Damit die Ukraine in den kalten Monaten nicht ohne das überlebenswichtige Erdgas dasteht, haben sich die EU und Russland über ein "Winterpaket" geeinigt, dem Kiew allerdings noch zustimmen muss. Bezahlt wird das Gas allerdings ohnehin von anderen.

Von Marco Maier

Der nächste Winter klopft schon an die Türen der Ukrainer, die auf das russische Erdgas als Heizmittel angewiesen sind. Russland stellte die Lieferungen ein, weil sich Kiew weigerte, die Rechnungen zu bezahlen und weiterhin auf Sonderrabatte pochte, obwohl sie Russland zum Feind erklärt hatte. Indessen lieferten teilweise EU-Staaten russisches Erdgas in die Ukraine.

Russlands Energieminister Alexander Nowak sagte, dass die EU-Kommission mit der Weltbank verhandle, um die Tranche von 500 Millionen Dollar an Gazprom zur Begleichung der Rechnungen zu sichern. "Die EU-Kommission führt die Frage der Vergabe weiterer 500 Millionen Dollar aus den Mitteln der Weltbank zu Ende", so der Minister. Gazprom hingegen ist bereit, der Ukraine einen kleinen Rabatt für die Lieferungen einzuräumen. Der Endpreis wird dabei nicht unter den europäischen Spotpreisen liegen. Expertenschätzungen nach wird sich der Rabatt damit auf maximal 20 Dollar pro 1000 Kubikmeter belaufen. Allerdings muss die russische Regierung die genaue Höhe des Rabattes noch bestimmen.

Der ukrainische Energieminister Wladimir Demtschischin forderte noch im Sommer einen Rabatt von 30 bis 40 Dollar, was Moskau natürlich verweigerte. Der reguläre Gaspreis für 1.000 Kubikmeter liegt derzeit bei 247 Dollar. Mit den Finanzmitteln der Weltbank wäre damit eine Aufstockung der ukrainischen Gasreserven um über 2 auf gut 17 Milliarden Kubikmeter möglich. Ausreichen wird auch das nicht, zumal Schätzungen zufolge wahrscheinlich weitere 500 Millionen Dollar für den Ankauf von Erdgas aufgetrieben werden müssen. Ein ähnlich milder Winter wie im letzten Jahr wird wohl dieses Jahr nicht drin sein.

Indessen hat die ukrainische Regierung wieder angefangen, Kohle aus den Gruben in den Rebellengebieten aufzukaufen, um somit auch eine Alternative zum Erdgas zu haben. Zudem heizen auch nicht wenige Menschen in der Ukraine mit Kohle. Frühere Pläne die Kohle in Südafrika zu kaufen, haben sich nämlich in Luft aufgelöst. Die Südafrikaner wollen nämlich Geld dafür haben, was Kiew jedoch nicht bezahlen konnte.

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6 thoughts on “Unter EU-Vermittlung: Weltbank bezahlt Kiew das russische Gas”

  1. Bin ich der einzige, dem das vollkommen bescheuert erscheint, oder gibts da noch mehr?
    Warum zahlt die Weltbank nicht gleich die Gasrechnung für uns alle??

    1. Wenn die Weltbank (wir Deutschen) den Ukrainern nicht das Gas bezahlen, machen die einen Aufstand und töten die US Regierung in Kiew, die amerikanischen Söldner und hunderte von CIA Kräften, die das gestohlene Vermögen an Rohstoffe und Böden, Häusern und Fabriken für die Bonzen im Amiland sichern. Die Ukrainer haben alles verloren und dürfen jetzt für Hungerlöhne als Sklaven in ihrem eigenen Land Frohndienst leisten. Sie sind zu Leibeigenen der Wallstreet geworden weil sie in ihrer unfassbar brutalen grenzenlosen Blödheit lieber verrecken, als den Russen, ihren wahren Freunden zu vertrauen.

  2. Warum hilft diese imperialistische angloamerikanischen Weltbank dann nicht der griechischen Bevölkerung?
    Sonst plündert diese abartige Weltbank doch zusammen mit dem IWF nur alle Staaten bis zum Exitus.

    1. sicher nicht der hauptgrund aber u.a. evtl. ja, weil die griechen – ebenso wie die russen oder bspw. auch armenier – orthodox sind (die ukrainer ja vermeintlich auch, allerdings wird das oberhaupt der ukrainischen kirche – aus einer vielfalt von guten gründen – vom rest der orthodoxen welt nicht anerkannt) und diese konfessionsrichtung die zum heutigen zeitpunkt die einzige christliche, die man es bislang nicht geschafft hat zu pervertieren ist. 

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