wird nicht schön !

    [email protected]
    Laßt Euch mal das Programm schicken

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