Russische MiG-31. Bild: Flickr / Alan Wilson CC BY-SA 2.0

Nachdem israelische Medien unter Berufung auf Diplomatenkreise verkündeten, dass Russland Truppenverbände und Kampfflugzeuge nach Syrien verlegen wolle, dementierte nun der Kreml. Dabei bräuchte Damaskus mehr als nur diplomatische Floskeln als Hilfe.

Von Marco Maier

Laut der israelischen Seite "Ynetnews", die sich auf diplomatische Quellen beruft, will Russland Kampfflieger, Hubschrauber und Raketenabwehrtruppen auf einen Flugplatz bei Damaskus verlegen. Die Quellen, auf die das Medium verweist, behaupteten, dass es sich um "tausende" russischer Soldaten und dutzende Kampfjets handeln würde.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax teilte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mit, dass die Informationen über eine angebliche Teilnahme russischer Luftstreitkräfte an der Bombardierung von IS-Stellungen kein Vertrauen geschenkt werden solle. US-Außenamtssprecher Mark Toner ließ mitteilen, dass Washington die Teilnahme Russlands beim Kampf gegen den "Islamischen Staat" begrüßen würde, sollte sich Moskau dazu entscheiden.

Über kurz oder lang wird sich die russische Führung jedoch in Sachen Syrien etwas überlegen müssen. Von diplomatischen Gesten allein hat die syrische Regierung, die als Verbündeter Moskaus gilt, eben nicht wirklich viel. Vor allem seit den Bemühungen der Türkei, in dem vom Krieg zerrissenen Land eine "Sicherheitszone" zu errichten und den NATO-Bemühungen, die sogenannten "moderaten Rebellen" nicht nur im Kampf gegen den "Islamischen Staat", sondern auch gegen die Regierungstruppen zu unterstützen.

Loading...

Ohne militärische Unterstützung – die bislang hauptsächlich durch den Iran erfolgt – wird sich die Regierung al-Assads nicht halten können. Das dürfte auch Moskau klar sein. Derzeit wirkt die russische Linie bezüglich Syrien doch etwas verwachsen: Einerseits wird die Unterstützung der syrischen Regierung beteuert, andererseits sieht man zu, wie Rebellen, IS-Milizen, vom Ausland geschickte Verbände und die NATO der legitimen Regierung zusetzen und das gesamte Land in Schutt und Asche legen.

Liebe Leser, wenn sie kein Abo abschließen möchten, können sie uns auch mit einer Spende unter dem Kennwort "Contra Magazin" auf folgendes Konto: IBAN: DE54 7001 1110 6052 6763 88, BIC: DEKTDE7GXXX oder per Paypal und Kreditkarte, unterstützen. Danke für ihre Hilfe!

Loading...

9 KOMMENTARE

  1. Wenn ihr euch in Bezug auf Putin nicht irrt… wer sagt denn, das Putin Assad sein Arsch retten will?

    Marco… die Welt funktioniert nicht so, wie du es hier beschreibst.

    Was erzählst du jetzt deinen Lesern, wenn es nicht so endet wie du es hier seit Monaten beschrieben hast?!

    • Meine Quellen sagen mir das Putin, die Saudis und USA zusammen, dem "Assad und Europa" in den Arsch treten wollen.

       

      Assads Schützlinge sitzen in England/Europa:

      Sergei Wiktorowitsch Lawrow hat auf seiner eigenen Webseite geschrieben "nicht MOSKAU ist der Schützling Assads, es ist LONDON !!!"

       

      Der Nahe-Osten und Afrika wird seit über einem Jahrhundert vor allem von "EUROPA" ausgeraubt und nicht USA ! ! !
       

        • Nein habe isch net… aber vertraue meiner Quelle, wo ich es her habe – bis jetzt hat er immer rescht behalten. Kannst ja mal selber auf Lawrow seiner Seite recherchieren und es hier veröffentlichen… (Lawrow hat es geschrieben… 100%!).

          Und… und man braucht keinen Link um herauszufinden, das Assads Schützlinge aus England kommen (nicht darauf achten was aus England kommt…. das wäre ja Selbstverrat!) – einfach mal das Gehirn einschalten, das reicht völlig aus. Wo hat Assad Jahrelang gelebt und in welchem Geheimorden (und Land) könnte wohl Assad Mitglied sein “ ? “

          (alle Wege führen nach England und nicht nach USA – diese Drecks Oligarchen in Russland sind immer wohin abgehauen „?“)

          Hab da noch was: Assad soll Putin mehr vertraut haben als seiner Frau, aber jetzt soll er sich nicht mehr so sicher sein und würde nur noch mit Pillen über den Tag kommen. Höchstwahrscheinlich soll er sich das Leben nehmen, damit seiner Familie in Sicherheit kommt. Auch soll sich Assad bei den PYD-Terroristen geirrt haben, denn die sollten Ihm den rücken freihalten und seine Dörfer im norden Syriens gegen die FSA beschützen – jetzt haben diese Drecks PYD-Terroristen eines seine Dörfer im norden Syriens angegriffen.

          • über die ausfälle a la "gehirn einschalten" grosszügig hinweggesehen, ist es schon ein starkes stück, für etwas, wofür man – mit ausnahme seiner freunde – keine quelle benennen kann, seine hand ins feuer zu legen und den allerwertesten drauf zu verwetten. frag' mal deine russischen freunde, was in russland unter den umständen einer eingeschränkten freiheit mit den hinterteilen solcher leute deinesgleichen geschieht.  

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here