Wir brauchen ein neues Europa

Die Europäische Union in der heutigen Form ist ein Unding. Anstatt mehr Wohlstand bringt sie uns mehr Armut und einen Beamtenmoloch, sowie einen Einheitsbrei statt Vielfalt. Europa braucht mehr Föderalismus statt einen zunehmenden Zentralismus, mehr Freiheit und mehr direkte Demokratie.

Von Marco Maier

Mit der grundlegenden Architektur der Europäischen Union wurde ein System geschaffen, welches zwar Freiheit und Vielfalt propagiert, doch im Endeffekt lediglich zu einem politischen Moloch avancierte, in dem Bevormundung und Unfreiheit regieren. Profiteure dieser Entwicklung sind hierbei lediglich einige finanzstarke Großkonzerne und deren Helfershelfer, während das Gros der Menschen keine bessere Zukunft hat.

Gerade die immer noch aktuelle Euro- und Schuldenkrise zeigt uns hierbei, wie sehr die Politeliten versagt haben. Fast die ganze EU versinkt in Armut der Bevölkerung und totaler Überschuldung der Staatshaushalte, während die Finanzindustrie wieder einmal mit dem blauen Auge davon gekommen ist. Der Macht der Lobbyisten sei Dank. Irgendwer musste ja die Managerboni und die Dividenden der Aktionäre retten, oder?

Nicht besser sieht es mit Vorschriften und Verordnungen aus. So greift Brüssel immer mehr in das Privatleben der Menschen ein, ermöglicht es den Konzernen sich immer größere Teile der Versorgung zu krallen, während es dort wo es nötig wäre – nämlich beim rendite- und spielsüchtigen Finanzsektor – nur lasche Regulatorien gibt. Hier zeigt sich eine äußerst schizophrene Haltung: Wirtschaftlich geht der Weg hin zu einem immer weiter liberalisierten System, in dem schlussendlich die Konzerne regieren – gleichzeitig werden den Menschen selbst immer weitere Pressionen auferlegt, so dass sich ein diktatorisches Regime entwickelt.

Inzwischen wird die ganze Krise dazu genutzt, die alten Pläne eines zentralistischen Europas unter der Herrschaft einer Bande von Lobbyistenknechten und Eurokraten herauszukramen und schrittweise eine neue politische Ordnung zu etablieren, die ganz im Interesse diverser Lobbygruppen agiert. Faktisch eine plutokratische europäische Staatsordnung.

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Wir brauchen ein Europa der Freiheit

Das was Europa braucht, ist eine föderale und demokratische Grundordnung, in der es sowohl eine europäische Solidarität, eine möglichst faire Wirtschaft, als auch eine möglichst große Freiheit für die Menschen gibt. Also quasi das Gegenteil dessen, was derzeit gerade mit der Europäischen Union passiert.

Denn wirkliche Freiheit kann es nur dann geben, wenn die Gesellschaft möglichst direktdemokratisch und dezentral organisiert ist. Das heißt: Die größtmögliche politische Entscheidungsgewalt muss auf kommunaler und regionaler Ebene erfolgen, sowie den Willen der jeweiligen Bevölkerung vor Ort berücksichtigen. Demokratie kann nur von "unten" kommen, niemals von "oben" instruiert werden.

Die Staaten selbst und auch die europäische Ebene sollten nur noch jene Agenden verwalten, für die diese auch wirklich sinnvoll sind. Beispielsweise zur Schaffung von brauchbaren wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen oder in Sachen äußere Sicherheitspolitik, allgemeine gesetzliche Rahmenbedingungen (z.B. Straßenverkehrsordnung, Umweltschutzgesetze, Arbeitnehmerrechte, usw.).

Deomkratische Selbstbestimmung ist der Schlüssel zur Freiheit. Wer, wenn nicht die Bürger selbst, sollen darüber bestimmen, wohin der Weg führen soll? Zentralismus und Bürokratentum sind auf jeden Fall nicht die Grundlagen für eine erfolgreiche Entwicklung. Europas Stärke liegt in der Vielfalt, die den Kontinent schon seit vielen Jahrhunderten vorantrieb und den Erfindergeist der Menschen weckte. Nur eben dieses Mal unter einem gemeinsamen Dach, ohne sich zu bekriegen.

