MiG29 - Bild: Flickr / Dimitry Terekhov CC BY-SA 2.0

Russland unterstützt die syrische Regierung im Kampf gegen den "Islamischen Staat". Von einer Basis bei Damaskus aus sollen Luftangriffe geflogen werden. Auch auf politischer Ebene bemüht man sich um eine Lösung.

Von Marco Maier

In der Nähe von Damaskus hat die russische Armee laut israelischen Medienberichten bereits Stellung bezogen, um von dort aus Luftangriffe gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" zu fliegen. Damit beteiligt sich Moskau nicht nur an der "Anti-IS-Koalition", sondern stärkt damit auch der syrischen Regierung unter Präsidend Baschar al-Assad den Rücken.

Laut der israelischen Zeitung Ynet sollen in den kommenden Wochen tausende russische Soldaten nach Syrien verlegt werden. Zudem sollen Kampfflugzeuge vom Typ MiG29 und Yak130 kommen, um so mit Luftangriffen Stellungen des IS anzugreifen.

Indessen versucht Russlands Außenminister Sergej Lawrow vor allem die syrischen Oppositionsgruppen für eine Beilegung des Konflikts zu gewinnen. Laut "Haaretz" habe ihnen der oberste russische Diplomat gesagt, dass eine politische Lösung nur möglich sei, wenn sich alle Parteien an den Friedensgesprächen beteiligen.

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Gegenüber dem Westen ist Moskaus Haltung klar: Der Umstand, dass die Transatlantiker sich schon mehrmals an Umsturzmaßnahmen in der Region beteiligten, weil sie einen Regime-Change wollten, wird vom Kreml nicht mitgetragen. Der Westen müsse seine Haltung gegenüber Präsident al-Assad ändern, wenn eine politische Lösung gewollt sei.

Das direkte Eingreifen Russlands in den Syrien-Konflikt sorgt nun dafür, dass die Karten neu gemischt werden. Die Pläne Ankaras, al-Assad durch den Einmarsch türkischer Truppen und der Errichtung einer "Sicherheitszone" weiter unter Druck zu setzen, erhalten dadurch Gegenwind. Auch die Gedankenspiele Washingtons, die Destabilisierung der syrischen Regierung voranzutreiben, werden so erschwert.

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7 KOMMENTARE

    • Ebenfalls mein Dank wenn das so kommt !

      Da man ja die aktuellen rus.Strategen in keinster weise mehr mit den alten Sovjet-Betonköpfen vergleichen kann, trau ich denen einen wirklich guten Plan zu. Die Basis neben Damaskus zu setzen bedeutet automatisch eine Sicherheitszone. Idealerweise schnellsten ausgedehnt rund um Damaskus und dann diesen Ring Stück für Stück, mittels politischem Dialog und militärischem Nachdruck wachsen zu lassen, bis eine große Schutzzone eingerichtet ist und die IS oder besser gesagt die US-Handlanger ausgehungert werden können, ohne das sie eine Chance haben neue Mittel zu bekommen oder ihr gestohlenes ÖL zu handeln.

      Dann, ja dann gibts zum Abschied für die US-Boys ein lautes "Tschüss" (bzw. Ami go home^^)

      • Schade eigentlich, dass die Dementis sofort folgten 🙁

        ABER

        ich bin mir nicht ganz so sicher, ob da nicht doch ein wenig Wahrheit dahinter steckt, denn ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass die Israelis sich derart irren !?!  Ich vermute (ok auch ein wenig Wunschdenken dabei), dass es bei dem Dementi um den Versuch zur Zeitgewinnung geht und Russland gerade dabei ist und dabei ungestört bleiben will, ihre Präsenz auszubauen und den Stützpunkt gerade etabliert. Es hört sich irgendwie logisch an, denn in der derzeitigen Situation in Bezug zu diesem Konflikt in Syrien, kann Russland (diplomatisch + geopolitisch) nicht verharren.

        na mal schauen, wie es weitergeht. bekanntlich stirbt die Hoffnung zu letzt.

  1. Viele Menschen glaubten zwischen 45 und 89, dass es nicht schlimmer kommen kann. Doch die USA haben es nach 89 allen bewiesen, dass die Sowjetunion nicht das verkörperte, was man dieser jahrzehntelang an negativem nachsagte!

    Jeder Mensch, der lesen und verstehen bzw. eigenständig zu denken in der Lage ist, weiß mittlerweile, wer aus geostrategischen Gründen eine Region nach der anderen destabilisiert(e) bzw. mit kriegerischen Handlungen überzieht, ob nun mit direkter oder indirekter amerikanischer Beteiligung!

    Russland hat seine Truppen Anfang der 1990er ohne wenn und aber aus der ehemaligen DDR abgezogen, hier in Westdeutschland sind amerikanische und brtische Truppen immer noch präsent, von den atomaren Waffen ganz zu schweigen!

    Und die Amerikaner denken auch nicht daran, deutsches Territorium zu räumen! Hier ein Beispiel:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wegen-russland-us-army-reaktiviert-kasernen-in-deutschland-a-1050975.html#ref=rss

    Es wäre ehrlich und aufrichtig, wenn BRD-Politeliten den Bürgern einfach nur reinen Wein einschenken würden! Aber damit würden diese Ihre Machtlosigkeit gegenüber den Alliierten lediglich eingestehen!

    Nur so, unter diesen Aspekten bzw. Gesichtspunkten, kann man verstehen, weshalb die deutsche Regierung keinerlei Konzept auch zur momentanen fingierten Flüchtingsbewegung hat!

    Die USA führen Krieg, die BRD darf ein bisschen überall mitmischen, Waffen verkaufen, der Preis den die Bevölkerung dafür bezahlen muss, ist mittlerweile jedem bekannt!

    Milliarden über Milliarden pro Jahr werden jetzt auf einmal locker gemacht, wo das Geld auf einmal herkommt, vermutlich vom Himmel gefallen! Die gesamte deutsche Infrastruktur ist am zerfallen, kein Geld da-heißt es immer!

    Alle, die nicht mit Flüchtlingen einverstanden sind und dies entsprechend begründen, von Kriegsflüchtlingen und politisch Verfolgten mal abgesehen, werden unabhängig von den Gründen, als Rassisten, Nazis und Fremdenfeinde diffamiert, kriminalisiert ergo stigmatisiert!

    Das ist die BRD von 2015!

    Ehrlich gesagt, hat es mir in der DDR nie groß gefallen, aber momentan hätte ich nichts dagegen, wenn die Mauer wieder stehen würde!

    • Die USA führen Krieg, die BRD darf ein bisschen überall mitmischen, Waffen verkaufen, der Preis den die Bevölkerung dafür bezahlen muss, ist mittlerweile jedem bekannt!

      ——————

      Die Schattenregierung der USA mit ihren Großkonzernen führen Krieg gegen die deutsche und europäische Bevölkerung! Ein Indiz von vielen dafür sind TTIP,CETA,TISA ,die Flutung mit Flüchtlingen usw.

      Und die sogenannten "deutschen" Rüstungsfirmen dürften mehrheitlich im Besitz ausländischer Aktionäre sein. Es sind also internationalistische Großkonzerne.

      Sie sind genauso wenig deutsch wie die Deutsche Bank.

       

       

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