Bild: youtube.com

Der US-Militärstützpunkt Ramstein ist ein zentrales Drehkreuz für die Vorbereitung und Durchführung völkerrechtswidriger Angriffskriege. Die meisten tödlichen Einsätze US-amerikanischer Kampfdrohnen, u.a. in Irak, Afghanistan, Pakistan, Jemen, Syrien und Afrika, werden über die Satellitenrelaisstation auf der US-Air-Base Ramstein durchgeführt. Weite Teile der deutschen Bevölkerung fordern die Schließung des Stützpunktes.

US-Drohnenpiloten auf verschiedensten Militärbasen nutzen Ramstein für die Steuerung der Killerdrohnen in weltweiten und illegalen Kriegseinsätzen. In Ramstein analysieren und aktualisieren ca. 650 MitarbeiterInnen ständig die Überwachungsdaten der vermeintlichen Zielpersonen und leiten ihre Daten dann weiter.

Die US-Regierung hat mittels Drohnen in Pakistan, Jemen und Somalia fast 5000 Menschen außergerichtlich getötet sowie über 13.000 im Afghanistan-Krieg. Ungezählte Opfer gab es durch US-Drohnen im Irak, in Syrien und in Libyen. Die große Mehrzahl der Opfer waren Unbeteiligte wie Frauen, Kinder und alte Menschen. Die Mordbefehle werden per Joystick über die Satelliten-Relaisstation in Ramstein an die jeweiligen Drohnen übermittelt. Ohne Ramstein würde der gesamte Drohnenkrieg auf unbestimmte Zeit empfindlich behindert.

Zugleich war Ramstein logistisch unverzichtbar für die Durchführung des brutalen US/NATO-Kriegs in Afghanistan und des US-Angriffskriegs in Irak. Gleiches gilt für drohende US-Interventionskriege, einschließlich an den Grenzen zu Russland.

Die Komponenten des US-Raketenabwehrschildes sind in verschiedenen NATO-Staaten stationiert, eine seiner Befehlszentralen ist in das AIRCOM, das Hauptquartier aller NATO-Luftwaffen, auf der US-Air Base Ramstein integriert.

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Außergerichtliches Töten von BürgerInnen anderer Staaten auf deren Territorien verstößt nicht nur gegen die Menschenrechts-Charta der UNO und gegen das Völkerrecht, sondern auch – wenn das Verbrechen von deutschem Hoheitsgebiet ausgeht – gegen unser Grundgesetz. Das wollen wir nicht länger hinnehmen, weder das illegale Treiben der USA in Deutschland noch deren Völkerrechtsverbrechen von deutschem Boden aus, noch deren Unterstützung durch die Bundesregierung.

Wir fordern daher vom Deutschen Bundestag und von der Bundesregierung, den USA die Nutzung von Ramstein als Basis zur Drohnenkriegsführung zu verbieten und die Satelliten-Relaisstation zu schließen, zugleich selbst auf die Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr zu verzichten und die Einführung von Kampfrobotern im Militär zu ächten, sowie die illegalen Ausspähpraktiken der NSA in Zusammenarbeit mit dem BND, wofür Ramstein ein Kristallisationspunkt ist, zu beenden.

Ohne persönlichen Einsatz und demonstrative Aktionen kann die brandgefährliche Militärpolitik der Bundesregierung und die Kriegshandlungen der US/NATO nicht gestoppt werden.

Deswegen rufen wir im Rahmen einer längerfristigen und umfassenden Kampagne auf zur Demonstration und Kundgebung vor der Air Base Ramstein am 26.09.15 sowie zu einer großen öffentlichen Veranstaltung in Kaiserslautern am 25.09. und einem Auswertungs- und Zukunftstreffen am 26.09. abends.

Quelle:  http://www.ramstein-kampagne.eu/

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5 KOMMENTARE

  1. ich denke, es gibt schon wege, mit hilfe derer man es verbieten kann. 

    "euer", über keinen geltungsbereich mehr verfügendes und somit ungültiges, grundgesetz ist dafür aber nicht geeignet.

    • Wo leben Sie?

      Ich kam mal auf die „wirre“ Idee, meine zur Scheinträchtigkeit neigende Hündin einem Tierheim zur Verfügung zu stellen, wo Welpen (auch kleine Katzen gehen zur Not) ohne Muttertier aufwachsen. Eine win-win Situation für alle…habe ich jedenfalls gedacht.

      Denkste Puppe. Dass ich im ersten Tierheim nicht gleich Erfolg haben konnte, war mir im Prinzip klar. Aber dass meine Frage, ob man vielleicht ein anderes Tierheim kennen würde, wo Tiere ohne Mutter (und daher ohne Milch) sind, einen solchen Funkenflug entfachen würde, hat mich echt umgehauen. Denen gehts oft nur ums Geld, einer ist der Teufel des anderen.

      Ein Tierheim ist der Feind des anderen. Und ein alternativer Blog oft der Teufel des anderen. In Deutschland braucht man halt nur noch eine Mauer, und fertig ist das Irrenhaus.

      Traurig, ist aber so.

    • aus denen, die bei etwas, was per definition nicht zum ziel führen kann mitwirken – und das dann auch noch unentgeltlich – wollen, wird man – sofern man die sich geradezu aufdrängende unterstellung unterlässt – aber auch nicht so wirklich schlau. 

    • Hat sich inzwischen geklärt. Heute habe ich zwei Pressetexte aufbereitet und verteilt.

      Die Parabeln und Analogien bleiben mir schleierhaft. Meine Hunde sind froh, wenn sie kein Tierheim mehr sehen und was sinnvoll oder sinnfrei ist, wissen wir endgültig erst auf dem Totenbett.

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