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9 Kommentare

  1. Träume sind was Schönes. Wir könnten bald ein Neues Europa kriegen bzw. haben , aber….. wenn Deutschland über die Wupper geht, fällt das gesamte europäischer Kartenhaus zusammen und ein Flächenbrand zerstört das Europa, das wir heute kennen. Das Ergebnis werden noch größere Armut , Hunger, Krankheit und marodierende Banden in den Straßen sein.
    Ich hab da was gefunden – ganz versteckt, aber ich wollte es wissen – Neugier, Dein Name ist Weib 🙂 Vielleicht wäre Das was für uns Gefrusteten ? Einfach nach dem Programm fragen .
    [email protected]

  2. Man kann es so sagen: Die EU hat fertig. Mit Anerkenntnis dieser Situation wäre es angemessen, über Europa – wohlgemerkt, nicht die EU , neu nachzudenken.

    Jedoch alles, was bei dieser EU verharrt, also ewig-gestrig ist, würde auf lange Sicht nur die Beharrungskräfte, also die alten Seil- und Kameradschaften, den Lobbyismus, die US-Hörigkeit wiederherstellen. Wir brauchen dringend die Austritte aus der EU – von DE zuallererst, dann von GB. Der Rest zerfällt dann sowieso sofort. Auch GR könnte das Fass zum überlaufen bringen. Aber nur, wenn endlich eine Regierung gewählt würde, die konsequent auf Austritt setzt.

  3. Ich glaube, wir könnten auf ein vereintes Europa in jeglicher Form verzichten. Es funktioniert nicht. Ich bevorzuge kleine Nationalstaaten mit einer friedlichen Außenpolitik. Und die könnten sich gegen den Globalismus der USA viel besser wehren. Deshalb hat die USA den Moloch EU aus dem Boden gestampft, um ihre globale Hegemonie durchzusetzen. Jeder Zentralismus ist abzulehnen, und der ist die Grundlage für ein vereintes Europa. National muß nichts mit Rassismus oder Chauvinismus zu tun haben. Es heißt nur, sich seiner ethnisch kulturellen und sprachlichen Zusammenhörigkeit bewußt sein. Mit einer offenen Geisteshaltung anderen gegenüber. Allerdings mit einer gesunden Skepsis dem Islam gegenüber. Und auch der katholischen Kirche gegenüber. Der Islam hat in Europa entgegen den Verlautbarungen volksverräterischer Politiker in Europa außer Albanien und Bosnien nichts zu suchen. Aber das hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern eine Religion, die alle anderen als Ungläubige tituliert, ist nicht europareif! Anders ausgedrückt, man kann auf sie verzichten. Je größer ein System, desto weniger Freiheit für den Einzelnen und desto teurer das Sozialsystem. Und es können sich weniger dunkle Elemente in der Anonymität verstecken. Man hat nur Vorteile. Und der berüchtigte freie Reiseverkehr kann durch multilaterale Verträge problemlos geregelt werden. Es käme alles wieder zu einer gewissen natürlichen Ordnung. Man lese Leopold Kohr.

  4. Meiner Meinung nach wird sowohl in der Politik, als auch in den Medien und nicht zuletzt auch in der alternativen Medien-Szene stets vorausgesetzt, „der Deutsche“ denke und handle europäisch. Ich halte das für einen fatalen Irrtum. Der Durchschnittsdeutsche fühlt sich bewusst oder unbewusst als US-Amerikaner bzw. das, was er dafür hält, nach dem, was er von Geburt an durch Unterhaltungsmedien und Propaganda eingetrichtert bekommt. Nach seinem Weltbild sind die USA „die Guten“, und das am weitesten entwickelte Land, zu denen man selbst auch gehören möchte. Es bestehen nicht nur in der Oberschicht unzählige persönliche und familiäre Bindungen und Verbindungen dorthin, mehr als zu irgendeinem europäischen Nachbarland. Auch wenn es nach meinem persönlichem Empfinden der absolute Horror wäre und ich in einem solchen Fall die BRD verlassen würde, ehrlich und konsequent wäre eine staatsrechtlich einwandfreie und unmittelbare Anbindung unseres Landes an die USA, vielleicht nach dem Vorbild von Puerto Rico. Eine deutsche Identität gibt es seit 1945 nicht mehr und die Bevölkerung dieses Landes hat damit auch überhaupt kein Problem.

  5. Europa hat in seiner langen Geschichte schon viele Zentralisierungen erlebt und überlebt. Auch das momentane Gebilde wird an seiner schon sehr stark wuchernden Krebserkrankung zerfallen. Die eigentliche Triebfeder dieses Prozesses für den finalen Exetus ist das überbordende Berufsbeamtentum selbst. Die Protagonisten in Brüssel, und etwas darunter, sind erkrankt an Selbstüberschätzung, Habgier, Prunksucht, höchstes Jammerniveau bei gerinstem Leistungswillen. – Um das Ganze nun zusammenzuhalten wird ein immer größerer Polizei- und Schnüffelapparat aufgebaut. Das paradoxe daran ist, dass ausgerechnet diese Repressionsstrukturen die nötigen Selbstheilungskräfte eliminieren.

    Man kann einige Zeit einigen Obrigkeitshörigen damit imponieren, doch nicht alle Zeit alle Menschen davon abhalten, sich einmal dieses Systems zu erwehren.

    Wobei ich mir wünsche, dass dies gewaltfrei über die Bühne geht, sonst hat man danach zwar ein anderes System, doch mit Sicherheit kein Besseres.

  6. Mir sind 1.000 Liechtenstein lieber als eine EU!

    Wenn schon Demokratie, dann wenigsten im Sinne der Erfinder:

    “Demos wird meist als ‘Volk’ übersetzt, kommt aber von Deme, die bei den alten Griechen die kleinste Verwaltungseinheit und zugleich primärer Identitätsbezug der Bürger war. Niemals ist damit bloß die Gesamtbevölkerung gemeint, sondern stets die Minderheit freier Bürger, in einem Dorf oder kleinen Stadtstaat. Kratie wird meist als ‘Herrschaft’ übersetzt, das Wort gibt es aber gar nicht im Griechischen. Der Begriff ist abgeleitet von kratein, und das bedeutet ‘die Kontrolle haben’, im politischen Sinne eigentlich ‘souverän sein’. Plato unterscheidet den Begriff von archein, das ‘regieren’ und ‘führen’ bedeutet, mit der Nebenbedeutung eines Eingriffs in fremde Sphären. Demokratie bezeichnete also ursprünglich die Souveränität der kleinsten Einheiten.” (Rahim Taghizadegan, Institut für Wertewirtschaft)

  7. Was wir in Europa haben, ist eine lupenreine Plutokratie, keine Demokratie im Sinne der Alten Griechen.

    "Plutokraten sind diejenigen Großbankiers und Großindustriellen, die das ungeheure Potential erkannt haben, dass der Staat – auch und gerade der demokratische Staat – als Institution mit dem Recht zur Besteuerung und zur Gesetzgebung, zum Zweck der eigenen Bereicherung dienen kann, und die sich deshalb in die Politik einschleichen. Sie haben die gesellschaftliche Stellung und das Geld, um die weit weniger hellen und weniger wohlhabenden Politiker zu kaufen, sei es direkt durch Schmier- und Bestechungsgelder oder indirekt, indem man ihnen nach Ablauf ihrer politischen Karriere hoch dotierte Posten als Berater und Lobbyisten zusichert." (Frei nach Hans Hermann Hoppe.)

    In einer freien Gesellschaft gäbe es keine Plutokraten, denn dort sind es ja die Millionen Konsumenten, die bestimmen, was Unternehmer produzieren. Die Konsumenten sind die Kapitäne, die den Unternehmersteuermännern den Kurs vorgeben. Selbst der reichte Mann der Welt kann in einer freien Gesellschaft niemanden zwingen seine Angebote anzunehmen, dass kann nur der Staat. Deshalb wollen ja gerade auch die Reichen (Plutokraten) einen Staat, weil nur der ihr Vermögen schützen kann, sonst wäre es dem Wettbewerb ausgesetzt und es würde sich in Luft auflösen, wenn mit ihm nicht mehr die Wünsche der Konsumenten hinreichend gut erfüllt würden.

    Heerscharen von Lobbyisten gibt es nur, wenn es eine starke politische Machtkonzentration gibt wie beispielsweise in Brüssel oder Washington.

  8. Wir müssen die Politik aus den Fängen der internationalen Globalisten befreien. Wir brauchen Politik für nationale Räume.
    Demokratie ist nur noch ein Deckmantel für die Einflußnahmemöglichkeit der Globalisten.

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